shutter island

us-marshal teddy daniels (leonardo di caprio) soll die mysteriösen vorgänge auf einer gefängnisinsel klären. ein insassin gilt als spurlos verschwunden und irgendwie wollen weder wärter noch psychiater oder gefängnisleiter wirkliche hilfe leisten. werden etwa experimente für den geheimdienst an den psychisch kranken insassen vorgenommen?

martin scorsese und leonardo di caprio avancieren langsam aber sicher zum absoluten traumpaar in hollywood. der film ist vor allem in der ersten hälfte in einem stil gehalten, den man ewig nicht mehr in den grossen kinosälen gesehen hat. langsam, dialoglastig, manchmal leicht ermüdend. dennoch fesselt die geschichte zu jeder zeit. etwas vom besten, was ich im suspense-genre je gesehen habe.

the men who stare at goats

der journalist bob wilton (ewan mcgregor) ist auf der suche nach einer wilden story, als er nahe der grenze zum irak auf lyn cassidy (george clooney) trifft. mit dem kriegsveteran durch den irak, das klingt doch vielversprechend. als er dann noch die geschichten zu hören kriegt, in denen es um bill jango (jeff bridges) und dessen idee einer new earth army geht, ist wilton (zumindest vorerst) begeistert.

männer, die mit blossen blicken ziegen töten, das kann nur eine hollywood erfindung sein. und doch: einiges an der haarsträubenden geschichte soll so oder ähnlich in den 70er- und 80er-jahren passiert sein. das highlight des films ist ganz klar kevin spacey als fiesling. abgesehen von einigen lustigen sprüchen und extrem schrägen geschichten bleibt nicht viel hängen. da hätte man mehr draus machen können. trotzdem sehenswert.

alice in wonderland

als alice bemerkt, dass ihr traum vom wonderland tatsächliche realität ist, wird schon bald grosses von ihr verlangt. sie soll ein monster namens jabberwocky töten. ob ihr der verwirrte hutmacher helfen kann?

ein typischer tim burton film, vor allem was die optik anbelangt. die story kommt leider nicht über das niveau eines kinderbuches hinaus. abgesehen von einigen eingängigen sprüchen wird man in der 3d-version zumindest mit etwas eye-candy der spezielleren sorte verwöhnt. burton eben.

invictus

nelson mandela (morgan freeman) hat sich als präsident südafrikas ein spezielles ziel gefasst. die rugbynationalmannschaft des regenbogenlandes soll weltmeister werden. dabei setzt er sich über die grenzen zwischen schwarz hinweg; der sportliche erfolg soll das land einen.

das leitthema des filmes ist klar die vergebung. dafür ist die geschichte mandelas bestimmt auch hervorragend geeignet. eastwoods film ist vielleicht kein meisterwerk, zeigt aber freeman und damon in absoluter höchstform. natürlich gibt es viele berührende momente, die aber nie den typischen hollywood kitschstil verbreiten.

sehenswert.

a single man

als sein langjähriger lebenspartner stirbt, ändert sich georges (colin firth) leben. die freude entschwindet, das grau zieht ein. nur seine täglich genau geplanten prozesse halten ihn überhaupt noch am leben. nicht mal, dass draussen die kubakrise stattfindet, merkt der im wahrsten sinne des wortes todunglückliche. gerade als der professor allem ein ende bereiten will, tritt einer seiner studenten in sein leben.

dass bei einem film von tom ford einfach alles bis ins detail auf schön und stylish getrimmt ist, kann nicht wirklich überraschen. dass die schauspieler da keine ausnahme bilden ist auch schon fast selbstverständlich. nicht wissen konnte man, dass bei aller schönheit die geschichte um den trauernden mann nicht verloren geht. im gegenteil: die emotionen werden so ehrlich und unkitischig transportiert, dass man sich schon jetzt nach dem nächsten tom-ford-film sehnt.

muss man gesehen haben.

the wolfman

lawrence talbot (benicio del toro) kehrt erst nachhause zurück, als sein bruder als verschollen gilt. ein monster soll ihn getötet haben. der vater der brüder (anthony hopkins) scheint den tod seines einen sohnes ohne grosse gefühle hinzunehmen. die witwe wünscht sich, dass der fall aufgeklärt wird, was lawrence sofort in angriff nimmt. nur hat er nicht damit gerechnet, selbst von der bestie gebissen zu werden…

das schauspielerensemble kann sich nun wirklich sehen lassen. sie retten dann auch den irgendwie recht trashigen film. die handlung ist leider weitgehend stereotyp. immerhin ist die atmosphäre recht gut gelungen. so richtig horrormässig wird die sache trotzdem nie, die schockmomente kommen stets mit ankündigung.

kann man gut auf dvd schauen.

up in the air

ryan bingham (george clooney) feuert leute von berufes wegen, und er tut es nicht mal ungern. nicht weil er ein unmensch wäre, sondern weil er gerne unterwegs ist und das leid der neo-arbeitslosen dafür in kauf nimmt. als mit natalie keener (anna kendrick) eine junge dame sein business durch kündigungen via internet revolutionieren und seine reiserei beeenden will, verändert sich sein leben schlagartig.

beeindruckend sind nicht nur die schönen luftaufnahmen der usa. beeindruckend ist auch, was sich aus der etwas gekünstelten story herausholen lässt. dass sich der film als romantische komödie entpuppt, tut der qualität keinen abbruch. absolut sehenswert.

sherlock holmes

sherlock holmes (robert downey jr.) und dr. watson (jude law) jagen lord blackwood, der eigentlich durch den strick getötet worden sein sollte. dafür müssen sie selbst vor der polizei flüchten, denn die connections des lords reichen weit hinauf.

guy ritchie ist auf jeden fall der richtige mann, um ein mit klischee vollgestaubtes konzept wie «sherlock holmes» eine ganz neue gestalt zu verleihen. das resultat kann sich sehen lassen. das liegt nicht nur an holmes hübscher gespielin und der wunderbaren ausstattung des films. es sind die vielen gut platzierten sprüche, die cleveren wendungen in der story und nicht zuletzt einige technische spielereien des bösewichts. natürlich ist der film so gemacht, dass er förmlich nach einer (?) fortsetzung schreit. wenn ritchie die qualität halten kann, darf man sich darauf freuen.

avatar

die na’vi leben friedlich auf ihrem planeten pandora. bis die menschen kommen und die umwelt zu zerstören drohen. der grund: genau unter der heimat des na’vi-volkes findet sich ein kostbares material in riesigen mengen. jake sully soll sich als einer von drei menschen unter das volk begeben. dafür wird er mit dem körper eines künstlichen na’vi verbunden, den er wie seinen eigenen steuern kann. als die welt der na’vi tatsächlich kurz vor der zerstörung steht, kehrt jake sully den menschen den rücken…

james cameron hat sich einmal mehr übertroffen. was inavatar an farben und formenvielfalt geboten wird, ist schon erstaunlich. weniger spannend ist das verhalten der na’vi, das einen häufig an afrikanische stämme oder an die ureinwohner beider amerikas erinnert. trotzdem ist der film wirklich wunderschön gemacht. die geschichte ist, trotz mehr oder weniger vorhersehbarem ende, über weite strecken interessant. die message, dass der mensch aus den gemachten fehlern kaum je lernt, ist natürlich ziemlich traurig. vielleicht ist das im realen leben dann doch anders?

ich bin keinesfalls restlos begeistert, aber man sollteavatar gesehen haben.