welcome home, cesc!

endlich hat es geklappt: für 35 millonen euro wechselt cesc fabregas nach x erfolglosen versuchen zurück zu den katalanen.

liberal ist nicht gleich liberal

die nzz am sonntag liess von der forschungsstelle sotomo ein liberalitätsrating erstellen. interessant dabei: es wird zwischen liberalem wahlverhalten im nationalrat in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen fragen unterschieden. die spannende frage für mich: wo landen die grünliberalen, die ich irgendwie einfach nicht richtig greifen kann. und da die partei das wörtchen «liberal» in ihrer bezeichnung spazieren fährt, müsste sie erwartungsgemäss weit vorne im ranking auftauchen. richtig?

so sieht die rangliste der parteien für die liberalität in wirtschaftlichen bereichen aus. die klassische liberalen, diejenigen der fdp also, schnappen sich den spitzenplatz. für mich wenig überraschend: die svp auf dem zweiten platz. schliesslich müssen sie zu ihren superreichen stehen, die ihnen das budget äufnen. hinter der bdp findet sich die glp auf dem vierten platz. sonderlich liberal ist man in wirtschaftlichen punkten also offenbar nicht. die linken parteien sp und grüne findet man auf den letzten plätzen, was meinen erwartungen entspricht.

hier also nun die rangliste für die liberalität in gesellschaftlichen issues. und siehe da: die linken parteien stossen an die spitze vor. die fdp schafft, was ich nicht gedacht hätte, zwischen den beiden den zweiten platz. wiederum auf dem vierten platz liegen die grünliberalen, die auch hier ihrem namen nicht vollends gerecht zu werden scheinen.

logischerweise auf dem letzten platz: die reaktionären von der svp.

das rating zeigt, dass die glp offenbar nicht wirklich als liberale partei durchgehen kann. es bleibt die frage, ob man «liberal» gar nicht von «grün» trennen darf. oder anders gesagt: ist man nur deshalb so wenig liberal, weil man in vielen bereichen eben auch grün sein will / muss?

quelle: nzz online

cesc fabregas zu barcelona?

offiziell ist noch nichts, aber die newsseiten überschlagen sich fast in anbetracht des bevorstehenden superwechsels. cesc fabregas könnte bald zum fc barcelona wechseln. und dann «müsste» ich dann wohl doch so ein shirt kaufen. mit fabregas hätte barça endlich jenen spieler, den man sich schon seit jahren gewünscht hat.

süddeutsche.de

blackberry messenger und twitter ausschalten?

[W]e are working with the police, the intelligence services and industry to look at whether it would be right to stop people communicating via these websites and services when we know they are plotting violence, disorder and criminality.
david cameron, premierminister von england über die sozialen netzwerke und den gedanken, sie im zusammenhang mit denriots auszuschalten. immerhin hat twitter bereits das löschen von posts und usern abgelehnt. ganz typisch: symtombekämpfung at its best.

mehr dazu im artikel von gigaom.com.

via lkm

david camerons rhetorik

es ist ganz typisch, wie premierminister david cameron auf die vorfälle reagiert. ohne die taten der gewalttätigen plünderer in irgendeiner art verhamlosen zu wollen: wäre es in einer solchen ansprache nicht angebracht, diplomatische anstatt konfrontative töne anzuschlagen? das was ich im oben eingebetteten video höre, klingt für mich fast schon verdächtig ähnlich wie die ansprachen kurz vor kriegsbeginn.

es ist ganz logisch, dass zunächst mal symptombekämpfung betrieben werden muss. heisst: mehr polizei, mehr härte, mehr verhaftungen. auf der anderen seite wird man so den wütenden mob kaum dauerhaft ruhig stellen können. so lange nicht zugegeben wird, dass sowohl die politik als auch die polizei fehler begangen hat, die mitunter für die unruhen verantwortlich sind, wird sich die menge kaum beruhigen. wer das tun der plünderer alleine mit spass an der zerstörung abtut, dürfte der angespannten situation in den unteren bevölkerungsschichten englands bei weitem nicht gerecht werden.

offizielles statement von rim

We feel for those impacted by the riots in London. We have engaged with the authorities to assist in any way we can.
offizielles statement von blackberry-hersteller rim (research in motion) auf twitter. langsam dürfte klar werden, welch riesiges mobilisierungspotential die sozialen online netzwerke haben könnten. rim ist in england übrigens marktführer bei den jugendlichen.

reise von den usa in die schweiz: 23 tage

auch im webzeitalter scheint die zeit nicht schneller laufen. so habe ich vor 23 tagen von witzigen auto notiz genommen. wie ich das in letzter zeit öfters tue, poste ich solche links gerne auch mal nur bei twitter, anstatt gleich einen blogbeitrag zu verfassen. hier also mein tweet von vor 23 tagen:

sehr cool: englands unzuverlässigstes auto ist der monster mk1. link #mgtf #audia8 #landroverfreelander

doch erst als der deutsche ableger des autoblog am 3. autugst den gleichen beitrag postet, werden deutschsprachige medien darauf aufmerksam. inzwischen hat sogar der «blick» davon wind gekriegt. der fügt mit dem «mg-tt» gleich noch ein gänzlich neues modell ein, von dem ich noch nie etwas gehört habe.

witzig an der geschichte finde ich, wie wir in gewissen bereichen realtimemässig informiert werden, in anderen dauert’s aber so lange, als ob eine desorientierte brieftaube die nachrichten übermitteln würde. oder war’s bloss die sprachbarriere?

kebapverbot

Dieses Essen aus der türkischen und arabischen Küche ist bestimmt nicht Teil unserer Tradition und unserer Identität.
massimo bitonci, bürgermeister von cittadella, lega nord. gesehen in der nzz online.

und wenn etwas nicht zur tradition gehört, ist es immer am besten, man verbietet es. so sieht wahrer fortschritt aus.

wenn ich sehe, wie viele nicht-ausländer mittags bei pizza maxx in büron halt machen, um dort nicht etwa cervelat oder ghackets mit hörndli zu essen, sondern um einen kebap zu verspeisen… dann bin ich mir nicht so sicher, ob der türkische fastfood nicht doch schon zum «üblichen» mittagessen gehört. in den städten gibt die häufig von kurden betriebenen läden ja schon lange. laut wikipedia konnte man schon anfangs der 1970er jahre in berlin kebap futtern. es gibt sogar gerüchte, wonach die grosse verbreitung dieser art des schnellimbisskebaps erst mit dem erfolg in berlin kam.