blog 27 – oh no no no

also, ich gebe es gleich zu beginn zu: ich habe, mehr oder minderausversehen die tokio hotel cd gekauft. das tut mir auch aufrichtig leid. denn die band und der hype um sie nerven gewaltig.

jetzt kommt auch noch blog 27 für den rest der dummen 10 – 14-jährigen, die das taschengeld noch nicht für tokio hotel ausgegeben haben. sie covern den /alexia-hit/ uh la la la. ein lied, das ich damals auf meinem minidisc hatte. warum? am anfang hatte es so einen geilen stereoeffekt… 😉 lustig ist, dass die 13-jährigen girlies von blog 27 den text (ja, der song hat tatsächlich auch einen text) geändert haben. statt uh la la la, love me tonight singen sie was anderes, ich glaube stay with me oder so.

die produzenten scheinen einfach auf der «blogwelle» reiten zu wollen. sie haben das album allen ernstes // genannt… ich hoffe, dass auch wir bald loud out laughen, nämlich wenn blog 27 sich auflösen.

lord of war

nicholas cage ist yuri orlov und der ist der vielleicht beste waffenschieber der welt. im film ist yuri gleichzeitig hauptdarsteller und erzähler. die ganze geschichte wird also aus der sicht desbadguy serviert. das ist reizvoll, birgt aber auch eine gewisse gefahr der verharmlosung in sich.

lord of war ist in der tat ein eindrücklicher film. der beginn mit der reise einer kugel führt den zuseher in die gewaltreiche welt des waffengeschäfts ein. danach verzichtet andrew niccol (regisseur) zwar auf ähnlich effektvolle schnitte oder aussergewöhnliche einstellungen, trotzdem kann man sagen, dass der film sehr gut gemacht ist.

yuri orlov steigt also ins big-business der waffenschieberei ein und lernt bald, dass er absolut gewissenlos handeln muss. im wissen, dass seine waffen von kindern gegen kinder eingesetzt werden, schliesst er geschäfte mit dem präsident liberias ab. nach dem ende des kalten krieges geht es so richtig los: die russischen kalashnikovs müssen an den mann gebracht werden.

der film bleibt trotz linearem verlauf und relativ simpler story spannend. es besteht aber die gefahr, dass man orlov zu sympathisch findet. und der präsidents liberias ist ganz klar zu lustig drauf, was völlig unpassend ist. ansonsten istlordofwar aber ein erschütterndes portrait einer noch immer florierenden branche. die zusammenhänge werden gut aufgezeigt und es wir auch klar, dass waffenschieber keine ‹rumballernde psychopathen sein können, wenn sie erfolgreich sein wollen. unnötig ist der moralisierende hinweis am ende, dass die un-sicherheitsratsmitgliedstaaten noch immer die grössten waffenhersteller sind. es wirkt ein bisschen so, als wolle man am schluss noch zeigen, dass der sympathisch rüberkommende orlov eben doch ein böses arschloch sei. ansonsten wird die hollywood-schwarzweissmalerei aber äusserst klein geschrieben, was den film zu einem must-see macht.

i hate basel, i hate the fcb, but i like kawa

gerne hätte ich den fcb gegen gc untergehen sehen. der basler-kommentator von sat1-schweiz ist dermassen nervig, dass man sich den dämlichen kilchsperger geradezu herbeisehnt. sowieso: sat1-schweiz kann qualitiativ trotz mehr kameras nicht überzeugen. die moderatoren sind einfach zu schlecht.

aber was ich eigentlich sagen wollte: michail kawelaschwili hat in der nachspielzeit zum 2:1 getroffen. er ist für mich einer der besten, wenn nicht der beste spieler, der in der schweiz spielt. unfassbarerweise war er arbeitslos – bis heute. gratulation michail kawelaschwili!

fcluzern – fcsion 2:1

obwohl ich eigentlich hoffte, dass das spiel verschoben würde und obwohl ich vielleicht noch nicht ganz genesen bin, sahen wir uns den spitzenkampf auf der allmend live an. das terrain war vom schnee befreit und in durchaus bespielbaren zustand. schiedsrichter wildhaber liess trotzdem von anfang an mit orangem ball spielen, was sich später noch auszahlen sollte.

die luzerner spielten von beginn an aktiver, wenn auch (wie letztens leider immer) nur mit einem stürmer: patrick de napoli. die sittener überraschten mit technisch eher bescheidenen mitteln. so tauchte der starke caryl righetti nach 25 minuten fast alleine vor sions goalie auf. uneigennützig spielte er den ball quer zu de napoli, der sich nicht zwei mal bitten liess. in der folge verfielen die luzerner nicht wie gegen lausanne in einen tiefschlaf, sondern versuchten das zweite tor zu erzielen. das gelang in der ersten hälfte zwar nicht mehr, aber der ball konnte doch meist in den eigenen reihen geführt werden.

nachdem ende der ersten halbzeit massiver schneefall eingesetzt hatte, wurden die linien mittels besen in der pause vom neuschnee befreit. der fcluzern schien besser mit den paar zentimetern schnee zurecht zu kommen, die nun den ganzen platz in winterliches weiss hüllten. nach 60 minuten unterbrach der schiedsrichter das spiel für eine erneute «linienräumung»… sowas habe ich echt noch nie gesehen, aber es war wirklich nötig. in der 76. minute stürmte andreoli nach vorne. er spielte nach der herausnahme de napolis offensiver und konnte nach einem missgeschick eines sion-verteidigers den ball zu n’tiamoah in die mitte spielen. 2:0.

obwohl man nie angst haben musste, der fcl könnte dieses spiel doch noch verlieren, traf ex-luzerner paulo vogt zum 2:1 in der nachspielzeit.

und retinho: dieses mal war die performance der fans wirklich ohne fehl und tadel. warst wieder auf der stehrampe? 😉

stealth

wenn ihr mal einen wirklich miesen film schauen möchtet… gibt’s ja manchmal… dann bietet sich stealth wirklich an. und als schlechter film ist er sogar richtig gut.

ghostrider und der frühling

so wie der ghostrider werd ich mit sehr hoher wahrscheinlichkeit nie motorradfahren können. aber solche drifts wie der junge im m coupé hinlegt könnten mir vielleicht irgendwann gelingen… hm.
video

was ich eigentlich sagen wollte: trotz zentimeterhohem schnee wird der frühling wohl bald kommen. und dann darf meine diva endlich wieder schönste v2-klänge von sich geben…

simple minds tickets

tja, leider hat’s mich ins bett gehauen und ich kann mir das heutige simple-minds-concert in der eulachhalle, winterthur nicht ansehen. ich habe zwei tickets, die ich zum preis von einem verkaufen würde.

also: 2 tickets für die simple minds für 65.- chf
wer sie möchte müsste die tickets bei mir in winikon (lu) abholen.

männermagazine im test – fhm

nachdem der erste test eines männermagazines von euch ja so gut aufgenommen wurde, folgt nun der zweite. im märz schaue ich mir dasfhm etwas genauer an.


fhm – for him magazine

– subtitle: keiner
– preis: 3.90 euro – 7.80 chf, offenbar ist es normal, dass der schweizer preis in chf einfach der verdoppelte euro-preis ist.
– titelthema auf der plastikhülle: sexgöttinen
– titelthema auf der hefttitelseite: tara reid
– aufbau: zuerst komment die leserbriefe, wo sich die lustige redaktion über die eigenen leser lustig macht. es folgt der teil «reporter», wo verschiedene mehr oder minder lustige sachen gezeigt werden, so z.b. the beer belly. im «showtime»-teil dreht es sich um musik, kino, games und bücher. nach der bildstrecke über tare reid und einem interview mit einem kanalreiniger folgt der teil über dei «sexgöttinen». dann gibt e s ein paar seiten, die sich «hässlichen tieren» widmen und ein interview mit nikolai valuev (boxer). tamara sedmack trägt bikinis, die ddr wird in retrospektive beschrieben und dann erzählen sie uns noch was über mode. ganz am schluss ein paar seiten technik und die singles des monats.
– qualität der artikel: auch imfhm sind gepflegt geschriebene, etwas längere artikel selten. meist wird in bilderunterschriften das auf dem bild befindliche objekt lächerlich gemacht. dem titelthematarareid werden nur gerade 6 seiten gewidmet wovon der grösste teil für bilder draufgeht. die interviews sind auch so geführt, dass man stets das gefühl hat, einziges ziel des interviewers sei es, den interviewten aggressiv zu machen. qualitativ am besten: dershowtime -teil. die cds und filme werden sehr ernsthaft und auch fachmännisch besprochen. diesexgöttinnen sind simple pornodarstellerinnen, die nichts gescheites zu sagen haben. so kann man auch bei diesem männermagazin feststellen, dass die journalistische qualität über das heft betrachtet zu niedrig ist.
– qualität der bilder: die bilderstrecken von tara reid und tamara sedmak sind schön gemacht. die anderen girls werden zwar in billigen posen abgelichtet, aber immerhin bleibt der schritt zugedeckt. insgesamt bleibt ein zwiespältiger eindruck, was die bilder angeht.
– layout: das layout kann durchaus überzeugen. die titelseite ist zwar völlig überfrachtet, aber im innern wird jugendlich frech querbeet geschrieben. das passt zum insgesamt frischen auftritt.
– werbung: imfhm finden sich nur zwei autowerbungen: seat leon und mazda mx5. überhaupt wird relativ wenig geworben. gleich zu beginn eine schöne armani underwear anzeige, weiter hinten eine boss skin werbung. ansonsten wird wieder vor allem für tv-sendungen und -zeitschriften geworben.
– spezielles: die fhm-poster (deswegen ist das ding auch in so ein hässliches pornoheftchenkondom verpackt), die zehn frauen für die werkstattwand zeigen. permanent wird irgenwer verarscht, was teilweise zu sexistischen textzeilen führt. man hat den eindruck, dass es sich beim /him,/ der diesesmagazine liest, um einen pubertierenden jungen handelt, der in den nächsten 5 jahren bestimmt keine frau von nahem sehen geschweige denn anfassen wird.
– wiederkauf: nöö. dazu beschäftigt sich das magazin zu einseitig mit dem thema sex. man hat das gefühl, dass alle anderen teile desfhm nur ballast sind, und das es eigentlich nur um die nackten weiber geht. gähn.

still to come: gq, men’s health, maxim, playboy und andere

spiel des jahres – part two

vor zwei wochen bezwang der fcbarcelona im hinspiel des uefa champions league achtelfinale den fcchelsea london mit 2:1.

im camp nou warteten nun fast 100’000 frenetische barça-anhänger darauf, die stadtjungs aus london mit einer technischen glanzleistung nachhause zu schicken. auch wir tv-zuschauer machten uns wohl auf ein hammerspiel gefasst. schliesslich musste chelsea mit 2:1 «gewinnen», um wenigstens eine verlängerung zu erreichen. aber weit gefehlt, es waren die katalanen, die das spiel bestimmten. allerdings kamen diese erst in der 59. minute zu ihrem ersten gefährlichen torschuss. in der ersten halbzeit hätte drogba mit einem etwas platzierteren kopfball die auswärtsführung erzielen können. das änderte aber nichts daran, dass barcelona den ball in seinen eigenen reihen meist kunstvoll hin- und herschieben konnte. die absatztricks von ronaldinho könnte man sich noch 1000 mal anschauen. der andere supertechniker, lionel messi, musste leider schon nach einer halben stunde verletzt ausgewechselt werden.

so war es ronaldinho, der in der 78. minute mit einem extraordinären effort gleich drei verteidigende spieler chelseas und dann auch noch peter cech narrte. 1:0. in der 84. minute traf samuel eto’o den pfosten. komischerweise entschied der sonst sehr sicher agierende schiri markus merk in der letzten minute auf elfmeter. dabei hatte puyol auf regulären weg john terry vom ball getrennt. der folgende penalty wurde von lampard problemlos versenkt.

egal, der fcbarcelona hat sich souverän för die viertelfinalspiele qualifiziert. das war dem tagesanzeiger sogar ein titelbild wert.

suvs in der stadt


was haben diese beiden bilder gemeinsam? richtig, sie zeigen die autos von idiotischen, kurzsichtigen, rücksichtslosen menschen. diese menschen fahren mitkleinwagen in die stadt. dabei weiss jeder, wie gefährlich das ist.


und was haben nun diese beiden bilder gemeinsam? richtig, sie zeigen die autos von armen, gescholtenen bürgern. immer wieder wurden sie zu unrecht der dekadenz verdächtigt, weil sie alleine in ihrensuvs sitzen. es wurde ihnen vorgeworfen, sie gingen mit dem treibstoff fahrlässig verschwenderisch um. zu viel verkehrsfläche verbrauchen die riesen, wenn man der gängigen meinung glauben will. und für die fussgänger sollen diese autos auch noch gefährlich sein.

dabei haben diese menschen nur enorme weitsicht bewiesen. suvs sind in in der stadt eine unbedingte nötigkeit. alle siebzig jahre