henry doch noch zu barça?

soeben ist in villareal ein flitzer (allerdings mit kleidung) auf das feld gerannt. er trug ein argentinisches nationaltrikot und in der hand hielt er ein weiteres shirt: ein fc barcelona trikot mit der nummer 14 drauf. der name darauf?thierry *henry!*

schön wär’s!

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endlich habe ich ein bild von dieser doch recht lustigen aktion gefunden. der schweizer fussballblog zum runden leder hat dazu einen beitrag veröffentlicht. das bild klaue ich frecherweise von diesem blog… 😉

ja, ich denke, blaurot würde henry sehr gut stehen. bis bald, thierry!

fc luzern – fc chiasso 2:1

der rekord ist unser: 27 spiele in folge ungeschlagen. aber rekordmässig war das spiel nun wirklich nicht. wie in den letzten spielen trat der fcl nicht gerade souverän auf. im vergleich zum spiel gegen la chaux-de-fonds ist aber der kampfgeist zurück in der luzerner elf.

nach 32 minuten konnte n’tiamoah einen righetti-corner zum 1:0 nutzen. bis dahin war der fcluzern nie gefährlich vor dem tessiner tor aufgetaucht. wie in den letzten spielen lief praktisch alles über die rechte seite, andreoli war einmal mehr etwas verloren auf der linken. ebenfalls bekannt ist das problem, dass dem team die kreativität abgeht, wenn tchouga stürmer spielen muss.

wenn gegen andere (schwächere teams) dieser mangel an kreativität in blosser abwesenheit spektakulärer szenen resultiert, wird es gegen mannschaften wie chiasso schon schwieriger. die tessiner spielen einen technisch hochwertigen fussball, der durchaus offensiv ausgerichtet ist. kein wunder also, das joker kalu in der 80. minute zum ausgleich traf. fairerweise muss man anmerken, dass die abwehr durch die verletzungsbedingte auswechslung von nordine sam geschwächt war.

was nach dieser 80. minute kam, entschädigte für alle harten minuten davor. endlich begannen die blau-weissen zu spielen, zu kombinieren. manchmal spielte man sogar über links, wo sucic für andreoli gekommen war. ganz selten waren seitenwechsel zu beobachten. es war die logische folge dieses gekonnten spiels, dass jean-michel tchouga in der 92. minute zum entscheidenden 2:1 traf. sieg!

400 luzerner fanden am mittwochabend den weg nach colombier, um das spiel gegen la chaux-de-fonds zu sehen. 8500 zuschauer sind an diesem sonnigen sonntag auf die luzerner allmend gekommen. die zentralschweiz will den stadtclub wieder in der nati a – die jetzt super league heisst – sehen und zwar bald. wenn dabei noch so attraktiv gespielt würde, wie in den letzten 13 minuten, wäre die begeisterung vielleicht sogar noch grösser.
bilder von diesem spiel

das glück des … glücklichen?

gestern noch musste ich über das schlimme spiel in colombier schreiben. und heute sieht alles wieder viel rosiger aus. schon komisch oder? da spielt man miserabel, holt gerade mal so ein 0:0 und am ende kann man dem trainer nichts vorwerfen, weil die konkurrenten scheinbar noch schlechter spielen. sion verliert in wohlen 0:3 (wo luzern 1:0 gewann) und lausanne verliert in kriens 2:4 (wo luzern dieses jahr zum ersten mal seit 14 jahren 1:0 gewann). somit vergrössert sich der vorsprung des fcl sogar auf 5 (sion) bzw. 6 (lausanne) punkte. es darf also weiterhin geträumt werden…

fc la chaux-de-fonds – fcluzern 0:0

keine bratwurst, kein schüblig, kein sandwich, keine chicken nuggets, kein hamburger, kein schnitzelbrot, keine pommes frites, ja nicht einmal ein beschissener saucisson. nein, ein spiel von la chaux-de-fonds ins stadion des fc colombier zu verlegen, war wirklich keine kulinarisch ansprechende idee. natürlich hatte die spielverschiebung relativ spontan stattgefunden, aber irgend so ein fahrender würstlibudenmann hätte bestimmt gerne seine ware an die hungrigen luzerner gebracht. zu allem übel gab es auch keine toilette, was die zone um den zaun bald zum sumpfgebiet verkommen liess. das einzige, was professionell organisiert war, war das sicherheitsaufgebot. die welschen scheinen ja richtig angst zu haben vor uns innerschweizern?

zum spiel kann ich nicht allzu viel sagen, weil ich erstens hinter dem tor stand, zweitensweit hinter dem tor stand und drittens das licht des stadions schlecht war. was ich aber auf dem feld erkennen konnte war ohnehin nicht sonderlich erhellend. die luzerner spielten in gewohnter aufstellung, was offensivspektakel sowieso im keim erstickt. an diesem abend wars aber besonders schlimm, weil auch im mittelfeld und in der verteidigung sehr viele fehlpässe gespielt wurden. so zählte ich in der gesamten ersten halbzeit eineinhalb chancen für luzern. bader scheiterte mit seinem kopfball relativ knapp, die folge war aber eine konterchance für die neuenburger. ich erinnere an dieser stelle gerne ans hinspiel, wo man zur pause mit 3:1 führte.

dieses mal gab’s zu pause keine tore und nichts zu essen. nur wer (wie dani und ich) mehr als einen halben kilometer weit ging, konnte sich im stadionbeizli ein ärmliches jambon-sandwich sichern. als wir etwas nach wiederbeginn wieder auf unserem hügelchen ankamen, mussten wir feststellen, dass sich das schiritrio umgezogen hatte und dass die mannschaft aus la chaux-de-fonds gestärkt aus der kabine kam. die unparteiischen trugen in der ersten hälfte schwarzgelb, wie die mannschaft la chaux-de-fonds›, in der zweiten traten sie ganz in schwarz auf. aber zurück zum spiel: in der 55. minute streckte sich zibung nicht einmal, weil er wohl von einem hoch über das tor fliegenden ball ausging. doch der aus 18 metern von kamel boughanem abgegebene schuss senkte sich an die latte. beinahe wäre es also die erste niederlage seit über 25 spielen geworden. denn in der zweiten halbzeit kam nur mit einem freistoss von dal santo noch so etwas wie gefahr im gegnerischen strafraum auf. ansonsten gab man sich mit lahmem mittelfeldgekicke und der fehlpassorgie im stile der ersten hälfte zufrieden. enttäuschend war, dass auf seiten der luzerner auch nicht gekämpft wurde. gerade einmal zwei gelbe karten (eine davon für mehmeti, der die kartons im jahresabo gelöst hat) gabs für die blauweissen, ein aufstiegskampf sieht anders aus.

wieso rené van eck auch in diesem spiel den einzigen echten stürmer im aufgebot – patrick de napoli – wieder 97 minuten auf der bank liess, bleibt wohl weiter sein geheimnis. am sonntag gegen chiassomöchte will ich eine andere mannschaft mit einer anderen einstellung sehen. schliesslich wollen wir alle aufsteigen, oder?
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was ich fast vergass: 600 zuschauer in colombier klingt nach wenig. aber ohne luzerner wären es wohl nur etwa 200 geworden. ja genau: an einem mittwochabend reisten 400 luzerner nach colombier um einen beschissenen match ohne futter zu erleben. alleine diese phänomenale unterstützung ist schon superleague-würdig. ich hoffe, die mannschaft wird es auch noch…

cupfinal bsc young boys – fc sion

damit unsere wm-mannen fit in die vorrunde starten können, müssen sie ausgeruht sein. also wurde der cupfinal kurzerhand auf den oster- statt den pfingstmontag vorverlegt. als luzerner habe ich zunächst einmal mühe, meinen favoriten zu küren. sion ist ein harter konkurrent im aufstiegskampf, yb ist oberklassig und ich stehe normalerweise lieber auf der seite des underdogs. und sowieso wollte uns bidu zaugg damals andré muff «klauen». anderseits: bei den bernern spielen mit christian und pirmin schwegler sowie ronny hodel drei echte luzerner. auch gügi sermeter kickte mal in der innerschweiz. bei den wallisern hämmert dafür der beliebte ex-luzerner stürmer paulo vogt tor um tor in die challengeleaguemaschen. daneben spielen auch noch weitere tolle fussballer für den fcsion: gaspoz, obradovic, thurre, joao pinto. vom aufgebot her spielte hier also ein superleague-mannschaft gegen eine fast-superleague-mannschaft. luzern war letztes jahr krasser aussenseiter und verlor erwartungsgemäss gegen den fc zürich.

sion hat 9 von 9 cupfinalpartien für sich entschieden, ist also eine echte cupmannschaft, wie der fcl. also entschied ich mich im laufe des spiels für die weissweinwalliser. das ist nicht böse gemeint, schliesslicht ziert das giroudvinslogo die brust eines jeden sittener spielers. dass sich der eine oder andere etwas zuviel des traubensaftes gönnte, zeigte sich erst am ende der verlängerung: joao pinto riss hakan yakin an seiner mähne und musste den platz verfrüht verlassen.

hakan yakin bedankte sich auf seine weise bei joao pinto und den 15’000 mitgereisten walliser fans: nach versenktem penalty im elfmeterschiessen gestikulierte er primitiv in richtung rot-weissem anhang.

am schluss waren es aber doch die sittener, die lachen durften. joao paulo setzte seinen elfer an die latte, alle sion-schützen trafen: der zehnte cupsieg in zehn finalteilnahmen wurde realität! zum ersten mal hat eine nati-b (bzw. challengeleague-) mannschaft den schweizer cup gewonnen. herzliche gratulation, fcsion!

es war ein cupfinal, wie er im buche steht: kampf, krampf, ein paar schöne spielszenen, tore, penalties, rote karten, jubelnde fans, weinende fans und ein marathonläufer. marathonläufer? christian constantin rannte in allen relevanten sitationen von seinem hauptribüneplatz über die wankdorfstufen runter an die trainerbank (wo er anweisungen gab) und wieder zurück. schön, wenn der präsi sich immer so sportlich verhalten würde…

you’ll never walk alone: fc st.pauli superstar!

you’ll never walk alone – diesen song gibt es nur an der anfield road. und am millerntor! was der fc st.pauli im pokalhalbfinale gegen bundesligaleader bayern münchen zeigte war schlicht weltklasse. st.pauli spielt in der regionalliga, also der dritten liga deutschlands. doch ein klassenunterschied war über weite strecken nicht festzustellen. im gegenteil: st.pauli machte das spiel, bayern spielte auf konter.

obwohl man am schluss 0:3 verlor, der fc st.pauli hat allen gezeigt, dass er noch fussball spielen kann. unter standing ovations und dem oben erwähnten song ging das spiel zuende. so richtig verloren hat st.pauli nicht. ich wünsche mir den hamburger club möglichst schnell zurück in der bundesliga. und ein spiel möchte ich mir auch unbedingt einmal live ansehen – den schal hab› ich ja schon lange…

you’ll never walk alone!

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When you walk through a storm
hold your head up high
And don’t be afraid of the dark.
At the end of a storm is a golden sky

And the sweet silver song of a lark.
Walk on through the wind,
Walk on through the rain,
Tho› your dreams be tossed and blown.

Walk on, walk on with hope in your heart
And you’ll never walk alone,
You’ll never, ever walk alone.
Walk on, walk on with hope in your heart

And you’ll never walk alone,
You’ll never, ever walk alone.

ac bellinzona – fcluzern 0:2

leider konnte ich mir das spiel nicht live ansehen. 2:0 im tessin, das ist nun wirklich stark. 25 spiele hintereinander ungeschlagen. wow. ich habe keine lust, jetzt schon mit der rechnerei anzufangen. aber eines ist klar: solange der fcl jedes spiel gelingt, kommt er dem aufstieg immer näher.

hopp lozärn!

fcl – fclocarno 1:0

fcl gegen fcl. so ähnlich das kling, so verschieden ist die situation, in welcher sich diese beiden vereine befinden. locarno kämpft als zweitletzter der challenge league gegen den abstieg. und in luzern darf weiterhin vom aufstieg geträumt werden. nun, das müsste ja einfach gehen, oder? das scheinen sich auch die luzerner gesagt zu haben. mit einer seltsamen mischung aus arroganz und nicht-können boten sie gegen die tessiner die wohl schlechteste saisonleistung auf eigenem rasen. klar, derselbe war zwar tief aber keineswegs unbespielbar und sowieso sollte das dem technisch stärkeren team entgegenkommen.

ich mag wirklich nicht zu viele worte über dieses spiel verlieren. über weite strecken war es schlicht katastrophal, was die tabellenführer aus luzern da boten. und wäre offensive des fc locarno nicht dermassen schlecht, man hätte sich über einen zwei-tore-rückstand zu pause wahrlich nicht beschweren dürfen.

aber irgendwie scheint das momentan zum konzept des fcluzern zu gehören. ausser gegen baden zitterte man sich fast immer irgendwie über die runden und musste oft die nachspielzeit zum toreschiessen nutzen. dazu kam es in diesem spiel immerhin nicht. in der 78. minute konnte der eingewechselte santiago kuhl von einem gewühl im gegnerischen strafraum profitieren und das siegestor erzielen. weiter erwähnenswert: jonas bernet (ex-baden, jetzt luzerner u21-captain) kam bei seiner ersten nominierung gleich auch zum ersten einsatz, wenn dieser auch nur ein paar sekunden dauerte… am schluss durfte er mit seinen mitspielern drei weitere wichtige punkte feiern. ebenfalls erstmals bei der fan-zeremonie (uffta) dabei war stephan lehman, den rené van eck aus der garderobe holen musste. bei den fans konnte man sich heute wirklich bedanken, sie waren die einzigen, auf die man sich in diesem spiel verlassen konnte.

ich muss es leider einmal mehr sagen: will der fcluzern aufsteigen, muss er einfach besser spielen (wenige fehlpässe, mehr variabilität im mittelfeld, mehr mut in der offensive, besser organisation in der abwehr, und, und, und…)