grasshoppers club zürich – fc luzern 0:3

es war schon fast eine kunst, wie schlecht der fc luzern in der ersten hälfte spielte und dabei kein tor kassierte. anders gesagt: gc verspielte chance um chance. einmal wehrte zibung, einmal die latte, dann schoss toko daneben und schliesslich rettete wieder das aluminium. munter und sehenswert griffen die zürcher an – jedoch im endeffekt sehr erfolglos. in der pause wurde wohl nicht nur im medienraum die gute alte fussballerweisheit «wer sie nicht macht, der kriegt sie» aufgewärmt. doch dazu schien der fcl nicht in der lage, derart desolat trat er vor allem auch in offensiver hinsicht auf.

als es längst 2:0 hätte heissen sollen, standen die beiden nullen noch immer in der resultatanzeige. und zehn minuten nach wiederanpfiff änderte sich diese zahl auf der «falschen» seite. nelson ferreira traf wie aus dem nichts für die in gelb angetretenen gäste. er schnappte salatic den ball weg und liess benito, der für den zuvor verletzt ausgeschiedenen könig zwischen den pfosten stand, keine abwehrchance. und es dauerte nur zwei minuten, bis der ex-aarauer wieder hinter sich greifen musste. dieses mal hatte paiva yakin mustergültig bedient. der natistar traf nicht zum ersten mal diese saison per kopf. gc schien nicht zu begreifen, was da ablief. es war ja auch schwer zu verstehen: die mannschaft, die zuvor kein einziges mal aufs tor geschossen hatte, lag auf einmal mit zwei toren gegen jenes team vorne, das möglichkeiten im zehnerpack vergab. die grasshoppers konnten nicht mehr reagieren und hatten sogar noch die verletzung eines wichtigen offensivmannes (renella) zu beklagen. da tat paivas freches lupfertor in der nachspielzeit wohl nicht mehr sehr weh…

der fc luzern gewann das spiel nicht wirklich verdient mit 3:0 und grüsst somit weiterhin von der tabellenspitze.

daten

GC – Luzern 0:3 (0:0)

55. Ferreira, 57. Yakin, 91. Paiva

GC: König (41. Benito); Menezes, Vallori, Smiljanic, Voser; Salatic; Lang (71. Colina), Toko, Cabanas, Zuber; Rennella (61. Emeghara).

Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Gygax (39. Paiva), Renggli, Wiss (56. Prager), Ferreira (90. Fanger); Yakin; Pacar.

Bemerkungen: GC ohne Callà, D’Angelo und Silas, Luzern ohne Büchli, Ianu, Koller, Kukeli und Sorgic (alle verletzt). 7. Lattenschuss Salatic. 19. Lattenschuss Rennella. 39. Gygax verletzt ausgeschieden. 41. König verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 21. Cabanas (Foul). 51. Menezes (Foul). 59. Ferreira (Foul). 82. Prager (Unsportlichkeit).

davide chiumiento wechselt nach kanada

vancouver whitecaps. das muss man sich auf der zunge zergehen lassen. vancouver whitecaps. naja, ich will ja die major league soccer nicht schlechter machen als sie ist, aber ich denke doch, für davide chiumiento kann der schritt nach nordamerika schon fast richtung karriereende weisen. trotzdem wünsche ich mir sehr, dass hitzfeld die ehemalige luzerner nummer 8 nicht ganz aus den augen verliert… you never know…

schade, was hatten wir freude an diesem fantastischen fussballer. es wird lange dauern, bis man beim fc luzern wieder einen solch begnadeten techniker bewundern können wird. unvergessen bleibt seine leistung im barragerückspiel 2009. über die ganze saison 2009 / 2010 zeigte er immer wieder, das er die teamstütze sein kann, die man sich in jeder mannschaft wünscht.

alles gute, davide!

fc luzern – fc sion 2:3

der druck auf die mannschaft des fc luzern wurde sehr gross vor diesem spiel gegen den fc sion. da wollte man eine reaktion auf den nicht gerade berauschenden auftritt gegen utrecht zeigen. dann gab es in den medien ziemlichen rummel um den trainer, den präsidenten und um murat yakin, der als nächster trainer der luzerner gehandelt wird. des weiteren trat man mit sion gegen jene mannschaft an, die laut präsident constantin bei einer schlechten schiedsrichterleistung davonzulaufen drohte. und zu allerlettzt wusste man auch, dass man leader sein würde, würde man das spiel gewinnen.

und doch, es waren die platzherren, die in der 10. minute mit fussball der absoluten spitzenklasse in führung gehen konnten. da vergass man gerne, dass bis zu diesem zeitpunkt nichts zusammenpasste. besonders in der verteidigung stand man unsicher, was die walliser eine viertelstunde später auszunutzen wussten. immmerhin rettete man aus luzerner sicht das unentschieden in die pause.

nach dem tee legten die blauweissen gleich wieder sehenswert los: ianu lancierte yakin der souverän zur erneuten führung einschob. das niveau des spiels blieb bescheiden, und auch die schwächen in der luzerner hintermannschaft bliben offenkundig. so konnte es wenig verwundern, das obradovic in der 53. minute erneut heran brachte. sieben minuten vor ablauf der offiziellen spielzeit war es wieder obradovic, der den bemitleidenswerten luzerner einen ball in die maschen haute. längst hatten die gäste angefanren, jeden schiedsrichterentscheid gegen sie massiv zu kritisieren, nach jedem foul lange herumzuliegen und auch sonst wie immer möglich auf zeit zu spielen. leder rächte sich das nicht mehr: sion besiegte den fcl nicht unverdient mit 3:2.

und so hatten am ende doch jene recht, die vor dem spiel meinten, der druck laste zu schwer auf dem team. und auch jene, die meinten, der fcl gewinne solch wichtige spiele nie…

daten

Luzern – Sion 2:3 (1:1)

Gersag. – 7783 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore: 10. Ferreira (Ianu) 1:0. 25. Sio (Ogararu) 1:1. 46. Yakin (Ianu) 2:1. 53. Obradovic 2:2. 81. Obradovic 2:3.

Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Renggli (83. Pacar), Kukeli (26. Prager); Gygax (88. Paiva), Yakin, Ferreira; Ianu.

Sion: Fickentscher; Vanczak, Adailton, Dingsdag, Bühler; Rodrigo; Ogararu (95. Elmer), Zambrella (91. Sauthier), Obradovic, Sio; Prijovic (76. Marin).

Bemerkungen: Luzern ohne Kibebe, Lambert, Büchli, Sorgic (alle verletzt), Sion ohne Dominguez, Serey Die, Berisha (alle verletzt), Vanins (gesperrt). 78. Lattenschuss von Obradovic. Verwarnungen: 30. Prager und Sio (beide Unsportlichkeit), 49. Vanczak, 71. Obradovic, 84. Gygax (beide Reklamieren), 92. Paiva und Fikentscher, 94. Marin und Zverotic (alle Unsportlichkeit).

fc luzern – fc utrecht 1:3

es ist schon spannend, wenn man den kurzen bericht auf zisch.ch liest. da ist von einem rabenschwarzen abend die rede und von einer desolaten abwehrleistung. ob der journalist auch in utrecht beim hinspiel war? das lief nämlich eigentlich genau gleich, nur trafen die holländer einfach nicht. vor der sehenswerten kulisse von über 7000 zuschauern (an einem donnerstagabend im zürcher letzigrund-exil!) traf asare dieses mal schon nach 13 minuten. nun hätte der fc luzern also drei tore gebraucht, um noch an ein weiterkommen zu denken. doch van wolfswinkel und silberbauer erhöhten noch vor der 30. minute auf ein bitteres 0:3. fünf tore schiesst der fcl bekanntlich nur gegen yb, wenn’s darum geht die schweizer meisterschaft noch etwas spannender zu machen.

tatsächlich hatte man gegen diesen gegner nie wirklich eine chance. das sah man bereits im hinspiel. nur griffen die orangeschwarzen in zürich bei ihren konterangriffen deutlich konsequenter durch, was immer wieder zu erstaunlichen eins gegen eins situationen mit dem gut haltenden fcl-goalie zibung führte. eine einzelkritik macht nach diesem ausscheiden wenig sinn. besser ist es, sich vor augen zu führen, wo diese mannschaft vor etwas mehr als einem jahr stand: vor dem abstieg in die challenge league. gestern konnte janko pacar gar ein tor gegen den fc utrecht schiessen, in der qualifikation zur europa league. freuen wir uns darüber, über die teilweise tolle stimmung im letzigrund und über die unvergessliche reise nach utrecht.

danke luzern!

daten

FC Luzern – FC Utrecht 1:3 (0:3)

Letzigrund. – 7100 Zuschauer. – SR Kulbakov (Weissrussland). – Tore: 13. Asare 0:1. 22. Van Wolfswinkel 0:2. 28. Silberbauer 0:3. 52. Pacar 1:3.

Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac, Wiss, Lustenberger; Gygax, Renggli, Kukeli (46. Pacar), Ferreira; Yakin (46. Prager); Ianu (58. Paiva).

Utrecht: Vorm; Cornelisse, Schut, Wuytens, Nesu; Asare (46. Maguire), Silberbauer, Lensky (76. Nijholt), Mertens; Van Wolfswinkel (71. Loval); Mulenga.

Bemerkungen: Luzern ohne Puljic (nicht spielberechtigt), Kibebe, Sorgic (beide verletzt), Büchli und Lambert (beide rekonvaleszent). Verwarnungen: 4. Cornelisse (Foul), 60. Schut (Foul).

fc luzern – neuchâtel xamax 4:2

nach dem ersten internationalen spiel seit 13 jahren, schien sich beim fc luzern müdigkeit breit zu machen. in der ersten hälfte passte wenig zusammen und nur weil xamax noch schwächer war, konnte man trotzdem zu hohen spielanteilen kommen. doch bald rächte sich der schlendrian im defensiven bereich: gelabert erzielte in der 18. minute das 0:1, nur fünf minuten später erhöhte gobou auf die zweitoreführung. das vielgerühmte offensivfeuerwerk der leuchten blieb aus, obwohl der regen erst stunden später einsetzen sollte. beim neuenburger team war man sich offensichtlich bewusst, dass die blauweissen deutlich mehr können. anders ist es kaum zu erklären, dass die gäste ab der 30. minute mit ausgedehntem zeitspiel begannen. jeder pfiff des schiedsrichters wurde kommentiert und es nicht selten griffen die xamaxien zu fouls der rüderen sorte

tatsächlich sollten sich die ängste der romands bestätigen: in der zweiten halbzeit lief der fcl wieder zu seiner hochform auf, die er schon gegen st.gallen gezeigt hatte. nachdem besle in der 54. minute völlig zurecht die zweite gelbe karte kassiert hatte, wurde die übermacht der platzherren erdrückend. so konnte zverotic gygax lancieren, der den ball perfekt zu ferreira schob. der portugiese traf sicher zum 1:2. ianu lenkte nur wenig später einen renggli-corner zum ausgleich ins netz. dann die meistdiskutierte szene des spiels: nuzzolo foult yakin, dieser trifft den xamaxien beim aufstehen im gesicht, worauf nuzzolo liegen bleibt. die luzerner spielten den ball jedoch nicht ins aus, sondern gelangen via kukeli und lustenberger zum führungstreffer. der ball wurde von dampha ins eigene tor abgelenkt. das vierte tor viel dann in der nachspielzeit, als der abpraller eines lattenschusses von gygax zu ianu gelangte, der zum zweiten mal traf.

die erste hälfte muss den luzerner zu denken geben. ansonsten war die leistung solide, wobei vor allem die schwache neuenburger mannschaft (abgesehen von goalie ferro) für den hoch ausgefallenen sieg verantwortlich ist.

sf bericht

daten

Luzern – Xamax 4:2 (0:2)

Gersag, Emmenbrücke. – 7156 Zuschauer. – SR Hänni. – Tore: 18. Gelabert (Gohou) 0:1. 23. Gohou (Nuzzolo) 0:2. 60. Ferreira (Gygax) 1:2. 68. Ianu (Ferreira) 2:2. 76. Dampha (Eigentor/Claudio Lustenberger) 3:2. 91. Ianu (Gygax) 4:2.

Luzern: Zibung; Zverotic (64. Prager), Veskovac, Puljic (64. Wiss), Claudio Lustenberger; Renggli, Kukeli, Ferreira; Gygax, Ianu, Hakan Yakin (82. Pacar).

Xamax: Ferro; Geiger, Besle, Dampha, Paito; Gelabert, Binya; Tréand (62. Ismaeel), Varela (58. Page), Nuzzolo (80. Kuljic); Gohou.

Bemerkungen: Luzern ohne Lukmon, Kibebe, Lambert, Büchli und Sorgic (alle verletzt), Xamax ohne Facchinetti (verletzt). 54. Gelb-Rot gegen Besle wegen Foulspiels. 78. Xamax-Trainer Aeby auf die Tribüne verbannt. 91. Lattenschuss von Gygax (Ianu trifft im Nachschuss). Verwarnungen: 25. Tréand (Foul). 36. Besle (Unsportlichkeit). 40. Puljic (Foul). 61. Binya (Foul). 71. Ferreira (Foul). 72. Ianu (Foul). 78. Ferro (Reklamieren).

fc utrecht – fc luzern 1:0

es wird wohl rolf fringers geheimnis bleiben, warum er den fcl ausgerechnet beim dessen ersten internationalen einsatz seit über 10 jahren in einer seltsamen 3-2-3-2-aufstellung spielen liess. dabei fand sich yakin im sturm wieder, was dazu führte, dass das offensive mittelfeld nicht existent war. trotzdem kam ianu, neben yakin als stürmer nummer zwei auflaufend, schon früh zu einer grossen torchance. danach kam auch noch lustenberger, der übrigens im mittelfeld spielte, zu einer guten gelegenheit. in der folge spielten nur noch die platzherren. immer wieder überrollte man die unsichere dreier-abwehr und stellte zibung vor probleme. dieser hatte erneut einen glänzenden tag, weshalb es zur pause nur 1:0 stand. dries mertens hatte die seinen in der 35. minute sehenswert in führung gebracht.


ianu vergibt die finale chance, yakin ist entsetzt

zur pause war jedem klar, dass der fc utrecht vor diesem spiel zu unrecht als qualitativ mässige holzmannschaft beschrieben wurde. nicht nur das stadion hat internationale klasse, auch das team konnte überzeugen. nur die überharte gangart, wie man sie von den holländern auch an der wm kennenlernen musste, sowie die bescheidene effizienz musste man dem 7. der letzten ehrendivisionssaison ankreiden.

immerhin lief nun das spiel der luzerner etwas besser. auch schien man sich der gangart anzupassen: veskovac teilte ordentlich aus. wenig später lag dann lukmon am boden. auch hier machte sich die ruppige spielart bemerkbar: verdacht auf hirnerschütterung. fanger kommt für ihn ins spiel. erst in der schlussphase wird es nochmals richtig heiss. doch cristian ianu vergibt den matchball, der zu einem nicht ganz gerechten unentschieden hätte führen können. hätte, könnte, würde… tatsächlich ist der fc luzern mit einer knappen niederlage sehr gut bedient. nun hat man die möglichkeit, im mietstadion letzigrund über sich hinauszuwachsen und die nächste qualifikationsrunde zu erreichen.

daten

FC Utrecht – FC Luzern 1:0 (1:0)

Stadion Galgenwaard, Utrecht. – SR: Peter Rasmussen (Den). – 12’100 Zuschauer. Tor: 35. Mertens 1:0

Utrecht: Sinouh; Cornelisse, Nesu, Schut, Wuytens; Silberbauer (82. Maguire), Lensky (73. Nijholt), Mulenga; van Wolfswinkel (68. Oar), Mertens, Asare .

Luzern: Zibung; Luqmon (63. Fanger), Kibebe, Lustenberger, Veskovac; Renggli, Gygax (81. Prager); Ferreira (58. Zverotic), Kukeli; Yakin, Ianu.

Bemerkungen: Utrecht ohne Vorm (geschont), Luzern ohne Büchli, Lambert und Sorgic (alle verletzt) und Puljic (nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 49. Ferreira (Foulspiel); 88. Asare (Foulspiel)

nicht so schlecht

für den ersten auslandernstkampf seit 13 jahren hat man sich nicht sooo schlecht verkauft. der fcl hätte gegen den fc utrecht zwar auch locker 4:0 verlieren können, doch daran erinnert sich dann kaum jemand mehr, wenn man nächste woche 2:0 gewinnt… was nicht unmöglich ist.

bsc young boys – fc luzern 1:1

nach dem knappen remis in thun standen die young boys vor dem ersten heimspiel bereits mit dem rücken zur wand. gegen den viertplatzierten aus der zentralschweiz musste auf jeden fall ein sieg her. und tatsächlich begannen die gelbschwarzen bestimmt mit viel zug nach vorne. obwohl sich die nervosität auf beiden seiten anhand vieler fehlpässe zeigte, kam es bald zu ersten chancen für die platzherren. schneuwly vergab die grösste, bevor bienvenu das 1:0 für die berner markierte. doch der treffer zählte wegen einer abseitsposition nicht. im tv sieht man, dass dies wohl eine fehlentscheidung war. doch yb kam zu weiteren äusserst hochkarätigen chancen. doch david zibung wehrte gleich zwei mal in extremis. zur pause stand’s dann trotz yb-sturmlauf und zahlreichen chancen immer noch 0:0, was den bernern zu denken geben musste.


torschützen: cristian ianu, emiliano dudar

tatsächlich schien die pausenansprache von petkovic ihr ziel klar verfehlt zu haben. denn in der zweiten hälfte war es auf einmal der fc luzern, der sich chancen erarbeiten konnte. gygax und ianu versiebten beide gleich mehrere davon. in der 66. minute konnte ianu dann eine flanke von ferreira zur fübrung verwerten. diese führung hielt nur noch 20 sekunden, als die yb-viertelstunde angebrochen war. dudar konnte nach einem freistoss abstauben und führte mit seinem tor das gerechte schlussresultat herbei.

sf video

Young Boys – Luzern 1:1 (0:0)

Stade de Suisse. – 22 509 Zuschauer. – SR Circhetta. – Tore: 66. Ianu (Ferreira) 0:1. 76. Dudar (Sutter) 1:1.

Young Boys: Wölfli; Affolter, Dudar, Jemal (72. Raimondi); Sutter, Doubai, Spycher, Degen; Costanzo (60. Regazzoni); Marco Schneuwly (60. Lulic), Bienvenu.

Luzern: Zibung; Luqmon, Kibebe, Wiss; Ferreira (89. Zverotic), Renggli, Kukeli, Lustenberger; Gygax (81. Prager), Yakin (91. Pacar); Ianu.

Bemerkungen: YB ohne Hochstrasser (gesperrt), Lingani, Mayuka (beide verletzt), Luzern ohne Veskovac, Büchli, Lambert, Sorgic (alle verletzt). 14. Tor von Doubai wegen Offside-Position annulliert. 28. Pfostenschuss von Yakin. 68. Kopfball von Dudar an Lattenoberkante. Verwarnungen: 75. Lustenberger (Foul), 92. Pacar (Unsportlichkeit).

fc luzern – fc st.gallen 4:0

in der letzten saison hat sich der fc st.gallen zu einem angstgegner für luzern entwicklelt, nicht zuletzt weil man von ihm auf heimischem terrain aus dem cup geworfen wurde. die startspiele einer neuen saison sind immer etwas speziell. so war es dann auch zu erklären, dass beide teams zu beginn neben den schuhen standen. gerade auch die neuzuzüge gygax und kibebe taten sich äusserst schwer. erst in der 30. minute kamen die luzerner zur ersten echten torchance, nach einem freistoss von renggli erhielten die blauweissen einen eckball zugesprochen. es war wieder renggli, der den ball trat und in der mitte hakan yakin, der per kopf das 1:0 markierte. nur drei minuten später zeiten die luzerner, wie es eben auch gehen könnte. renggli spielte auf gygax, der zu lustenberger, der zu yakin, der zu ferreira und dieser wieder zurück zu gygax, der wunderbar zum 2:0 einschoss. welch ein tor.

auch die zweite hälfte begann verhalten und auf bescheidenem niveau. wieder waren es dann die luzerner, die nach einem superpass von gygax durch ferreira ein tor zu erzielen vermochten. längst war das spiel entschieden, doch der luzerner torhunger war offensichtlich noch nicht gestillt. und so haute gygax den ball, den er von yakin erhalten hatte in der 68. minute erneut ins netz. klar, dass ein neuankömmling, der gleich zwei mal trifft und noch kluge pässe gibt entsprechend gefeiert wird. nur sollte man in luzern nicht vergessen, dass man ersten gegen einen abstiegskandidaten gespielt hat und zweitens praktisch zu 100% effizient war. über weite strecken war man vor allem defensiv instabil, wozu der neue innenverteidiger kibebe einiges beitrug. vorne lief der ball mit der zeit gut, was aber auch wieder primär mit der miesen abstimmung des gegners zu tun hat.

alles in allem sicher ein zu hoher sieg, der dem fcl aber immerhin für ein paar tage die tabellenführung einbrachte. bleibt zu hoffen, dass die herren in blauweiss nach dem triumph nicht gleich abheben.

daten

Luzern – St. Gallen 4:0 (2:0)

Gersag, Emmenbrücke. – 8013 Zuschauer. – SR Laperrière. – Tore: 30. Yakin (Assist Renggli) 1:0. 33. Gygax (Ferreira) 2:0. 65. Ferreira (Gygax) 3:0. 68. Gygax (Yakin) 4:0.

Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac, Kibebe, Lustenberger; Renggli, Kukeli; Gygax (81. Pacar), Yakin (75. Prager), Ferreira (84. Wiss); Ianu.

St. Gallen: Vailati; Martic, Lang, Schenkel, Fernando; Nushi (63. Sutter), Muntwiler, Imhof, Winter; Frick (77. Hämmerli), Owona (62. Abegglen).

Bemerkungen: Luzern ohne Büchli, Lambert und Sorgic (alle verletzt). St. Gallen ohne Frei (gesperrt), Bakens, Calabro, Knöpfel und Pa Modou (alle verletzt). Verwarnungen: 2. Frick (Foul), 19. Ianu (Unsportlichkeit), 23. Veskovac (Foul), 28. Nushi (Foul).