die hard 4.0

er solle bloss einen collegestudenten abholen und diesen schnell nach washington d.c. bringen. bevor mit dem computerfreak losfahren kann, werden die beiden in eine schiesserei verwickelt. offensichtlich soll matt farrell (justin long) umgebracht werden. und john mcclane (bruce willis) findet sich wieder einmal inmitten eines gigantischen durcheinanders, durch welches er sich kämpfen muss. matt begreift, dass es sich bei dem chaos um einen sogenannten firesale handelt. ein vorgehen, dass über drei stufen alle wichtigen versorgungs- und kommunikationswege für die bevölkerung lahmlegt. dazu muss er aber zunächst enorme anstrengungen im it-bereich unternommen haben. wer steckt dahinter? und warum tut er das?


matt farrell (justin long) und john mcclane (bruce willis)

immer wieder heisst es, sequels seien schlechter als die originale. die hard 4.0 (oder live free or die hard, wie er in den usa heisst) ist ein gutes gegenbeispiel. wenn man mal davon absehen kann, dass matt nicht nur einen ähnlichen namen wie seine figur in den mac-spots hat, sondern auch noch einen pc-freak spielt, dann kann man dieses action-spektakel wirklich geniessen. es geht aber nicht bloss um explosionen und verfolgungsjagden – aber auch. 🙂 schön ist, dass vor allem das humoristische element an wichtigkeit gewinnt, weil matt die ganze zeit doofe fragen stellt. und wenn bruce willis nachdem er gerade einen heli mit einem taxi vom himmel geholt hat sagt i was out of bullets dann ist das einfach irgendwie komisch. also los: anschauen!

shoppen

lunchkino? nie gehört. heute vormittag um 11:42 trudelte bei mir der carte-blanche newsletter ein. eine halbe stunde später sass ich im arthouseleparis am stadelhofen. ein bisschen abwechslung von john rawls und unserer forschungsseminararbeit kam gerade recht. neben sf-frau monika schärer, ein paar studenten und mir, konnte ich im anständig gefüllten raum nur ältere semester erblicken.

die story vonshoppen ist eigentlich schnell erzählt: es geht um speeddating. neun frauen, neun männer, x geschichten. am ende kreuzt man die namen jener an, die man nach den 5 minuten auch mal näher kennenlernen möchte. kreuzt der jeweils andere den namen auch an, kriegen beide post mit der telefonnumer drin. bis dahin ist es aber ein weiter weg, schliesslicht versteht man sich nicht mit jedem sofort, mit manchen gar nicht. von der nymphomanen ernährungsberaterin, bis zum orientierungslosen controller mit fragebogen ist alles mit dabei.

der allergrösste teil des films findet beim speeddating statt. die fragen und antworten alleine sind schon dermassen gute unterhaltung, wie man es sich kaum hätte vorstellen können. die schauspieler gehen allesamt in ihren rollen auf. selten hat man das gefühl, dass die szenen übertrieben sind. trotz der eigentlichen einöde im raum, zaubert der kameramann immer wieder neue perspektiven hervor. dass die szenen von einer unglaublichen komik sind, braucht man fast nicht zu erwähnen. natürlich könnte man sich die frage stellen, ob der film auch für singles lustig sein kann. oder ob er schon zu nahe an der realität ist. der titel «shoppen» steht ja offensichtlich für das heutige beziehungsverhalten in unserer gesellschaft…

es kommt selten genug vor, dass man sich von einem film einen zweiten teil wünscht. hier wäre ein sequel aus meiner sicht wünschenswert. gerne möchte man wissen, was aus den leuten nach dem speeddating wirklich wird.

ocean’s thirteen

der dritte film, in dem es immer noch um das gleich geht: ein casino soll ausgeraubt werden. der grund ist dieses mal rache. reuben wird von willie bank übers ohr gehauen. als einer der «original-elf» können die jungs das natürlich nicht auf sich sitzen lassen. also soll das neue super-casino mit dem einfallslosen namen bank casino ausgeraubt werden. klar, dass dabei nicht alles von anfang bis ende glatt geht.

im gegensatz zu seinen beiden vorgängerfilmen, setzt ocean’s thirteen weniger auf knalleffekte. das ist angenehm, vor allem weil stattdessen ein bisschen mehr humor zum einsatz kommt. natürlich leidet auch dieser teil darunter, dass sich eigentlich zuviele verschiedene charaktere in zuwenig filmzeit tummeln müssen. zudem schleppt sich der beginn des filmes doch etwas arg in die länge. positiv fällt aber auf jeden fall ellen barkin (als abigail sponder, rechte hand von willie bank) auf. al pacino ist sowieso immer ein sicherer wert. und auch don cheadle ist ein garant für mit inbrunst gespielte gestalten. für mich ist der dritte teil der beste der bisher erschienen, weil er viel witziger, storytechnisch geschickt gestrickt und actionmässig nicht übertrieben ist. also: bestes popcorn-kino.

zodiac

von wegen «thriller»…tss… selten habe ich einen so langweiligen film wiezodiac gesehen. dass er verdamt lange dauert ist dabei nur ein faktor. eine mordserie, die von drohbriefen des mörderst begleitet wird, soll aufgeklärt werden. der mörder nennt sich zodiac und benutzt bei seinen codierten schreiben einen gleichnamiges alphabet. ein karikaturist des san francisco chronicle ist besessen von der idee, den zodiac dingfest zu machen. immer neue theorien erweisen sich immer wieder als falsch. ob der täter tatsächlich noch frei herumläuft?

das grösste problem des films ist, dass er zu wenig aus seinen charakteren herausholt. fast schon erschreckend flach wirken die hauptfiguren. ihr antrieb ist trotz der filmlänge unklar. dass es so viele mögliche mörder und zugehörige szenarien gibt, macht die sache nur komplizierter, nicht aber spannender. um doch noch etwas nettes zu schreiben: technisch ist er einwandfrei gemacht und der wandel der zeit (ende 60er, anfangs 70er jahre) wird sehr schön dargestellt. für mich das highlight des films: der bau der bank of america wir im zeitraffer gezeigt. der rest ist echt zum totgähnen.

pirates of the caribbean: at world’s end

natürlich wissen wir noch längst nicht alles über die piraten der karibik, die es dieses mal nach singapur, an den rand der welt und darüber hinaus verschlägt. immer neue mythen werden beschworen und alles ist irgendwie ungeheuer wichtig. zunächst muss einmal jack sparrow, sorry, captain jack sparrow (johnny depp) aus dem jenseits zurückgeholt werden. warum das so wichtig ist, habe ich inzwischen vergessen. auf jeden fall brauchen sie die neun achtermünzen, die keine münzen sind, um den rat der piratenchefs einzuberufen. der ganze film ist eine einzige jagd nach irgendwelchen dingen.

man merkt es meiner dürftigen inhaltsbeschreibung an: besonders weltbewegend ist die story des filmes natürlich nicht. das braucht sie auch nicht zu sein. der zuschauer wird bestens unterhalten, auch wenn einige kampfszenen etwas gar in die länge gezogen werden. auch der dritte teil der piratengeschichte um den metrosexuellen captain macht durchaus spass, lässt am ende aber die möglichkeit für einen vierten teil offen… kein wunder bei einem solchen kassenschlager.

wild hogs

oder zu deutsch born to be wild – ist doch immer wieder lustig, wenn der deutsche titel englisch ist. hier macht es aber wahrscheinlich sinn, weil man mithog im deutschsprachigen raum nicht sehr viel anfangen kann. ein paar alternde hobby-biker machen sich auf, endlich ein abenteuer auf zwei rädern zu erleben. doch so abenteuerlich hatten sie es sich nicht vorgestellt: schon nach kurzer zeit verscherzen sie es sich mit der biker-gang, die man del fuegeos nennt. sie dürfen zwar weiterfahren, müssen aber eine harley zurücklassen. das ist aber selbst den vorstadt möchtegern-hells-angels zu viel. einer von ihnen fackelt hinterrücks die bar der del fuegos ab und holt sich die gestohlene harley zurück. von da an haben sie echte probleme mit der gang…

wild hogs ist ein wirklich lustiger film. für einmal mimt nicht tim allen den volldeppen, nein william h. macy übernimmt diesen job briliant vom heimwerkerking. daneben sind auch noch spassvogel martin lawrence und schmalzlocke john travolta mit von der partie. natürlich lebt der film von der enormen qualität seiner schauspieler. die geschichte ist zwar vorhersehbar, doch das soll uns bei einer komödie nicht weiter stören. sie soll gut unterhalten und das tut sie perfekt. absolut empfehlenswert.

p.s. die bikes sind natürlich auch ziemlich cool, auch wenn sie teilweise riesige blinker tragen…

sunshine

wir schreiben das jahr 2057, die sonne ist am erkalten. die mission icarus 2 versucht das zu verhindern, indem sie eine riesige atombombe inmitten der sonne zünden will. ein team von 8 personen hat sich auf die lange reise begeben. als sie auf dem weg einen folgenschweren fehler begehen, reicht der sauerstoffvorrat nicht mehr für eine rückkehr zur erde und auch nicht für die ganze crew bis zur sonne. bald schon stellt sich also die frage, wer denn für die mission von wichtigkeit ist und auf wen man schlimmstenfalls verzichten kann. der physiker capa (cilian murphy) muss dabei sein, da er als einziger mit der bombe umgehen kann. als man auf das vorgängerschiff icarus 1 trifft, scheinen sich die existenzfragen gar nicht mehr zu stellen, da dort noch riesige sauerstoffvorräte vorhanden sind…


sunshine: beeindruckende special effects

wenn man sich wirklich in die lage versetzen kann, dass unser stern vor dem ausgehen steht, dann istsunshine ein spannender film. sonst ist vor allem die erste hälfte recht langweilig. mich haben die bilder vom beobachtungsraum beeindruckt, wo ein filter den direkten blick auf die sonne ermöglicht. die beklemmende stimmung an bord des schiffs ist gut dargestellt. und die frage, wer denn nun überleben soll und wer nicht, möchte man sich nicht selbst stellen müssen. vor allem gegen ende des films kommen auch die action-fans auf ihre rechnung. ich fandsunshine ein gelungenes stück science fiction, das mit erstaunlich wenigen löchern im plot auskommt.

perfect stranger

/perfect/stranger möchte so etwas wie ein thriller sein, taugt aber bestens, um ein schlafmanko zur kurieren. sozusagen als undercoverjournalistin versucht rowena (halle berry) an eine heisse story zu kommen. harrison hill (bruce willis), soll ein dreckiges geheimnis haben. trotz superattraktiver ehefrau ist hill den weiblichen reizen seiner mitarbeiterinnen gleich mehrfach erlegen. eine seiner geliebten wird ermordet aufgefunden, was rowena die ganz grosse story wittern lässt.


bruce willis, halle berry

die story erscheint so zwar spannend, im film ist davon aber nichts zu spüren. das hat wahrscheinlich einiges damit zu tun, dass halle berry eine grottenschlechte vorstellung liefert. klar, sie sieht auch mit 40 noch zum anbeissen aus, aber ein bisschen schauspielerisches können würde ihr schon gut tun. neben bruce willis geht die schönheit regelrecht ein. auch giovanni ribisi als ihr freund und heimlicher verehrer macht sich da wesentlich besser. als freak kennen wir ihn bereits aus /friends,/ wo er phoebes bruder mimt. neben der schwachen performance der hauptdarstellerin, stört die langatmige erzählart die entwicklung eines spannungsbogens. am schluss ist dann zwar alles anders als vermutet, aber auch diese wendung kann den film leider nicht retten, macht ihn im gegenteil noch ein stück lächerlicher.

300

auf diesen film habe ich gewartet, seit ich das erste mal diese bombastische vorschau gesehen habe. ich erwartete fantastische farben, brutale kämpfe und antikes heldentum. das alles bekam ich auch, dazu aber noch eine anhäufung seltsamer vorurteile, die sich durchaus interpretieren liessen.

die geschichte basiert auf der schlacht der 300 spartaner, die mit der hilfe von 700 freiwilligen griechen gegen eine halbe million perser kämpften. und gewannen.

als könig leonidas mitbekommt, dass die perser in solchen massen antreten würden, fragt er bei einem degenerierten ältestenrat um erlaubnis krieg zu führen. da zu der vorraussichtlichen schlachtzeit ein heiliges fest stattfindet, bekommt leonidas eine absage. deshalb zieht er mit nur 300 mann zu einem engpass, wo er die perser empfangen will. die spartaner sind ausgebildete kämpfer und können sonst gar nichts. am anfang des films wird die äusserst harte erziehung der kinder gezeigt, um zu demonstrieren, dass nur die härtesten überhaupt zu spartanern werden können. tatsächlich schlagen sich die 300 beachtlich gegen die heere des perserkönig xerxes. immer neue angriffswellen rollen auf die wenigen einheimschen zu. bis irgendwann…. aber ich will ja nicht alles verraten.


wie man auf den beiden bildern nicht schlecht sieht, ist 300 tatsächlich zum optischen genuss geraten. wenn auch nicht ganz alle einstellungen höchsten erwartungen genügen können. doch dann sind da die vielen kleinen fragen, woran man sich stossen kann: warum sind die perser schwarz, die spartaner weiss? warum die rassistischen sprüche (nur spartas frauen können echte männer gebären)? ja, es braucht nicht viel, um 300 einen faschistoiden touch zu unterstellen. die reinen herrenmenschen kämpfen gegen die gemischtrassigen dunkelhäutigen aus der ferne. und als ein verkrüpelter grieche sich den spartanern anschliessen will, wird dieser verstossen, genau so wie man es im dritten reich wohl auch getan hätte. all diese unterstellungen kann man machen, muss man aber nicht.

dann gibt es natürlich die möglichkeit, den film als in die antike versetzte aktuelle geschichte zu lesen. die perser repräsentieren den iranischen staat, während sparta die usa darstellt. bezieht man die machtverhältnisse mit ein, würde eine umgekehrte rollenverteilung wesentlich mehr sinn machen. wenn man sich dann noch die beiden anführer anschaut, währe bush wohl eher der selbstherrliche, vermeintliche gottkönig xerxes und ahmadinedschad der cleverve spartanerkönig leonidas.

interpretationen hin oder her, 300 ist von der story her ein lahmer film. die geschehnisse sind viel zu vorhersehbar, als dass sich hier echte spannung aufbauen liesse. die sehenswerte auseinandersetzung der beiden parteien ist irgendwann erschöpft, auch wenn sie noch so bombastisch dargestellt wird. die markigen sprüche, die zur oben erwähnten interpretation führen können, wirken wie hilflose versuche, dem gemetzel so etwas wie einen sinn zu geben. deswegen glaube ich auch nicht, dass hier implizit irgendeine message transportiert werden sollte. der regisseur war wohl einfach ein bisschen zu dämlich, um zu merken, dass gewisse aussagen ein bisschen gewagt sein könnten. wer 300 wegen der actionszenen schauen geht, dürfte nicht enttäuscht werden. alle anderen schon.

jindabyne

(kann spoiler enthalten)

under the surface of every life lies a mistery mutmasst die tagline dieses australischen films. das klingt ein bisschen nach horrorstreifen, wasjindabyne defintiv nicht ist. viel eher passt das genre milieustudie zu diesem film. in einem australischen kaff leben ganz normale moderne familien, in denen so einiges im argen liegt. die männer können nicht mit ihren frauen kommunizieren und umgekehrt, die kinder sind am durchdrehen und dazu kommt noch eine tote frau im fluss. das klingt wirr und ist es auch.

die männer um den iren stewart kane (gabriel byrne) fahren über das wochenende zum fischen und finden dort, fernab jeglicher zivilisation und handyempfang, eine tote frau im fluss. statt sofort die polizei zu verständigen gehen sie seelenruhig ihrem hobby nach, da sich der eine den fuss verstaucht hat und man sehr weit zu fuss gehen müsste, um jemanden zu verständigen. als der fund dann doch ans tageslicht kommt, werden diverse sachen von medien und ehefrauen in die geschichte hineininterpretiert. da es sich bei der toten um eine eingeborene australierin handelt, werden sofort rassismusvorwürfe erhoben.

nur weil ein film nicht aus hollywood kommt, muss er noch lange nicht gut sein. das zeigt jindabyne leider in aller deutlichkeit. klar, es wird mit viel feingefühl gefilmt und auch die schauspieler geben sich mühe, doch wenn die story totlangweilig ist… was will man da machen.