fc luzern – fc sion 1:1 (2:4 n.p.) cup

endlich durfte er mal wieder alles geben: stefan «büsche» bucher lancierte das spiel mit seiner phänomenalen präsentation der luzerner elf.

und auch die luzerner fans gaben zu beginn dieses spiels wieder alles: «alles riskieren, bern anvisieren» stand auf dem grossen choreo-transparent. tatsächlich schien fringer einiges zu riskieren, stellte er doch diverse positonen um: gajic spielte für den verletzten chiumiento, zverotic für renggli und tchouga für paiva. das tat der dem luzerner spiel nicht wirklich gut. vor allem in der vorwärtsbewegung lief vieles schief, fehlte die präzision. dafür machte die zuletzt unsicher wirkende abwehr einen guten eindruck. das lag aber auch daran, dass sich die cc-truppe auf das verteidigen des 0:0 zu beschränken schien. so kam der fcl zu keinen erwähnenswerten torchancen, obwohl man sehr viel laufarbeit verrichtete.

in der zweiten hälfte sah die partie genau gleich aus. die luzerner rannten ungeschickt an, die walliser kombinierten extrem vorsichtig und ohne jedes risiko. 12’500 zuschauer füllten das stadion allmend. diese bekamen leider nur magerkost vorgesetzt. besonders der fc sion spielte das, was carlos varela jeweils so gerne beschreibt: traurigen fussball. doch auch mit dieser traurigen spielweise kann man erfolg haben: fünf minuten vor ablauf der offiziellen spielzeit stürzte monterubio luzern ins unglück. 0:1 und das so kurz vor schluss. weil es zu zahlreichen unterbrechungen gekommen war, liess schiedsrichter zimmermann (sourverän) fünf minuten nachspielen. und in der allerletzten dieser nachspielminuten, gelang claudio lustenberger das unfassbare. er erzielte innert drei tagen sein zweites tor der karriere. nicht erst bei diesem tor fiel der kampfgeist und das gewonnene selbstvertrauen des claudio lustenberger auf, aber damit krönte er seine leistung.

die verläungerung brachte endlich besseren fussball und der eingewechslte janko pacar kam sogar zu möglichkeiten, das spiel zu entscheiden. doch… es sollte nicht sein. im pentaltyschiessen machten die abegklärten sion-profis die sache klar. bei den luzerner flatterten die nerven. paiva und pacar verschossen, während alle sion-schützen trafen. schade, aber nun gilt es die volle konzentration auf die meisterschaft zu lenken.

mer gänd niemals uf!

daten

Luzern – FC Sion 1:1 n. V. (1:1, 0:0) – Sitten 4:2-Sieger im Penaltyschiessen

Allmend. – 12’500 Zuschauer (ausverkauft). -Schiedsrichter: Zimmermann. – Tore: 85. Monterrubio 0:1. 95. Lustenberger 1:1.

Penaltyschiessen: Gajic 1:0. Obradovic 1:1. Paiva 1:1 (Beney hält). Fermino 1:2. Pacar 1:2 (Beney hält). Afonso 1:3. Renggli 2:3. Paito 2:4.

Luzern: Zibung; Lukmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Gajic; Frimpong, Zverotic (86. Pacar), Scarione (64. Renggli), Ferreira; Tchouga (64. Paiva).

FC Sion: Beney; Vanczak, Sarni, Kali (75. Nwaneri), Paito; Fermino, Serey Die (94. Bühler); Reset, Obradovic, Monterrubio; Saborio (66. Afonso).

Bemerkungen: Luzern ohne Chiumiento, Lambert (beide verletzt) und Diarra (krank). Sitten ohne Dominguez (gesperrt), Adhesina, Brellier (beide verletzt) und El Hadary (abwesend). Verwarnungen: 9. Fermino (Foul), 62. Gajic (Foul), 90. Schwegler (Foul), 91. Afonso (Unsportlichkeit).

fc luzern – fc vaduz 3:1

abstiegskampf ist nichts schönes. und der fc vaduz ist kein toller gegner, bringt kaum zuschauer. und doch: über 10’000 zuschauer fanden auch gestern wieder den weg auf die luzerner allmend. dieses publikum ist in der schweiz fast einzigartig. nur der fc st.gallen hat einen ähnlich treuen anhang. einfach nur grossartig.

und die luzerner dankten es ihren fans: nach nur 3 minuten zappelte das leder bereits ein erstes mal im netz hinter kirschbaum. milan gajic hatte feinfühlig eingeschoben. der fcl powerte weiter, stolperte aber immer wieder über eigene flüchtigkeitsfehler. die ganz grossen chancen wollten nicht mehr herausschauen, bis paiva vorzüglich angespielt wurde, kirschbaum umlief und zum 2:0 einschoss. nach 35 minuten schien es, als hätte man die liechtensteiner im griff. doch dann kam zibungs aussetzer: weil er irgendwie einen phantomspieler im abseits glaubte, griff er bei einem 40-meter-freistoss gar nicht erst ein. der von fejzulahi getretene ball verfehlte sein ziel nicht. völlig überraschend kam vaduz zu einem anschlusstreffer.

in der zweiten hälfte drehte vaduz das spiel völlig. der fcl wurde in die eigenen reihen gedrückt, leistete sich fehlpässe en masse. doch weil zibung nun einfach alles hielt und so sein missgeschick vergessen liess, kamen die litti-kicker nicht zum erhofften ausgleich. dennoch war besonders die schlussphase abstiegskampf pur. polverino machte eine frimpong-chance mit einer notbremse zunichte und wanderte unter die dusche. die eingewechselten chiumiento und tchouga verliehen der fcl-offensive etwas mehr gewicht, doch gelang auch ihnen nichts entscheidendes. als in der vierten von vier nachspielminuten auch ländle-hüter kirschbaum zum eckball nach vorne ging, erinnerte das geschehen an ein eishockeyspiel. der ball kam zu den weissblauen, claudio lustenberger reagierte am schnellsten und rannte los. noch nie hat der schnelle aussenverteidiger ein tor erzielt, obwohl er sich immer wieder mit gekonnten vorstössen vor dem gegnerischen tor zeigt. dieses mal wollte er seinen ceccaroni-fluch ein für alle mal besiegen. und tatsächlich: claudio lustenberger traf zum erlösenden 3:1 für den fc luzern.

nach dem spiel meinte er zu seinen kollegen, dass er richtig angst hatte, das leer stehende tor nicht zu treffen.

p.s. gute besserung an rivaldo.

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Luzern – Vaduz 3:1 (2:1)

Allmend. – 10 173 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 4. Gajic 1:0. 34. Paiva 2:0. 37. Fejzulahi 2:1. 93. Lustenberger 3:1.

Luzern: Zibung; Lukmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Gajic, Renggli; Frimpong, Scarione (86. Zverotic), Ferreira (80. Chiumiento); Paiva (75. Tchouga).

Vaduz: Kirschbaum; Ritzberger, Rudan, Iten, Cerrone; Polverino, Senna; Fejzulahi (53. Galbi), Gaspar, Rivaldo (10. Bellon/79. Thordarson); Dadi.

Bemerkungen: Luzern ohne Kukeli, Lambert (beide verletzt), Veskovac und Wiss (beide rekonvaleszent). Vaduz ohne Nickenig (gesperrt), Dzombic, Fischer, Mea Vitali, Reinmann und Willian (alle verletzt). 6. Rivaldo-Kopftor wegen abseits nicht anerkannt. 10. Rivaldo nach Zusammenprall mit Zibung ins Spital gebracht (Verdacht auf Hirnerschütterung). 47. Tor von Rudan wegen Offside nicht anerkannt. Platzverweis: 79. Polverino (Notbremse an Frimpong). Verwarnungen: 36. Fejzulahi (Foul), 39. Ritzberger (Foul), 72. Seoane (Unsportlichkeit), 73. Gaspar (Unsportlichkeit), 74. Zibung (Unsportlichkeit).

fc sion – fc luzern 1:1

irgendwie ist das momentan einfach wie verhext, was der fcl auch macht, am ende schaut viel zu selten ein sieg raus. mit über 1000 fussballverrückten anhängern war die fringer-truppe mit einer gehörigen portion motivation ins wallis gereist. da war es nur logisch, dass die blauweissen auch auf fremdem terrain den ton angaben. es waren keine grossen chancen, die sich da ergaben, aber die dominanz an sich motivierte den tabellenletzten spürbar. ausserdem erwischte sion-keeper beney einen miesen tag, was nicht nur bei scariones freistoss in der 31. minute zu sehen war. diesen unterlief er, doch der ball prallte an den pfosten. geistesgegenwärtig war roland schwegler bereit, das 0:1 zu erzielen. nun erwachten auch die walliser ein wenig aus ihrer lethargie und kurz vor der pause nutzten sie das gewühl nach einem eckball zum ausgleich.

doch der fcl gab nicht auf. die mitgereisten fans trieben ihren club weiter nach vorne. und tatsächlich: nach 48 minuten tauche paiva prakisch alleine vor beney auf, doch dieser hatte genau in diesem augenblick seine einzige wirklich überzeugende aktion. anstat weiter druck zu machen, schlief das spiel der luzerner richtig gehend ein. erst die einwechslungen von ravasi und vor allem von chiumiento liessen wieder einen ruck durch das team gehen. ravasi hatte ebenfalls eine chance alleine vor beney, schob den ball aber knapp am gehäuse vorbei. chiumiento fehlte nach einem guten dribbling die kraft zum abschluss, als auch er alleine vor dem sion-goalie auftauchte. schliesslich hatte frimpong in der nachspielzeit noch eine pfostenschuss zu verbuchen, dessen abpraller der ghanaer gleich zurück spielte, worauf endlich das ersehnte und verdiente 1:2 fiel. leider sah der linienrichter den ball (wohl korrekterweise) bei frimpongs pass im out, weshalb das tor aberkannt wurde.

und so hoffen die fcl-fans einmal mehr auf das nächste spiel. gegen den direktesten konkurrenten fc vaduz müssen nun in zwei spielen sechs punkte her. also los!

daten

Sion – Luzern 1:1 (1:1)

Tourbillon. – 9500 Zuschauer. – SR Circhetta. – Tore: 31. Schwegler 0:1. 43. Adeshina 1:1.

Sion: Beney; Alioui, Vanczak, Nwaneri (50. Bühler), Paito; Serey Die, Fermino; M’Futi (53. Reset), Dominguez, Monterrubio (85. Crettenand); Adeshina.

Luzern: Zibung; Luqmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Gajic; Frimpong, Renggli, Scarione, Ferreira (72. Chiumiento); Paiva (66. Ravasi).

Bemerkungen: Sion ohne Brellier (verletzt), Kali und Sarni (beide gesperrt). Luzern ohne Veskovac, Lambert, Kukeli (alle verletzt) und Wiss (krank). 79. gelb-rote Karte gegen Alioui (Foul). Verwarnungen: 18. Alioui (Foul). 56. Frimpong (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

fc sion – fc luzern – choreo

über 1000 luzerner fanden sich zum abstiegsduell im tourbillon ein. wenn es schon der erhoffte dreipunkteausflug wurde, so hatte die choreo wenigstens topniveau. die aufstellung ist auch noch mit drauf, die eigentliche choreo beginnt etwa nach 4 minuten.

fc luzern – ac bellinzona 4:2

10’014. das ist die zuschauerzahl für das spiel von gestern. der tabellenletzte zieht immer noch massig fans an, auch wenn die lage so langsam aber sicher ungemütlich wird. die 14 sollte noch eine spezielle rolle spielen.

bei bestem frühlingswetter hielt man sich mit ungestümem offensivspiel zurück, denn aus schaden wird man ja bekanntlich klug. im mittelfeld war die abwesenheit der kreativitätszentrale in form von chiumiento (verletzt) und scarione (gesperrt) spürbar. trotzdem war der fcl mit seiner für aktuelle verhältnisse auf sparflamme laufenden offensive die spielbestimmende mannschaft. grosse chancen schauten nicht heraus, bis ferreira den im strafraum stehenden paiva scharf anspielte. der portugiese zeigte einen gekonnten hackentrick und setzte acb-goalie zotti schachmatt. zur pause war allen klar: das wird so nicht reichen. zu häufig hatte man in der letzten zeit in der schlussviertelstunde noch tore gekriegt. immerhin schien der erstmals seit herbst wieder spielende diarra in der innenverteidigung seinen job zusammen mit roli schwegler im griff zu haben.

es konnte keinen luzern-fan überraschen, dass hima nach 52 minuten den ball für die granatroten ins lattenkreuz haute. so läuft das halt momentan irgendwie für das fringer-team. doch das zeigte moral und ging nur neun minuten später wieder in führung. paiva war per kopf zur stelle. die nummer 14 traf zum zweiten mal. wiederum neun zeigerumdrehungen später war es ferreiras kopf, der lukmons flanke von der behind-linie zum 3:1 ins tor beförderte. der oft glücklose ferreira nahm die gelbe karte für seinen torjubel locker in kauf, zu lange hatte er unter ladehemmung gelitten. frimpong kröhnte die gute luzerner leistung in der zweiten hälfte mit einem fallrückzieher, der ebenfalls den weg ins tor fand. eine minute später betrieb dudar ncoh ein wenig resultatkosmetik, doch die luzerner feststimmung konnte das nicht mehr trüben.

richtige euphorie schien über die spieler hineinzubrechen. einerseits verständlich, war doch eben der erste sieg seit dezember tatsache geworden. andererseits ist der abstand zum zweitletzten immer noch gross, so dass man sich vielleicht auch etwas mehr in zurückhaltung hätte üben können. auf jeden fall hat man beim fc luzern wieder selbstvertrauen tanken können. schade eigentlich, dass der nächste meisterschafternstkampf erst in zwei wochen in sitten stattfindet.

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Luzern – Bellinzona 4:2 (1:0). – Allmend. – 10 014 Zuschauer. – Schiedsrichter: Circhetta. – Tore: 30. Paiva 1:0. 53. Hima 1:1. 61. Paiva 2:1. 70. Ferreira 3:1. 82. Fripong 4:1. 83. Dudar 4:2.

Luzern: Zibung; Lukmon, Roland Schwegler, Boubacar Diarra, Claudio Lustenberger; Zverotic, Renggli; Gajic; Frimpong (92. Imhof)[sic!], Paiva (77. Ravasi), Ferreira (90. Etter). –

Bellinzona: Zotti; Siqueira-Barras, Dudar, Mangiarratti, Thiesson; Rivera; Sermeter (56. Conti), Hima, Drissa Diarra (67. Beghetto), Frank Feltscher (76. Roux); Lustrinelli. –

Bemerkungen: Luzern ohne Seoane und Scarione (beide gesperrt) sowie Chiumiento, Veskovac, Wiss, Lambert und Kukeli (alle verletzt), Bellinzona ohne Gritti (verletzt). Verwarnungen: 43. Dudar (Foul). 70. Ferreira (übertriebener Torjubel).

fc concordia basel – fc luzern 0:2 (cup-viertelfinal)

der fc concordia basel verfügt wahrlich über kein schlechtes team. da kommen einem einige namen bekannt vor und auserdem hat man im achtelfinale den superleague-club xamax neuchâtel aus dem wettbewerb geschossen. wie immer bei solchen klassenkämpfen kann der oberklassige also praktisch nur verlieren. die aussicht auf ein cup-out zum aktuellen letzten tabellenrang liess die luzerner ängstlich auftreten. ob’s an den trikots lag? weil im basler rankhof praktisch bei dunkelheit gespielt werden muss (miese flutlichtanlage), bestand schiedsrichter hänni wohl zurecht darauf, dass der fcl nicht mit den schwarzen auswärtsdresses auftreten durfte, weil sie den blauen von concordia zu ähnlich sähen. auf jeden fall war nichts von einem klassenunterschied zu sehen, concordia hatte kurz vor der pause sogar die beste chance der ersten halbzeit. allerdings hatte auch der fc luzern seine möglichkeiten. eine grosse wurde durch den linienrichter zunichte gemacht, der zu unrecht die fahne wegen abseits hob. nelson ferreira wäre penaltyreif gelegt worden, aber so gab es halt einen entlastungsfreistoss für die platzherren. weiter hatte pacar eine grosse chance, die er über das tor schoss.


nur noch sion schlagen und dann in den cupfinal…

kurz nach wiederanpfiff hatten die basler eine grosschance, die aber knapp am tor vorbei ging. nach zwanzig minuten war es schliesslich schweglers nase, die über das resultat entschied. ein von gajic getretener freistoss wurde fand via pfosten und riechorgan schliesslich den weg ins tor zum 1:0. nun mussten die wacker kämpfenden challenge-league-kicker alles versuchen. in 74. minute kam dann neben oliver maric ein zweiter ex-luzerner zum einsatz. der ehemalige nati-spieler andré muff sollte die angriffsbemühungen von congeli würdig krönen. doch der schnelle frimpong konnte bei einem konter seinen taumelnden gegenspieler abschütteln und den frei stehenden paiva anspielen. dieser zeigte einmal mehr seine knipserqualitäten und sicherte dem fcl mit dem 2:0 definitiv den sieg.

über das ganze spiel gesehen konnte die leistung des fc luzern nicht überzeugen, das resultat stimmte halt eben trotzdem. also eigentlich das genaue gegenteil der letzten luzerner spiele, in denen häufig grossartiger fussball mit einer miserablen punkteausbeute gezeigt wurde.

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Concordia Basel – Luzern 0:2 (0:0). Rankhof. – 950 Zuschauer. – Schiedsrichter: Hänni. – Tore: 65. Schwegler 0:1. 87. Paiva 0:2. –

Concordia: Da Costa; Maric, Baumann, Tcheutchoua, Boumelaha; Mathys (74. Muff), Demiri, Thüring (68. Ferreira), Kim (79. Schürpf); Morello, Bieli. –

Luzern: Zibung; Luqmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Renggli (82. Zverotic), Gajic; Frimpong, Scarione, Ferreira (90. Tchouga); Pacar (56. Paiva). –

Bemerkungen: Concordia Basel ohne Ritter (gesperrt) und Todorovic (verletzt). Luzern ohne Chiumiento, Lambert, Veskovac und Wiss (alle verletzt). 62. Treffer von Paiva wegen Abseits nicht anerkannt. Verwarnungen: 39. Mathys (Foul). 78. Frimpong (Foul).

[quelle: nzz online]

fc luzern – fc zürich 1:3

den ausgang dieses spiels hätte ich eigentlich schon zur halbzeit tippen können. denn der verlauf ist mittlerweile schon fast typisch für die spiele des fc luzern. ok, zu beginn waren die zürcher stark, die luzerner in ihre eigene hälfte zurückgedrängt. ok, die gäste von der tabellenspitze hatten schon nach 6 minuten pech mit einem kopfball von abdi, der am pfosten landete. doch dann spielten nur noch die platzherren. ich mag die chancen gar nicht aufzählen, zumal sie alle ungenutzt blieben. doch dann, kurz vor der pause, ein weiter einwurf von lukmon, ein tohuwabohu in der zürcher hintermannschaft und schlussendlich ein weitschuss von milan gajic… der genau passte.

wer in hälfte zwei eine reaktion der zürcher erwartete, kennt die fähigkeiten der aktuellen luzerner mannschaft schlecht. die blauen powerten weiter. sogar die nzz schreibt, dass die zürcher in der zweiten halbzeit vierzig minuten ohne chance blieben. doch eine halbzeit hat halt eben fündundvierzig minuten. pech für luzern, dass man weitere chancen ungenutzt liess. noch mehr pech folgte: nikci traf völlig wider dem spielverlauf zum ausgleich. doch es musste ja noch schlimmer kommen. dazu zeigte schiri bertolini auf den penaltypunkt, nachdem zibung alphonse bedrängt hatte. ein elfer, den man geben kann, aber nicht muss. natürlich traf abdi zum 1:2. nikci war dann noch für das endgültige luzerner k.o. in form des 1:3 besorgt.

überrascht hat dieses spiel nun wirklich keinen fcl-fan mehr. wenn es so weitergeht, kann der fc luzern in die fussballgeschichte eingehen. er wird der beste club sein, der jemals in die nati b abgestiegen ist. yb, basel und zürich an die wand gespielt und trotzdem verloren… unglaublich.

daten

Luzern – Zürich 1:3 (1:0). – Allmend. – 9655 Zuschauer. – SR Bertolini. – Tore: 45. Gajic 1:0. 85. Nikci 1:1. 87. Abdi (Foulpenalty) 1:2. 91. Nikci 1:3.

Luzern: Zibung; Lukmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Renggli (20. Gajic); Frimpong, Chiumiento (89. Ravasi), Scarione, Ferreira; Paiva (72. Tchouga). –

Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler, Tihinen, Lampi; Okonkwo (75. Alphonse), Aegerter; Schönbächler (57. Margairaz), Abdi, Djuric (53. Nikci); Hassli. –

Bemerkungen: Luzern ohne Lambert, Veskovac, Kukeli (alle verletzt), Diarra und Vergara (beide gesperrt). Zürich ohne Stucki, Chikhaoui, Büchel, Staubli und Tarchini (alle verletzt). 6. Kopfball von Abdi an den Pfosten. 44. Schuss von Stahel an den Aussenpfosten. Verwarnungen: 31. Schwegler. 46. Lustenberger. 55. Schönbächler. 71. Barmettler (alle wegen Fouls).

[quelle: nz online]

fc luzern – fc basel 1:2

so langsam weiss ich gar nicht mehr, was ich über die fcl-spiele noch schreiben. in meiner «karriere» als zuschauer habe ich eigentlich noch nie einen so guten fc luzern gesehen. da passt alles, goalie, verteidigung, mittelfeld, sturm… selbst wenn 4 verteidiger fehlen. es wird um jeden ball gekämpft und auch so etwas wie teamgeist scheint vorhanden zu sein. die spielweise von rolf fringer sagt mir sehr zu, lässt er doch regelmässig drei angreifer auflaufen, wobei zwei von ihnen auch defensive aufgaben übernehmen.

auch in der ersten hälfte gegen den fc basel zeigte sich der fcl von seinen besten seite. er wartete gar nicht auf die angriffe der mausgrauen, sondern versuchte in führung zu gehen. dass das geht hat man ja im dezember bewiesen. doch heute wollten die blauen einfach nicht treffen und stattdessen traf dann gjasula in der 22. minute zum 0:1. heute stand dem fcl aber nicht nur die eigene fehlende effizienz im weg, auch schiedsrichter kever erwischte einen miesen tag. er verwandte valentin stocker regelkonform wegen reklamierens. doch als derselbe stocker nur momente später claudio lustenberger extrem gelbwürdig von den füssen holte, verzichtete kever auf den karton. das muss wohl der basel-bonus sein. nachdem ferreira noch eine riesenchance vergeben hatte, schnappte sich joao paiva in der 33. den ball von ergic und erwischte jan sommer in der linken ecke. der ausgleich war mehr als nur verdient.

nach der pause powerte luzern weiter, basel blieb das verteidigen und das vertrauen auf jan sommers können. scarione mit einem weitschuss und ferreira mit dem schuss nach dem abpraller desselben prüften den ex-vaduz-goalie. auch der zwanzig minuten vor schluss eingewechselte tchouga scheitere am mann im basler tor. so in der 90. minute unterhielt ich mich kurz mit einem anderen fotografen. «ein unentschieden, das ist doch gut, oder?» fragte er mich. ich: «ehrlich gesagt glaube ich, dass wir noch verlieren…» scott chipperfield schien mich gehört zu haben. in der 93. minute machte er das luzerner unglück perfekt. anstatt mehr als verdienter drei punkte blieb dem fcl am schluss nicht einmal einer.

wer übrigens glaubt, dieser bericht sei zu schönfärberisch, hier ein paar links:
zisch
tagi «das klar überlegene schlusslicht»
nzz «glückliches 2:1 der basler»
blick «chippi rettet basel»
mein lieblingsartikel:
baz «der fc luzern war über weite strecken die bessere mannschaft» und «in der 31. minute hätte stocker nach einem groben foul an claudio lustenberger zwingend vom platz gestellt werden müssen…»

daten

Luzern – Basel 1:2 (1:1). Allmend. – 10’154 Zuschauer. – Schiedsrichter: Kever. – Tore: 22. Gjasula 0:1. 33. Paiva 1:1. 92. Chipperfield 1:2. –

Luzern: Zibung; Lambert, Lukmon, Schwegler, Lustenberger; Renggli; Frimpong (91. Ravasi), Chiumiento, Scarione, Ferreira; Paiva (70. Tchouga). –

Basel: Sommer; Sahin, Abraham, Marque, Safari; Ergic, Huggel; Carlitos (52. Frei), Gjasula (77. Perovic), Stocker (65. Chipperfield); Streller. –

Bemerkungen: Luzern ohne Etter (gesperrt), Kukeli, Veskovac (beide verletzt), Diarra, Seoane, Wiss (alle rekonvaleszent). Basel ohne Zanni (gesperrt), Costanzo, Derdiyok und Rubio (alle verletzt). Verwarnungen: 30. Stocker (Unsportlichkeit), 55. Schwegler (Foul), 64. Chiumiento (Unsportlichkeit), 68. Frimpong (Unsportlichkeit), 81. Streller (Unsportlichkeit).

[quelle: nzz online]