der letzte grund, keinen mac zu kaufen, ist tot

seit ich einen eigenen computer habe (2000), arbeite ich mit produkten von apple. ich war von der ersten minute an begeistert von diesen geräten. im vergleich mit «normalen» pcs sind sie
– schneller
– besser ausgestattet
– (fast) absturzfrei
– intuitiver
– virusresistent
nicht teurer
– und einfach viel, wirklich viel schöner.

mac-gegner haben eigentlich längst keine argumente mehr. aber diese gestrigen menschen brachten immer und immer wieder ein nicht-widerlegbares argument: auf einem mac kann man windows nur über umwege laufen lassen. (also ich finde ja, das ist eher ein vorteil…)

aber nun scheint auch dieses pseudoargument seine letzten atemzüge zu hauchen. in der blauen ecke, mit der möglichkeit windows native laufen zu lassen, ladies and gentlemen please welcome: aaaaple boot camp!

männermagazine im test – annabelle mann

und wieder eine folge meines männermagazintests. heute zur abwechslung mal ein schweizer produkt. die gute annabelle, allerdings in der /annabeau-version./ nee, quatsch, die männerausgabe heisst schlichtannabelle /mann./

*annabelle*mann

– subtitle: keiner
– preis: keine ahnung, das ding lag meinem facts-probeabo bei und ein preis steht nicht drauf.
– titelthema: modern heroes
– aufbau: interessanterweise beginnt die zeitschrift mit dem teil «now open», wo neu eröffnete restaurants, bars, clubs und boutiquen vorgestellt werden. dann ein text von superbond roger moore. es folgt der bereich clips, wo verschiedene nice-to-haves gezeigt werden. dann ein autotest. ein interview mit flavio briatore. dann wird digitales spielzeug vorgestellt. der bereich gesellschaft befasst sich mit dem thema vater-sein. und die gute michèle rothen fragt sich, was ein guter liebhaber sei. weiter geht es mit einer modefotostrecke. bei star style zeigen sich berühmtheiten in ihren alltagskleidern. der bereich beauty nimmt satte 9 seiten ein…
– qualität der artikel: der text von roger moore ist cool, er sagt seinem nachfolger auf elegante art, was er von ihm erwartet. das interview mit briatore ist erstaunlich vielschichtig. und auch der teil, in dem sich das magazin mit dem vater-sein auseinandersetzt ist gut geschrieben, wenn auch für mich etwas zu früh. 😉 der autotest befasst sich mit einer porsche 356 speedster replica und ist mehr ein erfahrungsbericht, der aber viel spass beim lesen bereitet. auf jeden fall merkt man hier, dass die leute dem geschriebenen wort sorge tragen. auch bildunterschriften und kurztexte sind gekonnt geschrieben.
– qualität der bilder: die bilder sind zwar allesamt überzeugend gemacht, leiden aber etwas unter der (nicht hochglanz) papierqualität.
– layout: hier liegen bestimmt die grössten schwächen derannabelle /mann./ auf der titelseite noch sehr edel und elegant fällt das design der seiten doch arg ab. titel und textbereich sind teileweise mit leuchtstift markiert, was wohl cool sein soll, aber nur billig wirkt.
– werbung: es fällt auf, dass dieses magazin stark werbefinanziert ist: auf etwa jede vierten seite ist werbung abgedruckt. dabei werden aber sehr hochwertige produkte beworben: porsche cayman, dior parfum, davidoff parfum, bulgari parfum, paco rabane parfum, canon 350d, strenesse, boss, cartier. daneben finden sich ein paar weniger hochwertige produkte wie der opel meriva oder ein anzug von h&m.
– spezielles: auf erotik wird in diesem männermagzin (zumindest in dieser ausgabe) total verzichtet. die mode steht im zentrum.
– wiederkauf: soweit ich weiss, kommtannabellemann nur etwa zwei mal im jahr. aber ich würde es mir auf jeden fall gerne wieder kaufen. obwhohl: dieses mal hab ich’s ja geschenkt gekriegt, das wär mir natürlich noch lieber. vor allem die hochwertigen texte haben mich überzeugt, aber auch die gut ausgewählten restaurants und bars, die neu eröffnet wurden. alles in allem eine erfrischend andere männerzeitschrift.

still to come: gq, men’s health, maxim, playboy und andere.
schon getestet: matador, fhm.

sascha dormann

*richtigstellung:* sascha dormann hat mich persönlich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass seine reisenausschliesslich durch den glühweinverkauf und das sponsoring durch mammut ermöglicht werden. alles, was er sonst noch erwirtschaftet wird oder wurde andersweitig investiert und hat nichts mit seinen trips um die welt zu tun.

vor kurzer zeit war er bei aeschbacher, jetzt war er in talk täglich. danke lkm, dass Du mich darauf hingewiesen hast.
sascha dormann hat viel zu erzählen, schliesslich hat er schon die halbe welt gesehen, vielleicht sogar dreiviertel. eines hat er im interview aber nicht ganz richtig dargestellt. auf die frage, wie er dann seine reisen überhaupt finanziere, meinte er, das komme alles aus dem glühweinverkauf. am hb in zürich verkauft er nämlich zur adventszeit den «besten glühwein» an tausende zufriedene kunden.

ein wenig geld dürfte aber auch von sponsor mammut kommen und ich weiss, dass er auch als fenstermonteur ein bisschen was verdient. so habe ich ihn auch kennengelernt. er ist wirklich ein sehr sympathischer typ. und erzählen kann er… 🙂

freue mich, Deinen bauwagen bald wieder bei uns zu sehen!

deutscher airbag

der verein deutsche sprache sucht ein wort in deutscher sprache für /airbag./ schliesslich handelt es sich ja um eine deutsche erfindung. der verein ist für eine verhinderung der verenglischung. die aktuell modische sprache nennt man manager-schimpansensprache. lustigerweise wurde der airbag aber schon immer airbag genannt. auf der website, oh, entschuldigung, auf der netzseite findet man wörter wie prallkissen als alternative. bis am 10. april kann man seine vorschläge für die deutsche version des airbags an [deutschesprache@gmx.de|deutschesprache@gmx.de] schicken.

na dann, viel glück und guten apetitt beim schlauchapfelverzehr! 😉

turbo-hoden

während man in england das wortcojones scheinbar für «mutig» oder «kühn» benutzt, heisst es in amerika, was es eben heisst. vw hat den golf gti trotzdem mit dem claim [ /turbo-cojones/ |http://www.motorpasion.com/archivos/2006/03/21-gti-turbo-cojones-de-volkswa.php] beworben. allerdings regte sich bald widerstand, speziell natürlich bei der spanisch sprechenden bevölkerung. die «turbo-hoden» sollen nun von den plakatwänden verschwinden…

concordia basel – fcluzern 0:1

unglaublich.
sogar radio-pilatus-hörend ist man nicht vor herzrasen sicher. in einer scheinbar schlechten partie hat der fcl in letzter minute noch einen penalty zugesprochen bekommen. das foul wurdenatürlich an patrick de napoli verübt. edmond n’tiamoah traf zum 0:1. uff.

la tigre e la neve

wir erinnern uns gut: frühling 2003, der krieg im irak steht bevor. besonders in italien regt sich widerstand, die [ /pace-flaggen/ |http://www.amade.ch/snapshot/ssbyebyealtstetten05.JPG] werden montiert. in dieser zeit spielt roberto benignis filmlatigreela /neve./ benigni hat natürlich auch die hauptrolle übernommen: attilio de giovanni unterrichtet poesie und ist unsterblich in die unerreichbare vittoria verliebt. sein kumpel fouad ist ebenfalls dichter, stammt aber aus dem umkämpften irak. gespielt wird er vom momentan omnipräsenten jean reno. vittoria wiederum arbeitet an einer biographie über eben diesen fouad und folgt ihm in den irak.

doch vittoria wird schwer verletzt. als attilio das vernimmt, zögert er keinen augenblick und macht sich auf nach baghdad. dort angekommen kümmert er sich rührernd um die angebetene, die im koma liegt. obwohl keine medikamente verfügbar sind, kriegt attilio immer irgendwie, was vittoria gerade braucht.

der krieg an sich wird nicht beleuchtet, doch die erdrückende situation im irak ist allgegenwärtig. natürlich sind ein paar lustige momente eingestreut, wenn attilio zum beispiel auf eine amerikanische strassenkontrolle trifft und diese ihn für einen attentäter hält. es ist aber vor allem die kompromisslose liebe des clownesken poeten, die einem ganz nahe geht. auch wenn man sich vielleicht zwischendurch über die nervös-ungeschickte art von attilio aufregt: am ende ist es eine wunderbare geschichte. vielleicht das schönste liebesmärchen dieses jahres. anschauen!

tagesanzeiger setzt angriff auf blocher fort

wie bereits in der gestrigen ausgabe des tagesanzeigers schaffte es unser lieblingsbundesrat blocher aka lügenbaron wieder auf die zweite seite. naja, so ein gesicht will man ja auch nicht unbedingt auf der ersten seite sehen. 😉 mehr schlecht als recht hat er sich nun doch noch entschuldigt.
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Christoph Blocher bedauert nur « ein sprachliches Versehen »

Unter dem Druck der Medien hat der Justizminister einen Fehler zugegeben. Er entschuldigt sich aber nicht für die Falschaussage im Ständerat und korrigiert auch andere Entgleisungen nicht.

Von Bruno Vanoni, Bern

Mit einer dreisprachig vorbereiteten, aber erst auf Fragen hin abgegebenen Erklärung desavouierte Christoph Blocher seinen Informationschef Livio Zanolari: Blocher werde sich nicht entschuldigen, hatte dieser tagelang verkündet – und guten Grund für seine Aussage gehabt: Denn der Justizminister hatte zwei Monate und diverse Gelegenheiten ungenutzt verstreichen lassen, ohne die Falschaussage in seiner Albisgüetli- Rede zu korrigieren.

Doch unter medialem Druck und Forderungen aus SP, FDP und CVP war Christoph Blocher nach der gestrigen Regierungssitzung zu einer Erklärung bereit: Er habe « statt von < mutmasslichen Kriminellen> von < Kriminellen> » gesprochen, sagte er. Tatsächlich hatte er aber von zwei « Kriminellen » gesprochen, wovon einer zwei Morde und 15 Raubüberfälle « auf dem Buckel » habe – dabei waren diese Vorwürfe gerichtlich nie bestätigt und Belege dafür möglicherweise in Albanien gefälscht worden. Und vor dem Ständerat leugnete Blocher letzte Woche, das Wort « Kriminelle » benutzt zu haben.

Letztes Wort erst an GPK- Sitzung
Es sei ihm « lediglich ein sprachliches Versehen » unterlaufen, gestand er nun gestern einen « Fehler » ein. « Das tut mir Leid, dass das so war. » Nie habe er die Absicht gehabt, « die Albaner als verurteilte Kriminelle hinzustellen » . Dies gehe auch aus dem Redetext und Videoaufnahmen « klar » hervor und werde nun auch auf seiner Homepage präzisiert. Auf die Frage, ob er sich auch beim Ständerat und den beiden Albanern entschuldigen werde, antwortete er: « Wenn ich mein Bedauern ausdrücke über das sprachliche Versehen, ist das damit geschehen, nicht wahr. » Für Ständeratspräsident Rolf Büttiker ( FDP, SO), der öffentlich eine Entschuldigung gefordert hatte, ist « die Sache damit abgetan » . Der Neuenburger SP- Vertreter Pierre Bonhôte, der Blocher im Ständerat zur Rede gestellt hatte, erwartet jedoch weitere Entschuldigungen – für die Lüge im Ständerat und direkt bei den verunglimpften Albanern: Die Affäre werde an der nächsten Sitzung der zuständigen Geschäftsprüfungs- Subkommission umfassend beurteilt werden müssen. Denn Blocher habe sich « nur halb » entschuldigt.

Andere Falschaussagen war der Justizminister auch gestern nicht bereit zu korrigieren ( TA von gestern). Zur Nationalfondsstudie über seine Apartheid- Kontakte habe er « nichts Falsches gesagt » . Und an seine Mutmassung, ein politisch verfolgter Flüchtling aus Burma sei nach seiner Ausschaffung in die Militärdiktatur möglicherweise wegen Diebstahls zu 19 Jahren Haft verurteilt worden, wollte er sich zunächst nicht mehr erinnern. Dann sagte er höhnisch: « Falls ich irgendmal irgendwo einen Versprecher gemacht haben sollte in der Vergangenheit, würde ich das bedauern – ganz generell und für die Zukunft grad auch noch. »

quelle: «Tages-Anzeiger» vom 30.3.2006, Seite 2