fc zürich – fc luzern 2:0

als zuschauer war man sich sicher: die elf aus luzern lag im geiste noch am strand in el gouna. völlig verschlafen liessen die gäste im letzigrund angriff um angriff über sich ergehen. kein wunder, dass es nach nur zwanzig minuten schon 2:0 für den fcz stand. aus dem tiefschlaf erwacht gestalteten die noch-leader-truppe das spiel dann doch noch etwas ausgeglichener. ernsthafte torgelegenheiten blieben aber aus.


als einzige in bestform: luzerner fans

natürlich erwartete man von fringer taktische wechsel, nachdem die erste hälfte wirklich zum vergessen war. die blieben jedoch aus. und doch gelang es den luzernen wenigstens ein wenig druck aufzubauen. das lag aber vor allem daran, dass der fcz sich nicht mehr wirklich bemühte. auf weiten strecken fehlte den luzernern schlicht die leidenschaft, der willen das spiel zu gewinnen. der einzige, der immer wieder einsatzwillen und kreativität zeigte, war christophe lambert. einmal mehr unterdurchschnittlich: daniel gygax.

daten

Zürich – Luzern 2:0 (2:0)

Letzigrund. – 12’200 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 11. Aegerter (Kopftor/Corner Magnin) 1:0. 20. Schönbächler (Steilpass Aegerter) 2:0.

Zürich: Guatelli; Philippe Koch, Béda, Raphael Koch, Magnin; Aegerter, Margairaz; Schönbächler, Djuric (69. Nikci); Mehmedi (81. Zouaghi); Chermiti (88. Hassli).

Luzern: Zibung; Lambert, Puljic, Veskovac, Lustenberger; Renggli (68. Wiss), Kukeli; Gygax, Yakin, Ferreira (82. Prager); Siegrist (68. Pacar).

Bemerkungen: Zürich ohne Teixeira (gesperrt), Alphonse und Chikhaoui (beide verletzt). Luzern ohne Ianu, Kibebe, Paiva und Sorgic (alle verletzt). Debüt von Mathieu Béda (Fr) beim FCZ. 8. Pfostenschuss Schönbächler. 27. Aegerter klärt nach Corner von Yakin auf der Linie. Verwarnungen: 34. Renggli (Foul), 42. Chermiti (Unsportlichkeit), 48. Puljic (Foul), 51. Yakin (Unsportlichkeit), 53. Veskovac (Foul), 58. Béda (Unsportlichkeit), 75. Pacar (Foul), 90. Nikci (Foul).

fcl-fan sawiris

Ich bin ein ziemlich grosser Fan. Sie werden es schon bald sehen.
samih sawiris in der luzerner zeitung über ein eventuelles engagement beim tabellenersten der super league.
nzz online

realismus zum trainingsstart

Jeder einzelne Spieler muss sich täglich hinterfragen und herausfinden, ob er wirklich alles für den Verein tut und professionell arbeitet. Das gilt selbstverständlich auch für mich. […] Wenn wir am Dienstag ins Training einsteigen, beginnen wir alle wieder bei Null.
hakan yakin im interview mit der basler zeitung.

meister, wintermeister!

wer hätte das gedacht? wenn er ehrlich ist, wohl keiner. nun ist es doch tatsache: der fc luzern holt sich den inoffiziellen titelwintermeister vor dem schweizer fussballriesen fc basel. als man tags zuvor gegen den fcz nur ein mühsam erkämpftes unentschieden erspielte, verloren auch die grössten optimisten die hoffnunng, auf dem ersten tabellenplatz zu überwintern. und nun das:

dank einem überzeugenden sieg des anderen zürcher clubs gegen basel hat der fc luzern nun sogar einen punkt vorsprung. und auch das torverhältnis kann sich weiterhin sehen lassen. fans wissen: auch in der saison 1988/1989 hat der fcl in der hälfte den obersten platz belegt. damit ist auch klar, dass träumen vom meistertitel für die fans definitiv erlaubt ist. wenn kein verletzungspech dazukommt, kann man bestimmt im gleichen stil weitermachen und sich lange vorne behaupten. doch: wenn alles normal läuft, wird am ende doch der fcb meister. aber wie gesagt: träumen ist erlaubt. mehr denn je.

fc luzern – fc zürich 1:1

wie in bellinzona und diversen spielen zuvor verschlief der fc luzern die erste spielhälfte total. das lag mitunter an einer zu defensiven einstellung und einem hoch stehenden gegner, der ein aggressives pressing zu spielen versuchte. das spiel kam kaum in die gänge und der fcl war nur auf standardsituationen ein bisschen gefährlich.

fringer änderte in der pause die taktik total, wechselte einen der drei (!) innenverteidiger aus und brachte für ihn einen stürmer. endlich konnte der leader spielerische akzente setzen. auch wenn chancen mangelware blieben, so riss der fcl allmählich doch das spieldiktat an sich. immer wieder kam es zu unschönen szenen, an denen meistens der fczler teixeira beteiligt war. wiederholt checkte er luzerner spieler über die seitenlinie. die gelbe karte blieb dabei in der brusttasche von schiri bieri. schliesslich profitierten die gäste von einem fehler lukmons, worauf alphonse das 0:1 erzielte. da nur noch zehn spielminuten verblieben, musste man sich seitens des fcl beeilen. und tatsächlich, ein freistoss von renggli brachte nur eine minute später gefahr in den fcz-strafraum. puljic wuchtete en ball aus klarer abseitsposition ins tor. mit ihm standen noch drei mitspieler im offside. trotzdem zählte das tor, was den fc luzern zu einem wahrsn sturmlauf animierte. so rutschte der ball in allerletzter sekunde noch gaaaanz knapp am pfosten vorbei.

doch das spiel hatte nicht wirklich einen sieger verdient. nur schade, dass die luzerner damit den in reichweite liegenden wintermeistertitel nun dem fc basel überlassen müssen.

fc thun – fc luzern 1:1

über das cup-spiel in biel und jenes gegen die grasshoppers habe ich hier nichts geschrieben, weil es langsam eintönig wird: in der regel spielt der fc luzern nicht speziell gut, gewinnt aber meistens. ok, in biel war’s für einmal anders. aber dort hatte man halt einfach pech mit dem einen penalty.

schade nur, dass man aus dem nichts lernt. in thun spielte einmal mehr vor allem die gegnerische mannschaft. und nur mit glück und ferreiras fallkünsten kam das fringer-team zu einem penalty. yakin vollstreckte eiskalt. sein führungstreffer machte den luzerner anhang aber nur 4 minuten lang glücklich, bis scarione den ausgleich erzielte.

wie immer in den letzten spielen, standen die luzerner anfangs der zweiten hälfte höher, was den gegner unter druck setzt. thun kam nur noch durch zwei freistösse zu möglichkeiten. doch der leader konnte keinen profit aus seiner zeitweiligen überlegenheit schöpfen. so erhielt ein schwaches spiel das passende endresultat: ein unentschieden.

die luzerner leistung wird in dieser form ganz bestimmt nicht für die ac bellinzona in deren stadion ausreichen. will man ganz oben überwindern, braucht’s nochmals eine leistungssteigerung. ausserdem wäre es wirklich sinnvoll, wenn gygax mal ein spiel von der tribüne sehen würde…

daten

Thun – Luzern 1:1 (1:1)

Lachen. – 3700 Zuschauer. – SR Laperrière. – Tore: 25. Yakin (Foulpenalty/Foul an Ferreira) 1:0. 29. Scarione (Proschwitz) 1:1.
Thun: Da Costa; Lüthi, Matic, Klose, Schirinzi; Bättig; Hediger, Demiri (86. Taljevic); Glarner, Scarione (79. Andrist); Proschwitz.
Luzern: Wüthrich; Lambert, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Renggli, Kukeli; Gygax (72. Pacar), Yakin, Ferreira (92. Wiss); Paiva (63. Prager).
Bemerkungen: Thun ohne Rama, Schneider und Reinmann (alle verletzt), Luzern ohne Zibung (gesperrt) sowie Ianu, Zverotic, Büchli und Sorgic (alle verletzt). Spiel beginnt nach der Pause wegen Stromausfall mit fünf Minuten Verspätung. Verwarnungen: 28. Renggli (Foul). 42. Bättig (Foul). 57. Ferreira (Foul). 71. Lüthi (Foul).

fc luzern – fc basel 1:1

schon tage zuvor war das spitzenspiel in emmenbrücke ausverkauft. 8700 zuschauer sahen zuh, wie der spielbeginn wieder und wieder verschoben werden musste. denn die fcb-fans zeigten sehr deutlich, was sie von der verschiebung der anspielzeit aufgrund des tennisspiels von roger federer hielten. eine witzige aktion.

als dann doch noch fussball gespielt wurde, zeigte die cl-truppe, warum sie aktuell den ersten platz der nla belegt. obwohl zunächst keine chancen herausschauen wollten, war alleine an der luzerner aggressivität zu messen, wie stark die basler zur zeit sind. das spiel fand vorwiegend im mittelfeld statt, weshalb bis zur pause keine tore zu bewundern waren.

zum ende der ersten hälfte war luzern etwas stärker geworden, um sich nach der pause wieder einem anstürmenden fc basel ausgeliefert zu sehen. die ganz klaren torchancen blieben aber weiterhin mangelware, zumal zibung alles haltbare hielt. schliesslich war es der cleverness von hakan yakin bei einem konter zu verdanken, dass ferreira zum direkten abschluss kam, der zur schmeichelhaften fcl-führung gedieh. ein sehenswerter treffer, der die platzherren beflügelte. doch rengglis schuss wurde gehalten und ein foul an kukeli zu unrecht nicht als penaltyreif taxiert. und in der dritten von drei nachspielminuten rutschte der ball quer durch die luzerner hintermannschaft, um schliesslich von almerares in die maschen gehauen zu werden.

am ende zwar eine enttäuschung, über die ganze distanz betrachtet aber eigentlich ein schmeichelhafter punkt für die luzerner.

daten

Luzern – Basel 1:1 (0:0)

Gersag, Emmenbrücke. – 8700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Studer. – Tor: 64. Ferreira (Yakin) 1:0. 93. Almerares 1:1.

Luzern: Zibung; Veskovac, Kibebe, Puljic; Zverotic (76. Lukmon), Renggli, Lustenberger; Gygax (89. Pacar), Yakin, Ferreira; Paiva (46. Kukeli).

Basel: Costanzo; Inkoom, Abraham, Ferati, Safari (68. Chipperfield); Shaqiri (46. Tembo), Yapi, Huggel (79. Almerares), Stocker; Frei, Streller.

Bemerkungen: Luzern ohne Ianu und Sorgic (beide verletzt). Basel ohne Kusunga (verletzt). Spiel nach 8 Minuten für knapp 6 Minuten unterbrochen, weil aus dem FCB-Fansektor Hunderte von Tennisbällen auf das Terrain flogen (Protest gegen frühe Anspielzeit). Verwarnungen: 25. Stocker (Foul), 25. Veskovac (Unsportlichkeit), 45. Kibebe (Foul), 53. Puljic (Foul), 54. Tembo (Foul), 92. Abraham (Reklamieren), 93. Almerares (Torjubel).

fc sion – fc luzern 4:1

zum dritten mal in folge leistete sich der leader der super league eine miese erste halbzeit. klar, dass man zur pause mit 2:0 hinten lag. und im wallis einen solchen rückstand aufzuholen, ist so gut wie unmöglich.

ähnlich wie gegen den fcz rissen die luzerner in der zweiten hälfte das spiel an sich. mit viel aufwand wurden chancen erarbeitet. ein sehr engagierter claudio lustenberger flankte zur mitte, wo yakin zum anschlusstreffer einschob. doch obwohl noch über 40 minuten blieben, wollte dem fcl kein weiteres tor gelingen. sion war immer wieder für gefährliche konter gut. schliesslich packten die walliser einen doppelschlag aus (77./78.), der die gäste nicht zuletzt die tabellenführung kosten sollte.

daten

Sion – Luzern 4:1 (2:0)

Tourbillon. – 11 000 Zuschauer. – SR Graf. – Tore: 23. Vanczak (Freistoss Obradovic) 1:0. 45. Sio (Flanke Marin) 2:0. 51. Yakin (Flanke Lustenberger) 2:1. 77. Ogararu (Flanke Mrdja) 3:1. 78. Sauthier (Steilpass Obradovic) 4:1.

Sion: Vanins; Ogararu, Vanczak, Adailton, Bühler; Rodrigo; Marin (61. Dominguez), Zambrella (72. Sauthier), Obradovic, Sio (82. Elmer); Mrdja.

Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac (58. Kibebe), Puljic, Lustenberger; Renggli, Wiss (26. Kukeli); Yakin (82. Pacar), Ferreira; Gygax, Paiva.

Bemerkungen: Sion ohne Dingsdag (gesperrt) und Serey Die (verletzt). Luzern ohne Ianu, Lukmon und Sorgic (alle verletzt). 8. Lattenkopfball Sio. Verwarnungen: 17. Zambrella (Foul), 28. Kukeli (Foul), 44. Paiva (Reklamieren).