auf der fcl-homepage gibt es endlich das offizielle spieldatum und die zugehörige zeit zu lesen.
1-2-2006, 14:30, seefeld, horw
mittwochnachmittag? scheinbar will man nicht, dass irgendwer das gekicke zwischen den beiden clubs live miterlebt.
auf der fcl-homepage gibt es endlich das offizielle spieldatum und die zugehörige zeit zu lesen.
1-2-2006, 14:30, seefeld, horw
mittwochnachmittag? scheinbar will man nicht, dass irgendwer das gekicke zwischen den beiden clubs live miterlebt.
heute waren wir im kunstmuseum in luzern. das liegt direkt im kkl. ich hatte trotz verbot meine cam ins museum geschmuggelt (wahnsinnig kriminell, hm?). mein erstes bild schoss ich von der ersten brücke über den wassergraben. das zweite wollte ich aus einem fenster in richtung hofkirche schiessen. direkt durch ein notfallkleber, der am fenster angebracht war. doch – ich wurde ertappt. man dürfe im museum nicht fotografieren. ich möchte aber nur nachaussen fotografieren. auch das sei nicht gestattet, ich könne auf die aussichtsterrasse gehen und dort fötelen.
anyway, das erste bild möchte ich euch nicht vorenthalten.

p.s. wir waren wegen livias bildern dort. leider sind es nur gerade 6 fotos in einer grossen ausstellung zentralschweizer künstler. besonders das auf dem sempachersee aufgenommene bild hat uns aber gefallen. well done.
george clooney ist ein altertümlicher film mit brilliantem gegenwartsbezug gelungen. im amerikanischen tv-sender cbs läuft in den 50er jahren die kritische sendungpersontoperson von edward murrow. als junior senator mccarthy willkürliche angriffe auf vermutete kommunisten vornimmt, ergreift murrow partei. gerade in der medienwelt vermutet mccarthy die spionierenden verräter. der folgende schlagabtausch ist von hoher rhetorischer qualität. auch wird einem bewusst, wie gross die ängste der amis gegenüber den kommunisten waren.
für einen, der wie ich nicht sooo gut englisch spricht ist besonders der erste teil des filmes schwere kost. die dialoglastigkeit gibt dem film aber jene authenzität, die er benötigt, um einen ordentlich wachzurütteln. dass alles schwarzweiss gefilmt ist und dass es keine hintergrundmusik gibt stärkt diesen eindruck weiter.
man glaubt mccarthy fast sagen zu hören if you’re not with us, you’re against us, so offensichtlich ist der bezug zur heutigen situation. wer nur ein bisschen an medien, politik und medienpolitik interessiert ist, muss diesen film gesehen haben.
lucas und ich sind storms aufforderung brav gefolgt und fanden uns heute abend unter vielen psychologen und psychologinnen wieder.
eine gute party besteht vor allem aus vielen /zus:/zu viele leute aufzu engem raum tanzenzu schlecht zuzu lauter musik und zahlen dabeizu viel für ihre drinks. dabei schauen sie sich gegenseitig /zu,/ ob die anderen auchzu kurze röcke tragen oderzu viel zeit im fitness-studio verbringen.
der dj war übrigens wirklich toll, er fand eine sehr melodiöse und doch tanzbare mischung: bad, kiss, ring ring ring, no diggity, hung up, walking on the sun. leider machte der guten stimmung eine komische live-techno-band den garaus.
und jetzt bin ich sowiesozu müde.
erstaunlicherweise haben die vom riffraffkino sogar das design ihrer tickets angepasst. die farben erinnern stark an die legendären gulf-colours. we love it.

der film birgt keine grossen überraschungen, überzeugt aber mit solidem handwerk. die interviews mit den bekannten, verwandten und rennfahrern sind gut gemacht. es wird einem, obwohl alle immer von der vergangenheit sprechen, nicht langweilig. man erfährt, dass jo in drei serien gleichzeitig rennen fuhr. dass er aus nicht gerade reichen verhältnissen stammte. und, dass er fürs schnellfahren alles tat.
die motorengeräusche kommen leider etwas zu kurz, aber ab und zu stellt es einem benzinsüchtigen durchaus die nackenhaar auf.
natürlich sind die interviewten etwas verblendet und sehnen sich teilweise spürbar nach der alten zeit. aber wie man einem opa, der ständig von seiner aktivdienstzeit erzählt nicht böse sein kann, so geht es einem bei diesem film. siffert war ein wilder hund. ein draufgänger. ein frauenheld. ein klasse rennfahrer.
live fast. die young.
ich werde dieses wochenende fast 200 millionen gewinnen. habt Ihr irgendwelche vorschläge, wie ich dieses geld investieren könnte?
abgesehen davon, dass ich auf jeden fall von jedem je gebauten lamborghini ein exemplar kaufe…
und nein, ich möchte das geld nicht zu 100% an einen von Euch weitergeben.
also los: seid kreativ und spontan. 😉

sie macht tolle fotos und hat endlich auch eine webpage: esther michel.
Hohe Kokain- Werte in St. Moritz
Das Oberengadin scheint ein Koks- Mekka zu sein – zumindest über die Weihnachtstage. Doch das kümmert die Bündner Polizei wenig.
St. Moritz. – In St. Moritz lässt sich nicht nur teuer übernachten und gediegen essen. Der mondäne Touristenort zieht auch Kokainkonsumenten an. Das belegen Messungen des Nürnberger Professors Fritz Sörgel im Auftrag des Schweizer Fernsehens.
Das Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung ( IBMP) hat am 29. und 30. Dezember bei der Kläranlage Celerina insgesamt 14 Wasserproben genommen und auf Benzoylecgonin untersucht. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im menschlichen Körper entsteht. Jeder Kokser, der seine Notdurft auf der Toilette erledigt, hinterlässt also eine chemische Spur. Und das Total dieser Spuren lässt sich in Kläranlagen und Flüssen messen. So hat Sörgel schon für manche Stadt den Kokainkonsum berechnet. Doch selten fielen die Werte derart hoch aus wie Ende Dezember im Oberengadin. Laut dem Nürnberger Professor wurden in St. Moritz, Celerina und Pontresina insgesamt 1400 Linien pro Tag konsumiert. Auf 1000 Personen im Alter von 20 bis 59 Jahren umgerechnet, macht das 46 Linien.
Würde also jeder Konsument pro Tag nur eine Linie reinziehen, hätte jeder Zwanzigste gekokst.
Koks auf WC- Rollen- Halter
Hanspeter Danuser, Kurdirektor von St. Moritz, erstaunt das nicht: « Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir hier viele Zürcher, Mailänder und Leute aus New York. Es ist doch klar, dass diese ihre heimischen Usanzen nicht unterbrechen, sondern sie allenfalls noch ausbauen. » Ausserhalb der Hochsaison sei es im Oberengadin aber « idyllisch » . Es gebe kein hausgemachtes Drogenproblem, betont Danuser. Über die Weihnachtstage ist dagegen alles anders. « Es kommt eben eine ganz spezifische Schicht nach St. Moritz » , weiss der Kurdirektor. « Und es ist bekannt, dass diese nicht nur Zigaretten raucht. » In der Tat. Bei Proben in einschlägigen Klubs stellte Sörgel besonders hohe Kokainwerte fest. So blieben beim Abwischen des WCRollen- Halters auf der Herren- Toilette im Diamond- Klub 98,8 Mikrogramm Kokain hängen – etwas mehr als in russischen Nachtklubs.
Die Bündner Polizei kümmern diese Zahlen, welche die Fernsehsendung « 10 vor 10 » gestern publik machte, wenig. « Unsere Fachleute sind sehr skeptisch gegenüber der Wissenschaftlichkeit dieser Messungen » , sagt Alois Hafner, Infochef der Kantonspolizei. Deswegen werde man in St. Moritz kaum energischer gegen den Kokainkonsum vorgehen. « Dafür fehlen uns die personellen Mittel. » Von Razzien hält man bei der Bündner Kantonspolizei generell wenig. Diese seien zwar medienwirksam, aber wenig effizient, findet Hafner. « Wir haben in den letzten Jahren keine Razzien mehr gemacht. »
Feinstaub sei schlimmer
Das ist ganz im Sinn von Kurdirektor Danuser: « Wir haben ja keine offene Drogenszene in St. Moritz » , gibt er zu bedenken. Der Konsum finde privat und diskret statt; da werde niemand gestört. « Verglichen mit dem Feinstaub im Mittelland, ist das kein Problem. » Etwas kritischer schätzt der St. Moritzer Gemeindepräsident, Peter Barth, die Situation ein. Die Messresultate seien « nicht gut » .
Man werde dem nachgehen. Es handle sich hier um ein gesellschaftliches Problem, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfe.
«Tages-Anzeiger» vom 20.1.2006, Seite 14

marc und ich haben ein paar deziliter unseres kostbaren bluts gespendet. das heldenhafte gefühl danach wiegt fast die leichten schwindelgefühle auf. 🙂
Ein scheuer Super- Shooting- Star
Irritierend eingängig und scheinbar mühelos: Englands Melancholie- Export James Blunt sang am Mittwoch für 13 000 Fans im Hallenstadion.
Der schnelle Erfolg hat nicht nur ihn überrascht. Als James Blunt im Januar 2005 sein Debütalbum « Back To Bedlam » veröffentlichte, war der damals erst 27- jährige Engländer noch völlig unbekannt, und der Einstandshit « High » gelang ihm nur dank einem italienischen Werbespot. Inzwischen kann der schlaksige Sänger, Gitarrist und Pianist auf sechs Millionen verkaufter Alben zurückblicken, und das, obwohl « Back To Bedlam » erst seit wenigen Monaten im Kernmarkt USA erhältlich ist. Bei ihm wird es auch in naher Zukunft weiter aufwärts gehen.
An Talent mangelt es Blunt nicht: Er verfügt über eine markante Zitterstimme zwischen Rod Stewart und Chris de Burgh, seine irritierend eingängigen Songs werden von cleveren Akkordfolgen getragen, die ihren harmonischen Aufbau nicht gleich beim ersten Durchgang preisgeben, und seine Texte tragen eine tiefe Verletzlichkeit in sich, mit der man sich schnell identifiziert, auch wenn man es nie öffentlich zugeben würde. Leise Musik für einsame Stunden also.
Berufssoldat in Opferrolle
Wie aber bringt Blunt diese Songs sinnvoll in die grossen Hallen, die er mittlerweile spielend füllen kann? Im Hallenstadion beschränkt sich die vierköpfige Band darauf, die Originalarrangements aus « Back To Bedlam » etwas lauter nachzustellen: Nur bei « So Long Jimmy » holen der ehemalige Berufssoldat Blunt und seine Begleiter etwas weiter aus, und dies erst ganz zum Schluss des 60 Minuten kurzen Sets. Allerdings gibt es in diesem Repertoire nur wenig Platz zum Ausholen, denn wer sich wie Blunt stets in der Opferrolle darstellt, verbaut sich die Möglichkeit, instrumental den Aggressor zu markieren.
Offensichtlich sollen die Videoleinwände, die die Bühne einklammern und jede von Blunts Bewegungen und Gesten zeigen, dem verhaltenen Auftritt eine visuelle Wucht verleihen. Nur decken die Kameras auch Blunts Nervosität auf.
Wüsste er souveräner mit den Nahaufnahmen umzugehen, würde er sich weniger oft ins bärtige Gesicht mit der Prince- Charles- Nase greifen, dann würde ihm die Kontaktaufnahme zum enthusiastischen Publikum leichter fallen. Die beschränkt sich nämlich auf einige polyglotte Dankeschöns und Songansagen: nicht unsympathisch, nur etwas hilflos. Seine Unbeholfenheit bedeutet aber nicht, dass Blunt ein schlechtes Konzert abgibt. Im Gegenteil: Keine Sekunde ist man gelangweilt, immer wieder begeistert die scheinbare Mühelosigkeit, mit der er die hohen Töne packt und dabei eine verschmitzte Spielfreude an den Tag legt.
Und doch: Weil die Songs ein wenig gleichförmig daherkommen, ist man von diesem Auftritt beeindruckt, ohne von ihm mitgerissen zu werden. Dass mehr in diesem Musiker steckt, als die Fähigkeit zur Selbstvervielfältigung, das beweist der ehemalige Offizier, als er « No Bravery » vorträgt und dabei sein Entsetzen über die in Kosovo verübten Verbrechen gegen die Menschlichkeit offenbart.
Plötzlich flackert Wut auf, aber auch dieser Ausbruch ist so vorhersehbar wie das übrige Programm. Dass der grosse Hit « You’re Beautiful » auch den obligaten Zugabenblock beschliesst, weiss man seit Konzertbeginn. Den mit diesem Song geernteten Applaus quittiert Blunt allerdings mit einem scheuen Lächeln, welches das ganze Hallenstadion aufleuchten lässt.
Sein Erfolg überrascht ihn offensichtlich noch heute, und darum steht er auch in Zürich vor dem Dilemma, wie er zum Unterhalter aufsteigen kann, ohne dabei die emotionale Essenz seiner Musik zu opfern. Eine Knacknuss, an der sich schon mancher Künstler die Zähne ausgebissen hat.
«Tages-Anzeiger» vom 20.1.2006, Seite 63