the x files – i want to believe

fox mulder lebt zurückgezogen auf dem land, dana scully arbeitet in einem christlichen spital. mit dem fbi haben beide längst nichts mehr zu tun, immerhin erinnert bei mulder noch das legendäre poster an der wand. doch die behörden brauchen die hilfe von mulder, weil die visionen eines priesters einzutreffen scheinen. das fbi findet dank seiner hilfe leichenteile, ohne wirklich zu wissen woher diese kommen.

*spoiler*alarm

da ich das i-want-to-believe-poster selbst jahrelang an der wand hängen hatte, konnte ich mir diesen neuesten streich von chris carter auf keinen fall entgehen lassen. denn wenn ich so zurückschaue, dann waren die x files ganz eindeutig meine serie, auch wenn ich zuletzt ob all der verschwörungtheorien etwas genug hatte. in diesem film ist davon aber nichts zu sehen, im gegenteil, alle gehen relativ schnell locker miteinander um. die story ist nicht extrem spannend, die dialoglastige erzählweise macht das auch nicht besser. trotzdem würde ich nicht sagen, dass langeweile aufkommt. als fan kann ich von mulder und scully sowieso nicht genug kriegen.

eher störend fand ich einen logischen fehler, der sich meiner meinung nach am schluss findet. warum sollte jemand neben einem neuen körper auch noch einen neuen kopf wollen? dann wäre er ja nicht mehr sich selbst. oder mache ich jetzt da einen denkfehler?

ein x files film ohne aliens ist im prinzip ein normaler thriller. einfach noch mit dieser prise witz und sarkasmus, wie man es aus der serie kennt. mir hat der streifen gefallen, aber ich denke, er ist nur den fans wirklich ans herz zu legen. alle anderen werden ihn langweilig und etwas lahm finden. ich dagegen könnte mir morgen schon den dritten film reinziehen. oder gibt es etwas keinen dritten?

bienvenue chez les ch’tis

obwohl seine frau sich schon auf den umzug an die côte d’azur vorbereitet hat, wird philippe abrams (kad merad) ganz in den norden des landes versetzt. dort soll er die poststelle von bergues übernehmen. die vorurteile vor dem hohen norden frankreichs sitzen so tief, dass abrams mit dicker winterjacke abreist. im land der ch’tis angekommen, versteht er erst einmal gar nichts, der akzent der einheimischen braucht einige eingewöhnung. doch das ch’tmi ist schnell gelernt und mit dem sprachverständnis wächst die sympathie für die region. mehr noch: das verhältnis zu seiner frau, die er alle zwei wochen im süden besucht, bessert sich schlagartig.

dass der film in frankreich einen enormen erfolg für sich verbuchen konnte, ist das seine, dass er auch hier funktioniert, das andere. bei unserem ersten versuch bienvenue chez les ch’tis im bourbaki kino zu sehen, hätten wir nur noch plätze in der vordersten reihe gekriegt. für einmal ist der hype berechtigt. und ja: der film ist richtig lustig. obwohl wir hier keine ahnung von den vorurteilen gegenüber einzelnen französischen regionen haben, animieren die gags einfach zum lachen. dass nebenbei ordentlich werbung für den nord pas de calais gemacht wird ist zu verschmerzen.

für mich ganz eindeutig der lustigste film des jahres. undbedingt anschauen!

einen besuch wert: offizielle homepage,

hancock

hancock (will smith) ist nicht gerade der klassische superheld. klar, er kann alles, was superman auch kann, nur ist er dabei unfreundlich und nicht selten besoffen. dass er bei jeder landung ganze strassenzüge verwüstet wirkt auch nicht gerade imagefördernd. durch zufall trifft er auf ray, einen nicht sonderlich erfolgreichen pr-berater. der rät ihm zu einem gefängnisaufenthalt, den er sowieso längst verbüssen sollte. nur so würde man ihn ernst nehmen und ihm seine guten taten danken. doch als er dann rays frau mary (charlize theron) kennenlernt, scheinen die vorsätze schnell wieder vergessen.

ich habe den film letzte woche als vorpremiere gesehen. weil ein spontaner bericht wohl ziemlich vernichtend ausgefallen wäre, liess ich mir etwas zeit damit. tatsächlich ist es so, dass die idee «wie superman, aber ein bisschen böse» nicht allzu viel hergibt. die lustigen szenen kannte ich allesamt bereits aus dem trailer. was ich dem trailer nicht entlocken konnte: hancock ist kitschiger als lion king und e.t. zusammen. in einem actionfilm mit der tränendrüse zu arbeiten ist wohl arg am zielpublikum vorbei. die zumeist männlichen zuseher hätten sich wohl eher ein paar verfolgungsjagden und effektvolle stunts denn minutenlanges gefühlsgedöhns gewünscht. ausserdem wird viel zu schnell offensichtlich, dass dieser hancock keiner fliege was zuleide tun kann.

ben x

den film hab› ich zwar nicht gesehen, aber das bild muss ich jetzt doch noch posten. schliesslich ist die ähnlichkeit doch ziemlich frappierend, oder?

the happening

aus unerklärlichen gründen verlieren die menschen im central park auf einmal jeglichen selbsterhaltungstrieb. innert kürze breitet sich diese «krankheit» aus, was zu panikartiger flucht der bevölkerung führt. auch der lehrer elliot moore (mark wahlberg) sieht sich gezwungen, zusammen mit seiner freundin zu fliehen. die überlebenden tun nicht viel anders ausser flüchten und darüber rätseln, was denn die menschen umbringt. die gruppen werden mit der zeit immer kleiner, was sie scheinbar am leben hält…

einmal mehr hat m. night shyamalan einen film gedreht, den man sich nur einmal anschauen kann. denn am schluss gibt es zwar keinen überraschenden turn, aber ich denke, die spannung würde kein zweites mal so lange anhalten. nüchtern betrachtet istthehappening nämlich ein recht langweiliger film, der davon lebt, dass man ständig annimmt, es werde nun gleich etwas schreckliches passieren. und dann sind da natürlich noch die riesigen augen von zooey deschanel, aber auch die hat man irgendwann gesehen.

sex and the city

die vier girls sind erwachsen geworden – naja, so halb zumindest. carrie heiratet big – naja, so halb zumindest. 🙂 charlotte ist einfach nur glücklich, während bei miranda alles zu bruch zu gehen scheint. und samantha? die lässt es sich in l.a. so richtig gut gehen – naja, so halb zumindest… nein, eigentlich nicht mal halb.

alles in allem hat mich bei der serie die zunehmende fixierung auf das heiraten genervt. oder anders gesagt: mir war es irgendwann eimfach zu viel city. das ist in diesem film an sich nicht wirklich anders. und doch kommt man nicht umhin, ihn sich anzuschauen. schon alleine die unglaublichen kostüme, die carrie die ganze zeit trägt. nicht, dass sie darin gut aussähe, wie das immer wieder gesagt wird. ok, das hochzeitskleid von vivienne westwood steht ihr, der rest überhaupt nicht. aber die ganze materialistische modenschau ist dennoch was für die augen – auf nicht primär ästhetische weise. und dann ist das diese kurze aber doch lustige szene, in der carrie ihre unfähigkeit im bedienen eines iphones demonstriert.

der film ist unglaublich lang, gefühlte 4 folgen würde ich sagen. aber trotz einiger tiefpunkte würde ich sagen, er zeigt sex and the city at its best. ein würdiger abschluss für die serie, der gegen ende doch ziemlich die luft ausging.

death race – fast and furious in böse

ja, das scheint mir wieder mal ein richtig schön blöder männerfilm zu sein. schnelle autos, hübsche girls und natürlich geht es um leben oder tod. alles schaut ein wenig nach fast and furious aus. in böse! farbige paintjobs sind kinderkram, mattschwarz und tonnenweise stahl ist trumpf. auch die möchtegerngangsterhiphopsounds wurden zugunsten von straightem hardrock ersetzt. sounds good to me.

indiana jones and the kingdom of the crystal skull

*achtung*spoiler

mutt williams (shia labeouf) kommt mit einem rätsel zu indy (harrison ford, wer sonst?), dass ihn zu mutts mutter führen soll. erst als der sagenumwobene kristallschädel ins spiel kommt, wird es für den archäologen so richtig interessant. in gewohnter manier beseitigt er hindernisse und lässt sich auch von den bösen kommunisten nicht ins handwerk pfuschen. schliesslich soll der schädel der schlüssel zur goldenen stadt akator aka el dorado sein. einige verfolgungsjagden und eklige tiere später ist man tatsächlich dort. aber nicht für lange. denn die nach wissen lechzende irina spalko (cate blanchett) löst durch das vervollständigen des «alienrates» den start des raumschiffes aus…


schön, aber nicht so richtig böse: cate blanchett

ich weiss, die zusammenfassung klingt wirr… das liegt nur daran, dass es sich um eine recht schräge geschichte handelt. irgendwie ist man vom abenteuerfilmpfad abgekommen und hat sich eine gehörige portion sciencefiction einverleibt. anders ist die aliengeschichte kaum zu erklären. spielberg und lucas vermischen da auf jeden fall die genres und verwirren so wohl nicht wenige zuschauer. lkm ist davon nicht sonderlich begeistert und ich verstehe seine einwände. andererseits ist auch dieser indiana-jones-film gute unterhaltung und bestes popcornkino.

wenn man sich aber daran stört, dass z.b. eine leiter einmal weg ist und in der nächsten szene wieder da… dann sollte man sich wohl besser etwas anderes anschauen.

lars and the real girl

lars ist ein etwas seltsamer junggeselle, der in der garage seines bruder und dessen frau wohnt. seine einsamkeit wird jäh beendet, als ein grosses paket bei ihm eintrifft. bianca ist eine sogenannte realdoll, was lars jedoch nicht davon abhält, sie als ganz normale person zu behandeln. da er nichts sexuelles mit ihr vor hat, «schläft» bianca bei lars› bruder im gästezimmer, während er weiter in der garage bleibt. das anfängliche misstrauen der kleinen gemeinde schlägt bald in grosse begeisterung um.

die idee ist sicher witzig, zumal es diese puppen tatsächlich gibt. die anfänglich recht skurrilen begegnungen bringen einen vielleicht zum lachen, sind aber grösstenteils vorhersehbar. ryan gosling ist als lars eine wahre wucht. doch auch er kann die geschichte nicht vor der langweiligkeit retten. wäre nicht diese eine mittvierzigerfrau im kino gewesen, die peinlich gerührt bei jedem auftreten von bianca losgelacht hat, ich hätte mich echt gelangweilt.

alles in allem glaube ich nicht, dass dieses thema, wenn es so aufbereitet wird, auf spielfilmlänge interessant dargestellt werden kann.