working – week four & five

die zeit des flügelverleimens ist für mich schon länger vorbei. die des verdammtfrühammorgenaufstehens leider noch lange nicht. ich arbeite nun bereits die zweite woche in jener abteilung, in welcher die genialen future windows hergestellt werden. dort verbinde ich das glas mit dem holzflügel. wie ich das genau mache, darf hier wohl nicht erzählen, schliesslich sind diese fenster noch immer exklusiv nur bei uns zu haben. was ich sagen kann ist, dass die verbindung ganz ohne schrauben oder ähnliches funktioniert.

die arbeit ist ziemlich abwechslungsreich, da viele arbeitsschritte nötig sind. und ich bin auch nicht mehr allein. die schweren scheiben könnte ich sowieso nicht alleine tragen. bis leicht über 100kg tragen wir die scheiben zu zweit, die noch schwereren werden mit einem kleine saugkran oder dann zu dritt getragen. auf jeden fall ist die arbeit doch einigermassen anstrengend.

neuer viertausender in zermatt

ich glaub, die zermatter haben gleich mehrer schrauben locker. sie wollen das klein matterhorn auf 4000m aufstocken. ne, das ist kein witz, wär auch kein guter. nachdem es auf dem klein matterhorn endlich ein anständiges restaurant geben wird (bis ende 2007) soll obendrauf noch ein 117m hoher turm entstehen, der das nicht eben kleine berglein endlich mit dem 4000er-abzeichen adelt. vollkommener mist, finde ich.

der nzz-online-artikel dazu:

«Projekt Grössenwahn»

Aufstockung des Klein Matterhorns stösst bei Zermatter Gästen auf Ablehnung

Das Klein Matterhorn soll nach dem Willen der Zermatter Tourismusverantwortlichen zum Viertausender aufgestockt werden. Das Projekt eines 117 Meter hohen Turms mit Hotel und Restaurants auf dem Gipfel stösst bei vielen Zermatt-Gästen auf entschiedene Ablehnung.

Wer mit der Seilbahn schon einmal auf das Klein Matterhorn gefahren ist, weiss, dass die Ankunft dort oben auf 3883 Metern über Meer nicht gerade zum Höhenrausch führt. Durch einen dunklen Gang gelangt man aufs Plateau und zu einem kleinen Restaurant, das wenig zum längeren Verweilen einlädt, so wie auch der Geruch der Chemikalien-WCs einen bald an die frische Luft drängt.

Nun soll nach dem Willen der Zermatter Tourismus-Verantwortlichen alles anders werden. In einer ersten Etappe, für die bereits das Baugesuch eingereicht wurde, sollen auf dem Gipfel eine Cafeteria mit bis zu 70 Plätzen, eine Bergsteigerunterkunft sowie ein direkter Zugang zum Gletscherpalast gebaut werden.

Viertausender für Sandalenträger

Nach diesem Umbau, der bis Ende 2007 beendet sein sollte, wird es aber visionär. Mittels einer Pyramide und einer Aussichtsplattform 117 Meter über dem Gipfel soll auch das Klein Matterhorn endlich zu einem Viertausender werden, ein Viertausender, der sich dank Lift und Aussichtsplattform zudem mit Sandalen und Turnschuhen erklimmen lässt.

Hinter dem ambitiösen Projekt der Zermatt Bergbahnen, das zu Kosten im hohen zweistelligen Millionenbereich führen dürfte, steht der Zermatter Künstler Heinz Julen, der den Bau eine Hommage an die Bergwelt nennt, ein Ort, der zum «Gipfel grosser Träume» werden soll.

Für viele ein Albtraum

Anderen verursacht das Projekt eher Albträume. Seitdem Zermatt Tourismus das Bauvorhaben in diesem Frühsommer angekündigt hat, wimmelt es auf der Internet-Gästeplattform von entrüsteten Zuschriften aufgebrachter Gäste. «Projekt Grössenwahn» ist noch eine der freundlicheren Bezeichnungen für die Pyramide, die das Klein Matterhorn zu einem weiteren Markenzeichen der Schweiz machen sollte.

Für Kopfschütteln bei einigen Zermatt-Insidern sorgt zudem der Name Heinz Julen, dessen «Into the Hotel» jahrelang als Bauruine über dem Dorf thronte. Unverständlich sei es, dass es nach diesem Flop dem gleichen Initianten wiederum gelinge, einen grossen Teil der Bevölkerung hinter sich zu scharen, wettert ein langjähriger Zermatter Gast auf der Internet-Plattform.

Genervte Sommergäste

Genervt zeigen sich vor allem viele Sommergäste, die schon jetzt unter dem Baulärm im Dorf und dem pausenlosen Geknatter der Helikopter leiden. Viele langjährige Gäste drohen offen damit, dass sie Zermatt den Rücken kehren werden, falls der «Turm zu Babel» wirklich realisiert werden sollte. Und dem Zermatter Pfarrer wird ironisch empfohlen, bei der Einweihung des Bauwerks doch gleich eine Predigt zum Thema «Tanz um das Goldene Kalb» zu halten.

Bei Zermatt Tourismus gibt man sich gelassen. Tourismus-Sprecherin Eva Flatau erinnert daran, dass der Bau der Gornergratbahn vor über 100 Jahren auch zu zahlreichen harschen Reaktionen geführt hat. Und so, wie man sich heute an das Gornergrat gewöhnt habe, werde man sich dereinst auch an die Klein-Matterhorn-Pyramide gewöhnen.

Verhaltene Stimmung im Dorf

Allerdings muss Flatau einräumen, dass auch im Dorf die Stimmung für das gigantische Projekt noch eher verhalten ist. Man stehe aber am Anfang einer Diskussion.

In diese Diskussion werden sich mit Sicherheit auch die Naturschützer einbringen. «Erschreckend und irritierend» nennt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) das Klein-Matterhorn-Projekt und warnt mit Blick auf andere Projekte in Davos oder auf der Laxeralp vor einem unsinnigen «Turmwettkampf» in den Schweizer Alpen.

Für SL-Geschäftsleiter Raimund Rodewald sind die gesetzlichen Grundlagen für die Baubewilligung höchst fraglich. So sei unklar, wie eine Bauzone auf dem Gipfel des Klein Matterhorns begründet werden soll. Auch eine Standortgebundenheit für ein derartig grosses Projekt könne nicht festgestellt werden.

the break-up

keine panik, ist nur der titel eines filmes… 😉
jenny aniston und vince vaughn spielen das pärchen brooke und gary. doch sie wollen eben gerade kein pärchen mehr sein und üben sich im schlussmachen. the break-up halt. natürlich will keiner der beiden wirklich, dass die beziehung zu ende geht, nur soll der jeweils andere nachgeben. so geraten sie immer tiefer in die misere und die manöver werden immer extremer. das ganze erinnert stark an eine eskalationsleiter. es entsteht ein richtiger krieg um die gemeinsame wohnung. als ein acapellachor (tja dani) in brookes zimmer probt, platzt gary endgültig der kragen.

die stärke und die schwäche des filmes sind identisch. er versucht, sich näher als die meisten anderen kommödien an die realität heranzutasten. man kann sich gut vorstellen, dass sich gewisse szenen genau so in gewissen beziehungen abgespielt haben. teilweise ist das zum brüllen komisch, teilweise aber auch nur tragisch.

auf jeden fall hat der film seine starken momente, was er nicht zuletzt den beiden tophauptdarstellern verdankt. doch besonders am ende hat man das gefühl, wohl statt der versprochenen komödie eine tragödie vorgesetzt bekommen zu haben.

it’s the aston martin, baby!

bestimmt erinnert ihr euch, als ich mit meiner ausfahrt mit dem db 4 angeben musste. lustigerweise fand sich ein bild von genau diesem aston in auto bild. der beitrag machte auf das british car meeting von mollis aufmerksam, welches wir dann auch besuchten. (allerdings nicht aufgrund des artikels)


übrigens habe ich mich in mollis auf ein paar nahaufnahmen (wie jene, vom roten frogeye healey) beschränkt, weil michi g. so freundlich war, uns seine bilder zur verfügung zu stellen.

einen fahrbericht des db4 von marc liest man natürlich auf zündung.ch.

verbot des oldtimerclassic?

im heutigen tagi wird zum ein verbot zum glück als nicht verhältnismässig bezeichnet. ich bin froh, dass der unfall bis jetzt nicht die gruppe der rennstreckengegner auf den plan gerufen hat. vielleicht wissen sie auch nur zu gut, dass gerade ein solcher unfall ein argument für eine permanente rundstrecke in der schweiz wäre.

Oldtimerclassic: Ein Verbot wäre nicht verhältnismässig

Das Strassenverkehrsamt will den tödlichen Unfall von Hittnau analysieren und eventuell strengere Auflagen verfügen.

Zürich/Hittnau. – Der 57-jähriger Helfer, der am Sonntagmittag am Oldtimerclassic von Hittnau von einem schleudernden Sportwagen tödlich verletzt worden war (TA vom Montag), wird am Freitag beer­digt. Der Verstorbene, der den Rundkurs beaufsichtigen half, war ein begeisterter Motorsportler und von allem Anfang an bei den Oldtimerclassics dabei. Die Orga­nisatoren der Veranstaltung stünden in engem Kontakt mit der Familie, sagte Christian Brunner, Präsident der Motor­ Sport-Clubs Hittnau, am Montag. Die An­teilnahme der Bevölkerung am Schicksal des Verunglückten sei sehr gross. «Auch die Rennfahrer geben uns eine unheimli­che Unterstützung», sagte Brunner. Töff­veteran und 6-facher Weltmeister Jim Redman schickte ein Kondolenzschreiben. Die Organisatoren wollen zurzeit nicht da­rüber nachdenken, ob die Oldtimerclassic in zwei Jahren wieder stattfindet. Sicher ist, dass nach dem Abbruch vom Sonntag die Auslagen von 300 000 Franken nicht kompensiert werden konnten; es wird ein Defizit geben.

Haftpflichtversicherung: 5 Millionen

Die entscheidende Bewilligung für die Oldtimerclassic kam jeweils vom kantona­len Strassenverkehrsamt. Diese Behörde steckte auch die Rahmenbedingungen ab. «Für mich als Jurist war der wichtigste Punkt, dass die Veranstalter eine Haft­pflichtversicherung über 5 Millionen Fran­ken vorweisen konnten», sagte Amtschef Rolf Grüninger am Montag. Weitere Auf­lagen waren, dass die Rundstrecke voll­ständig gesperrt war und genau instruierte Ordnungsorgane für die Sicherheit der Zu­schauer sorgten. Die Sicherheitsposten – dazu gehörte der verunglückte Helfer – mussten mit Sichtverbindung entlang der ganzen Strecke stehen.

Und was sind die Konsequenzen aus dem Unfall für die Bewilligungsinstanz? Solange man die Unfallursache nicht kennt, wird noch nicht über Massnahmen entschieden. «Ein Totalverbot für die Old­timerclassics wäre unverhältnismässig», sagte Rolf Grüninger. Denkbar wären neue Auflagen: dass Streckenposten hinter si­cheren Abschrankungen stehen müssten, eine Reduktion der Höchstgeschwindig­keit oder die Vorschrift, dass die Fahrer einzeln und in zeitlichen Abständen auf den Rundkurs geschickt werden.

Zweikämpfe waren verboten

Im Bewilligungsgesuch versprach der MSV Hittnau: «Den Teilnehmern ist un­tersagt, sich in Zweikämpfe einzulassen.» Da echte Strassenrennen in der Schweiz verboten sind, umschreiben die Hittnauer Veranstalter ihre Darbietungen mit «renn­mässigen Demonstrationsfahrten». Wie Christian Brunner erklärte, stoppte man die Zeiten der Fahrer nicht, und es gab am Schluss auch keine Ranglisten.

Die Helfer entlang der Strecke waren an zwei Abenden theoretisch auf ihre Auf­gabe vorbereitet worden. «Oberstes Ge­bot: Sicherheit (auch eigene!)», steht auf dem vierseitigen Merkblatt über die Rechte und Pflichten der Streckenposten, das die Veranstalter den Helfern abgaben. Nachzutragen bleibt noch, dass der Wa­gen, der den verunfallten Helfer tödlich verletzte, Lamborghini Miura heisst – und nicht Misura, wie der TA-Berichterstatter aus dem gedruckten Programmheft und der Website des Oldtimerclassic abge­schrieben hat.

[quelle: tagi]

unfall am oldtimerclassic

es gibt jetzt genauere informationen zum unfallhergang. wenn man auch sagen muss, dass es scheinbar verschiedene szenarien gibt, die sich abgespielt haben könnten. weiter muss ich anmerken, dass es schon etwas peinlich ist, dass zwei mal von einem lamborghinimisura die rede ist. wenn man schon das auto erwähnen will, sollte man vielleicht den namen richtig schreiben.

Drama in der Regazzoni-Rundfahrt

An einem Schaurennen mit Ehrengast Clay Regazzoni kam ein Lamborghini bei starkem Regen ins Schleudern und tötete einen Streckenposten.

Hittnau – Es hätte die Wiederholung ei­nes Schaurennens sein sollen, das am Samstagmittag bei strahlendem Wetter eine der Attraktionen des diesjährigen Oldtimerclassic of Speed von Hittnau ge­wesen war: Clay Regazzoni, der seit 1980 querschnittgelähmte Rennfahrer, in sei­nem roten Ferrari Daytona, Jahrgang 1969, umschwärmt von einem drängelnden Pulk älterer Sportwagen, die einander ehrgeizig überholen, während der erfolgreichste Formel-1-Pilot der Schweiz (Vizewelt­meister 1974) gelassen und defensiv seine Runden dreht.

Doch am Sonntag, kurz nach 11 Uhr, wa­ren die Verhältnisse viel schwieriger: Es regnete in Strömen, die Sicht war schlecht, und auf der Tösstalstrasse, wo die Wagen auf über 120 Stundenkilometer beschleu­nigten, machten Bodenwellen und Aqua­planing den Piloten zu schaffen. Nach vier von fünf Runden beschloss die Rennlei­tung, vor der Geraden eine Schikane ein­zubauen, um die Geschwindigkeit auf 100 Stundenkilometer zu begrenzen.

Zwei Versionen des Unfalls

Beim Start und Ziel gab um 11.13 Uhr ein Streckenposten mit der gelben Fahne das Zeichen, langsamer und vorsichtiger zu fahren. Was dann geschah, darüber gehen die Beobachtungen auseinander. Die Kan­tonspolizei Zürich schreibt in ihrer Mittei­lung, ein Fahrzeug sei mit einem New-Jer­sey- Betonelement kollidiert und auf der Fahrbahn stehen geblieben. Die Strecken­posten hätten die anderen Fahrer auf das Hindernis aufmerksam machen wollen. Der nachfolgende Oldtimer eines 63-jähri­gen Lenkers sei beim Bremsen ins Schleu­dern geraten und gegen einen 57-jährigen Streckenposten geprallt, der noch auf der Unfallstelle starb. Etwas anders hatte es unmittelbar ne­ben der Unfallstelle ein Mitarbeiter aus dem Team Regazzoni gesehen: Ein hell­ blauer Ford GT 40, Jahrgang 1968, habe wegen der Fahne des ersten Streckenpos­tens abgebremst. Hinter dem Ford sei ein gelber Lamborghini Misura SV, Jahrgang 1972, mit knapp 100 Stundenkilometern ge­fahren. Auch er ver­suchte zu bremsen, schlitterte aber auf der nassen Fahr­bahn, krachte von hinten in den Ford und katapultierte ihn nach rechts in die Betonabschran­kung. Danach drehte sich der Lamborghini um die eigene Achse, erfasste mit dem Heck einen hinte­ren Streckenposten und kam schliesslich auf dem linken Strassenbord zum Still­stand. Obwohl die Sanität an Ort und Stelle war, kam für den Streckenposten jede Hilfe zu spät. Die beiden Unfallwagen wurden nach Berichten mehrerer Augen­zeugen total zerstört. Die Fahrer blieben offenbar unverletzt.

Nach dem Unglück brach das Organisationskomitee die Veranstaltung, die noch bis gegen Abend hätte dauern sollen, un­verzüglich ab. «Ich weiss nicht, ob es noch eine nächste Oldtimerclassic geben wird. Die ganze Veranstaltung ist einen Toten nicht wert», sagte am Sonntag Christian Brunner, Präsident des Motor-Sport-Clubs Hittnau (MSC). Zuerst wollten sich die Organisatoren um die Familie des Verstor­benen kümmern, sagte Brunner. Der getö­tete Mitarbeiter sei ein erfahrener Stre­ckenposten gewe­sen, seit 30 Jahren im Rennsport enga­giert und an jedem der bisher fünf Old­timerclassics von Hittnau beteiligt. Ein unvorsichtiges Handeln des Ver­unfallten schliesst Brunner deshalb aus. Der Hittnauer Bauunternehmer, «Motorsportler mit Leib und Seele», for­dert als Konsequenz aus dem Unfall eine permanente Rennstrecke in der Schweiz, die man aus Sicherheitsgründen mit Licht­signalen ausrüsten müsste. Dann brauche es auch keine Streckenposten mehr.

Der Unfall von Hittnau wird von der Staatsanwaltschaft als fahrlässige Tötung untersucht.

[quelle: tagi]

tagesanzeiger.ch-artikel zum hittnau-unfall

leider wird im artikel fälschlicherweise von einer «rennveranstaltung» gesprochen. dies ist natürlich falsch. es gibt keine zeitname und keine rangierungen. es handelt sich um einen reinen showanlass.

Ein Toter an Oldtimer-Rennen

Tragischer Zwischenfall am Oldtimer-Classic im Zürcher Oberland. Beim traditionellen Oldtimer-Rennen in Hittnau wurde ein Helfer auf der Rennstrecke von einem Wagen erfasst und tödlich verletzt. Der Anlass wurde abgebrochen.

Der tödliche Zwischenfall ereignete sich kurz nach 11 Uhr während einer Demonstrationsfahrt der alten Rennboliden, wie Polizeisprecher Stefan Oberlin gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Zuvor war ein Wagen in ein Betonelement gefahren, weshalb Helfer die Strecke sicherten.

Kurz darauf wurde einer der Helfer von einem nachfolgenden Wagen erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Trotz schneller medizinischer Hilfe sei der 57-jährige Mann aus der Region an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Verfahren eröffnet

Die Wagen seien mit rund 100 Stundenkilometern unterwegs gewesen. Der Fahrer habe das Auto vor dem Aufprall aber zum Teil noch abbremsen können. Zum Vorfall wurde eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung eröffnet.

Der zweitägige «Oldtimer-Classic of Speed» für historische Motorräder und Rennwagen fand seit 1998 zum fünften Mal statt. Gemäss Rennprogramm waren für den Rundkurs auf der 1600 Meter langen Rennstrecke in Hittnau über 150 Fahrer angemeldet. Die Veranstalter warben auch mit der Präsenz von ehemaligen Renngrössen wie dem Tessiner Clay Regazzoni oder Luigi Taveri.

gt-sportwagen tötet streckenposten

bereits vor zwei jahren war ich am oldtimerclassic of speed in hittnau, eine veranstaltung, die damals zum ersten mal durchgeführt wurde. das ganze lief unter dem motto «demonstrationsfahrt». dabei fuhren formel-wagen, rennmotorräder und strassensportwagen auf der abgesperrten kantonsstrasse. auch gt-sportwagen wurden im rahmen der veranstaltung schnell bewegt. ein solcher gt-sportwagen hat heute das leben eines streckenposten gekostet.

wenn ich den tagesschaubeitrag richtig deute, war es ein ford gt 40 in gulf-lackierung, der sich auf der strecke drehte. daraufhin sollte der rest des feldes abgebremst werde. ein lamborghini miura konnte nicht rechtzeitig stoppen und traf einen streckenposten so hart, dass dieser seinen verletzungen erlag. die veranstaltung, in deren rahmen auch clay regazzoni und luigi taveri auftreten sollten, wurde sofort abgebrochen.


beim lamborghini miura dürfte es sich um dieses auto gehandelt haben.

zuerst wollten auch wir zum oldtimerclassic of speed, doch dann zogen wir aufgrund des schlechten wetters das british car meeting in mollis vor. zum glück.

Pressemitteilung – Tödlicher Unfall am Oldtimerclassic

Am Oldtimerclassic of Speed 2006 in Hittnau hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Ein Funktionär wurde von einem Fahrzeug erfasst und dabei tödlich verletzt. Die Veranstaltung wurde sofort abgebrochen.

Der Veranstalter entbietet den betroffenen Familien sein Beileid.

dem schliesse ich mich, auch im namen von zündung.ch, natürlich an. sobald es neue informationen gibt, werde ich sie hier posten.

vw (sc) iroc (co)


sieht so wirklich der neue scirocco aus? die studie iroc soll einen ausblick auf den bald erscheinenden kompaktsportler aus dem hause vw geben. was das ganze mit dem «echten» scirocco zu tun haben soll, bleibt zumindest mir ein rätsel.

tagi-kritik des robbie-concerts

wie versproche liefere ich noch die kritik von tobi müller vom tagesanzeiger. dani hat seine kurzkritik ja für zu nett befunden. in der ausführlicheren version fährt er mit dem popstar schon etwas härter ins gericht.

Das Brandmal des ewigen Boysängers

Seine Kondition schwächelt, die Songs sind manchmal Mittelmass. Und doch hatte Robbie Williams im Berner Stade de Suisse die Menge im Griff. Warum eigentlich?

Wir sparen uns die genaue Anzahl Sattel­schlepper, die Tonnen mechanischen und menschlichen Arbeitsmaterials. Es waren jeweils viele. Auch im Stadion selbst: 40 000 am Mittwoch (vgl. Kurzkritik im TA vom 24. August, Kehrseite), 40 gestern Donnerstag. Am Mittwoch blieb es mild. Bierwetter, Bratwurstwetter, Begeisterungswetter. Aber weil Robbie Williams im Wankdorf spielte, wars auch recht prekäres WC-Riesenschlangenwet­ter. Es kamen zu viele Frauen, um den Mann mit der grössten Annäherung zwi­schen Oberarm und Seitenbauch zu vereh­ren (beides ist ansehnlich breit).

Popkardinal Robert Peter Williams aus Stoke-On-Trent wird der nächste Papst, sollte das mit dem medialisierten Sterben mal zur Tradition gerinnen. So sehr er lacht, so sehr ist sein exzessives Leiden an der Welt öffentlich, auch in den Songs. Am Schluss gabs viel weissen Rauch. Heutzu­tage ist es auch so, dass ein Megakonzert die Voraussehbarkeit des vatikanischen Ostersegens besitzt. Man klickt auf you­tube. com die unzähligen Amateurvideos an, informiert sich in kürzester Zeit über die Songliste und kennt bald jeden Witz.

«Do you feel Wankdorf tonight?»

Zum Glück sind wir nicht so wirklich in­telligent und finden den Witz beim zweiten Mal meistens noch lustiger. Oder auch beim dritten. Einen neuen hatte er noch, der war ortsspezifisch: Wankdorf, Ha! Ein Wanker ist im britischen Englisch ein Wichser, Robbie hat das für uns gestisch übersetzt. «Do you feel Wankdorf to­night? », röhrt Williams zum letzten Mal ins Oval. «Ich auch. Come on, lasst uns zusam­men singen und get the fuck out of here.» Robbie war dann weg, wir standen noch anderthalb Stunden in der Parkplatz­schlange. Wetter und Frisuren hielten.

Trotz Voraussehbarkeit, Vulgarität und oft nur mittelmässigen und gewöhn­lich arrangierten Songs packt Robbie Williams die Masse. Sein Produzent Ste­phen Duffy führt die Band und zwei wei­tere Gitarristen solid an, fünf Soulsänge­rinnen und -sänger erübrigen virtuose Gesangsleistungen des Stars, die Licht­und Videoshow bietet kaum Auffälliges. Und wenn Kumpel John Wilkes mit Rob­bie eine Swingnummer singt («Me and my Shadow»), mit Fussballkickereien die «dicksten Balls» eruieren will und kurz die Bee Gees veräppelt, gibts auch kei­nen Grund zur Ekstase. Es gibt nur eines, und dies trotz angeblicher und schon in andern Städten erzählten Fitspritze: ein Es namens Robbie Williams, sein trieb­haftes Charisma, seine schillernde Büh­nenfigur.

Und es gibt drei-, viermal ganz smarte, mal schön primitive kleine Popstücke, klar. «Rock DJ» pumpt früh den Klubbeat – das berühmte Video bringts aber doch mehr; «Advertising Space» vom aktuellen Album zeigt auch live, wie dieser Song jede Sekunde halten kann; «Feel» ist ein perfider Ohrwurm, das Wankdorf ganz in Rot getaucht. Der Rest reisst musikalisch nicht aus den Socken, ausser «Angels». Aber das ist ein Überhit, die Top Ten der Beerdigungsmusik können nicht lügen. Warum dieser Ausnahmewicht trotz­dem packt, hat vielleicht mehr mit seiner Vergangenheit zu tun, als ihm lieb ist. Für seine Zeit in der britischen Boygroup Take That hat Robbie Williams meistens nur ätzende Ironie übrig. Oder gar Hass. Wil­liams war dort ab 1990 fünf Jahre lang bes­tenfalls die Nummer 2, wurde im Rampen­licht erst recht nicht erwachsen und wachte mit 21 bereits als körperliches wie seelisches Wrack aus dem Alptraum auf. Robbie Williams, das sei doch dieser fette Tänzer von Take That, unkten die Kolle­gen von Oasis.

Niemand hatte ihm die Solokarriere zu­getraut. Doch trotz dem Erfolg des begna­deten Alleinunterhalters liegen keine Wel­ten zwischen der bübischen Synthetik von Take That und dem jungenhaften Charme Marke Robbie Williams. Gerade in der for­schen Abgrenzung von der Vergangenheit erscheint diese umso klarer in der Gegen­wart. Auch am Mittwoch in Bern. Robbie ist ein Boysänger geblieben. Er tanzt bloss we­niger. Und er ist viel, viel besser als seine alten Kollegen.

Ein bisschen Ironie

Der Star scheint diese biografische Wahrheit neuerdings anzupacken, wie er alles andere auch anpackt: mit Ironie, zu­mindest ein bisschen. Nachdem er, wie im­ mer auf seiner Tournee, zwei junge Schön­heiten an der Bühnenrampe anflirtet, fragt er sie: «Kennt ihr Take That? Wisst ihr, wer ich bin?» Dann äfft er affige Tanzschritte nach, singt ohne Begleitung ein paar alte Refrains. Und bringt dann doch mit Band und Bombast «Back for Good» zur Auffüh­rung, den Take-That-Hit von einst.

Die Pauschaldiagnose, Ironie sei von gestern, Innerlichkeit und Engagement aber wieder von heute, fällt beim grössten Popprodukt Grossbritanniens in sich zu­sammen. Robbie sagts sinngemäss, jeweils mit einem fiesen Lächeln und Mitleid er­heischenden Augen: Scheisse, ich bin ein Popstar, kein Seelentherapeut und auch kein Leistungsprediger. Die erste Zugabe am Ende von knapp zwei Stunden Robbie­ Revue liess daran noch nie einen Zweifel: «Let me Entertain You».

Für die Zugaben stand der Popheld im Adidas-Kostüm auf der Bühne. Madonna trägt jeweils Gaultier oder Westwood, aber das steht nicht auf den Dingern drauf und wirkt deshalb weniger marktobszön. Die drei Streifen, auch Zeichen von Elektro und Hiphop der Achtzigerjahre, werben für Robbies neues Video zu «Rudebox». Das Album erscheint im Oktober, die street­smarte Single klingt einfallsloser als man­cher Take-That-Track. Es war, kurz vor «Angels», wie eine böse Ahnung vom Ende. Wär da nur nicht dieses Grinsen, das immer dasselbe sagt. Fuck you, ich liebe euch.