wie wir und die medien uns manipulieren lassen

[…] In allen Teilen der weltweiten Medienmaschinerie hatten dieselben Reflexe funktioniert. Die Nachrichtenagentur Reuters packte in eine frühe Meldung über die Explosion einfach mal eine Liste islamistischer Gruppen, die irgendwann Anschläge in Europa geplant haben sollen. «Welt Online» verlinkte prominent einen älteren Kommentar: «Die Gefahr geht vom politischen Islam aus». Die «New York Times» berichtete von einem angeblichen Bekennerschreiben einer Gruppe namens «Helfer des globalen heiligen Krieges» und fügte erst später hinzu, dass amerikanische Regierungsleute sagten, die Gruppe existiere möglicherweise gar nicht. […]
ein terroranschlag? logisch, das müssen islamisten sein. so einfach funktionieren wir inzwischen. danke an die diversen angstmacher und aufwiegler dafür. der obige ausschnitt stammt aus einem lesenswerten artikel aus der online-version der faz.

die wahre gefahr

Die wahre Gefahr scheint nicht der Islam oder der Multikulturalismus zu sein, sondern die absurde Angstmacherei vor diesen Dingen.
lkm, auf diesem blog, im zusammenhang mit den attentaten von norwegen.

wer entschuldigt sich für oslo und utoya?

könnt ihr euch erinnern? als es vor einiger zeit anschläge islamistischer gruppierungen gab, erwartete man von hiesigen muslimen stellungnahmen. ja sogar entschuldigen hätten sie sich sollen. klar, wer den gleichen glauben hat ist für seine mitgläubigen verantwortlich. oder ist das am ende dann vielleicht doch nicht ganz so einfach?

wer wird sich für die anschläge in oslo und utoya, die nach aktuellem wissensstand von einem christen begangen wurden, entschuldigen oder zumindest rechtfertigen? wird sich twitter-abt martin werlen an seine follower richten und um vergebung bitten? bis jetzt ist er, laut seinem letzten tweet, froh, dass er beten kann:

Norwegen: Schock – Trauer – Mitleiden – Wut – Angst – Ohnmacht. Dankbar, dass ich beten kann.

kein wort von entschuldigung. keines von rechtfertigung. auch noch keine nächstenliebe für den mutmasslichen täter. eigentlich abgesehen vom beten erschreckend unchristlich und erfrischend menschlich.

ich schätze mal, man wird den täter, so es wirklich dieser eine allein gewesen sein sollte, dereinst einfach als verrückten einzelgänger darstellen. ein extremist halt. anders als koran und islam werden bibel und christentum wegen der tragödie in norwegen nicht weiter unter die lupe genommen. nein, dafür sind uns die christlichen werte zu «heilig» – schliesslich sind das ja die unsrigen. möglich, dass die gamerfraktion mal wieder prügel bezieht, soll der mutmassliche attentäter doch world of warcraft und modern warfare gezockt haben.

der lamborghini von giugiaro

… der leider niemals gebaut wurde. einen namen hat die studie nicht. ausschauen tut sie aber schon mal sehr lecker:



ok, die bilder sind nicht eben weltklasse, aber sie zeigen doch ein stimmiges sportwagenkonzept. es handelt sich dabei um giorgetto giugiaros entwurf aus den frühen 1960er-jahren, wie er ihn bei lamborghini eingereicht hatte. basierend auf skizzen wurde nun ein modell des attraktiven sportwagens angefertigt. an der front fallen die bizzarini-schlitze auf und ansonsten fühlt man sich vielleicht an den 33 stradale von alfa romeo erinnert, der jedoch später entstand. so bleibt es dabei, giugiaro hat diverse concept cars für lamborghini gezeichnet (calà, marco polo), in serie gebaut wurden sie jedoch nie.

so schnell brüllt der löwe

ein paar klicks im app store, supereinfache installation und nach nicht einmal 45 minuten läuft das ding perfekt. nach einigen tagen hat man sich bestimmt an das nun mehr iphone-mässige scrollen gewöhnt. der apfelblog hat dieser neuerung gar einen eigenen beitrag gewidmet. ansonsten ist auf den ersten blick nicht sooo viel neu. auf den zweiten fallen die vielen ecken auf, wo früher rundungen waren. ausserdem ist alles etwas grauer und damit edler, ja smoother geworden. das neue mail kommt mit einer abgespeckten standardansicht und einer zusammenfassung korrespondierender mails in /konversationen./ ical hat auch eine neue oberfläche gekriegt. nur schade, dass dabei die kalenderwochennummern immer noch ausser acht gelassen wurden. gespannt sein darf man auf das erste update von osx 10.7, das dann das sogenannte icloud enthalten soll. we’ll see.

xamax mit 30 millionen-budget

Es ist nicht falsch, von einem Budget von rund 30 Millionen Franken auszugehen. Das ist der Betrag, den ich für die 1.Mannschaft benötige. Für den Rest habe ich andere Projekte. Zum Beispiel will ich eine Akademie für Junioren aus der ganzen Schweiz aufbauen. Die Schweiz hat herausragende Einzelsportler, im Tennis, in der Leichtathletik oder im Skisport. Aber sie hat Mühe in den Teamsportarten. In diesem Bereich arbeitet jeder ein wenig für sich. Ich will diesbezüglich die Mentalität verbessern.
bulat tschagajew, seines zeichen neo-eigentümer von neuchâtel xamax, über die dem club zur verfügung stehenden mittel. das interview im tagi zeigt, dass man mit xamax in den nächsten jahren eben vielleicht doch rechnen muss.

die erlebnisse des kleinen franzeli während des zweiten weltkriegs

[…] Schon in der ersten Klasse wuste ich von jedem, welcher Partei er angehörte.

Von der Kanzlei musste ich regelmässig verschiedenen Leuten Briefe bringen. Damals hat man diese Mitteilungen in der eigenen Gemeinde nicht durch den Briefträger verteilen lassen. Der Weg zum Bürger war gleich weit, wie der Weg zur Post. Also hat man und konnte noch das Porto sparen. Wichtige Briefe brachte mein Vater meistens am Sonntag und verband dies mit einem Familienspaziergang. Dann gab es oft ein Zobig und es wurde politisiert. Mein Vater redete gerne mit den Bürgern persönlich und diese schätzten das ganz offensichtlich. Manches Problem konnte so viel einfacher gelöst werden. Ich spürte dann sofort, ob mein Vater mit einem Roten oder einem Schwarzen sprach. Es war eine spannende und interessante Zeit Ich hörte gern den Männern zu. Die Frauen redeten nur vom «Lismen und von den Hühnern, die den Mauser hatten.»

In der Schweiz existierte damals das Frauenstimmrecht noch nicht. Die Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau war klar gegliedert. Ganz vereinzelt gab es Frauen, bei denen man genau wusste, dass sie dem Manne den Tarif durchgaben. Diese nahm man aber aus eidgenössischer Ueberzeugung nicht ernst. Man hatte höchstens mit dem Ehemann etwas Erbarmen.

allfällige fehler im text sind beim abtippen meinerseits entstanden. 😉 diese kleine büchlein stammt von einem mann aus meiner gemeinde, spiegelt jedoch die situation für viele landgmeinden in luzern um diese zeit wieder. sobald ich weiss, wo und zu welchem preis man es erstehen kann, werde ich das hier posten.

tastatur für das iphone

eine tastatur, die da ist und doch nicht. ziemlich cool.

auf gadget-o kann man die lasertastatur, die sich mit so ziemlich allen bluetoothgeräten koppeln lässt für 170 usd bestellen.

wohlstand im zusammenhang mit evolutionsglauben

ja, evolutionsglauben ist ein ziemlich dämliches wort, finde ich. aber auf calamaties of nature wird in etwa dieser begriff auf englisch verwendet. dabeiglauben ja in aller regel jene, die die evolutionstheorie ablehnen.

wie man sieht, ist der «glaube» an die evolutionstheorie mit ausnahme der usa in jenen ländern höher, die einen höheren wohlstand aufweisen. über die kausalität gibt der graph natürlich keinen direkten aufschluss. es ist aber doch erwähnenswert, dass die schweiz eine für ihren wohlstand tiefe akzeptanz für die these, dass der mensch im prinzip eine weit entwickelte affenart ist, erreicht hat. eigentlich erstaunlich, dass wir es dennoch fertig bringen, die intelligent-design-jünger weitgehend von den schulen fernzuhalten. denn wenn diese daten stimmen, glaubt mehr als ein drittel der schweizer nicht, was sie in ihrer ausbildung bezüglich der herkunft des menschen gelernt hat.

via lkm

gelungener saisonstart?

vom resultat her ganz bestimmt: der fc luzern gewinnt gegen die neo-tschetschenen von neuchâtel xamax gleich mit 0:3. die bilder dazu gibt es neu auf dem blog namens lucernedynamite. die chose befindet sich noch in einer art beta-stadium. aber in zukunft soll sich alles, was den fcl betrifft dort finden.

ach ja: die nummer 1 der schweiz sind wir!