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simon’s cat – cat & mouse
der tagi auf dem ipad – 2 mal täglich
«und am bahnhof kaufte ich mir dann die abendausgabe der zeitung.» solche sätze kennen wir heute zumeist nur noch von unseren grosseltern. die medienkonzentration hat sich nicht nur auf die anzahl der zeitungen und verlagshäuser ausgewirkt. am anfang stand die konzentration von mehreren ausgaben pro tag auf eine einzige. inzwischen lesen wir die Nachrichten ja fast schon realtime. dank twitter, livetickern und vor allem den websites fortschrittlicher zeitungen hat man die möglichkeit, in sachen news up to date zu sein. doch seien wir ehrlich: der selbst oder von einem automatischen newsreader zusammengestellte nachrichtencocktail ist nur selten so bekömmlich und ausgewogen, wie es eine klassische neitung eben täglich ist.
swisscom labs feiert geburtstag
im letzten dezember machte ich auf das portal swisscom labs aufmerksam. inzwischen ist die online spielwiese für ideen, apps und alles, was irgendwie mit dem web zu tun hat schon ein jahr alt. das alleine ist natürlich grund genug ein wenig zu feiern. wie die meisten geschichten im web, hat auch der erste geburtstag von swisscom labs eine abkürzung gekriegt: slmbb. diese eignet sich natürlich wunderbar als hashtag auf twitter. sie steht für den swisscom labs mastermind birthday bash. ok, bei solchen titeln ist man nun wirklich froh, gibt es abkürzungen. 😉
was verbirgt sich denn nun hinter dem slmbb? bekanntlich richtet sich die plattform an all jene, die gerne ein wenig weiter denken, visionen haben oder einfach nerds sind. da kann es nicht überraschen, dass der birthday bash im prinzip ein munteres rätselraten oder besser gesagt: rätsellösen ist. quer durchs internet werde man gejagt, verspricht die wettbewerbsbeschreibung. täglich wird man vor ein neues rätsel gestellt. wer noch mitmachen will, sollte sich beeilen, denn die rätsel haben es in sich und laufen nur noch bis am 25. august. hat man ein rätsel gelöst, erhält man ein passwort, um sich für die jeweilige verlosung einzuschreiben. zwischen dem 26. und dem 29. august kann man mit hilfe der passwörter teilnehmen.
was wäre ein wettbewerb ohne coole preise? hier gibt es, passend zum techieanspruch der seite, eine reise an die ces in las vegas zu gewinnen. die consumer electronic show findeet im januar 2012 statt. wäre doch nett, dem kalten schweizer wetter für eine weile zu entfliehen, oder? weitere preise beinhalten tickets für veranstaltungen in der schweiz: zwei für einen besuch bei solar impulse in payerne, 5 für das inofair in bern. der wettbewerb ist im prinzip nur ein weiterer grund, teil dieser community für innovation zu werden. klar, es gibt exklusive preise zu gewinnen. aber eigentlich finde ich, die apps und ideen auf swisscom labs sind schon grund genug, mindestens einmal reinzuschauen. ich jedenfalls werde mein glück versuchen. 😉reise von den usa in die schweiz: 23 tage
auch im webzeitalter scheint die zeit nicht schneller laufen. so habe ich vor 23 tagen von witzigen auto notiz genommen. wie ich das in letzter zeit öfters tue, poste ich solche links gerne auch mal nur bei twitter, anstatt gleich einen blogbeitrag zu verfassen. hier also mein tweet von vor 23 tagen:
sehr cool: englands unzuverlässigstes auto ist der monster mk1. link #mgtf #audia8 #landroverfreelander
doch erst als der deutsche ableger des autoblog am 3. autugst den gleichen beitrag postet, werden deutschsprachige medien darauf aufmerksam. inzwischen hat sogar der «blick» davon wind gekriegt. der fügt mit dem «mg-tt» gleich noch ein gänzlich neues modell ein, von dem ich noch nie etwas gehört habe.
witzig an der geschichte finde ich, wie wir in gewissen bereichen realtimemässig informiert werden, in anderen dauert’s aber so lange, als ob eine desorientierte brieftaube die nachrichten übermitteln würde. oder war’s bloss die sprachbarriere?
extrafilm wird smartphto
ein namenswechsel ist eine schwierige sache. oder wie lange habt ihr twix noch raider genannt? eben. eine ähnliche herausforderung hat jene firma vor sich, die wir bis anhin unter dem namen extrafilm kannten. aus extrafilm wird smartphoto. warum überhaupt den namen wechseln, wenn er doch schon so etabliert ist? nun, im vorliegenden fall dürfte die verschiebung der fotografie auf die bald ausschliesslich digitale technik der ausschlaggebende faktor gewesen sein. wer heute mit fotografieren beginnt, hat womöglich noch gar nie einen «film» gesehen.
für smartphoto geht es nun natürlich darum, die extrafilm-kundschaft weiterhin zu binden und deutlich zu vermitteln, dass sich abgesehen vom geänderten namen nichts verändert hat. schliesslich hat man über 40 jahre erfahrung im bereich der fotografie. selbstverständlich lockt man die geneigten digitalknipser zur zeit mit aktionen, um auch während des umbruchs auf sich aufmerksam zu machen. aber mit welchen tools und tricks macht man die neue marke am schnellsten und effektivsten so bekannt, wie es der vorgänger war? meine erste idee: smartphoto ist schon rein sprachlich sehr nahe am «smartphone». diese mobilen alleskönner sind spätestens seit dem erscheinen des apple iphone 4 auch gern genutzte fotoapparate. was läge also näher, als einen wettbewerb unter den iphone-fotografen zu veranstalten? die iphoneografie, wie sich diese schon nicht mehr ganz so neue disziplin nennt, lässt sich bestens mit twitter verknüpfen. dort würde ich den wettbewerb auch primär promoten. der vorteil eines solches wettkampfes ist nicht zuletzt die gleichheit der teilnehmer. wo es sonst nicht zuletzt auf das equipment ankommt, können hier allerhöchstens unterschiedliche apps eventuelle vorteile bringen, doch auf die haben ja alle teilnehmer zugriff. meine zweite idee: guerillamässige kampagne in zusammenarbeit mit einem kamerahersteller in grossen schweizer städten. also in zürich, basel, bern, genf und lausanne zum beispiel. die ganz in smartphoto-stil gekleideten fotografen knipsen einfach mal drauflos. wann immer sie jemanden fotografieren, der darauf reagiert, kann man diese person darauf ansprechen. «wäre es nicht cool, dieses bild als leinwand im wohnzimmer zu haben» oder so ähnlich. willigt dieser in ein gespräch ein, kriegt er einen gutschein mit dem hinweis, dass aus extrafilm nun eben smartphoto geworden ist. wichtig ist natürlich, dass von passanten ungewünschte fotos sofort gelöscht werden. meine dritte idee: ebenfalls eher im bereich guerilla angesiedelt, könnte man eine grosse fotoleinwand an vielbefahrenen strassen über die fussgängerstreifen tragen. auf den leinwänden könnten in grossen lettern stehen «so smart lässt man heute photos drucken». natürlich sollte man nicht hundert mal über den zebrastreifen zwischen bahnhof und bahnhofstrasse in zürich gehen. die vierte idee ist die heutzutage wohl naheliegendste: eine facebookkampagne. smartphoto hat natürlich bereits eine faebookseite. jetzt wäre noch die frage, wie man diese speziell promoten könnte, um möglichst schnell den neuen namen bei einer breiten facebooköffentlichkeit publik zu machen. ich denke, hier würde sich verlosung anbieten: ein zufällig ausgewählter «gefällt mir»-klicker gewinnt einen gutschein. simpel aber bestimmt einen versuch wert. aufpassen muss man aus meiner sicht mit den newsbeiträgen auf facebook: wer zu häufig etwas postet – gerade bei kommerziellen seiten – dürfte schnell auf der blockliste landen. schon gewonnen hat, wer in diesen sommertagen auf die homepage von smartphoto surft: wöchentlich gibt es da eine attraktive aktion.big sister? big bullshit!
Geht es nach dem Willen von Justizministerin Simonetta Sommaruga, gibt es für staatliche Ermittler im Internet bald keine technischen Schranken mehr: Mit einer Revision der Verordnung über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (VÜPF) will sie erreichen, dass Telecom- und Internetprovider künftig im Auftrag des Bundes nicht nur Telefone abhören, E-Mails abfangen oder Internetadressen überprüfen können. Neu sollen sie technisch dazu fähig sein, den gesamten Verkehr eines Verdächtigten im Internet in Echtzeit mitzuverfolgen – sei es eine Teilnahme an einem Chat, eine Google-Recherche oder ein virtueller Kinobesuch auf Youtube. […]
was soll denn das, frau sommaruga? die im zitierten tagi-artikel erwähnten massnahmen stellen all die bemühungen im bereich des datenschutzes massiv in frage. das klingt doch sehr nach einem /schnüffelstaat,/ wie wir ihn ganz bestimmt nicht wollen. wenn ein im verdachtsfall derart gläserner user geschaffen werden darf, dann muss äusserst genau festgelegt werden, unter welchen umständen man wirklich von einem verdachtsfall sprechen kann. die gesetzlichen schranken müssen also genau definiert werden, und laut dem artikel sind momentan genau dort die schwachstellen zu finden. ruedi noser von der fdp meint sogar,
die Verordnung technische Voraussetzungen für Methoden schafft, die gesetzlich nicht erlaubt sind und die das Parlament in Debatten klar abgelehnt hat.
nun, die internetgemeinde wird ganz bestimmt sehr genau hinschauen, was sich da in nächster zeit tut. eine big sister dürften die wenigsten wollen, eine willkürliche noch viel weniger.
so schnell brüllt der löwe

ein paar klicks im app store, supereinfache installation und nach nicht einmal 45 minuten läuft das ding perfekt. nach einigen tagen hat man sich bestimmt an das nun mehr iphone-mässige scrollen gewöhnt. der apfelblog hat dieser neuerung gar einen eigenen beitrag gewidmet. ansonsten ist auf den ersten blick nicht sooo viel neu. auf den zweiten fallen die vielen ecken auf, wo früher rundungen waren. ausserdem ist alles etwas grauer und damit edler, ja smoother geworden. das neue mail kommt mit einer abgespeckten standardansicht und einer zusammenfassung korrespondierender mails in /konversationen./ ical hat auch eine neue oberfläche gekriegt. nur schade, dass dabei die kalenderwochennummern immer noch ausser acht gelassen wurden. gespannt sein darf man auf das erste update von osx 10.7, das dann das sogenannte icloud enthalten soll. we’ll see.
wohlstand im zusammenhang mit evolutionsglauben
ja, evolutionsglauben ist ein ziemlich dämliches wort, finde ich. aber auf calamaties of nature wird in etwa dieser begriff auf englisch verwendet. dabeiglauben ja in aller regel jene, die die evolutionstheorie ablehnen.

wie man sieht, ist der «glaube» an die evolutionstheorie mit ausnahme der usa in jenen ländern höher, die einen höheren wohlstand aufweisen. über die kausalität gibt der graph natürlich keinen direkten aufschluss. es ist aber doch erwähnenswert, dass die schweiz eine für ihren wohlstand tiefe akzeptanz für die these, dass der mensch im prinzip eine weit entwickelte affenart ist, erreicht hat. eigentlich erstaunlich, dass wir es dennoch fertig bringen, die intelligent-design-jünger weitgehend von den schulen fernzuhalten. denn wenn diese daten stimmen, glaubt mehr als ein drittel der schweizer nicht, was sie in ihrer ausbildung bezüglich der herkunft des menschen gelernt hat.



