the imaginarium of doctor parnassus

doctor parnassus (christopher plummer) zieht mit seinem wagen durch das moderne london. in trance schwebend, lädt er die besucher ein, in ihre eignen träume einzutreten. doch die show zieht nur wenige menschen an. erst als tony (heath ledger) sich der truppe anschliesst, scheint es wieder besser zu laufen. doch reicht es noch, damit parnassus die wette mit dem teufel nicht verliert…?

ok, die geschichte ist schräg. und wahrscheinlich beinhaltet sie einige löcher. aber alleine die fantasie, die in einigen bildern dieses filmes steckt, ist das eintrittsgeld wert. terry gilliam hat ein werk geschaffen, das man nicht nur aufgrund der tatsache im kopf behalten wir, dass es den letzten filmischen auftritt von heath ledger beinhaltet. nicht selten denkt man an tim burton, was aber auch mit dem einen schauspieler zu tun haben könnte…

soul kitchen

zinos (adam bousdoukos) hat allerhand ärger. sein lokal in hamburg läuft zwar gut, bietet kulinarisch aber nur tiefkühlkost und ist hygienisch nicht auf der höhe der zeit. seine freundin zieht nach shanghai und er handelt sich nicht nur einen hexenschuss, sondern auch noch probleme mit seinem im gefängnis sitzenden bruder ein. bleibt die frage, wie sich zinos wieder aus dem schlamassel befreien kann.

fatih akin hat ja wirklich schon ein paar ganz anständige streifen gedreht. und auchsoulkitchen hätte das potential dazu gehabt. leider zerstört der zweite teil des filmes alles an atmosphäre, spannung und gehalt, was in der ersten hälfte aufgebaut wird. so ist der film eben nur eine deutsche komödie, die man, wie die meisten vertreter dieses genres, besser nicht anschaut. schade.

the lost supper


das musste ich einfach posten, habe ich doch gerade gestern die 5. staffel auf dvd gekriegt. das wortspiel ist zwar überaus simpel aber doch irgendwie cool. das fand man wohl auch bei likecool wo ich das bild gefunden habe. von dort stammt auch die aufzählung der protagonisten.

Zuleikha Robinson (Ilana), Nestor Carbonell (Richard Alpert), Emilie de Ravin (Claire), Naveen Andrews (Sayid), Evangeline Lilly (Kate), Josh Holloway (Sawyer), Terry O’Quinn (Locke), Matthew Fox (Jack), Daniel Dae Kim (Jin), Michael Emerson (Ben), Jorge Garcia (Hurley), Yunjin Kim (Sun), Ken Leung (Miles) and Jeff Fahey (Frank Lapidus).

2012

[ diesen film habe ich in einer synchronisierten version gesehen. bitte, liebe kitag: am abend alle filme im originalton. ]

wegen einer enormen sonnenerruption erhitzt sich der erdkern, was zu einem schnellen auseinanderdriften der platten führt. der bevölkerung bleibt nur wenig zeit, sich auf den weltuntergang einzustellen. einige superreiche haben sich plätze auf sogenannten schiffen gesichert, werden sie es noch darauf schaffen? und was passiert mit den massen

ein typischer weltuntergangsfilm, in dem das schicksal einer einzelnen familie beleuchtet wird. was da technisch geboten wird, ist schon absolut hammermässig. wer sich irgendwelche ernsthafte fragen stellen möchte, ist in diesem film wohl falsch. dafür entschädigt ein erstaunlicherweise nie langweilig werdendes actionspektakel für eine gewisse abwesenheit von story und logik.

up

carl fredricksen verwirklicht den lebenstraum seiner längst verstorbenen frau, indem er eine reise nach südamerika unternimmt. dass er dabei nicht nur sein haus an einem bündel gasballons, sondern auch noch den übereifrigen pfadfinder russel dabei hat, macht den trip nicht langweiliger.

alleine das intro mit der kurzversion des lebens von carl und seiner frau ist das eintrittsgeld wert. natürlich wird teilweise ein bisschen sehr auf die tränendrüse gedrückt, im grossen und ganzen istup aber ein fesselnder animationsfilm. ausserdem gelingt es dem streifen auch gekonnt, nicht bloss lustig und verrückt zu sein, sondern auch etwas heiklere fragen bezüglich des älter-werdens anzuschneiden.

sehr sehenswert.

tannöd

der mord an der familie tanner vom tannödhof liegen schon zwei jahre zurück. erst jetzt kehrt kathrin in das dorf zurück, weil sie ihre mutter beerdigen will. die krankenschwester rollt den ungelösten fall nach und nach auf, um dem täter doch noch auf die schliche zu kommen.

möglicherweise hatte ich zu hohe erwartungen. abgesehen von der teilweise im typischen horrorfilm-style gehaltenen atmosphäre und der passenden musik ist so ziemlich gar nichts spannend an diesem film. dazu kommt, dass sich die vielen figuren optisch teilweise sehr ähneln und es verpasst wird, diese genauer vorzustellen.

the informant!

mark whitacre (matt damon) hat als leiter eines kriselnden konzerns das gefühl, dass die firma sabotiert wird. tatsächlich erhält er einen anruf aus japan, der das zu bestätigen scheint. die firma wendet sich an das fbi. da whitacre in preisabsprachedeals verwickelt war, bekommt er angst und erzählt den bundesbehörden alles. diese wittern den grossen coup und nutzen whitacre von nun an als informanten.

immer wieder hört man im film whitacres abstruse gedankengänge über eisbären und andere dinge, die überhaupt nichts mit seiner arbeit zu tun haben. ein gutes stilmittel, um dem zuschauer darzulegen, wie verwirrt die hauptperson ist. nur wird das auf dauer etwas arg langweilig und die sehr dialoglastige erzählart strengt an. auf jeden fall ist der film unkonventionell. er ist aber weder sonderlich spannend, noch ist die geschichte spektakulär. und nur um matt damon mit bauch und schnurrbart zu sehen, sollte man sich das kinoticket nicht kaufen.

michael jackson’s this is it

die proben zu michael jacksons letzten konzerten wurden zu einem film arrangiert.

unglaublich, was mj konnte. die show und der sound wären phänomenal geworden. und natürlich ist die geschichte mit grossartigen tanzszenen angereichert. tatsächlich dient der film dazu, mj etwas besser kennenzulernen. sehenswert für alle. für fans ein absolutes muss.

und wie schon mal gesagt:
no matter what they say, you were the greatest of all time. thank you.

män som hatar kvinnor

[deutscher titel: die verblendung]

der erfolgreiche journalist mikael blomkvist (michael nyqvist) muss sich wegen eines rechtsstreits aus der öffentlicheit zurückziehen. deshalb nimmt er den auftrag von henrik vanger den auftrag an, dessen nichte wiederzufinden. seit nunmehr vierzig jahren gilt sie als verschwunden. bald hilft auch die hackerin lisbeth salander (noomi rapace) bei der suche mit.

nein, ich habe die bücher von stieg larsson nicht gelesen. und ganz ehrlich: nach diesem film habe ich das auch noch weniger vor. in dem zu langen streifen kommen einige szenen vor, die den eigentlichen titel (männer, die frauen hassen) nur logisch erscheinen lassen. auch wenn eine gewisse spannung aufkommt, kommt der thriller doch nicht über das niveau einer ansprechenden tv-produktion hinaus.