wie viel geld investieren die parteien?

eine sehr seltsame grafik, die uns der tagesanzeiger online da präsentiert. das budget in millionen in einem kuchendiagramm, das dann auch noch mit prozentzahlen beschriftet ist? ein säulendiagramm wäre wohl um einiges passender gewesen.

im artikel selbst sind dann aber ein paar interessante absolute zahlen erwähnt. hier mal in absteigender reihenfolge:
15’000’000 – svp
3’000’000 – fdp
3’000’000 – cvp
1’500’000 – sp
200’000 – glp
180’000 – grüne
niederiger sechsstelliger betrag – bdp

diese zahlen gelten für den nationalen wahlkampf. nicht dabei sind somit die gelder der kantonalsektionen und jene der kandidaten.

aus dem gleichen artikel:

Punkto Parteienfinanzierung ist die Schweiz tatsächlich ein Sonderfall: Weder muss die Herkunft des Geldes deklariert werden, noch sind die Budgets begrenzt. Transparency International und die OSZE haben die Schweiz deswegen mehrfach kritisiert. Im Europarat läuft eine Untersuchung.

kein ursächlicher zusammenhang

[…] Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen rechtspopulistischen Parteien und Gewalttaten wie jener in Norwegen gibt es daher nicht. Fremdenfeindlichkeit in der Politik und Massenmord stehen nicht in einer direkten Linie, selbst wenn rechte Parteien und Wortführer, auch in der Schweiz, die Grenzen dessen, was tolerierbar ist, strapazieren.

Gerade deswegen ist aber ihre Entrüstung darüber, jetzt in Verbindung mit der Tat in Norwegen gebracht zu werden, scheinheilig. Dieselben Islamfeindliche Kreise, die sich nun dagegen wehren, mti der Gewaltat von Norwegen in Zusammenhang gebracht zu werden, zögerten ihrerseits nicht, den Islam direkt mit Gewalt und Unterdrückung zu verknüpfen.

Die Kampagne zur Anti-Minarett-Initiative rückte den praktizierenden Muslim in die Nähe islamistischer Aggression. Ein rechtskonservatives Wochenmagazin titelte jüngst einen Artikel über einen muslimischen Fundamentalisten in der Schweiz mit «Bin Laden in Biel» und zog damit eine direkte Linie vom fundamentalistischen Islam zum Terrorismus. Aus politischen oder wirtschaftlichem Kalkül wird überzeichnet bis zur Schmerzgrenze und jede Differenzierung unterlassen. Wer so mit dem Feuer spielt, sollte nicht jammern, wenn es plötzlich heisser wird.

michael furger in einem kommentar in der nzz am sonntag vom 31. juli.

the death of you and me

was ein wahrer gallagher ist, der verlernt das musizieren nicht so schnell. die erste single der «high flying birds» klingt doch schon nach sehr nach einer relaxten version von oasis. i like. very much.

 

ökologisch und sozial

Eigentlich nicht. Ich orientiere mich an verschiedenen Menschen, die sich mit Herzblut für soziale oder ökologische Anliegen einsetzen.
die grünliberale stefanie huber in einem interview mit dem tagi auf die frage, ob sie politische vorbilder habe. angesichts der positionierung der partei in sozialen fragen eine interessante antwort, finde ich.

schweizer kultur auf twitter

naja, allzu gross war das echo nicht auf meine frage, was denn die schweizer kultur sei. hier die drei antworten der twitterer mit meinem kommentar:

@lgwigg gute frage… haben wir überhaupt noch eine eigene kultur? oder haben wir sie schon verloren?

danke, weiss ich. 🙂 fragen mit gegenfragen beantworten ist in den allerseltensten fällen eine befriedigende variante. wenn der verlust der schweizer kultur schon passiert ist und man sie vermisst, müsste man sie ja umso besser beschreiben können.

@miva83 vereine, stärkstä währung besser als gold. sicherheit, lassen sich nicht reinreden

die vereine geb› ich natürlich gerne. die stärkste währung ist momentan vielleicht tatsächlich die unsrige, aber ist das kultur? ist sicherheit kultur? sich nicht reinreden lassen könnte kultur sein. wenn ich aber sehe, wie viele eu-regeln wir selbstständig anwenden, zweifle ich daran.

@metallschaedel chäschuecheschoggiwerhettserfundejodleru17weltmeistertellschuss

ich dachte ja immer, der käse an sich sei es. jetzt sind es aber die käsekuchen. nun gut. schoggi ist natürlich ebenso schweiz wie ricola. das jodeln gehört wie andere folklore dazu. die u17-weltmeister sind ebenfalls schweizer. der tellschuss ist eher geschichte denn kultur.

danke den drei followern für ihre meinungen. sie bestärken mich in der annahme, dass viele von uns selbst nicht so genau wissen, was denn unsere kultur ist.

extrafilm wird smartphto

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ein namenswechsel ist eine schwierige sache. oder wie lange habt ihr twix noch raider genannt? eben. eine ähnliche herausforderung hat jene firma vor sich, die wir bis anhin unter dem namen extrafilm kannten. aus extrafilm wird smartphoto. warum überhaupt den namen wechseln, wenn er doch schon so etabliert ist? nun, im vorliegenden fall dürfte die verschiebung der fotografie auf die bald ausschliesslich digitale technik der ausschlaggebende faktor gewesen sein. wer heute mit fotografieren beginnt, hat womöglich noch gar nie einen «film» gesehen.

für smartphoto geht es nun natürlich darum, die extrafilm-kundschaft weiterhin zu binden und deutlich zu vermitteln, dass sich abgesehen vom geänderten namen nichts verändert hat. schliesslich hat man über 40 jahre erfahrung im bereich der fotografie. selbstverständlich lockt man die geneigten digitalknipser zur zeit mit aktionen, um auch während des umbruchs auf sich aufmerksam zu machen. aber mit welchen tools und tricks macht man die neue marke am schnellsten und effektivsten so bekannt, wie es der vorgänger war?

meine erste idee: smartphoto ist schon rein sprachlich sehr nahe am «smartphone». diese mobilen alleskönner sind spätestens seit dem erscheinen des apple iphone 4 auch gern genutzte fotoapparate. was läge also näher, als einen wettbewerb unter den iphone-fotografen zu veranstalten? die iphoneografie, wie sich diese schon nicht mehr ganz so neue disziplin nennt, lässt sich bestens mit twitter verknüpfen. dort würde ich den wettbewerb auch primär promoten. der vorteil eines solches wettkampfes ist nicht zuletzt die gleichheit der teilnehmer. wo es sonst nicht zuletzt auf das equipment ankommt, können hier allerhöchstens unterschiedliche apps eventuelle vorteile bringen, doch auf die haben ja alle teilnehmer zugriff.

meine zweite idee: guerillamässige kampagne in zusammenarbeit mit einem kamerahersteller in grossen schweizer städten. also in zürich, basel, bern, genf und lausanne zum beispiel. die ganz in smartphoto-stil gekleideten fotografen knipsen einfach mal drauflos. wann immer sie jemanden fotografieren, der darauf reagiert, kann man diese person darauf ansprechen. «wäre es nicht cool, dieses bild als leinwand im wohnzimmer zu haben» oder so ähnlich. willigt dieser in ein gespräch ein, kriegt er einen gutschein mit dem hinweis, dass aus extrafilm nun eben smartphoto geworden ist. wichtig ist natürlich, dass von passanten ungewünschte fotos sofort gelöscht werden.

meine dritte idee: ebenfalls eher im bereich guerilla angesiedelt, könnte man eine grosse fotoleinwand an vielbefahrenen strassen über die fussgängerstreifen tragen. auf den leinwänden könnten in grossen lettern stehen «so smart lässt man heute photos drucken». natürlich sollte man nicht hundert mal über den zebrastreifen zwischen bahnhof und bahnhofstrasse in zürich gehen.

die vierte idee ist die heutzutage wohl naheliegendste: eine facebookkampagne. smartphoto hat natürlich bereits eine faebookseite. jetzt wäre noch die frage, wie man diese speziell promoten könnte, um möglichst schnell den neuen namen bei einer breiten facebooköffentlichkeit publik zu machen. ich denke, hier würde sich verlosung anbieten: ein zufällig ausgewählter «gefällt mir»-klicker gewinnt einen gutschein. simpel aber bestimmt einen versuch wert. aufpassen muss man aus meiner sicht mit den newsbeiträgen auf facebook: wer zu häufig etwas postet – gerade bei kommerziellen seiten – dürfte schnell auf der blockliste landen.

schon gewonnen hat, wer in diesen sommertagen auf die homepage von smartphoto surft: wöchentlich gibt es da eine attraktive aktion.

thank you, muhammad

I see the same wishes for our children to have happy, healthy lives; I see the same concerns for others less fortunate than ourselves; I see the same desire for peace and dignity.
muhammad ali – the greatest in einem kondolenzbrief an die norwegische bevölkerung. mangels originaltext hier ein weiterer ausschnitt aus der huffington post.

Ali, a Muslim, said those who commit unspeakable acts in the name of race and religion «fail to understand that we share far more with our fellow beings than those aspects that set us apart.»

danke, svp

Wir haben keine gewalttätigen, rechtsextremen Gruppen – dank der SVP.
christoph blocher, chef-realitätsverdreher der svp in der gestrigen nzz am sonntag.