es gibt nur einen rené van eck

die vertragsverhandlungen wurden ebenfalls in der zeit geführt, als ich in barcelona weilte. ich erhielt sms und anrufe, rené würde nun bleiben und dann doch wieder nicht. van eck soll laut clubführung völlig überzogene forderungen gestellt haben, als er seinen zweijahresvertrag nicht erhielt. das ende vom lied ist allen bekannt: rené van eck verlässt den fc luzern.

ich könnte mich darüber freuen, denn oft habe ich mich über ihn geärgert. er liess unspektakulären defensivfussball spielen. in seiner aufstellung fand sich meist nur ein nomineller stürmer. seine auswechslungen fanden oft sehr spät statt. mehrmals wurde die letzte der drei möglichen auswechslungen erst in der 90. minute getätigt. de napoli liess er auf einmal nur noch auf der bank sitzen, obwohl dieser sehr viel zug auf das tor entwickelt und wohl der optimale ein-mann-sturm-stürmer wäre. während der ganzen saison gelang es ihm nicht, auf der linken seite eine befriedigende lösung zu finden.

doch all diese ärgernisse sind weit im hintergrund. rené van eck ist der aufsteigertrainer. mit ihm hat eine mannschaft den auftieg geschafft, die nach drei spielen total am boden war. eine mannschaft auf, die man von anfang an schlechter eingeschätzt hatte, als die letztjährige cupfinaltruppe. seine taktik ging danach praktisch immer auf. er verlor 31 spiele in folge nicht – schweizer rekord. er schaffte mit einem club den aufstieg, der gegenüber den aufstiegskandidaten sion und lausanne über das klar schwächere kader verfügte. und während der ganzen zeit verspürte er den druck des präsidenten, doch der falsche trainer zu sein. aber, ich sage es gerne noch einmal, rené van eck ist der aufsteigertrainer. mit ihm und auch dank ihm hat der fc luzern den aufstieg in die nati a geschafft. das kann ihm keiner mehr nehmen.

*es*gibtnureinenrenévaneck

vielen dank rené. ohne Dich hätten wir es nicht geschafft. für die zukunft wünsche ich Dir alles gute. vielleicht führst Du zusammen mit steph den fc sion nach oben. ich wär› Dir nicht böse. good luck und noch einmal: *merci!*

herzliche gratulation: meister fcz!

in den 5 tagen, die ich weg war, ist eine ganze menge passiert. ich werde mich bemühen, alles irgendwie auch noch in blogcontent zu verwandeln. am meisten gefreut habe ich mich aber wohl über den blauweissen meister aus zürich. herzliche gratulation zum meistertitel 2006: fc zürich!

ich bin zwar versucht, etwas böses gegen den fcb zu schreiben. aber momentan tun die glaub ich selbst genug, um sich unbeliebt zu machen.

und jetzt les› ich erst mal die anderen einträge… uff!

stephan lehman verlässt den fc luzern

es war absehbar. lehmann wurde nie wirklich warm mit der klubführung. den steifen stierli haben vielleicht sogar seine langen haare gestört, wer weiss. ich find’s sehr schade, weil ich denke, dass lehmann genau der motivator war, den die mannschaft brauchte. er ist ein sehr erfahrener torhüter und hat den ruf ein echter «fuchs» zu sein. ich denke, von ihm konnten vor allem die jungen spieler extrem viel lernen. schade, dass er nicht mehr für den fc luzern arbeiten wird.

rené van eck habe heute einem einjahresvertrag zugestimmt, wo er doch gestern noch sagte, er wolle nichts anders als einen zweijährigen kontrakt. die zusage war scheinbar aber an das verbleiben von lehmann im verein gebunden. von daher ist da noch einiges in der schwebe.

ich würde rené van eck gerne noch eine saison in der nati a sehen, diese chance hat er verdient. es ist aber wohl übertrieben von ihm, aufgrund des aufstiegs gleich einen zweijährigen vertrag zu verlangen. vielleicht bleibt er ja wirklich und wir können ende nächste saison statt aufsteigerjungs was anderes rufen. wie wärs mit *»meisterjungs»?* ich könnt› mich dran gewöhnen. und so utopisch ist das nicht. ich meine, wer soll basel schon schlagen, wenn nicht der fc luzern? eben! 😉

fc luzern – ac lugano 3:2 -> AUFSTEIGERJUNGS

drei niederlagen. und dann? 30 mal nicht verloren (in worten: dreissig!!!). diese unglaubliche bilanz musste einfach für den aufstieg reichen. und sie tat es auch.

an diesem sonntagnachmittag herrschte in luzern der ausnahmezustand. 14’300 leute fanden den weg auf die allmend – ausverkauftes haus. ich würde schätzen, dass es sogar noch ein paar mehr waren. schon eine stunde vor matchbeginn feierten die fans ihre helden und ein bisschen auch sich selbst. das haben sie auch verdient, schliesslich waren viele von ihnen auch dann dabei, wenn nur ein paar tausend zuschauer die allmend zum etwas trostlosen pflaster verkommen liessen.

die theorie war klar: ein unentschieden reicht sowieso für den aufstieg, aber auch eine knappe niederlage würde wohl reichen. zu schlecht war lausannes torverhältnis zwei spiele vor ende der saison. doch wie sah es in der praxis aus? erstaunlicherweise spürte man nur bei tchouga eine berechtigte nervosität, in den anfangsminuten gelang ihm kaum etwas. doch insgesamt präsentierte sich die luzerner mannschaft keineswegs euphorisch, sondern konzentriert und druckvoll. so gelang den zentralschweizern nach 30 minuten das erste tor. n’tiamoah hatte nach einem sensationellen dribbling von michael diethelm getroffen. das 1:0 hielt bis in die pause, weil die tessiner bis dahin nie zwingend vor zibung auftauchten.

nach der pause schlich sich der schlendrian in die luzerner hintermannschaft. in der 57. minute traf ganz für lugano zum ausgleich. sofort realisierten die blauweissen den ernst der situation, schliesslich wollten sie sich mit einem sieg vom heimpublikum verabschieden. nur 7 minuten später traf bader (wieder viel besser als gegen yf juventus) durch einen von rota abgelenkten ball zur erneuten führung. wiederum nur 4 minuten später traf wieder ganz zum ausgleich. doch auch das untenschieden würde dem fcl ja reichen. also wurde auf den rängen gefeiert und gesungen was das zeug hielt. als 5 minuten vor schluss n’tiamoah in den strafraum der ac lugano eindrang, verhielt sich ein tessiner verteidiger überaus ungeschickt. der luzerner stürmer nutzte die gelegenheit und fiel für den penaltypfiff. den folgenden elfer versenkte jean-michel tchouga souverän. es war sein 27. tor in dieser saison. endlich war also wieder «la-ola-zeit» und es galt nur noch den schlusspfiff abzwarten.

trotz androhung von stadionverboten: nach dem letzten pfiff von schiri circhetta gab es auf der allmend kein halten mehr. aufsteigerjungs, aufsteigerjungs, wir sind alles aufsteigerjungs! noch spät in der nacht konnte man «fcl»-rufe vernehmen. mit der offiziellen feier wartet man allerdings noch bis zum 27. mai. dann dürfte es in luzern noch einmal ein blauweisses fest geben.

bilder vom letzten heimspiel in der challenge league

AUFSTEIGERJUNGS!

text folgt! momentan ist die freude zu gross. 😀

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so, meine worte habe ich nun gefunden. dem text werden bald auch noch einige bilder folgen.

AUFSTEIGERJUNGS!!!

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so, die bilder sind jetzt auch online.

ach ja: *AUFSTEIGERJUNGS!!!*

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daniel erni hat mich drauf gebracht, dass ich ja ganz vergessen habe, die tabelle einzublenden. voilà:

und auch ein bild der aufstiegschoreo hat bislang gefehlt. schlicht deshalb, weil ich hinter dem «vorhang» stand.

disziplinierte fans

schön, dass man wieder nach luzern schaut. nicht nur weil die stadt so schön wäre, sondern auch weil da ganz ordentlich fussball gespielt wird. der tagesanzeiger äussert sich zum fastaufstieg des fc luzern. besonders lobenswert dabei finde ich, dass er auch auf die grossartigen fans eingeht. Die 1400 Luzerner Supporter, die sich sehr diszipliniert verhielten, liessen die Mannschaft hochleben, steht da. wann wird schon das gute verhalten von fans in einem bericht geäussert?

aus dem Tages-Anzeiger vom 4.5.2006, Seite 40

Der FC Luzern vor dem Aufstiegsfest
5: 1- Sieg bei YF Juventus, sechs Punkte Vorsprung zwei Runden vor Schluss, gutes Torverhältnis: Die Luzerner sind zu 99 Prozent zurück in der Super League.
Als das Ende nahte, war die Verkrampfung gelöst, und plötzlich wurde an diesem wunderbaren Frühlingsabend im Utogrund doch noch ansehnlicher Fussball gespielt. Mehmeti hatte mit seinem 2: 1 nach 57 Minuten für Luzern den Anfang gemacht, ehe der überragende Tchouga seine Saisontore 25 und 26 folgen und die Stimmung heben liess. 4: 1 führte der FCL bei YF Juventus, 5: 1 siegte er, weil auch Ntiamoah in der Nachspielzeit im Strafraum keine Gegenwehr eines Zürchers zu fürchten brauchte.

29. Spiel in Folge ohne Niederlage
Was sich dann zutrug, war ein intensiver Festakt, wie ihn der Utogrund letztmals beim Aufstieg von YF Juventus erlebt hatte. Die 1400 Luzerner Supporter, die sich sehr diszipliniert verhielten, liessen die Mannschaft hochleben, feierten vor allem René van Eck, den Trainer, der allerdings immer noch nicht weiss, ob er nächste Saison Trainer in Luzern sein wird. Die Gespräche werden wohl erst nächste Woche fortgeführt.

Der Leader, der gegen YF Juventus das 29. Spiel in Folge ohne Niederlage geblieben war, hatte seinen Teil der Aufgabe erledigt, die Pflicht erfüllt und konnte nun gelassen darauf warten, wie sich Lausanne, der letzte Verfolger, in Basel gegen Concordia schlagen würde. Die Luzerner bekamen auf der Rückreise im Car mit, wie die Westschweizer 1: 0 in Führung gingen, Sekunden später den Ausgleich kassierten, wieder in Führung gingen, spät noch ein drittes Mal trafen und dafür sorgten, dass der FCL nach dreijähriger Abwesenheit gestern doch noch nicht definitiv in die höchste Spielklasse zurückkehrte. Allerdings scheint dieser Aufstieg nur noch Formsache: Zwei Runden vor Schluss der Meisterschaft beträgt Luzerns Vorsprung sechs Punkte.

Und das Torverhältnis, das erste Kriterium bei Punktgleichheit, spricht eine deutliche Sprache: Luzern liegt diesbezüglich gegenüber Lausanne mit zwölf Treffern voraus. Höchst unwahrscheinlich ist, dass es noch zu einem Umsturz kommt.

«Wir haben es zu 99 Prozent geschafft» , sagte Van Eck, der sich aber nicht damit begnügen will, am Ende dank des besseren Torverhältnisses aufzusteigen. Der Trainer fordert für Sonntag einen Sieg im Heimspiel gegen Lugano. Und dannzumal, das zeichnet sich nach gestern Abend ab, wird die Partie in einem gefüllten Allmendstadion ausgetragen.

YF Juventus – Luzern 1: 5 ( 1: 1)
Utogrund. – 1600 Zuschauer. – Tore: 20. Andreoli 0: 1. 38. Senaya Junior 1: 1. 57. Mehmeti 1: 2. 76. Tchouga 1: 3. 85. Tchouga 1: 4. 91. Ntiamoah 1: 5. – YF Juventus: Cuadrado; Ferricchio, Del Rio, Piano; Yao Senaya ( 46. Juliano), Berisha ( 71. Merola), Dos Santos, Quaresima; Ponte, De Azevedo ( 46. Saxer); Senaya Junior. – Luzern: Zibung; Lambert, Mamone ( 81. Kuhl), Dal Santo, Diethelm; Mehmeti; Righetti, Bader, Ntiamoah, Andreoli ( 75. Sucic); Tchouga ( 88. Makuka). –
Bemerkungen: YF ohne Coubageat, Huber und Catizone ( verletzt). Luzern ohne Sam ( gesperrt). Verwarnungen: 50.
Juliano ( Foul). 60. Senaya Junior ( Hands). 62. Diethelm ( Foul).

yf juventus – fcl 1:5

sollte concordia gleichzeitig gegen lausanne ein unentschieden oder mehr erreichen, würde der fcl aufsteigen. immer vorausgesetzt, dass man den zürcher kleinklub young fellows juventus schlagen würde. danach sah es aber vorerst nicht unbedingt aus. luzern hatte zwar mehr ballbesitz, kam aber nie zwingend vor das zücher tor. bis auf einmal david andreoli durch einen massiven abwehrfehler der zürcher alleine vor dem torhüter auftauchte. und einem andreoli braucht man solch eine chance nicht zweimal zu bieten: 0:1. doch in der folge blieb der fcl harmlos und yf juventus probierte weiter offensiven fussball zu spielen. die bemühungen wurden belohnt: die zürcher trafen durch senaya junior auch dank einem nicht optimal positionierten zibung zum ausgleich. zur pause konnte man sich über das untenschieden nicht beklagen, zu wenig hatten die luzerner offensiv geboten.

der pausentee verfehlte seine wirkung nicht: die aufstiegsaspiranten aus der innerschweiz zeigten nun den nötigen willen, um wieder in führung zu gehen. es war genc mehmeti, der vorstopper, der zum 1:2 traf. entgegen dem verlauf früherer partien begann der fcluzern richtig fussball zu spielen – zumindest phasenweise. plötzlich wurde aus jedem halbwegs anständigen angriff ein tor. zwei mal tchouga und einmal n’tiamoah schossen den fcl zum 1:5 auf dem utogrund.

genial: von den 1600 zuschauern kamen satte 1400 aus der schönsten stadt der schweiz. und dies, obwohl der match ungünstigerweise schon um 17:30 angesetzt war. der anschliessende platzsturm kann den fans nun wirklich nicht verübelt werden. obwohl lausanne im rankhof gegen concordia gewann und somit noch theoretische direktaufstiegschancen hat, feierten die blauweissen anhänger ihre mannschaft. an dieser stelle herzlichen dank an den sehr faien speaker im utogrund, der dem fcl alles gute wünschte und sich bei den fans bedankte.

am sonntag kann der fcluzern gegen die ac lugano alles klar machen. ich hoffe, dass eine riesige kulisse dieses vielleicht entscheidenden spiel begleiten wird. ich werde da sein.

bilder von diesem spiel

gigantischer ansturm auf championsleague finale

über 72’000 ticketanfragen kamen also alleine von den barça-members, für welche 8000 tickets bereit stehen. im stade de france in saint-denis am stadtrand von paris findet am 17-5-2006 ein traumhaftes championsleague finale statt: der fcbarcelona trifft auf arsenal london. die anspielzeit ist wie immer in der championsleague auf 20:45 festgelegt.

dabei gibt es ziemlich genau 80’000 plätze in diesem wm-stadion von 1998. alleine mit den members von barça könnte man das ding also füllen.

fcl – fc meyrin 3:0

scheinbar können sie’s auch, wenn wir gar nicht da sind… 😉 mit einem 3:0 schickte man die tabellenletzten direkt in die erste liga. dafür ist der aufstieg für die luzerner näher als je zuvor. sion patzte gegen la chaux-de-fonds mit einemtorlosen unentschieden. jetzt hat luzern am sonntag gegen die ac lugano einen matchball. allerdings könnte schon am mittwoch gegen yf juventus alles klar gemacht werden, falls lausanne gegen concordiaverliert nicht gewinnt und der fcl gleichzeitig gewinnt…

eines ist klar: soviele luzerner wie diesen mittwoch hat der utogrund in zürich noch nie gesehen.