hot fuzz

nicholas angel ist das was man einen superbullen nennt. doch er ist zu gut als polizist. denn seine kollegen mögen ihn nicht, seine frau verlässt ihn und seine vorgesetzten transferieren ihn auf das land. sandford heisst der geruhsame ort, der mehrmals in folge village of the year war. dort geht alles etwas langsamer bis, ja bis eben dieser sergeant angel in seinen dienst eintritt. nicht nur, dass er die dorfjugend aus dem pub schmeisst und einen polizisten wegen trunkenheit einbuchtet, er wittert auch hinter jedem todesfall einen mord. oder ist da etwa doch etwas dran?

irgendwie wechselthotfuzz immer wieder das genre: einmal ist der film eine komödie, sekunden später wähnt man sich in einem horrostreifen und auch eine gehörige portion sozialkritik wird dem zuschauer verabreicht. simon pegg gibt den übereifrigen cop einfach perfekt. und nick frost ist der talentierteste untalentiere polizist ever. auf jeden fall weiss die schräge story zu gefallen. obwohl man schnell merkt, dass in sandford wohl nur eine scheinbare ruhe herrscht, würde man das überzeichnete finale dann doch nicht erwarten. ein witziger film, für den man das hirn nicht auszuschalten braucht.

planet terror

nach tarantinosdeathproof war ich ja sehr enttäuscht. der zweite teil von grindhouse sollte gerüchten nach viel besser sein, weshalb ich mich aufplanetterror freute. dass es ein derartiges gemetzel werden würde, hätte ich allerdings doch nicht gedacht. eine kleine texanische gemeinde muss sich gegen irgendwelche zombies behaupten.

mehr möchte ich eigentlich nicht verraten.


unter dem motto too much is never enough: planet terror

/planet/terror ist wunderbar gemacht, glänzt wie tarantinos letztes werk mit passender music und tollen bildschnitten. dass die story total krank ist, damit muss man bei dieser art trash-kino wohl einfach leben. gewisse leute verliessen den saal in der pause und verpassten bruce willis› zweiten auftritt. und sagen wir es so, so aufgeblasen war er noch nie. 😉 auf jeden fall finde ich, man sollte die abschlachtung gesehen haben, wenn man es vertragen kann. schliesslich sind zwischen all dem blut, schleim und den aufplatzenden köpfen einige coole sprüche versteckt.

rush hour 3

kurzzusammenfassung: jackie chan. chris tucker. lustig.
dazu kommt der lustige französische taxifahrer, der soooo gerne ein amerikaner sein möchte, weil er dann ja grundlos menschen umbringen dürfe. mehr muss man zu diesem film nicht sagen.


funny: rush hour 3

the host

originaltitel: gwoemul

weil amerikanische forscher ihre hochgiftigen abfälle in die kanalisation entsorgen, mutiert irgend ein seegetier zu einem gefrässigen monster. es frisst die menschen mit haut und haar, taucht danach im fluss unter und verschwindet. die ganze stadt ist in aufruhr, spezialtrupps suchen nach dem seltsamen wesen. nur die familie park, deren kleine tochter hyun-seo ebenfalls vom monster gefressen wurde, macht sich selbst auf die suche. weil sich die kleine per handy bei ihrem geistig etwas zurückgebliebenen vater gemeldet hat, glaubt die familie an die rettung des mädchens.

nein, the host ist wirklich kein horror movie. nur ganz wenige szenen des koreanischen streifens sind dazu gemacht, dass man erschrickt. es handelt sich eher um einen monsterfilm mit komödiantischem unterton. natürlich sind auch tragische elemente enhalten, diese werden aber teilweise so sehr übertrieben, dass man ebenfalls lachen muss. immer wieder gern benutztes stilmitel: us-bashing. so kommen die stationierten us-amerikaner auf die glorreiche idee, das monster mit einem mittel namens agent yellow zu bekämpfen. zusammenfassend ein sehr schräges stück kino, das aber ganz anständig unterhält und mit einer guten portion witz aufwartet.

the curse of the golden flower

originaltitel: man cheng jin dai huang jin jia
deutscher titel: die verbotene stadt

seit langem sah ich mir wieder einmal einen chinesischen film an. der plot ist etwas zu kompliziert, als dass man ihn in kurzen worten wiedergeben könnte. grundsätzlich haben sich kaiser und kaiserin zerstritten. ihre drei söhne sind alle irgendwo dazwischen. zeitlich findet man sich in der tang-dynastie, im zehnten jahrhundert. die geschichte erinnert stark an shakespeares tragödien. da gibt es inzest-beziehungen, da werden leute vergiften, der kampf um macht ist allgegenwärtig und das ganze wird mit sehr viel pathos angerichtet.

diese farben! die leinwand scheint manchmal ob der opulenten darstellung zu bersten. optisch ist der film auf jeden fall sehr eindrücklich. auch die menge der statisten (angeblich gibt es bei den massenszenen keine computer effekte) beeindruckt den zuschauer. dass dabei alles perfekt choreografiert ist, kennt man vom china-kino bereits. auch die spektakulären kampfszenen sind nicht ohne. die geschichte selbst gerät manchmal etwas gar in den hintergrund, kann als tragödie aber durchaus gefallen. die schauspieler, allen voran gong li, agieren mit sehr viel leidenschaft. wer gerne etwas überzogene, tragische stories mag, der wird an the curse of the golden flower viel freude haben.

tranformers

ein film, wie für einen zerriss gemacht. aber halt, einfallslosigkeit bei der story und überflüssige actionsequenzen kann man einem solchen film ebensowenig vorwerfen, wie mangelnde dialoge. schliesslich geht es hier um *transformers.* roboter, die sich in gebrauchsgegenstände verwandeln können, liefern sich auf der erde einen kleinkrieg. dass die erdlinge dabei nur eine untergeordnete rolle spielen können, ist angesichts der durschlagskraft dieser ungetüme logisch. die transformers suchen auf unserem planeten eine kraftquelle namens /cube,/ um ihr fortbestehen zu sichern. während die bösen nicht vor dem töten von menschen zurückschrecken, sind die guten einfühlsam und wollen zusammen mit den menschen ihre gegner besiegen.

natürlich ist transformers ein kindischer film. hasbro der spielzeughersteller war ja auch massgeblich an der realisation beteiligt. einige der «filmstars» kann man als spielzeugfigur kaufen. zum ersten mal war es möglich, dass die transformers wirklich echt wirken. hummvees werden durch die luft gewirbelt, flugzeuge verwandeln sich im flug in roboter und zurück, kämpfe wirken realistisch… das action-spektakel ist so ein echter genuss und sollte unbedingt in einem kino mit ansprechender soundanlage geschaut werden. die guten, sogenannten autobots, sind durchwegs produkte von general motors. so kommt sogar der neue chevy camaro zu seinem auftritt. und so ist daskinder männerherz nach über zwei stunden restlos zufrieden.

death proof

stuntman mike (kurt russel) ist verrückt. in seinem chevy nova hat er eine art fahrende todeszelle eingerichtet. die mädchen, die er in einer bar bezirzt wissen davon natürlich gar nichts. doch als der abend sein ende nimmt, gibt es für die vier girls keine rettung mehr. ob die zweite weibliche vierergruppe den angriff des nun dodge charger fahrenden mike überlebt?

mann, hab› ich mich auf diesen film gefreut. pulp fiction ist mein all-time-favorite, jackie brown hab› ich sehr gemocht, kill bill liebe ich. doch was hat uns tarantino mit diesem crap namens death proof antun wollen? was positives? ok. klar, die girls sind hübsch und werden teilweise auch durch gewisse kameraposen entsprechend ähm… gehuldigt. die music weiss zu überzeugen. die autos sind gut gewählt, der charger ist einer meiner lieblinge. die farben, unschärfen, unsauberkeiten des filmmaterials sind sehr cool. aber dann: die story ist so lahm, dass man sich schon fragt, ob hier wirklich tarantino am werk war. selbst die actionszenen sind derart langweilig, dass sogar ich als autofan bei der verfolgungsjagd fast eingepennt bin. die dialoge sind weder lustig, noch frech oder gar interessant. ich kann gar nicht schreiben, wie enttäuscht ich von diesem film bin.

das geld für die kinovorstellung spart man sich besser. oder man geht trotzdem rein, damit man sich nachher aufregen kann…

next

habt ihr auch gedacht, peter falk sei tot? innext sieht der gute alte columbo aber doch ziemlich lebendig aus, oder?

die story ist bekannt, nicholas cage soll wieder mal die welt retten. dieses mal spielt er cris johnson, der sich als frank cadillac in las vegas mit einer kleinen magie-show über wasser hält. nur: es ist kein trick. johnson kann wirklich in die zukunft sehen, wenn auch nur zwei minuten, dafür auch noch in varianten. weil das fbi einen atomanschlag befürchtet, wird er auf einmal sehr wichtig, da er mit seinen gedanken auch verbrechern zwei minuten voraus ist. ob’s am ende klappt?

die geschichte mit dem blick in die zukunft ist nicht wirklich neu, das mit dem durchdenken der verschiedenen varianten wohl eher. daneben ist next ein ganz normaler actionfilm, in dem beispielsweise jessica biel eine derart eindimensionale rolle erhält, das man sie als blosse optische bereicherung einstufen muss. immerhin darf julianne moore als böse fbi-agentin ein bisschen mehr charakter zeigne. abgesehen von ein paar mässig animierten fallenden gegenständen, befindet sich next auf qualitativ hohem niveau. alles in allem durchaus unterhaltsam.

fracture

als ted crawford (anthony hopkins) seine frau (embeth davitz) mit lt. nunally (billy burke) auf frischer tat ertappt, gibt es für ihn kein halten mehr. er wartet, bis seine frau nachhause kommt, empfängt sie und erschiesst sie ohne mit der wimper zu zucken. ein klarer fall. könnte man meinen. doch der staatsanwalt willy beachum (ryan gosling) hat grösste mühe, das offensichtliche zu beweisen. auf einmal scheint die mutmassliche mordwaffe völlig unbenutzt. und wieso war ausgerechnet lt. nunally als geiselexperte vor ort, wo es sich doch um seine geliebte handelte?

neben dem aufzuklärenden mord ist es sehr spannend zu sehen, wie sich der aufstrebende staatsanwalt zwischen privatwirtschaft und staatsangesteltentum entscheiden muss.

der film schwankt zwischen witzig und spannend und bietet dem zuschauer so ein breites band an emotionen. man weiss nicht recht, ob man den kaltblütigen mörder etwa auch noch cool finden soll. dann sind da natürlich jene szenen, in welchen der sound die music macht: auftritt porsche carrera gt. wow. ein paar bissige anwaltssprüche sind auch mit von der partie. der ganze film ist sehr gut und auch schön gemacht. und am ende gewinnt ja doch das gute, oder etwa nicht? anschauen!