the black dahlia

zum einschlafen oder heulen…

ein paar positive punkte müssten auch noch zu finden sein. hm. ok, nach langem suchen: sehr schön gemacht, schöne zeitgemässe autos, hillary swank sieht gut aus. das war’s.

ansonsten ist es einfach erstaunlich, wie man eine an sich gar nicht so komplexe geschichte so unverständlich präsentieren kann. das beginnt schon in den ersten minuten: der zuschauer wird ohne erklärungen in den plot geworfen und braucht lange, bis er sich einigermassen zurecht findet. aaron eckhart, der inthankyouforsmoking so brillierte, ist total verloren. auch scarlett johansson kommt nicht auf touren. einzig der zum mann gereifte josh hartnett bringt so etwas wie glaubwürdigkeit rüber. das macht den film aber nicht besser.


josh hartnett, scarlett johansson, aaron eckhart

auf imdb wird die story folgendmassen zusammengefasst:

The Black Dahlia is set in 1940s Los Angeles. Two cops, Bucky Bleichert (Josh Hartnett) and his partner, Lee Blanchard, investigate the death of Elizabeth Short, a young woman found brutally murdered. Bucky soon realizes that his girlfriend had ties to the deceased, and soon after that, he begins uncovering corruption and conspiracy within the police department.

scoop

sondra pransky (scarlett johansson) schreibt für eine studentenzeitung und möchte journalistisch hoch hinaus. da passt es ganz gut, dass sie von einem als geist erscheinenden toten journalisten aufdie superstory schlechthin hingewiesen wird. ein englischer aristokrat soll nachts als berüchtigter tarotkartenmörder sein unwesen treiben. der zauberer splendini (woody allen) hilft pransky bei den ermittlungen und tritt fortan als ihr vater auf.


peter lyman (hugh jackman), sondra pransky (scarlett johansson), splendini (woody allen)

die beiden amerikaner treten bei der englischen adelsfamilie natürlich in alle erdenklichen fettnäpfchen, trotzdem landet pransky beim charmanten peter lyman, den sie doch eigentlich des mordes überführen will. doch je mehr sie ihm verfällt, desto weniger scheint ihr logischerweise die mordtheorie plausibel. der verwirrte splendini, der bürgerlich sid waterman heisst, vermutet trotz allem den eiskalten mörder hinter lyman.

die schräge story bietet johansson und jackman reichlich entfaltungspotential. nur woody allen haben wir auch schon (noch) neurotischer und vor allem lüsterner erlebt. nun, jünger wird er halt auch nicht. trotzdem, sccop ist lustige und nicht allzu durchschaubare unterhaltung.

borat

wer sich borat: cultural learnings of america for make benefit glorious nation of kazakhstan ansehen will, sollte entweder über ein gutes nervenkostüm oder über einen schnellen kopf-weg-dreh-reflex verfügen. manchmal geht sasha baron cohen nämlich wirklich an die grenzen des geschmacklich zumutbaren. und leider auch manchmal darüber hinaus. man muss ihn trotzdem für seinen mut bewundern, dinge zu tun, die sich sonst niemand trauen würde. höhepunkt der reise von borat durch die usa war für mich das singen der amerikanischen nationalhymne in einem rodeostadion. d.h. er singt nur die melodie, während der text eine ode an kazakhstan darstellen soll. das typisch erzkonservative publikum findet’s natürlich nicht sonderlich lustig, die kinofans dafür umso mehr.

auch sonst kriegt die amerikanische kultur und politik direkt und indirekt so einiges ab. wer will kann da noch beliebig mehr hineininterpretieren. auf die frage, welche waffe man am besten dafür verwendet, um einen juden zu töten antwortet ein waffenhändler ohne mit der wimper zu zucken: «ich würde eine 9mm empfehlen». der film ist voll mit solch tragischkomischen momenten. bleibt zu hoffen, dass vom breiten publikum nicht nur die zahlreichen gags aus der ekligen schublade des fäkalhumors mit lachern belohnt werden…

an inconvenient truth

oder:eineunbequeme /wahrheit,/ denn in winti werden anders als in der kinostadt luzern, alle filme in synchronisierter version gezeigt. das ist uncool und durchaus ein grund, nie mehr in winterthur ins kino zu gehen.

der film präsentiert jene wahrheit, die ich schon spätestens seit dem geografieunterricht an der kanti kenne. dort war severin disler mein lehrer, und das klimathema war sein grösstes anliegen. rückblickend ist mir in erinnerung, wie unfair und parteiisch er bei prüfungen und referaten war, aber auch, mit welcher inbrunst er uns aufforderte, jetzt etwas zu ändern. er hatte recht.

al gore zeigt also nichts neues. das muss er auch nicht, denn was bekannt ist, ist durchaus erschütternd genug. wir haben ein major problem, was unser klima anbelangt, und wenn wir uns nicht schnell ändern, wird die zukunft unserer kinder ziemlich übel. der film an sich ist eigentlich nur eine al-gore-presentation, die mit persönlichen erlebnissen des former-next-president aufgehübscht wurde. erstaunlicherweise braucht es auch gar nicht mehr. er zeigt die zusammenhänge, welche die temperatur auf unserem planeten immer weiter steigen lässt. für alle, die das noch nicht wirklich begriffen haben, ist der film ein echtes must see. auch die anderen sollten ihn sich anschauen, denn schliesslich können wir dieses problem nur gemeinsam lösen.

deswegen ärgerte mich nicht einmal der falsche tipp, wir müssten mehr hybrid-autos fahren. hybrid-autos haben neben tieferem verbrauch im stadverkehr erhebliche nachteile: überland ist der verbrauch höher, momentan sind nur wenig effiziente otto-verbrennungsmotoren im hybridpackage erhältlich, die zwei antriebe machen ein hybridfahrzeug schwerer.

ansonsten werden am schluss diverse sinnvolle hinweises gegeben, wie man persönlich etwas ändern kann. fürs erste reicht wohl der eine: geht euch diesen film anschauen!

the devil wears prada

runway istdas modemagazin und miranda priestly ist die drachenlady an der spitze. sie terrorisiert sämtliche angestellten, so auch die naive landschönheit andrea. sie wird trotz ihrer unpassenden kleidung assistentin der herausgeberin. permanent wird sie von arbeit geradezu überhäuft und kassiert trotz ordentlicher leistung auch noch haufenweise kritik. als andrea ihre garderobe anpasst, ändert sich ihr verhältnis schlagartig. kleider machen eben leute. dass sie dabei ihr privatleben und ihre freunde komplett vernachlässigt fällt ihr nicht auf.


anne hathaway, meryl streep

der film von david frankel ist recht unterhaltsam. die story ist voraussehbar. dafür gefallen meryl streep (genial!) und anne hathaway (süss). überhaupt ist es angenehm, für einmal einen hollywoodfilm zu sehen, in dem es eigentlich nur um frauen geht. wer gerne einmal einen blick in die brutale welt der mode werfen möchte, kann sich den film anschauen. wer eine schenkelklopferkomödie erwartet wird aber sicher enttäuscht. es ist eher die scharfe bösartigkeit, die dem film die erwünschte komik verleiht.

world trade center

5 jahre nach der katastrophe in manhattan wagt sich oliver stone mit einem film an die ereignisse heran. er macht das sehr geschickt, weil er nur die geschichte von einigen polizisten beleuchtet. so geht er irgendwelchen anschuldigungen gezielt aus dem weg und kann sich ganz den einzelschiksalen widmen. die beiden polizisten werden in gebäude 5 verschüttet und warten eingeklemmt auf ihre rettung. anhand ihrer familien und ihres umfeld wird gezeigt, was die usa in diesen tagen durchgemacht hatten. das geschieht sehr realitätsnah und ohne allzu grossen kitsch. sehr angenehm.

der film wird action-freaks enttäuschen, weil er keine spektakulären simulationen der flugzeugcrashs zeigt, weil er auf allzu grosszügige feuerspielchen verzichtet, weil er schlicht nahe am geschehenen bleibt. nicolas cage macht seinen job einmal mehr sehr gut. den alternden polizisten nimmt man ihm bestens ab. michael pena ist sowieso eine wucht.

perfume: story of a murderer

soll ich mich wieder mal als banause outen? ok. ich habedasparfüm nicht gelesen. nöö. trotzdem wusste ich natürlich ein bisschen was über die story. jean-baptiste grenouille wird ohne eigengeruch geboren. dafür hat er einen extrem stark ausgeprägten geruchssin. in der gosse von paris geboren, wird er bald parfummischer. doch sein abartiger traum bleibt es, ein parfum aus dem duft von schönen frauen zu kreiren. besessen von der idee geht er über leichen und schnell zum gesuchten frauenmörder.

da im kino nur licht und ton zur verfügung stehen, ist es schwer geruch darzustellen. doch diesem film gelingt es überraschend gut. einfach herrlich, wie viele verschiedene düfte es im paris des 18. jahrhunderts zu riechen gibt. mittels dieser bilder aber auch mit hilfe einer erzählerstimme wird einem die welt von grenouille erklärt. ein film kann das natürgemäss weit schlechter als ein buch. auch zierten sich die macher, gewaltätige szenen in ihrer brutalität zu zeigen.


dem duft der frauen verfallen: jean-baptiste grenouille

der film vermeidet es irgendwie, grenouille allzu grausam darzustellen. hier hätte es durchaus etwas mehr realitätsnähe ertragen. ansonsten ist der film ein optischer genuss mit einer unterhaltsamen story.

paris je t’aime

18 regisseure zeigen die stadt der liebe aus ihrem ganz eigenen blickwinkel. dabei sind die einzelnen kurzfilme geografisch getrennt. wenn die coen brothers, gus van sant oder auch tom tykver so etwas machen, dann kommt etwas gutes dabei raus. es wäre zu aufwändig auf die einzelnen geschichten einzugehen. die idee an sich, über die arondissments von paris kurzfilme zu drehen ist so simpel wie spannend. auch wenn gewisse leute es leugnen mögen: multikulti ist funktionierende realität. dieser film ist dafür wohl ein gutes beispiel. aber nicht die verschiedenen kulturen, sondern die liebe an sich ist das leitmotiv der kurzfilme.

erfrischend ist die erstaunlich konventionelle art, mit welcher die regisseure zu werke gehen. keiner (ok, einer) versuchte, etwas über-kreatives zu schaffen. in der regel werden einfache geschichten des lebens erzählt. und keiner der schnipsel verpasst es zu sagen: hey, paris ist einfach wunderschön. einen besseren und sympathischeren werbeprospekt hat die französische capitale wohl noch nie zu gesicht bekommen. ein paar stars sind auch mit von der partie: gerard depardieu, marianne faithfull, elijah wood, natalie portman, juliette binoche, nick nolte, willem dafoe und der geniale steve buscemi.

die grösste überraschung war für mich wes craven, der mit seinem beitrag humor und fingerspitzengefühl beweist.

und jetzt: ab ins kino mit euch!

[in luzern läuft er ohne pause im bourbaki kino]

cars

ein film dercars heisst muss ich mir einfach anschauen. wenn er von pixar kommt, muss er ja einfach gut sein. das stimmt grundsätzlich auch, doch gibt es vor allem storymässig doch noch einiges zu bemängeln. die ist nämlich in weiten teilen sehr vorausehbar. die figuren sind ungewohnt flach. vor allem der «held» lightning mcqueen ist in meinen augen nicht sonderlich gut gelungen.

das rennauto, dass vor einem entscheidenden rennen in einem kaff in the middle of nowhere stecken bleibt, hat zuwenig charakter. das kaff nennt sich radiator springs und verfügt noch über traditionelle strukturen, einfacher gesagt: man hilft einander. lightning muss eine busse abarbeiten, damit er den ort wieder verlassen darf. natürlich lernt er auch noch die süsse sally carrera kennen… 🙂 natürlich schafft er’s noch rechtzeitig zum rennen und dann ist das quasi-happyend auch nicht mehr weit. die lustigsten szenen beinhalten fast immer den cinquecento luigi, der vor freue umkippt, als endlich ein echter ferrari in seine werkstatt einfährt. a real ferrari!

neben der nur mittelmässigen story wurden tricktechnisch einmal mehr alle rekorde gebrochen. die spiegelungen, der staub, die details, einfach perfekt. dazu gesellt sich ein perfekter sound, der porsche klingt nach 911, die us-cars röhren v8-mässig. so muss das sein.

loose change – second edition

nun, ich bin ja ein freund von verschwörungstheorien und den filmen dazu. nicht, weil ich hinter jedem kleinen bus(c)h eine verschwörung wittern würde, sondern weil diese theorien oft sehr unterhaltsam sind. am fünften jahrestag von 9/11 sah ich mir nun den film loose change – second edition an, der mir von mirko empfohlen wurde. satte 81 minuten sass ich vor dempc powerbook.

wenn man nur einen kleinen teil dessen, was in diesem film gezeigt wird, für bare münze nimmt, dann ist das schon ziemlich heftig. sämtliche attentate wären demnach von der us-regierung manipuliert worden. vor allem die geschichte des pentagonvorfalls machte mich schon immer etwas stutzig. und tatsächlich scheint es so, als ob eher eine cruise missile als eine boeing 767 das fünfeck getroffen hätte.

der film ist sehr eindrücklich, auch wenn öfters mal etwas gar mutig gefolgert wird. jeder, der auch nur den kleinsten zweifel an der wahrheit der ereignisse hegt, sollte sich loose change auf jeden fall ansehen.

danke noch einmal an mirko. ohne Deinen hinweis könnte ich diesen link zum film nicht posten. merci.