clint eastwood is back

da ich leider nicht weiss, wie ich hier ein quicktimemovie embedden kann, gibt’s nur ein unscharfes bild aus dem trailer zu gran torino. er neue film von und mit clint eastwood startet im dezember in den usa und zeigt das späte leben eines us-veteranen, der sich mit den nachbarlichen immigrantenproblemen konfrontiert sieht. schaut auf jeden fall sehenswert aus.

hellboy 2 – the golden army

hellboy war 2004 einer der ersten filme, die ich in diesem blog zur reviewen versuchte. gestern haben wir uns das sequel angeschaut.

hellboy (ron perlman) muss mit seiner freundin liz (selma blair) und abe sapien (doug jones) die menschheit vor der goldenen armee schützen. diese hat jahrtausende geruht und wird von prinz nuada (luke gross) wieder zum leben erweckt.

die story ist, naja, sagen wir zweitrangig. superhelden retten die welt. das wissen wir und das kann man einem solchen film eigentlich nicht vorwerfen. andererseits hat man manchmal das gefühl, regisseur und drehbuchautor guillermo del toro sei sich allzu sicher, dass ein paar flotte sprüche von hellboy für einen guten film reichen. dem ist leider nicht so. aber die verschiedenen mönsterchen liefern akzeptable unterhaltung abseits von genregiganten. ausserdem versucht del toro gar nicht in irgendwelcher form belehrend zu sein. für die nächste folge wünsche ich mir aber eindeutig eine story mit mehr überraschungen und vielleicht etwas wenigerlordoftherings einflüsse.

der baader meinhof komplex

andreas baader, gudrun ensslin und ulrike meinhof bilden mehr oder weniger planlos eine bewegung, um gegen die machenschaften der usa in vietnam zu protestieren. doch die sache läuft schnell aus dem ruder, wird gewalttätig. brandanschläge auf institutionen sollen die vermeintlich faschistische regierung zur vernunft bringen. stattdessen dreht sich die gewaltspirale und die raf-mitglieder werden trotz ausbildungscamp bei jordanischen terroristen bald gefasst und in isolationshaft gesteckt.

der film ist sehr lang. da er versucht, möglichst viel an geschichte zu erzählen, fällt es schwer sich ein gesamturteil zu bilden. einerseits krankt der film natürlich daran, dass er die perspektive der terroristen beleuchtet. dadurch empfindet man – wie meist in diesen fällen – zu viel sympathie für sie. ausserdem gelingt es eichinger kaum, die motive der täter in der tiefe darzustellen. es scheint fast so, als wären die meisten alleine aus persönlichen gründen (mann geht fremd – meinhof, geistig nicht auf der höhe – baader, verliebt in sich und baader – enssling) dazugestossen. dagegen gelingt es, eine grobe übersicht über das handeln der raf zu liefern. besonders intensiv ist jene szene zu beginn des film, als beim besuch des schah von persien friedlich demonstrierende aktivisten brutalst niedergeschlagen werden – von der polizei.

ja, ich denke,derbaadermeinhofkomplex ist kein toller film, liefert aber viel material zu diskussionen. schliesslich sind viele probleme, die man damals als autonomer bekämpfen wollte heute in anderer form noch immer vorhanden.

wall-e

wall-e macht seinen job hervorragend. nur: er ist der einzige. tag für tag schichtet er selbstgepresste abfallquader zu riesigen türmen. die erde ist längst verlassen. doch dann kommt eve zu besuch. das weisse roboterweibchen soll checken, ob die erde wieder bewohnbar geworden ist. inzwischen lebt die ehemalige erdbevölkerung nämlich längst im weltall. wall-e ist begeistert von der rassigen schönheit und tut alles, damit sie bei ihm bleibt. auch vor einer reise bis zum mutterschiff schreckt er nicht zurück…

ok, wir sollen auf unsere erde aufpassen. diese message wird einem quasi mit dem heissen eisen in die stirn gebrannt. ansonsten ist wall-e ein einmal mehr sensationell gemachter animationsfilm, der aber relativ stark daran leidet, dass die roboter nicht wirklich sprechen können. die geschichte ist – wie meistens bei diesen filmen – schnell vorausgeahnt. dennoch sind noch ein paar lacher drin. und dem allerliebsten blick aus wall-es schrägen augen kann sich sowieso keiner entziehen.

son of rambow

will proudfoot (bill milner) muss in der schule jedes mal vor der tür, wenn zu anschauungszwecken ein film gezeigt wird. die mitgliedschaft bei den plymouth brethren verbietet das fernsehen. auf dem gang trifft er lee carter (will poulter), der als horrorschüler gilt. schnell werden die beiden freunde. lee nutzt wills blühende fantasie, indem er sein buch voller illustrationen in einen film umsetzen will. dass es sich dabei ausgerechnet um eine mischung aus rambo und anderen brutalen filmen der 80er jahre geht, stört die beiden überhaupt nicht.

in erster linie ist es die beziehung der beiden kinder, die im fokus dieser komödie steht. mit dem genauen blick für feine differenzierungen ausgestattet zeigt autor und regisseur garth jennings, wie schwierig das aufwachsen in nicht der norm entsprechenden familien sein kann. da kommt es gerade recht, dass man immer wieder ob der tolpatschigkeit und dem einfallsreichtum der beiden buben zum lachen gebracht wird.

wanted

*vorsicht*spoiler

die gemeinschaft derbrethren umfasst seit jahrhunderten einige wenige weber. jawohl weber. allerdings sind sie nachts für das ermordern von zwielichtigen gestalten zuständig. ihre missionen gibt ihnen ein webstuhl vor. wesley (james mc avoy) weiss von all dem nichts, als er von den brethren rekrutiert wird, kurz nachdem sein lange tot geglaubter vater tatsächlich verstorben sei. er soll nun den mörder jagen. da wesley bis anhin ein furchtbar langweiliges leben geführt hat, ist er zu beginn zwar überfordert, doch nach einiger zeit kriegt er richtig lust am «böse-umnieten».

ja, die story ist tatsächlich nicht allzu realistisch. sie soll einem comic entstammen. interessanterweise ist der film zwar spektakulär gemacht, doch wirkliche spannung kommt nie auf. dass die menschen hier kurven schiessen können, ist 5 minuten lang lustig, dann hat man’s gesehen. die «überraschende» wendung, dass wesleys vater eben noch lebt und genau jener ist, den man ihm als mörder verkauft, ist extrem vorhersehbar. ein weiterer typischer hollywood-action-millionen-film, den man sich schenken kann. wer aber einfach gerne popcornkino mit explosionen, stunts und angelina jolie mag… bitteschön.

the bank job

terry leather (jason statham) ist in schwierigkeiten. weil er dringend geld braucht, nimmt er das angebot seiner ex-freundin martine love (saffron burrows) für einen «todsicheren» banküberfall an. dass dahinter eine viel kompliziertere geschichte steckt, kann er nur ahnen. tatsächlich wurde martine von einem geheimdienstagenten angeheuert, um den job zu erledigen. dabei sollen photos, welche ein mitglied der königsfamilie in ungünstigen posten zeigt, aus einem schliessfach geholt und unschädlich gemacht werden.

die geschichte klingt realistisch? das liegt daran, dass sie sich in den 70er jahren so ähnlich zugetragen haben soll. auf jeden fall ist der film mitunter durch seine heute selten gewordene langsame erzählweise erfrischend anders. tatsächlich stellt sich die situation als recht verworren heraus, was den zuschauer immer mehr in den bann zieht. sehenswert.

batman – the dark knight

die story? batman halt: gotham ist in gefahr und muss vom fledermausmann gerettet werden.

ja, heath ledger ist tatsächlich eine wucht. aber: auch christian bale brilliert einmal mehr. seit thank you for smoking weiss man: aaron eckhard ist einer der ganz grossen. dass ausserdem noch michael caine (als diener alfie) und morgan freeman (als entwickler) dabei sind, macht das package noch besser. zweieinhalb stunden dauert das actionspektakel ohne dass es je langweilig würde. regisseur christopher nolan beherrscht die variation des tempos und wartet immer wieder mit überraschenden wendungen auf.

ein must!

p.s.: armer, armer, armer lamborghini murciélago lp 640. immerhin bleibt die mv agusta f4 ganz…

mamma mia

yep, ich hab› mir den tatsächlich angetan. 103 minuten abba-horror. 🙂 meryl streep ist aber trotzdem einmal mehr ziemlich cool und ex-james-bond pierce brosnan fällt durch seine etwas seltsame stimme auf. ansonsten wird vor allem eines deutlich: die songs von abba sind gleichermassen blöd wie genial.

feeldgood-movie der schlechteren sorte.

before the devil knows you’re dead

andy (philip seymour hofmann) und hank (ethan hawke) sind ungleiche brüder, die eines gemeinsam haben. sie brauchen schnell viel geld. was liegt da näher, als einen kleinen unauffälligen juwelierladen auszurauben? noch besser: beide kennen den schuppen persönlich, denn er gehört ihren eltern. andy hat einen simplen plan ausgeheckt und hank soll das ganze nun umsetzen. doch alleine traut er sich nicht, weshalb er einen kleinkriminellen in die sache reinzieht. dieser erschiesst beim überfall versehentlich die mutter der beiden brüder.

die idee hinter der story hat ja irgendwie was. aber 117 minuten schleppende handlung sind eindeutig zuviel. ethan hawke, philip seymour hofmann und albert finney (vater) mögen begnadete schauspieler sein, doch diesen film können selbst sie nicht aus der langeweile rausreissen. dass viele szenen in ihrer langsamkeit mehrmals aus verschiedenen perspektiven erzählt werden, macht die sache auch nicht besser.