fcluzern – fcbaden 3:0

endlich mal mehr als nur ein tor vorsprung. gegen baden gelang es dem fcl erstmals seit einigen spielen, auch in spielendphase sicherheit auszustrahlen. nachdem tchouga (12.) und andreoli (23.) hatten zwar für eine frühe führung geführt, danach drohte aber der bekannte luzerner schlendrian einzug zu halten. doch baden war an diesem tag schlicht nicht fähig, daraus kapital zu schlagen. allerdings konnte sich dejan markovic nach einer halben stunde sehenswert von seine bewachern lösen und sah sich dem heranstürmenden zibung gegenüber. dieser verhinderte den badener anschlusstreffer souverän. so stand es denn auch zur pause 2:0.

nach dem unterbruch flachte das spiel weiter ab. im spiel der luzerner fiel sucic ab, dem an diesem tag nichts gelingen wollte. dass n’tiamoah keinen ball annehmen kann ist zwar bekannt, heute machte er aber im vergleich zu den letzten spielen eher wieder rückschritte. noch weiter gesteigert hat sich bader, der von der vorstopperposition, auf welcher er in frühreren partien mehmeti ersetzte, ins mittelfeld vorrückte. er verteilte bälle und griff in die offensive ein. selbst wenn er auf sich allein gestellt war, verhielt er sich clever und holte mehrere freistösse für die luzerner raus.

sucic wurde etwa zwanzig minuten vor schluss durch kuhl ersezt, der erstaunicherweise wieder ein bisschen schwung ins spiel brachte. in der 87. minute war es dann soweit: jean-michel tchouga stand vor dem schlecht stehenden badener torhüter und konnte den ball problemlos in die entfernte ecke schieben. wenig später wurde er unter standing ovations ausgewechselt. ein neuer spieler betrat das feld: fabian lustenberger mit broccolifrisur. leider war seine spielzeit etwas zu kurz, um wirklich etwas darüber zu sagen. also einmal mehr der aufruf an den trainer: bitte früher wechseln. ansonsten kann man rené van eck aber einmal mehr nicht wirklich einen vorwurf machen, der plichtsieg gegen baden fiel in einer angenehmen höhe aus und so halten sich die blauweissen weiter an der tabellenspitze.

ein grosses kompliment auch an die fans (hey, wir haben wieder eine pauke!), welche mit ihrem 5-minütigen endlosgesang das dritte tor geradezu heraufbeschworen. weiter so.

concordia basel – fcluzern 0:1

unglaublich.
sogar radio-pilatus-hörend ist man nicht vor herzrasen sicher. in einer scheinbar schlechten partie hat der fcl in letzter minute noch einen penalty zugesprochen bekommen. das foul wurdenatürlich an patrick de napoli verübt. edmond n’tiamoah traf zum 0:1. uff.

fcwohlen – fcluzern 1:2

bevor ich was zum spiel sage, muss ich mich erst mal über ace security auslassen. die leute von ace security sehen nicht nur hässlich aus, sie sind vor allem die mühsamsten eingangskontrolleure der welt. ich verstehe ja, dass man aus sicherheitsgründen eine kontrolle durchführt. doch was ace macht ist echt primitiv. ein drogendealer in der langstrasse wird von der polizei bestimmt mit mehr anstand befummelt. ausserdem tastet bei ace eine security-frau auch männer ab, was gesetzlich verboten ist. kurz und bündig:fuckace *security.* ich hoffe, eure unternehmung geht bald pleite, bei den hunden (dackel?) seid ihr ja bereits am sparen, bei der intelligenz eurer mitarbeiter sowieso.

zum spiel: nach 17. minuten jubelte jean-michel tchouga zum ersten mal (bild). er hatte aus satten 20 metern getroffen. bis anhnin war das spiel nicht wirklich der rede wert, allerdings mit leichten vorteilen für die luzerner. in der folge geschah, was in praktisch allen der letzten spiele zu beobachten war: das 2:0 wurde nicht konsequent gesucht. stattdessen baute man den gegner mit schwach gespieltem pressing auf. die leistung der luzerner in den letzten zehn minuten vor der pause war miserabel.

schlimm, dass es nach dem pausentee scheinbar noch schlechter wurde. nun lagen die vorteile klar auf wohlener seite. vor allem der bullige malenovic und schultz fielen auf. letzterer traf einmal die latte und einmal den pfosten als zibung bereits geschlagen gewesen wäre. glück. in der 81. minute war es mit dem glück vorbei, die desolate leistung wurde bestraft, malenovic traf zum hochverdienten ausgleich.

90 minuten waren bereits vorbei, als sich jean-michel tchouga erinnerte, dass er der beste spieler der liga ist. respektlos trat er an, lief quer vor dem strafraum durch und traf mit einem hammerschuss aus 18 metern in die entfernte ecke. sieg!!!

die stimmung war nun überschwänglich. von den 2350 zuschauern waren mehr als die hälfte luzerner. und die hatten nun was zu feiern. man hatte nicht mehr an den sieg geglaubt und nun doch… diese emotionen kann man kaum ausdrücken: die hände klatschen im takt, die knie zittern, die augen sind feucht. wahnsinn.

rené und seine jungs haben es noch einmal geschafft. in allerletzter sekunde. man muss noch einmal betonen: will man wirklich aufsteigen darf man nicht so schlecht spielen. dann muss nach dem 1:0 auch mal das zweite tor fallen. man kann sich nicht immer auf den auch heute glänzend haltenden zibung verlassen. und auf die tore von tchouga schon gar nicht, schliesslich kann auch der mal einen schlechten tag erwischen. heute zum glück nicht.

fcl – fcvaduz 2:1

das war knapp. vor der super-league-würdigen kulisse von 6400 zuschauern konnte der fcluzern das 2:1 über die zeit retten. zuerst gingen die engagierter beginnenden liechtensteiner in der 13. minute in führung. ein zum ertaunen zibungs nicht abgelenkter ball senkte sich in die weite anstatt in die nahe ecke. wer hatte die flanke getreten? gabriel urdanetta natürlich, den man doch so gerne nach luzern geholt hätte…

aber die luzerner zeigten eine kämpferische reaktion. nach ungefähr einer halben stunde (36. minute) konnten die luzerner eine standardsituation nutzen. der ball kam über diverse stationen zu verteidiger michael diethelm, der mit einem spektakulären fallrückzieher den ausgleich erzielte. zehn minuten später konnte goalie sven könig einen freistoss von yvan dal santo nicht festhalten, der ball landete bei verteidiger pascal bader. 2:1.

zur pause musste man feststellen, dass der fcvaduz zwar über die technisch bessere mannschaft verfügt, der fcluzern aber durch eine kampfstarke leistung zurück ins spiel gefunden hatte. bader konnte auf genc mehmetis (gesperrt) position überzeugen. erfreulcih war aber vor allem, dass sich die beiden jungen spieler auf der seite massiv steigern konnten: marko sucic und caryl righetti. sucic konnte oft mehrere vaduzer auf sich ziehen, er scheint sich von seiner verletzung gut erholt zu haben.

nach der pause brachte luzern die fürstentümler durch defensive spielweise wieder ins spiel. seltsam auch, dass van eck den erschöpften n’tiamoah nicht auswechselte. so lief gegen vorne gar nichts mehr, auch jean-michel tchouga wirkte gegen spielende ausgelaugt. so kam es, dass die vaduzer in der 88. ausglichen. dachte man jedenfalls. doch schiedsrichter rutz besprach sich nach intensiven reklamationen von david zibung mit seinem assistenten. anschliessend gab der unparteiische freistoss – das tor zählte nicht, obwohl er vorhin schon zum mittelpunkt gezeigt hatte. mats gren fand’s nicht lustig. allerdings war der ball nie hinter der torlinie, insofern war die entscheidung also auf jeden fall richtig.

trotz fünf minuten nachspielzeit gelang es dem fcvaduz nicht mehr, das ausgleichstornocheinmal zu erzielen. es bleibt der schluss, dass man, wenn man aufsteigen will, auch solche spiele gewinnen muss. abgesehen von la chaux-de-fonds hat man nun bereits sämtliche direkten konkurrenten hinter sich. aber auch gegen clubs wie wohlen musss zuerst gewonnen werden. we’ll see.

fcl – fcwil 2:1

das war ein start: nach nur 4 minuten und 7 sekunden lag der fcl bereits mit 1:0 vorne. nach dem schiri studer zunächst aus unerfindlichen gründen den vorteil abpfiff und einen freistoss wenig ausserhalb des strafraums gab, protestierten die luzerner zurecht. doch der freistoss aus spitzem winkel gelangte über umwege zu nordine sam, der den ball nur noch über die linie zu drücken brauchte. auch am zweiten tor war sam beteiligt. er spielte den ball auf tchouga und der machte, was er gut kann, ein tor halt. zu beginn schien es also, als ob die wiler leichte beute sein würden. doch weit gefehlt, sie steigerten sich so, wie die luzerner abbauten.

so kam es, dass die st.galler kurz vor der pause zum 2:1 trafen. dabei waren zwei hauptprobleme beim fcl auszumachen: das mittelfeld und die verteidigung bei cornersituationen. das mittelfeld glänzte durch abwesenheit, über die rechte seite wurde praktisch nie gespielt. und bei eckbällen formierten sich die wiler jeweils im fünfmeterraum der luzerner. unverständlich, dass da die verteidiger nicht aufräumten und auch goalie zibung blieb in diesen szenen blass. kein wunder also, dass das tor der wiler nach einem eckball fiel.

in der zweiten hälfte dominierten dann die wiler. man muss aber anmerken, dass die spielqualität generell massiv sank und die wiler nur zu wenigen chancen kamen. ebenfalls gilt es festzustellen, dass beim fcl offensiv gar nichts mehr ging, da kam kein pass an. de napoli wurde durch bader ersetzt. danach spielte lambert im mittelfeld und n’tiamoah rutschte in den sturm. naja, da vorne kann er wenigstens nichts kaputt machen. chancen hatte er allerdings keine. das lag aber auch daran, dass der sonst starke righetti einen schwachen tag einzog.

gerade einmal 3900 (und nicht wie von präsi stierli geschätzte 7000) zuschauer wohnten dem unspektakulären spiel bei. erst in der endphase wurde es noch einmal spannend. wie schon in kriens musste zibung den sieg retten. seine parade war der einzige luzerner höhepunkt in der zweiten halbzeit. und auch wenn lausanne in vaduz stolperte und sich der fcl ein kleines 3-punktepolster auf den waadtländer verfolger geschaffen hat: will man aufsteigen, so braucht es eine klare steigerung – vor allem in der kreativabteilung.

bilder

sck – fcl 0:1

der derbyfluch ist tot. endlich.
immer wieder kam ich in den letzten jahren nach kriens. ich kann mich nicht erinnern, auch nur einmal ein gutes spiel gesehen zu haben. und jedes mal haben wir verloren, oder nur unentschieden gespielt. aber das ist jetzt vorbei. kriens null. fcl eins. yesss.

viel mehr muss man dazu eigentlich gar nicht sagen. das spiel war nämlich wieder höchst mittelmässig. die luzerner gingen in der 22. minute durch ein tor von jean-michel tchouga verdient in führung. der treffer erfolgte erstaunlicherweise in einer standardsituation: der fcl nutzte den corner zum 1:0.

in der folge hatte der fcl noch ein paar chancen, allerdings keine hunderprotzentigen. noch schlechter sah es auf der seite der grün-weissen aus. von derbyfight war wenig zu sehen, der einsatz bei den kriensern stimmte nicht. erst zehn minuten vor schluss hatte brand eine grosse torchance, doch die luzerner haben mit zibung eben auch einen hervorragenden torhüter. so konnte auf dem schlecht bespielbaren terrain – der platz war «gesandet» worden – der sieger nur einen namen tragen: fcluzern. offensiv effizient, defensiv sicher und mit dem richtigen einsatz. der aufstieg liegt aber noch ziemlich fern. sion, lausanne, la chaux-de-fonds, chiasso und wil möchten dasselbe. am mittwoch spielt der fcl zuhause gegen den fcwil, am sonntag ebenfalls zuhause gegen vaduz. eins ist klar: 6 punkte müssen her. hopp lozärn.

bereits online: die bilder.

2:0 ist ein gefährliches resultat

ich kann mich noch gut erinnern, als ich damals mit andi ein fussballspiel im tv schaute und der fcsg-spieler (war es winkler?) zum pausenstand von 2:0 für st.gallen sagte: «2:0 ist ein gefährliches resultat.»

wie denn, was denn? wieso gefährlich? andi und ich lachten. am ende verlor der fcsg dieses spiel. also doch ein gefährliches resultat? keine ahnung, auf jeden fall ist der spruch vom gefährlichen resultat ein running gag geworden.

eigentlich gibt’s ja nichts besseres, als mit zwei toren vorne zu liegen. selbst wenn der gegner ein tor schiesst, hat man immer noch eines «reserve». klar, die psychologen werden monieren, dass beim stande von «nur noch 2:1» der psychologische vorteil beim in rückstand liegenden team liege. das ändert aber eigentlich nichts daran, dass das führende team eben immer noch mit einem tor führt.

momentan führt der bsc young boys gegen den fczürich im cup-halbfinale mit 2:0. pirmin schwegler von yb meinte zur pause: «das ist ein gefährliches resultat.»

___________________________________________
inzwischen ist das spiel vorbei und man kann sagen: 2:0 ist kein gefährliches resultat. in der 66. minute kam der fcz zwar zum anschlusstreffer. dieser spielstand hielt aber nur 55 sekunden. und in der nachspielzeit erzielte yb gar das 4:1. gratulation nach bern.

und auch gratulation an sion, welches den mühsamen fcwinterthur im zweiten halbfinal bewzungen hat.

i hate basel, i hate the fcb, but i like kawa

gerne hätte ich den fcb gegen gc untergehen sehen. der basler-kommentator von sat1-schweiz ist dermassen nervig, dass man sich den dämlichen kilchsperger geradezu herbeisehnt. sowieso: sat1-schweiz kann qualitiativ trotz mehr kameras nicht überzeugen. die moderatoren sind einfach zu schlecht.

aber was ich eigentlich sagen wollte: michail kawelaschwili hat in der nachspielzeit zum 2:1 getroffen. er ist für mich einer der besten, wenn nicht der beste spieler, der in der schweiz spielt. unfassbarerweise war er arbeitslos – bis heute. gratulation michail kawelaschwili!

fcluzern – fcsion 2:1

obwohl ich eigentlich hoffte, dass das spiel verschoben würde und obwohl ich vielleicht noch nicht ganz genesen bin, sahen wir uns den spitzenkampf auf der allmend live an. das terrain war vom schnee befreit und in durchaus bespielbaren zustand. schiedsrichter wildhaber liess trotzdem von anfang an mit orangem ball spielen, was sich später noch auszahlen sollte.

die luzerner spielten von beginn an aktiver, wenn auch (wie letztens leider immer) nur mit einem stürmer: patrick de napoli. die sittener überraschten mit technisch eher bescheidenen mitteln. so tauchte der starke caryl righetti nach 25 minuten fast alleine vor sions goalie auf. uneigennützig spielte er den ball quer zu de napoli, der sich nicht zwei mal bitten liess. in der folge verfielen die luzerner nicht wie gegen lausanne in einen tiefschlaf, sondern versuchten das zweite tor zu erzielen. das gelang in der ersten hälfte zwar nicht mehr, aber der ball konnte doch meist in den eigenen reihen geführt werden.

nachdem ende der ersten halbzeit massiver schneefall eingesetzt hatte, wurden die linien mittels besen in der pause vom neuschnee befreit. der fcluzern schien besser mit den paar zentimetern schnee zurecht zu kommen, die nun den ganzen platz in winterliches weiss hüllten. nach 60 minuten unterbrach der schiedsrichter das spiel für eine erneute «linienräumung»… sowas habe ich echt noch nie gesehen, aber es war wirklich nötig. in der 76. minute stürmte andreoli nach vorne. er spielte nach der herausnahme de napolis offensiver und konnte nach einem missgeschick eines sion-verteidigers den ball zu n’tiamoah in die mitte spielen. 2:0.

obwohl man nie angst haben musste, der fcl könnte dieses spiel doch noch verlieren, traf ex-luzerner paulo vogt zum 2:1 in der nachspielzeit.

und retinho: dieses mal war die performance der fans wirklich ohne fehl und tadel. warst wieder auf der stehrampe? 😉

spiel des jahres – part two

vor zwei wochen bezwang der fcbarcelona im hinspiel des uefa champions league achtelfinale den fcchelsea london mit 2:1.

im camp nou warteten nun fast 100’000 frenetische barça-anhänger darauf, die stadtjungs aus london mit einer technischen glanzleistung nachhause zu schicken. auch wir tv-zuschauer machten uns wohl auf ein hammerspiel gefasst. schliesslich musste chelsea mit 2:1 «gewinnen», um wenigstens eine verlängerung zu erreichen. aber weit gefehlt, es waren die katalanen, die das spiel bestimmten. allerdings kamen diese erst in der 59. minute zu ihrem ersten gefährlichen torschuss. in der ersten halbzeit hätte drogba mit einem etwas platzierteren kopfball die auswärtsführung erzielen können. das änderte aber nichts daran, dass barcelona den ball in seinen eigenen reihen meist kunstvoll hin- und herschieben konnte. die absatztricks von ronaldinho könnte man sich noch 1000 mal anschauen. der andere supertechniker, lionel messi, musste leider schon nach einer halben stunde verletzt ausgewechselt werden.

so war es ronaldinho, der in der 78. minute mit einem extraordinären effort gleich drei verteidigende spieler chelseas und dann auch noch peter cech narrte. 1:0. in der 84. minute traf samuel eto’o den pfosten. komischerweise entschied der sonst sehr sicher agierende schiri markus merk in der letzten minute auf elfmeter. dabei hatte puyol auf regulären weg john terry vom ball getrennt. der folgende penalty wurde von lampard problemlos versenkt.

egal, der fcbarcelona hat sich souverän för die viertelfinalspiele qualifiziert. das war dem tagesanzeiger sogar ein titelbild wert.