bmw i3 concept

bmw steht vor dem start einer ganz neuen submarke. sie wirdi heissen und sich ins portfolio von bmw einreihen. das spannendste modell ist mit sicherheit der bmw i3, der mit 3,8 meter in die kategorie der kleinwagen gehört. mit 125 kw ist der nur 1260 kg schwere wagen bestimmt gut unterwegs. in ps umgerechnet sind das übrigens 167, wobei das bei einem elektroauto wenig sinn macht. wenn der i3 serienreif ist, wird nach einer gewissen zeit eine version mit range extender erscheinen, der die reichweite von 160 km mindestens verdoppeln soll. völlig neu ist in dieser klasse eine fahrgastzelle aus carbon. die karosserie wird aus kunststoff bestehen.


ebenfalls als studie wird der bmw i8 an der iaa gezeigt. den sportwagen halte ich für weniger interessant, da es weitaus schwieriger ist, ein alltagsauto völlig neu zu gestalten. genau das hat bmw mit dem i3 getan.

bad romance

ok, die version von den brewed goblins geht natürlich noch mehr ab. aber dem jared seine stimme kommt bei diesem song besonders gut, finde ich.

die schweizer kultur ist in gefahr

ja, sie ist in gefahr. diesen eindruck kriege ich jedenfalls, wenn ich hier einige kommentare lese. da heisst es, die schweizer kultur werde in die ecke gedrängt oder gar übergangen. der erste august steht vor der tür, vielerorts wird die rote fahne mit dem weissen kreuz drauf wieder aufgezogen. aber natürlich würde es zu kurz greifen, die schweizer kultur nur an ein paar grillfesten am 1. august festzumachen. dennoch frage ich: was ist denn die schweizer kultur?

auf die antworten in den kommentaren bin ich gespannt. jene, die unsere kultur im untergehen begriffen sehen, werden ja ganz genau wissen, was sie denn überhaupt ist. für mich manifestiert sich kultur in den verschiedensten facetten. da spielt sicher die sprache eine rolle, aber auch architektur, kunst, musik und nicht zuletzt auch das essen. auch sport gehört für mich in den bereich kultur. wo ich lebe und arbeite, ist schweizerdeutsch noch immer die einzig gesprochene sprache. sicher haben wir einen hohen ausländeranteil in der firma, dennoch wird ausschliesslich der schweizer dialekt gesprochen. in der freizeit und im ausgang, beispielsweise aktuell am blue balls festival in luzern unterhalte ich mich ebenfalls ausschliesslich in unserer muttersprache. in der architektur stelle ich keine tendenzen fest, dass sich «fremde» baustile durchsetzen würden. die sprache der meisten gestalter dürfte sich noch immer auf das bauhaus und auf le corbusier beziehen. nicht wirklich schweizerisch, aber ganz klar lokal verankert. im bereich kunst bin ich zu wenig bewandert, um zu sagen, ob hier das fremde (insbesondere natürlich der böse islam) das schweizerische element am verdrängen ist. beim essen hingegen stelle ich zwar keine verdrängung fest, die diversifizierung ist aber ganz klar spürbar. mittlerweile gibt es selbst in sursee einen (richtig guten) sushi-laden. im gleichen städtchen finden sich auch thailändische, mexikanische und natürlich italienische küche. das ändert aber nichts daran, dass ich gerne mal ein saftiges entrecote verzehre, am liebsten im ochsen in schenkon. die schweizer kultur in die ecke gedrängt? really?

wo ist das in der schweiz denn überhaupt konkret der fall? wo verdrängt muslimisches auf aggressive weise die ortsanässige kultur? ich erlebe aus meiner warte ein friedliches nebeneinander, manchmal sogar miteinander der kulturen. in der schweiz haben schwing- und jodlerfeste mehr publikum denn je. auf den schweizer radiosendern wird mehr schweizer musik gespielt denn je (habe keine statistik dazu, ist mein bauchgefühl). der support für die schweizer nati und roger federer ist ungebrochen gigantisch, obwohl beide nicht mehr an ihre allerbesten leistungen anknüpfen können. ich selbst bin extra ein weekend nach london geflogen, nur um dort unseren elf rotweissen beim fighten zu zuzuschauen (und sie zu unterstützen). kann mir mal jemand sagen, wo ganz genau unsere kultur an den rand gedrängt oder wie es auch formuliert wurde «übergangen wird»? wie übergeht man überhaupt eine kultur?

big sister? big bullshit!

Geht es nach dem Willen von Justizministerin Simonetta Sommaruga, gibt es für staatliche Ermittler im Internet bald keine technischen Schranken mehr: Mit einer Revision der Verordnung über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (VÜPF) will sie erreichen, dass Telecom- und Internetprovider künftig im Auftrag des Bundes nicht nur Telefone abhören, E-Mails abfangen oder Internetadressen überprüfen können. Neu sollen sie technisch dazu fähig sein, den gesamten Verkehr eines Verdächtigten im Internet in Echtzeit mitzuverfolgen – sei es eine Teilnahme an einem Chat, eine Google-Recherche oder ein virtueller Kinobesuch auf Youtube. […]
was soll denn das, frau sommaruga? die im zitierten tagi-artikel erwähnten massnahmen stellen all die bemühungen im bereich des datenschutzes massiv in frage. das klingt doch sehr nach einem /schnüffelstaat,/ wie wir ihn ganz bestimmt nicht wollen. wenn ein im verdachtsfall derart gläserner user geschaffen werden darf, dann muss äusserst genau festgelegt werden, unter welchen umständen man wirklich von einem verdachtsfall sprechen kann. die gesetzlichen schranken müssen also genau definiert werden, und laut dem artikel sind momentan genau dort die schwachstellen zu finden. ruedi noser von der fdp meint sogar,

die Verordnung technische Voraussetzungen für Methoden schafft, die gesetzlich nicht erlaubt sind und die das Parlament in Debatten klar abgelehnt hat.

nun, die internetgemeinde wird ganz bestimmt sehr genau hinschauen, was sich da in nächster zeit tut. eine big sister dürften die wenigsten wollen, eine willkürliche noch viel weniger.

90er jahre sound

ist es nicht witzig, dass man bei jedem song mindestens mitsummen, wahrscheinlich sogar mitsingen kann. und das, obwohl man das damals gar nicht wirklich gut gefunden hatte. auf jeden fall haben ace of base, snap, 2 unlimited, haddaway und wie sie alle heissen sich irgendwie in unsere köpfe eingebrannt.

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da fällt mir ein, dass ich mal irgendwo eine acapella version von inside out von culture beat hatte… kennt die irgendwer?

kurt imhof und «oslo»

wie so oft hat man kurt imhof um eine stellungnahme gebeten. der soziologe gibt präzise auskunft und nimmt gerade in bezug auf rechte parteien kein blatt vor den mund. interview

nur noch wenige tage


… und der fcl spielt in dieser unfassbar schönen arena. gestern war ich zum ersten mal drin. merci an den pressechef für die gelegenheit. die vorfreude auf die premiere am sonntag ist gerade noch ein stück grösser geworden.

die verantwortung der politiker

*nzz:* Der norwegische Attentäter verfolgte eine abstruse islamkritische und fremdenfeindliche Ideologie. Wie kann es überhaupt zu einer so extremen Geisteshaltung kommen?

*Cederman:* Wir wissen, dass die Themenfelder Immigration und Globalisierung von rücksichtslosen Populisten ausgenützt werden, um kurzfristige Wahlziele zu erreichen. Manchmal führt das zu einer missgeleiteten Überzeugung. Politiker haben die direkte Verantwortung, keinen Hass zu verbreiten. Sie dürfen Xenophobie und Rassismus nicht instrumentalisieren. Jede öffentliche Person, die sich Gewaltrhetorik zunutze macht, erhöht die Wahrscheinlichkeit terroristischer Taten. Jede öffentliche Person sollte der Gewalt absprechen. Von Repräsentanten islamischer Organisationen wird das ohnehin erwartet. Auch von rechtsextremen Organisationen sollte verlangt werden, dass sie in ihren eigenen Rängen aufräumen. Menschen, die Gewalt gutheissen, sollen aus jeder Organisation ausgeschlossen werden.

das ganze interview mit dem konfliktforscher lars-erik cederman gibt’s auf nzz online.

raffnix› kommentare

wow, raffnix, Du erhälst Deinen eigenen beitrag. toll, nicht? 🙂

ich habe mir im zusammenhang mit den anschlägen von norwegen einige gedanken gemacht. für mich ist es klar, dass die stimmungsmache gegen ausländer und alles fremde in europa mit für diese schrecklichen taten verantwortlich ist. oder wie es lkm ja ausgedrückt hat:

Die wahre Gefahr scheint nicht der Islam oder der Multikulturalismus zu sein, sondern die absurde Angstmacherei vor diesen Dingen.

so wie ich das sehe, ist genau das der fall. was das nun alles mit den kommentaren unseres geschätzten raffnix zu tun hat? er ist fast schon darauf spezialisiert, bei irgendwelchen themen pauschalverurteilungen auszusprechen, meist gegen muslime oder ausländer. da ich diesem quatsch nicht weiter eine plattform bieten möchte, werden ab sofort sämtliche kommentare gelöscht, die haltlose beschuldigungen ohne jegliche argumentative begründung enthalten. ebenfalls gelöscht werden behauptungen, die nicht mit quellen gestützt sind. weiter werden jene kommentare gelöscht, die sofort nach meinem beitrag off-topic gehen. wer sich an diese regeln hält, hat nichts zu befürchten. 🙂

zwei interessante religionssendungen: israel und icf

ich möchte gleich auf zwei spannende sendungen im zusammenhang mit religion(en) hinweisen. zum einen gibt es da die sternstunde religion vom 24. juli 2011. es geht um israel. konkret um das «israel der gottesfürchtigen», die den staat immer mehr vom an sich demokratischen kurs abzubringen drohen. zum anderen die sendung input auf drs3 17. juli 2011. hier dreht sich alles um die freikirche icf.

die israel-sendung kann eventuell etwas licht dahinter bringen, weshalb es so schwer ist, die jüdischen siedler aus dem westjordanland wegzubringen. ausserdem ermöglicht sie einen spannenden einblick in die shas-partei, die in den letzten jahren immer mächtiger wurde.

die radio-sendung zum icf schafft es, einigermassen zu vermitteln, was bei der international christian fellowship so abläuft. so fehlt auch der hinweis nicht, dass alleine icf zürich 35 vollzeitstellen anbietet und 4,2 millionen «umsatz» erwirtschaftet. kein wunder, wenn man 10% seines einkommens an die kirche abgeben muss…