Corona Lockdown – Tag 25

Diese Zeit wird bestimmt nicht ohne Folgen bleiben. Klar, wir werden uns auch künftig relativ oft die Hände waschen oder sie desinfizieren. Aber auch in anderen Bereichen werden. Im Arbeitsleben dürften sich nicht wenige Betriebe fragen, ob wirklich jede Person einen festen Arbeitsplatz benötigt, oder ob man auch (zumindest teilweise) im Home Office arbeiten könnte.

Schon vor «Corona» habe ich mich gefragt, wie ich meinen Post-Workflow verbessern könnte. Denn auch in Zeiten von eMail und eBanking gibt es noch ziemlich viel Snailmail, also Post in Papierform. Darum habe ich nach einer Alternative gesucht – und Peax gefunden.

Die Plattform kann sehr viel und ist doch (oder genau deshalb?) irgendwie schwer zu beschreiben. Aktuell nutze ich folgende Möglichkeiten:

  • Wichtige Dokumente scannen und ablegen
  • Rechnungen ablegen und bezahlen
  • Notizen ablegen

Es gäbe auch die Möglichkeit, die physische Post direkt an eine Peax-Adresse weiterzuleiten und dann digital zu erhalten. Ebenso kann man einfach einzelne Sender bestimmen, die an Peax versenden statt an mich direkt. Oder man kann in Peax-Couverts jenes Zeug reinpacken, das man digital haben möchte und es physisch an Peax senden.

Der Vorteil ist primär einmal, dass man alles vertaggen kann und so gar nicht erst Ordner anlegen muss. Ein weiterer Vorteil: Rechnungen werden normalerweise direkt erkannt, so dass man sie via LSV auf das entsprechende Datum bezahlen kann.

Ich bin noch in der Testphase aber bis jetzt sehr zufrieden. Und weil momentan jeder Schritt in Richtung Digitalisierung Sinn zu ergeben scheint, vermute ich stark, dass ich bei Peax bleiben werde.

Das war’s für heute – bleibt gesund!

Corona Lockdown – Tag 24

Anfänglich hat kaum einer gross von La Casa de Papel gesprochen. Auf einmal war es dann in aller Serienjunkies Munde. Inzwischen darf man von einer Kultserie sprechen, bei der die Fans regelrecht nach der nächsten Staffel lechzen. Letzte Woche ist die vierte erschienen.

Wer noch gar nichts über die Serie weiss: Grundsätzlich geht es um einen Banküberfall. Nein, eigentlich um den Überfall auf die Notendruckerei Spaniens. Mit einem raffinierten Plan eines Typen, der nur «der Professor» genannt wird und ikonischen Masken bricht ein Team aus Profis dann auch tatsächlich ein. Natürlich läuft nicht alles ganz genau so wie geplant.

Es ist nicht so, dass Haus des Geldes (ja der deutsche Titel könnte catchier sein) einen Preis für Realitätsnähe oder Logik erhalten würde. Doch die Serie zieht einen über die vielen Antihelden und die immer wieder genial eingefädelten Plan-Kniffe des Professors in ihren Bann. Mit anderen Worten: Wer noch nichts davon gesehen hat, kann sich an Ostern problemlos alle vier Staffeln geben und macht nichts falsch. Gibt’s bei Netflix. Und wer kein Netflix hat, kann sich für den Gratismonat registrieren. Viel Spass!

https://www.youtube.com/watch?v=DgkynWRJ2Kk
Das war’s für heute – bleibt gesund!

Corona Lockdown – Tag 23

Ja, es dauert schon eine ganze Weile. Gefühlt ist der Lockdown für Viele wohl schon länger als 23 Tage aktiv. Darum sehnen wir uns sehr nach einer Lockerung, im Wissen, dass es die Sache wohl nicht verbessert oder verlangsamt. Und siehe da, heute war es dann so weit: Der Bundesrat hat eine Lockerung der Massnahmen in Aussicht gestellt. Und zwar «noch vor Ende Monat». Bis dahin wurden die bestehenden Eindämmungsmassnahmen bis zum 26. April verlängert. Wie die Lockerung aussehen wird, dazu wurde noch nichts gesagt. Es ist aber davon auszugehen, dass eine langsame stufenweise Anpassung der Massnahmen vorgenommen wird.

Nun bleibt natürlich weiter die Frage: Wie lange dauert die Geschichte denn noch? LKM hat sich diese Gedanken auch gemacht. Er hat eine kleine Simulation aufgebaut, die die Daten der letzten Tage so interpretiert, dass eine Prognose für die Dauer des aktuellen Zustandes berechnet werden kann.

Das war’s für heute – bleibt gesund!

Corona Lockdown – Tag 22

Ok, eigentlich wollte ich hier ja versuchen, jeweils ein paar aufbauende Worte oder sonst Erheiterndes zu posten. Darum gibt es heute ein paar witzige Tweets, Bilder und Videos.

https://twitter.com/janboehm/status/1247173493676027906
https://twitter.com/Afelia/status/1247237895074832384
Das war’s für heute – bleibt gesund!

Corona Lockdown – Tag 21

Sie haben gerade absolute Hochkonjunktur. Manchmal schmunzle ich, wenn ich sehe, wer ihnen verfallen ist. Manchmal versuche ich, ihnen mit Argumenten beizukommen. Meistens aber frage ich mich vor allem, warum man auf die Idee kommen könnte, dass der entsprechende Quatsch wahr sein könnte. Yep, wir reden von Verschwörungstheorien.

Das Wissenschaftsmagazin higgs, das übrigens auch sonst lesenswert ist, hat zum Thema Verschwörungstheorie ein sehenswertes Video gemacht. (Merci an Marc für den Tipp)

Meine eigene Theorie, warum so viele von uns gerne an absoluten Humbug glauben: Wir tun uns schwer damit, unerklärte Dinge unerklärt zu belassen. Wir brauchen einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Also lieber glauben, dass «die Pharmaindustrie» hinter allem steckt, als zu akzeptieren, dass man den genauen Ursprung des Virus noch nicht im Detail kennt.

Das war’s für heute – bleibt gesund!

Corona Lockdown – Tag 20

Ich finde die Tweets und Kommentare zum Glück gerade nicht mehr, aber ich habe in letzter Zeit nicht selten Dinge gelesen, die etwa in diese Richtung gingen:

Begreifen jetzt die Klimawandelpanikmacher mal, was ein Notstand ist? Das Klima ist sicher keiner.

Die Gender-Wahnsinnigen wollen uns sagen, dass es wichtig sei, das generische Maskulinum zu bekämpfen, dabei merken wir jetzt, worum es im Leben wirklich geht.

Schwule, die Kinder adoptieren können sollen wichtig sein? Die sollen doch froh sein, dass sie nicht mehr verfolgt werden.

Wie gesagt, das ist sinngemäss aus der Erinnerung zitiert. Und ja, es ist so, momentan ist die Coronaproblematik zentral. Es ist richtig und wichtig, dass wir sie mit den nötigen Massnahmen bekämpfen. Doch müssen wir deshalb aus den Augen verlieren, dass der Klimawandel eine grosse Gefahr darstellt, der wir ebenfalls mit entsprechenden Massnahmen entgegentreten sollten? Müssen wir uns deshalb von der Emanzipation verabschieden und den Weg der Gleichberechtigung in umgekehrter Richtung begehen, zurück zum reinen Patriarchat? Sollen wir uns nicht mehr dafür einsetzen, dass Homosexuelle gleiche Rechte wie alle anderen geniessen? Wenn all diese Fragen für mich rhetorisch sind, so wollen sie gewisse Gruppen momentan am liebsten tatsächlich mit Ja beantwortet sehen.

Nein, jetzt ist nicht der Moment, unsere Ideale aufzugben. Gerade in Krisenzeiten, sollten wir uns darauf besinnen, welche Werte wir vertreten. Wir sollten uns um die Schwächeren in unserer Gesellschaft mit zusätzlicher Sorgfalt kümmern. Genau jetzt können wir zeigen, was uns auszeichnet. Let’s do it!

Das war’s für heute – bleibt gesund!

P.S. Anlass für diesen Beitrag war das Interview auf zentralplus.ch mit meinem ehemaligen Coiffeur Vinci. Schon mehrmals wurde er verprügelt, einfach nur, weil er schwul ist. Stay strong, Vinci!

Corona Lockdown – Tag 19

Yep, heute gibt’s wieder mal nur ein YouTube-Video. Aber nicht irgend eins. Momentan gibt es nämlich zahlreiche «Challenges» auf Facebook und anderen Social-Media-Plattformen. Man muss angeben, in welchen Städten man schon war, Stadt Land Fluss mit seinem Anfangsbuchstaben spielen oder Schwarz-Weiss-Bilder posten. Ebenfalls sehr beliebt: Ein Bild aus der eigenen Kindheit online stellen. Vielleicht tue ich das ja noch. Aber heute geht es um etwas anderes: Welcher Song war am 18. Geburtstag die Nummer 1 in den Schweizer Charts? Ich muss gestehen, ich habe Glück gehabt. Aus zwei Gründen: Einerseits ist es ein Song, den ich schon damals sehr toll fand (Album gekauft) und andererseits hab› ich jetzt noch eine Live-Version gefunden. Voilà:

Und hier noch die reine Audioversion:

Warum wir die grossartige Stimme von Mýa seither nicht mehr gehört haben? Keine Ahnung. Wie ich rausgefunden habe, was an jenem Tag die Nummer 1 war? Das ist einfach: Hitparade.ch.

Das Original des Refrains stammt von den Bee Gees, die den Song Islands in the Stream für Kenny Rogers und Dolly Parton geschrieben haben. Die grosse Countrystimme ist ja vor Kurzem endgültig verstummt.

Das war’s für heute – bleibt gesund!

Corona Lockdown – Tag 18

Das Beobachten von Flugzeugen ist ja vom Boden aus schon eine spannende Sache. Normalerweise würden sie an sonnigen Tagen wie heute ihre gut sichtbaren Kondensstreifen am Himmel hinterlassen. Es gibt ja bekanntlich nicht wenige Menschen, die dahinter eine organisierte Verteilung von allen möglichen Substanzen vermuten, die sogenannten Chemtrails. Doch zur Abwechslung geht es mir nicht um die Verschwörungstheoretiker, sondern wie gestern um eine App.

Mit Flightradar24 lassen sich schon in der Gratisversion die allermeisten Flugzeuge identifizieren. Dazu erhält man Infos, wo das Flugzeug gestartet ist und auch, wo die Landung wann geplant ist. Normalerweise ist der Himmel über der Schweiz voll mit Flugzeugen und ich hätte kaum auf dieses kleine Ding geklickt. Heute aber hat es meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Schaut so aus, als hätte der kleine Propellerflieger in Italien landen wollen. Dieses Unterfangen wurde nach einigen Schleifen aber aufgegeben, um wieder zurück in die Schweiz zu fliegen. Oder aber, der Besitzer hatte einfach Lust, mal wieder den Strand zu sehen… 😉

Das war’s für heute – bleibt gesund!

Corona Lockdown – Tag 17

Normalerweise treffen wir uns einmal die Woche in Zürich zum Burgerfuttern. Aber statt jetzt hier darüber zu schreiben, wo es die besten Burger in Zürich (Helvti Diner, würde ich sagen) gibt, ein paar Worte zur Alternative. Da physische Treffen nicht möglich sind und sowieso kein Restaurant offen hätte, haben wir auf Videocalls umgestellt. Das funktioniert erstaunlich gut. Also haben wir gestern statt Burger Apps getestet.

Ja, so sah das dann in etwa aus. Der (von mir verschönerte) Screenshot zeigt den «Klassiker» WhatsApp in Aktion. Hat den Vorteil, das praktisch jeder die App hat und die Geschichte sehr einfach zu bedienen ist. Allerdings sind die Möglichkeiten beschränkt, ein Maximum von 4 Gesprächspartnern reicht für uns eigentlich nicht. Dazu kommt die Datensammlerei für Facebook, die nicht jeder so toll findet und die so manchen zu Threema, Signal oder Telegram verscheucht hat, der Wert auf Datenschutz legt.

Genau so gut hat in unserem Test die schwedische App whereby abgeschnitten. Gegenüber WhatsApp bietet sie den Vorteil einen horizontalen Modus. Den Nachteil mit maximal 4 Gesprächsteilnehmern teilt sie sich in der Gratisversion mit dem Konkurrenten.

Dann wäre da noch Zoom, das momentan in aller Munde ist. Leider nicht auf positive Weise, wie z.B. dieser Artikel zeigt. Dafür überzeugt die App mit einigen Spielereien, wie dem frei wählbaren Hintergrund, der recht gut funktioniert. Auch sonst macht sie auf den ersten Blick den besten Eindruck.

Nicht getestet haben wir Houseparty und Microsoft Teams. Aber dafür haben wir ja noch eine Weile Zeit. 😉

Das war’s für heute – bleibt gesund!