fc luzern – fc thun 0:1

in neuchĂątel hat man am sonntag verloren, weil man die chancen nutzte. heute hat man zuhause gegen thun verloren, weil man gar keine chancen hatte. unglaublich, dass es nach einem nicht so tollen auftritt gegen xamax denn allerschlechtesten dieser saison ĂŒberhaupt setzte.

natĂŒrlich verschoss michel renggli einen penalty, aber deswegen verlor der fcl das spiel ganz bestimmt nicht. er verlor, weil er im offensivspiel dermassen einfalls- und erfolglos war, dass sich sogar das bescheidene thun darauf einzustellen wusste. immer wieder wurden lange hohe bĂ€lle nach vorne geschlagen, die dann ĂŒber einen luzerner kopf beim gegner landeten. mit so einer taktik gewinnt man ganz bestimmt kein spiel. hoffentlich lĂ€sst sich rolf fringer etwas einfallen, sonst verliert man am samstag gegen die ac bellinzona ein weiteres spiel gegen einen vermeintlich einfachen gegner.

neuchĂątel xamax – fc luzern 2:1

als ich gestern von neuchĂątel nachhause fuhr, geisterte mir schon der begriff «abstiegskandidat» im kopf herum. die nlz hat den dann heute auch tatsĂ€chlich als ĂŒberschrift gebracht. ja der fc luzern spielt momentan wie ein abstiegskandidat. allerdings einer, der auf position 1 ĂŒberwinterte und deswegen noch nicht wirklich in schwierigkeiten ist.

mir fehlt die leidenschaft im spiel des fcl. die unbedingte bereitschaft, das letzte fĂŒr den sieg zu geben. der einzige, der diese gestern wirklich gezeigt hat, war der eingewechselte mavembo. ich weiss nicht, woran es liegt, aber in der aktuellen mentalen verfassung wird es auch gegen thun und bellinzona verdammt schwer…

fc luzern – grasshoppers club zĂŒrich 1:0

die erste hĂ€lfte war nun wirklich keine werbung fĂŒr die höchste schweizer fussballliga. da reihte sich auf beiden seiten zu oft fehlpass an fehlpass. und dies obwohl sich der gersagrasen wieder mehr zu einem echten spielfeld entwickelt. der fcl hatte mit gygax und ferreira jeweils bei sogenannten abstauber-situationen zwar die besseren chancen, hĂ€tte sich aber auch ĂŒber einen rĂŒckstand nicht beklagen können. alles in allem war der fcl zu passiv, um das spieldiktat an sich zu reissen.


spielte den riesen-pass auf hakan yakin: burim kukeli

das sollte sich in der zweiten halbzeit Ă€ndern. die fringer-truppe kam viel entschlossener aus der kabine und suchte fortan das heil in der offensive. als in der 68. minute auch noch ianu fĂŒr siegrist ins spiel kam, ging ein weiterer ruck durch das team. wie ein gummibĂ€llchen spickte der rumĂ€ne durch die zĂŒrcher abwehrreihen. ein torerfolg blieb ihm zwar verwehrt, doch sein einfluss aufs spiel war deutlich spĂŒrbar. dank einem genialen pass von burim kukeli fand sich hakan yakin plötlich alleine vor swen könig. so eine chance lĂ€sst sich luzerns nummer 10 natĂŒrlich nicht entgehen. das sehenswerte tor reiche nur deshalb fĂŒr den sieg, weil sich zibung in der folge von seiner besten seite zeigte.

sicher ein verdienter sieg, wenn auch der gegner sein potential nicht zu zeigen vermochte. jetzt gilt es, auswÀrts gegen yb punkte zu holen.

daten

Luzern – Grasshoppers 1:0 (0:0)

Gersag, EmmenbrĂŒcke. – 7852 Zuschauer. – SR Gremaud. – Tor: 76. Yakin 1:0.

Luzern: Zibung; Zverotic, Wiss, Puljic, Fanger; Renggli, Kukeli; Gygax (92. Pacar), Yakin (94. Lambert), Ferreira; Siegrist (68. Ianu).

Grasshoppers: König; Menezes, Vallori, Colina, Ruiz; Gajic (84. Calla), Abrashi (65. Basha), Toko, Zuber (58. Lang); Emeghara, Frick.

Bemerkungen: Luzern ohne Veskovac (krank), Sava Bento (gesperrt), Lustenberger, Paiva, Prager und Sorgic (alle verletzt). Grasshoppers ohne Rennella (krank), Cabanas, Pavlovic, Salatic, Smiljanic und Voser (alle verletzt). 26. König lenkt Kopfball von Siegrist an den einen Pfosten.

Verwarnungen: 27. Colina (Foul). 55. Wiss (Foul). 60. Fanger (Foul). 71. Basha (Foul). 83. Puljic (Foul).

fc luzern – fc basel 0:1

kurz vor dem spiel in thun doch noch ein paar gedanken zur niederlage gegen den tabellenfĂŒhrer. die basler gerieten nur zu beginn in verlegenheit, denn das heimteam legte einen tollen start hin. da kamen zuspiele an, wurden zweikĂ€mpfe gewonnen und ganze spielzĂŒge funktionierten. leider dauerte das glĂŒck nur fĂŒnf mintuen lang; so lange halt, bis sich der fcb auf die angriffsbemĂŒhungen der luzerner eingestellt hatte.

nun kontrollierten die basler das geschehen, was in der 13. minute im siegestor durch alex frei gipfelte. die truppe von fink ging in der folge keine risiken ein und begnĂŒgte sich mit der verwaltung der fĂŒhrung.

in der zweiten hĂ€lfte blieb der klassenunterschied weiter spĂŒrbar. erst mit den einwechslungen von pacar und bento, kam noch einmal etwas schwung in deas spiel der blauweissen. sava bento nahm sekunden nach seiner einwechslung den ball per brust an, wie man das im ganzen spiel von keinem luzerner gesehen hĂ€tte. janko pacar fasste sich ein herz und prĂŒfte als einziger ĂŒberhaupt den basel-schlussmann costanzo. doch obwohl dieser den ball abtropfen liess, konnte der fcl nicht profitieren. ĂŒber die gesamten 90 minuten gesehen stellte man sich Ă€usserst ungeschickt an. wer 13 mal ins abseits lĂ€uft, kann nicht nur dem linienrichter die schuld geben. so wird es schwer, den dritten platz zu behaupten. vor allem das angriffsspiel muss viel variabler werden.

ac bellinzona – fc luzern 2:0

drei defensive mittelfeldspieler? ja, genau, mit drei defensiven mittelfeldspielern trat der fc luzern in bellinzona an. wenig ĂŒberraschend, dass die daraus gedeihende kreativitĂ€t nahe bei null lag. doch weil die abstiegsbedrohten tessiner ebenfalls sehr Ă€ngstlich loslegten, kamen die gĂ€ste zu chancen. schliesslich wurde die acb immer stĂ€rker, was im zusammnenspiel mit einer chaotischen luzerner abwehr im 1:0 durch lustrinelli gipfelte. in der ersten hĂ€lfte war der fcl zu keiner reaktion fĂ€hig. er lief sogar gefahr, mit zwei toren ins hintertreffen zu gelangen.

in der pause wechselte fringer wiss (einen von den drei defensiven mittelfeldspielern) aus und brachte siegrist. ganz bestimmt lag es nicht nur an dieser auswechslung, dass der fc luzern auf einmal viel aggressiver, kreativer und vor allem auch williger antrat. was in der ersten hĂ€lfte mitunter duch eine zu defensive ausrichtung misslang, wollte nun meist aus mangel an glĂŒck nicht klappen. immer wieder drangen die luzerner in den strafraum ein, doch der ball wollte einfach nicht ins tor. bezeichnend, dass bellinzona gerade nach dem versieben einer luzerner grosschance mit 2:0 davonzog.

unter dem strich eine enttĂ€uschende leistung, die zu einem grossen teil trainer rolf fringer auf seine kappe nehmen muss. man darf gespannt sein, wie der fcl im nĂ€chsten spiel auf die niederlage reagieren wird. dann ist der fc basel gast im gersag…

fc luzern – neuchĂątel xamax 2:1

nach dem wintermeistertitel kam in zĂŒrich das unschöne erwachen mit einer miserablen leistung und dem verlust der tabellenfĂŒhrung. nur logisch, dass man sich vor heimischen publikum rehabilitieren wollte. tatsĂ€chlich gingen die luzerner von beginn weg entschlossener zu sache. und es war bestimmt kein zufall, dass ausgerechnet der lange geschmĂ€hte christophe lambert den treffer zum 1:0 markierte. sein abgefĂ€lschter schuss zur fĂŒhrung zeigte, warum man ihn eigentlich viel öfter bringen sollte – anders als lukmon hat er offensiv nicht von der hand zu weisende qualitĂ€ten. offensiv zeigte sich auch der rest der mannschaft mit viel mehr esprit, auch wenn mit chancen viel zu sorglos umgegangen wurde. und wer sie nicht macht… genau. darum kassierte man nach einer halben stunde den ausgleich.

noch vor der pause war es dann nico siegrist, der seinen schuss abgewehrt sah. doch voller optmismus steckter er nicht auf und konnte den abpraller doch noch im tor versenken. der folgende jubel vor den xamax-fans sei dem 19-jÀhrigen aufgrund seiner jugend entschuldigt.

auch nach der pause hat der fc luzern mehr vom spiel. trotzdem mussten die platzherren lange zittern. immer wieder gestand man den neuenburgern gefĂ€hrliche konter zu. frĂŒher hĂ€tte man ganz bestimmt den ausgleich kassiert. doch der fcl der saison 2010/2011 ist ein wenig anders. und so trug ein mittelmĂ€ssiges spiel den blauweissen am schluss doch die erhofften drei punkte ein. damit dĂŒrften abgesehen von einem katastrophal schlechten thomas prager alle luzerner zufrieden gewesen sein. der österreicher muss sich erheblich steigern, um auch nur ansatzweise den anforderungen gerecht zu werden, die an einen spieler seines kalibers gestellt werden.

daten

Luzern – Xamax 2:1 (2:1)

Gersag. – 7413 Zuschauer. – SR Wermelinger. – Tore: 18. Lambert 1:0. 31. Keller (Almerares) 1:1. 43. Siegrist (Yakin) 2:1.

Luzern: Zibung; Lambert, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Wiss (77. Zverotic), Kukeli; Gygax, Yakin, Ferreira (78. Prager); Siegrist (66. Pacar).

Xamax: Ferro; Besle, Keller, Page, Paito; Geiger (52. Ismaeel), Gelabert (64. Treand), Binya, Nuzzolo; Niasse (85. Fausto); Almerares.

Bemerkungen: Luzern ohne Renggli (gesperrt), Ianu, Paiva, Kibebe, Sorgic (alle verletzt); Xamax ohne Bédénik und Gohou (beide verletzt). Verwarnungen: 13. Page (Foul). 21. Binya (Foul). 41. Geiger (Foul). 73. Almerares (Reklamieren). 81. Ismaeel (Foul). 83. Zverotic (Foul). 87. Pacar (Foul).