karikaturen und feinstaub

die karikaturen und der feinstaub. momentan gibt es ja nur diese zwei themen in der schweizer medienlandschaft. kein wunder: die schweizer wintersportler geben auch keinen anlass, ihnen titelseiten zu widmen…

*karikaturen*
also ich finde, der genfer islamphilosoph tariq ramadan trifft die sache ziemlich gut. muss er ja, als islamphilosoph (wusstet ihr, dass es sowas gibt??). in der sonntagszeitung wurde ein text von ihm übersetzt. auszug:

wir müssen drei punkte berücksichtigen. erstens verstösst es gegen die regeln des islam, mohammed und die anderen propheten bildlich darzustellen. das ist ein klares verobt. zweitens sind wir in der muslimischen welt es nicht gewohnt, über religion zu spotten, weder über unsere noch andere. das liegt uns fern. deshalb sehen gewöhnliche muslime, nicht nur radikale, die karikaturen als eine provokation gegen den islam. drittens müssen muslime verstehen, dass das spotten über religion teil der breiteren kultur ist, in der sie in europa leben, seit voltaire. zynismus, ironie, selbst blasphemie gehören zu dieser kultur. wenn wir als muslime in einem solchen umfeld leben, müssen wir fähig sein, kritisch distanz zu halten und nicht so emotional zu reagieren. wir müssen uns an unsere islamischen grundsätze halten, aber weise genug sein, auf provokationen nicht überzureagieren.

*feinstaub*
in der sonntagszeitung finden sich diverse schöne kuchendiagrämmchen, die aber eines nicht aussagen: bringt tempo 80 wirklich etwas, oder bringt es nichts? ein empa-experte (christian bach) sagt zwar, es bringe der bevölkerung viel. aber er stützt sich nur auf berechnungen.
immerhin, eines wird ob all den kuchen in der sonntagszeitung klar: die filterpflicht für dieselfahrzeuge muss her.

murphy’s law?

hm, seit langem lassen mir meine eltern wieder mal den sportwagen zuhause. und dann darf ich auf der autobahn nur 80 fahren?

snapshotsupdate

ja, schon wieder ein snapshotsupdate.

dieses schöne bild ging leider irgendwie verloren. eigentlich gehört es zum fotoreiseberichtwinikonleysin /winikon./ natürlich gibt es auch meine ersten spiegelreflektierten gehversuche zu sehen. enjoy.

match point

schon lustig. gestern während dem film liess icore zumindest bis zur pause kein gutes haar anmatch /point./ heute klingt es schon ganz anders.

was solls, das wesentliche hat sie bereits geschrieben. in der tat hat woody allen einen einmal mehr sehr dialoglastigen film gedreht. die kleinen wackler und unschärfen scheinen gewollt. scarlett johannson ist so atemberaubend schön wie immer. aber eben: sie spielt auch sehr überzeugend. das gleiche gilt eigentlich für das ganze ensemble dieses streifens.

ebenfalls typischallen geht’s meistens um sex und psychologie. eine schräge dreiecksgeschichte begleitet durch den film. armer junge heirated reiches mädchen, will aber eigentlich deren schwägerin. tatsächlich hat der film im ersten teil seine längen. allerdings nur um auf ein einigermassen krasses ende hinzusteuern.

nice.

feinstaub – auch im gehirn von frau fierz?

dass dieser feinstaub ein problem darstellt, ist inzwischen wohl jedem bekannt. nun scheint der feinstaub auch dorothée fierz› gehirn zu beeinträchtigen.

In Zürich wurde am Mittwoch eine Feinstaubbelastung von 198 Mikrogramm gemessen. Als Grenzwert gilt eine maximale Verschmutzung von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die Zürcher Regierungsratspräsidentin Dorothee Fierz (fdp.) verlangt vom Bund ein entschiedenes Vorgehen und fordert unverzüglich ein generelles Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde auf allen Schweizer Autobahnen. Fierz will dafür mit dem Bundespräsident Moritz Leuenberger Kontakt aufnehmen. aus der nzz

solch radikale ideen kennt man sonst nur von ganz rechts oder ganz links. man braucht kein experte zu sein, um zu begreifen, dass diese massnahme nur kurzfristige effekte nach sich ziehen würde. das wäre etwa so, als wollte man das loch in der bundeskasse stopfen, indem man den bürgern sagt: heute zahlen wir alle einen franken in die bundeskasse. klar, das würde schnell 7,5 mio generieren. aber wäre damit das problem nachhaltig gelöst? nein, frau fierz.

nachhaltige lösungen sind nur durch eine geschickte verkehrspolitk zu erzielen. der öffentliche verkehr muss weiter gestärkt werden. und wohl oder übel muss das roadpricing endlich einmal ernsthaft geprüft werden.

bundesrat gegen formel 1 rennen

Bundesrat will keine Formel-1-Rennen in der Schweiz

Nach dem Willen des Bundesrates sollen Formel-1-Rennen in der Schweiz verboten bleiben. Er lehnt eine parlamentarische Initiative von SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner aus umweltpolitischen und wirtschaftlichen Überlegungen ab.

Aus der Sicht des Umweltschutzes hält der Bundesrat Rundstreckenrennen, wie sie in der Schweiz seit 1955 verboten sind, nicht für sinnvoll. Solche Veranstaltungen hätten einen erhöhten Schadstoffausstoss und Energieverbrauch zur Folge, teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mit. Die Bevölkerung in der näheren Umgebung der Rennstrecke werde mit einer hohen Lärm- und Schadstoffbelastung rechnen müssen, was sich negativ auf die Lebensqualität auswirke.

Ein Risiko sieht die Regierung auch bezüglich der Sicherheit von motorsportlichen Veranstaltungen. So könne trotz strenger und umfassender Sicherheitsmassnahmen ein Gefährdungspotenzial für die Zuschauer nicht ganz ausgeschlossen werden. Dies belegten einige schwere Unfälle, welche sich bei Rallyes und Bergrennen in der Schweiz ereignet haben.

Von geringer wirtschaftlicher Bedeutung
Nur am Rande machte das Uvek verkehrspolitische Überlegungen geltend. Autorennen stünden im Widerspruch zu den Zielen der Verkehrssicherheitspolitik des Bundes. Gerade Tempoüberschreitungen seien eine der häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle. Deshalb scheine die Stossrichtung der parlamentarischen Initiative ungeeignet und unpassend. Formel-1- und andere Rundstreckenrennen seien auf die Erreichung von Höchstgeschwindigkeit ausgerichtet und mit einer erhöhten Risikobereitschaft verbunden. Dies könnte bei gewissen Lenkern zu einem Nachahmungseffekt führen.

Den vom Initianten postulierten wirtschaftlichen Nutzen bewertet die Regierung als gering und wenig nachhaltig. Gewiss könne ein Formel-1-Rennen dem Tourismus und dem lokalen Gewerbe Einnahmen in der Höhe von einigen Millionen Franken bringen. Diese Mehreinnahmen beschränkten sich jedoch auf wenige Wochenenden im Jahr, was die Wertschöpfung in der Volkswirtschaft nicht signifikant steigere. Zudem bezweifelt der Bundesrat, dass die Schweiz überhaupt den Zuschlag für einen Grand Prix erhielte.

Giezendanner: Fadenscheinige Begründung
Für Nationalrat Ulrich Giezendanner sind die Argument der Regierung fadenscheinig. Die Mehrheit des Bundesrates habe nicht erkannt, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssten, sagte er auf Anfrage. Die umweltpolitischen Einwände seien daneben. Mit diesem Argument könne man auch das Weltwirtschaftsforum verbieten, weil dorthin viele Leute mit dem Auto anreisten.

Er hoffe nun auf das Parlament, sagte Giezendanner weiter. Konkrete Projekte für eine Formel-1-Strecke in der Schweiz würden zudem nicht weiterverfolgt, bis die rechtliche Lage klar sei.

Ja des Nationalrats
Die nationalrätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen wird sich nun mit der Stellungnahme befassen und die Vorlage anschliessend der grossen Kammer zur Abstimmung vorlegen. Der Nationalrat hat das Begehren bereits einmal mit 88 zu 75 Stimmen im Grundsatz gutgeheissen. Damit Rundstreckenrennen in der Schweiz wieder erlaubt würden, muss aber auch der Ständerat der entsprechenden Änderung Strassenverkehrsgesetzes zustimmen. Das letzte Wort hätte wegen des fakultativen Referendums wohl das Volk.

Rundstreckenrennen sind in der Schweiz seit 1955 nicht mehr erlaubt. Das Verbot war die Folge eines Unfalls im französischen Le Mans, wo ein Jahr zuvor ein Bolide ins Publikum flog und 80 Menschen ums Leben kamen.

tagesanzeiger, 1-2-2006

159 sportwagon

das untere bild zeigt den neuen, von giugiaro gestylten 159 sportwagon. ich finde, im gegensatz zum alten 156 sportwagon ging eine prise eleganz verloren. ausserdem wurde auch beim kombi auf den neckischen hinteren türgriff (versteckt) verzichtet. unlogisch ist dazu, dass der neue 159 auf stossleisten verzichtet. gerade in italien müsste man doch froh sein, wenn nicht jeder kleine rempler zu teuren lackierarbeiten führt.

über die motoren (bzw. deren ursprung) schreibe ich jetzt hier wohl besser nichts. oder?