the a-team

nach starsky & hutch, the dukes of hazzard und knight rider kommt im nächsten jahr wieder eine neuauflage einer legende ins kino: the a-team! jetzt müsste man sich natürlich noch den unverkennbaren sound der vorspannmelodie vorstellen… quintonrampage jackson übernimmt die rolle des b.a. baracus, bradley cooper ist schönling face und der aus district 9 bekannte sharlto copley mimt den durchgenkallten murdoch. der hammer ist aber die besetzung von hannibal smith: liam neeson.

natürlichkann es eigentlich nur schiefgehen, aber ich bin trotzdem mal gespannt auf das resultat.

auto focus

machan

die geschichte ist so abstrus, dass sie einfach wahr sein muss: um sich visa für deutschland zu erschleichen, erfinden stanley (dharmapriya dias) und sein bester freund manoj (gihan de chickera) die sri-lankische handballnationalmannschaft. nachdem sie zuvor wiederholt auf der deutschen botschaft abgeblitzt waren, klappt es mit der einladung eines deutschen handballturnierveranstalters tatsächlich. flugs wird aus freunden, bekannten und unbekannten eine «mannschaft» zusammengestellt.

2004 hat sich diese geschichte tatsächlich so ähnlich abgespielt. der film zeigt auf überzeugende weise, wie die situation der pseudo-sportler in etwa ausgesehen haben könnte. ein gemeinsamer gedanke eint die zusammengewürftelte gesellschaft: weg aus den slums, weg aus diesem perspektivelosen land. gerade in solchen momenten oder als die engültige abreise bevorsteht, schafft die komödie auch mal den abstecher in die ernsthaftigkeit. ansonsten ist der film niemals langweilig und stets von einem sympathischen augenzwinkern begleitet. nicht nur der ungeschickte aber engagierte stanley sorgt immer wieder für urkomische momente.

einer der besten filme des jahres: ansehen!

cargo

die erde ist längst unbewohnbar geworden. die menschen hausen in einer riesigen kolonie, die sich auf einem raumschiff befindet. der traum aller ist es, nach rhea zu kommen. ein paradiesischer ort, der 5 lichtjahre von der erde entfernt liegt. auch laura träumt davon, weshalb sie sich bei einem cargoflug zu einer raumstation das geld dafür verdienen will. doch als die junge ärztin ihre monatelange schicht antritt, geht im frachtraum auf einmal seltsames vor sich. der rest der crew wird geweckt und es stellt sich die frage, wer oder was sich noch an bord des schiffes befindet…

es ist schon unglaublich, das dies tatsächlich ein stück schweizer film ist. die ästhetik ist bestechend, die schauspieler sind passend gewählt und auch die geschichte ist nicht übel. leider gibt es viele sehr langatmige sequenzen, die wohl spannung erzeugen sollten. das gelingt nur sehr begrenzt. darum hat mich der film als ganzes nicht überzeugt. auf der anderen seite stellt er eine spannende frage. wer den film noch sehen will, liest folgenden abschnitt wegenspoilergefahr besser nicht.

ist es moralisch sinnvoll, ja sogar eine pflicht, jemanden aus einer simulation der perfekten welt zu holen, der nicht weiss, dass er bloss ein «gehirn im tank» ist? da könnte man jetzt sehr gut stundenlang über platon und solipsismus diskutieren… 🙂

district 9

[ diesen film habe ich in einer deutschen synchronfassung gesehen. liebe kitag: bitte am abend wieder sämtliche filme im originalton! danke. ]

schon seit über 20 jahren schwebt über johannesburg ein flugunfähiges raumschiff. die von den anwohnern abwertertend als shrimps bezeichneten aliens leben in einem abgeriegelten ghetto. doch die südafrikaner haben genug von den ab und zu ausbrechenden kreaturen. deswegen soll die kolonie in ein camp verschoben werden, wo die aliens in aller abgeschiedenheit für sich leben können. wikus van der merwe (sharlto copely) hat die zweifelhafte ehre, die umsiedelung vorzunehmen. doch als er in den hütten die zügelbefehle verteilt, gerät er mit einer gefährlichen substanz in berührung, die sein leben verändert…

unglaublich: statt action-gemetzel gibt der film richtigen diskussionsstoff her. natürlich gibt es auch special effects – die von einer hohen qualität sind – aber fans von konventionellen science-fiction-movies dürften dennoch enttäuscht sein. im zentrum steht die veränderung der hauptfigur. vom geschätzten arbeiter wird sie auf einmal zum staatsfeind nummer 1. auch die wahrnehmung der aliens verändert sich mit der zeit. peter jackson hat einen spannenden streifen geschaffen, dessen handlung bis zuletzt nicht vorherzusehen ist.

inglourious basterds

ja, natürlich, der film ist ein bingo. aber bald eine woche nach dem kinoerlebnis müssen doch noch ein paar worte dazu niedergeschrieben werden.

* kann spoiler enthalten *

der norden frankreichs ist von nazis besetzt und einige jüdische familien verstecken sich bei einheimischen. doch hans landa (christoph waltz) soll dieses problem als judenjäger in den griff bekommen. aber: beim milchbauern la padite entwischt ihm eine junge frau. die erbt in paris ein kino von ihren grosseltern. der zufall will es, dass sich der star des neusten goebbels-film frederick zoller (daniel brühl) in die frau verliebt. als die premiere in das kleine kino von shoshanna (mélanie laurent) verlegt wird, scheint das der perfekte zeitpunkt für eine rache an den nazis zu sein. auch die von aldo raine (brad pitt) geführte us-sondertruppebasterds wählt das kino für einen anschlag auf die führung nazi-deutschlands…


hans landa (christoph waltz) isst einen strudel…

dass tarantino ein händchen dafür hat, den richtigen schauspielern die richtigen rollen zu geben ist ja nichts neues. aber christoph waltz als hans landa ist schon ein ereignis. brad pitt darf wieder mal einen schrägen akzent spazieren führen, was er überaus souverän und mit einer satten portion charme auch tut. schnitt, farben und dialoge sind einmal mehr allererste sahne. die originalfassung ist allerdings 100% pflicht für diesen film: deutsche sprechen deutsch, franzosen französisch, engländer und us-amerikaner englisch… eine deutsche synchronfassung zerstört da noch mehr als in anderen filmen. natürlich ist auch wieder ein gewisses mass an gewalt im spiel. allerdings niemals im ausmass von kill bill oder death proof. genremässig ist der streifen übrigens wieder mal sehr schwer zu verorten. auf jeden fall sind westernelemente dabei, ennio morricones sound trägt da natürlich das seine dazu bei. überhaupt ist der soundtrack gelungen. selbst david bowiescatpeople passt perfekt.

das jahr geht zwar noch ein paar tage, aber diesr film ist definitiv derbestedesjahres *2009.* unbedingt anschauen!

it’s a bingo!

lost

während der zähler die zeit zur nächsten lost-episode runterzählt, warte ich eigentlich auf die 5. staffel auf dvd. die wird aber zuerst als code 1 für die usa im dezember erscheinen und für europa ist noch gar kein releasedatum bekannt. das dürfte also noch eine weile dauern. bis dahin müssen also fringe und life an schrägen serien ausreichen. ziemlich primitiv aber vielleicht gerade deshalb auch noch irgendwie witzig: how not to live your life. hab ich letztens bei marc auf bbc hd gesehen.

public enemies

da ich nun doch wieder zu jedem gesehenen kinostreifen ein paar worte kundtun möchte, und weil am samstaginglouriousbasterds ansteht, hier noch ein paar worte zupublic /enemies:/

john dillinger (johnny depp) ist bankräuber aus leidenschaft. er schätzt die aufmerksamkeit und verachtet gewalt. doch weil das fbi dieser art verbrechen den kampf ansagt, hat er es in den 1930er jahren mit deren topagent melvin purvis (christian bale) zu tun. dillinger ist sowas wie der erste «staatsfeind nummer eins» überhaupt. am ende stehen sich die beiden dann fast wie beim duell gegenüber.

michael mann malt bilder, der film verkommt öfters zur nebensache. so leider auch bei diesem streifen. man schaut sich depp und bale gerne an und das ganze drumherum ist wunderbar arrangiert. doch die story tritt dadurch zu sehr in den hintergrund. teilweise wähnt man sich fast in einer dokumentation, was auch an den handkameraeinstellungen liegen mag.

habe mehr erwartet.

imdb

bruno

bruno hat nur ein ziel: berühmt werden. dafür macht er alles. ja, wirklich alles. der schwule «österreicher» tauch bei modeschauen auf, macht charity-events, versucht den palästina-konflikt zu lösen und begibt sich in den ring.

ich muss sagen: ich habe den beginn des films verpasst. aber hey, meine ausrede könnte besser nicht sein: ich war noch beim coiffeur. was ich dann sah, war teilweise wirklich sehr lustig. selten sind bei mainstream-filmen genie und wahnsinn so nahe beisammen wie bei den sacha baron cohen filmen. manchmal möchte man den film anhalten können, damit einem eine peinlichkeit erspart bleibt. oft hält cohen aber dem publikum einen simplen spiegel vor die nase und sagt den zuschauern indirekt: hey, so behämmert geht ihr mit den schwulen um. diese message und der schluss des films halten ihn davon ab, alleine in die klamaukabteilung geschmissen zu werden. bruno ist teilweise sogar aufklärerisch. wenn er mit einem christlichen «gay-converter» (jemand, der schwulen helfen soll, hetero zu werden) spricht, ist das eben nicht nur lustig. aber auch.

stellenweise braucht’s starke nerven, damit man nicht wegschaut. auf seltsame weise irgendwie ein must see.