
war schön dort oben.

war schön dort oben.
seit 15 jahren hat man im letzigrund gegen den fcz nicht mehr gewonnen. und nach wenigen augenblicken war klar, dass dies auch nach diesem spiel so bleiben sollte. es schien, als habe man gegenüber dem xamax-spiel vom samstag rein gar nichts geändert. da stand ein ensemble auf dem platz, das nur darauf bedacht war, den ball möglichst schnell wegzuschlagen. kein wunder, ging der stadtclub schon nach 2 minuten in führung. nur dank hakan yakins präzisionsfreistoss auf den kopf von joao paiva, konnten die gäste ausgleichen. und abgesehen von einem gygax-pfostenschuss war die erste hälfte sehr einseitig, was sich dann auch kurz vor der pause in form der erneuten führung für den fcz manifestierte.

den lautstarken fcl-fans musste nach dem spiel in neuenburg auch nach der pause böses schwanen. doch dieses mal zeigten die fringer-jungs eine echte reaktion: man stand höher, spielte zusammen, war näher am gegner, kreirte chancen. die zürcher waren nun überfordert vom luzerner spiel. schliesslich der auftritt des eingewechselten thomas prager, der bislang noch in keinem spiel überzeugen konnte. der österreicher spielte gygax in yakinscher perfektion und eleganz an, so dass dieser nur noch den schwachen guatelli in zürichs tor umkurven musste, um erneut auszugleichen. beide mannschaften hatten in der folge noch die möglichkeit, das spiel für sich zu entscheiden.
daten
FC Zürich – Luzern 2:2 (2:1)
Letzigrund. – 10’800 Zuschauer. – SR Zimmermann. – Tore: 3. Zouaghi (Corner Djuric) 1:0. 10. Paiva (Freistoss Yakin) 1:1. 44. Alphonse (Freistoss Magnin) 2:1. 78. Gygax (Prager) 2:2.
Zürich: Guatelli; Philippe Koch, Zouaghi, Rochat, Magnin; Aegerter, Margairaz (85. Mehmedi); Nikci (85. Kukuruzovic), Buff (65. Gajic), Djuric; Alphonse.
Luzern: Zibung; Luqmon, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Renggli (76. Prager), Wiss (65. Kukeli); Gygax, Yakin, Ferreira (76. Pacar); Paiva.
Bemerkungen: Zürich ohne Barmettler, Chermiti, Chikhaoui, Hassli, Rodriguez, Stahel, Teixeira, Luzern ohne Büchli, Kibebe, Ianu, Sorgic und Zverotic (alle verletzt). Pfostenschüsse: 26. Gygax, 89. Yakin. 35. Tor von Margairaz aberkannt (Stürmerfoul). Verwarnungen: 51. Wiss, 63. Lustenberger, 68. Zouaghi, 73. Magnin (alle wegen Fouls)
schöne spielzüge waren in der ersten hälfte der partie auf dem neuenburger kunstrasen so spärlich, wie die zuschauer auf den tribünen. besonders der leader aus luzern «glänzte» mit einem miserablen auftritt ohne biss, ohne kreativität und auch ganz ohne torchancen. xamax war klar besser, vermochte aber die auch nicht gerade vielen chancen nicht zu nutzen.

auch nach der pause wurde das spiel des leaders nicht besser. es fehlte an leidenschaft und ideen. erst als xamax durch einen doppelschlag in der 57. und 59. minute 2:0 in führung ging, erwachte das spiel der luzerner langsam aber sicher. weiterhin wurde torhüter bédénik nicht ernsthaft geprüft. schliesslich gelang paiva noch der anschlusstreffer, doch an der niederlage sollte das nichts mehr ändern. diese war auch total verdient, weil sich auch in der zweiten hälfte nicht viel am schlechten auftritt luzerns änderte. der vorsprung auf den zweitplatzierten dürfte nun auf einen zähler zusammenschrumpfen.
da schon am mittwoch das auswärtsspiel gegen den fcz ansteht, hat man im fringer-team nicht viel zeit, sich über die niederlage zu ärgern. bleibt zu hoffen, dass die tage dazwischen reichen, um vom lahmen pseudo-konterfussball wieder zurück zur offensiven ausrichtung zu finden.
daten
Neuchâtel Xamax – Luzern 2:1 (0:0)
Maladière. – 4221 Zuschauer. – SR Grossen. – Tore: 57. Gohou (Facchinetti) 1:0. 59. Omar Ismaeel (Flanke Paito) 2:0. 80. Paiva (Flanke Yakin) 2:1.
Neuchâtel Xamax: Bédénik; Geiger, Besle, Page, Paito; Mveng; Omar Ismaeel, Niasse, Nuzzolo, Facchinetti; Gohou (85. Kuljic).
Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Wiss (82. Koller), Renggli (71. Kukeli); Gygax (73. Pacar), Hakan Yakin, Ferreira; Paiva.
Bemerkungen: Xamax ohne Binya (gesperrt), Dampha und Gelabert (beide verletzt). Luzern ohne Ianu, Lukmon, Prager und Sorgic (alle verletzt). 71. Tor von Omar Ismaeel wegen Abseits nicht anerkannt. 77. Tor von Nuzzolo nicht anerkannt. Verwarnungen: 58. Yakin (Foul), 90. Veskovac (Foul).
langsam wird das wirklich unheimlich: egal wie schlecht man spielt und wie viel chancen der gegner hat, am ende gewinnt der fcl. so auch gegen die young boys. in der ersten hälfte könnte man noch sagen, dass das spiel ausgeglichen war. yb erarbeitete sich mehr klare chancen, luzern hatte mehr ballbesitz und auch ein paar gelegenheiten. die platzherren hätten sich nicht beklagen können, wäre man zur pause 2:0 hinten gelegen. nur über schiedsrichter wermelinger konnte man sich beklagen, der hatte klammheimlich die regel mit der gelben karte für taktische fouls aus dem regelbuch gestrichen. ferreira wurde gleich mehrmals opfer deftiger angriffe, gelb gab’s dafür nie.

elsad zverotics jubel nach dem 1:0
in hälfte zwei spielten dann nur noch die gäste aus bern. und vor allem in der person von degen erarbeiteten sie sich auch chancen. kein wunder: in der fcl-abwehr waren drei von vier verteidigern keine stammspieler. dafür schlugen sie sich durchaus achtbar. doch schliesslich ragte vor allem elsad zverotic aus der elf heraus, der normalerweise den aussenverteidiger gibt. der montenegriner spielte als defensiver mittelfeldmann eine solide partie und half erstmals clever bei der angriffsauslösung mit. nach seinem doppelpass mit hakan yakin brachte er die blauweissen mit einem gekonnten schuss an wölfli vorbei in führung. cool, dass gerade yakin zverotic in der zeitung anstichelte: «es wäre schön, elsi träfe einmal für den fcl». gesagt, getan. das 1:0 fiel bereits in der yb-viertelstunde. und in der nachspielzeit traf auch noch janko pacar, der nur etwa 7 sekunden zuvor eingewechselt wurde. unglaublich.
yb spielte wirklich toll, aber am ende gewann der fcl. das lag auch an einem überragenden david zibung, der in der form seines lebens zu sein scheint. die luzerner nummer 1 hielt einfach alles.

ebenfalls unglaublich.
daten
Luzern – Young Boys 2:0 (0:0)
Gersag, Emmenbrücke. – 8700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Wermelinger. – Tore: 78. Zverotic (Yakin) 1:0. 90. Pacar (Renggli/ Yakin) 2:0.
Luzern: Zibung; Lukmon, Wiss, Puljic, Fanger; Renggli, Zverotic (92. Lambert); Gygax, Yakin, Ferreira (90. Pacar); Paiva (65. Prager).
Young Boys: Wölfli; Sutter, Nef, Affolter, Jemal; Spycher (79. Regazzoni); Degen, Doubai, Costanzo, Lulic (70. Bienvenu); Mayuka (84. Marco Schneuwly).
Bemerkungen: Luzern ohne Veskovac, Lustenberger (beide gesperrt), Ianu, Kukeli und Kibebe (alle verletzt). YB ohne Dudar und Lingani (beide verletzt). 38. Pfostenschuss Degen. – Verwarnungen: 43. Nef (Foul). 50. Lukmon (Handspiel). 59. Puljic (Foul). 73. Wiss (Foul). 82. Doubai (Foul).

also das shirt steht ihm schon mal. schliesslich wird hakan yakin nicht jünger. 😉
auch in st.gallen gab es wieder einen sieg zu feiern. die mannschaft tanzte zu den frenetischen fan-gesängen der vielen luzerner anhänger im regen.
schon nach 2 minuten trifft gygax im st.galler stadion zur führung für die gäste. wegen abseits zählt der treffer zwar nicht, aber die ansage ist schon mal klar. doch auch die st.galler wollen das spiel offenbar gewinnen, wie eine grosschance in der 9. minute beweist. trotzdem hat der fcl klar mehr vom spiel. und nach 20 minuten liegt er bereits wieder mal mit 0:1 vorne: wiss setzt sich durch und legt geschickt auf den freistehenden ferreira ab, der wiederum trifft souverän. nur zehn minuten später spielt yakin nach einem eckball joao paiva an, der nur noch einzuschieben braucht. die zweitoreführung zur pause ist verdient.

es ist aktuell nicht so lustig, gegen den fcl zu spielen…
auch nach dem unterbruch regnet es weiter in st.gallen. das spiel schaut nun aber ganz anders aus. der fcl beschränkt seine angriffe auf konter, lässt das heimteam kommen. tatsächlich gelingt den espen der anschlusstreffer. die luzerner reaktion bleibt völlig aus. die st.galler kommen zu guten chancen, die sie jedoch nicht verwerten können. obwohl das spiel nach dem zünden von pyro im luzerner sektor mehrere minuten unterbrochen wird, lässt busacca nur drei minuten nachspielen. ganz klar zu wenig. doch nicht nur deshalb gewinnt der fcl dieses spiel: aktuell spielt er einfach mit einer beeindruckenden effizienz und kann sich auf das nötige glück verlassen. das gegenteil ist für den fc st.gallen der fall.
daten
St. Gallen – Luzern 1:2 (0:2)
AFG-Arena. – 10’986 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 24. Ferreira (Wiss) 0:1. 31. Paiva (Yakin) 0:2. 52. Bakens (Calabro) 1:2.
St. Gallen: Vailati; Martic (28. Lang), Bakens, Schenkel, Fernando; Muntwiler, Imhof; Winter, Frei, Pa Modou (66. Sutter); Frick (46. Calabro).
Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Wiss, Renggli; Gygax (92. Sorgic), Yakin, Ferreira (75. Pacar); Paiva (70. Prager).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Abegglen, Hämmerli, Knöpfel und Owona (alle verletzt), Luzern ohne Ianu und Kukeli (beide verletzt). 51. Pfostenschuss Frei.
Verwarnungen: 37. Renggli (Foul). 45. Veskovac (Foul). 48. Lang (Foul). 53. Muntwiler (Ellbogenschlag). 57. Lustenberger (Foul). 89. Calabro (Reklamieren).
wie man es sich von seiten der fans schon im oktober vor einem jahr wünschte, hat man sich in der vereinsführung des fc luzern nun doch für naturrasen entschieden. damals, vor einem denkwürdigen spiel gegen den fc basel zeigten die luzerner anhänger diese choreo:

gerne hätte man das ganze stadion mit «roten karten» ausgerüstet, doch das wurde leider nicht bewilligt. nachdem sich yb als kunstrasenpionier der schweiz auch vom plastikgras abzuwenden scheint, erstaunt der luzerner entscheid nicht mehr so sehr. längst ist bekannt, dass die spieler nicht gerne auf der künstlichen unterlage kicken. bislang hatten aber vermeintlich bessere haltbarkeit und damit die rentabilität für den nicht ganz so grünen untergrund gesprochen. nur hätte man dann in luzern nie ein spiel der schweizer nati präsentieren können, was mit dem naturrasen nun wieder etwas näher rückt. auf jeden fall ein entscheid für den sport und für di fans.
das sollten sich die luzerner verantwortlichen für das neue stadion einmal ganz genau anschauen: weil die kosten für den kunstrasen in bern scheinbar zu hoch sind, will man im stade de suisse bald wieder auf das echte gras setzen. es wäre eine entscheidung im sinne der spieler. denn wirklich gerne spielt keiner auf kunstrasen. aus dem artikel der nzz:
Man höre und staune: Die Ersetzung des Kunstrasens durch Naturrasen scheint nur eine Frage der Zeit. «Das Traktandum steht oben in der Agenda», bestätigt Kaenzig. Plötzlich wird erzählt, dass die Rentabilität der künstlichen Unterlage gar nicht so vortrefflich ist, als «virtuelles Zeitalter» bezeichnet Kaenzig die Phase vor Jahren, als der Fifa-Präsident Joseph Blatter davon erzählte, die WM in Südafrika werde auf Kunstrasen ausgetragen.
natürlich stand das spiel gegen den fc thun ganz im zeichen des «bruderduells» in der familie yakin. dass der eine bruder dann vor allem durch seine abwesenheit in der zweiten hälfte auffiel, musste den platzherren zu denken geben. denn bereits in der ersten hälfte spielte der leader nicht sonderlich gut. dennoch ging man nach einem yakin-corner durch ein kopftor von neuzuzug puljic in führung. hakan yakin musste sich noch vor der pause wegen einer muskelprellung auswechseln lassen.

im lauf der zweiten hälfte verlor man auch noch veskovac und gygax aufgrund von verletzungen. doch nicht nur aufgrund deren abwesenheit geriet das luzerner spiel weiter ins stocken. es schien eigentlich eher so, als wollte man gar nichts mehr für die offensive tun. nur so ist es zu erklären, dass man sich nach der pause keine einzige echte torchance erarbeitete. proschwitz erzielte für die thuner dann schliesslich den ausgleich. und hätten die luzerner nicht sehr viel glück gehabt, hätten sie auch den einen punkt noch abgeben müssen.
es ist klar: mit solchen leistungen kann man eine ähnliche platzierung wie in der abgelaufenen saison vergessen.
daten
Luzern – Thun 1:1 (1:0)
Gersag, Emmenbrücke. – 8700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Zimmermann. – Tore: 16. Puljic (Yakin) 1:0. 74. Proschwitz (Schneider) 1:1.
Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac (88. Fanger), Puljic, Lustenberger; Renggli, Wiss; Gygax (56. Paiva), Yakin (45. Prager), Ferreira; Pacar.
Thun: Da Costa; Lüthi, Matic, Klose, Schneider; Bättig; Hediger, Scarione (37. Glarner), Demiri; Proschwitz, Morello (61. Andrist).
Bemerkungen: Luzern ohne Büchli, Ianu, Koller, Kukeli und Sorgic (alle verletzt). 92. Lattenkopfball Klose. Verwarnungen: 69. Glarner (Foul), 72. Andrist (Unsportlichkeit), 86. Veskovac (Unsportlichkeit), 91. Fanger (Foul).