fcwohlen – fcluzern 1:2

bevor ich was zum spiel sage, muss ich mich erst mal über ace security auslassen. die leute von ace security sehen nicht nur hässlich aus, sie sind vor allem die mühsamsten eingangskontrolleure der welt. ich verstehe ja, dass man aus sicherheitsgründen eine kontrolle durchführt. doch was ace macht ist echt primitiv. ein drogendealer in der langstrasse wird von der polizei bestimmt mit mehr anstand befummelt. ausserdem tastet bei ace eine security-frau auch männer ab, was gesetzlich verboten ist. kurz und bündig:fuckace *security.* ich hoffe, eure unternehmung geht bald pleite, bei den hunden (dackel?) seid ihr ja bereits am sparen, bei der intelligenz eurer mitarbeiter sowieso.

zum spiel: nach 17. minuten jubelte jean-michel tchouga zum ersten mal (bild). er hatte aus satten 20 metern getroffen. bis anhnin war das spiel nicht wirklich der rede wert, allerdings mit leichten vorteilen für die luzerner. in der folge geschah, was in praktisch allen der letzten spiele zu beobachten war: das 2:0 wurde nicht konsequent gesucht. stattdessen baute man den gegner mit schwach gespieltem pressing auf. die leistung der luzerner in den letzten zehn minuten vor der pause war miserabel.

schlimm, dass es nach dem pausentee scheinbar noch schlechter wurde. nun lagen die vorteile klar auf wohlener seite. vor allem der bullige malenovic und schultz fielen auf. letzterer traf einmal die latte und einmal den pfosten als zibung bereits geschlagen gewesen wäre. glück. in der 81. minute war es mit dem glück vorbei, die desolate leistung wurde bestraft, malenovic traf zum hochverdienten ausgleich.

90 minuten waren bereits vorbei, als sich jean-michel tchouga erinnerte, dass er der beste spieler der liga ist. respektlos trat er an, lief quer vor dem strafraum durch und traf mit einem hammerschuss aus 18 metern in die entfernte ecke. sieg!!!

die stimmung war nun überschwänglich. von den 2350 zuschauern waren mehr als die hälfte luzerner. und die hatten nun was zu feiern. man hatte nicht mehr an den sieg geglaubt und nun doch… diese emotionen kann man kaum ausdrücken: die hände klatschen im takt, die knie zittern, die augen sind feucht. wahnsinn.

rené und seine jungs haben es noch einmal geschafft. in allerletzter sekunde. man muss noch einmal betonen: will man wirklich aufsteigen darf man nicht so schlecht spielen. dann muss nach dem 1:0 auch mal das zweite tor fallen. man kann sich nicht immer auf den auch heute glänzend haltenden zibung verlassen. und auf die tore von tchouga schon gar nicht, schliesslich kann auch der mal einen schlechten tag erwischen. heute zum glück nicht.

nachbeben

eigentlich möchte ich das viel mehr tun, aber in letzter zeit komme ich nicht so oft dazu: nicht-hollywood-filme schauen.nachbeben ist nicht nur nicht-amerikanische, er ist sogar schweizerisch. normalerweise bekommen wir schweizer ja nur irgendwelche seichten dialektkomödien vorgesetzt, die dann aber den hinterletzten cousin meiner oma ins kino bringen. anspruchsvolle filme sind selten. leider.

anders als snow white ist nachbeben ein wirklich kritischer seitenblick auf die goldküstenbankergilde. der ganze film dreht sich um einen einzigen grillabend in einer villa am see. was sich darin abspielt kann am besten mit dem dogmaklassikerfesten verglichen werden. ein manager lädt seinen freund und boss zusammen mit dessen frau und seinem neuen praktikanten ein. bald merkt man jedoch, dass die party bitterer ernst ist. nach und nach kommen dreckige geheimnisse ans licht. die einen haben ein ausereheliches verhältnis, die anderen sind vor der pleite, wieder andere wollen nicht nur den job des gastgebers, sondern auch noch gleich dessen frau. drogenprobleme spielen nicht die hauptrolle, sind aber allgegenwärtig. die dekadenz der schweizer führungsetagen wird plakativ aber doch überzeugend präsentiert. die schauspieler sind allesamt äusserst überzeugend und das setting am see ist perfekt gewählt. nur, dass ein so reicher mann mit einem bmw x3 und seine frau mit einem streetka unterwegs sein sollen ist etwas unglaubwürdig. ansonsten hat regisseurin stina werenfels einen tollen erstling abgeliefert über den ich hier nicht zuviel verraten möchte. schaut ihn euch an, ihr werdet’s nicht bereuen!

in zürich läuftnachbeben übrigens auch noch die nächste kinowoche im alba (zähringerstrasse), in bern läuft er im cinemovie, in luzern läuft er scheinbar nicht.

tagesanzeiger greift blocher an

Blochers Mühe, zur Wahrheit und zu eigenen Fehlern zu stehen

Blochers Falschaussage vor dem Ständerat ist kein Einzelfall: Er hat schon öfter Unwahrheiten behauptet. Doch entschuldigt hat er sich dafür noch nie. Und der Bundesrat hat ihn gedeckt.

Von Bruno Vanoni, Bern
Was die Videoaufnahme auf der Homepage des eigenen Departementes aufzeigt, hat Bundesrat Christoph Blocher letzte Woche vor dem Ständerat geleugnet: Er habe die beiden Albaner, die von obersten Schweizer Gerichten in Schutz genommen worden waren, in seiner Albisgüetli- Rede nie als « Kriminelle » bezeichnet ( TA von Dienstag). Auf Grund der offenkundigen Falschaussage hat nun auch Ständeratspräsident Rolf Büttiker eine Entschuldigung des Justizministers verlangt: « Blocher muss die Sache jetzt in Ordnung bringen » , zitiert ihn der « Blick » . « Dann können wir die Sache abhaken. »

Flüchtling aus Burma verunglimpft
Doch so einfach lässt sich « die Sache » nicht erledigen. Denn auf Grund von Aufsichtseingaben muss nun eine Subkommission des Ständerats das Fehlverhalten Blochers untersuchen. Tut sie dies gründlich, wird sie auf andere Falschaussagen stossen, die der Justizminister nie korrigiert oder gar bedauert hat – obwohl er Gelegenheit dazu gehabt hätte.

So hat sich Christoph Blocher gerade erst Anfang Monat geweigert, sich für die irreführenden Bemerkungen zu einem nach Burma ausgeschafften Flüchtling zu entschuldigen: Stanley Van Tha war nach der Zwangsrückführung durch Schweizer Polizisten in der international geächteten Militärdiktatur zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt worden – wegen politischer Betätigung, illegaler Ausreise und der blossen Tatsache, dass er in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt hatte. Dieses Urteil war im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement ( EJPD) bekannt, als Blocher vor Jahresfrist im Nationalrat mutmasste, der Ausgeschaffte sitze möglicherweise « wegen Diebstahl oder so was » in Burmas Kerkern. Obwohl der Gesamtbundesrat daraufhin gegenüber dem Parlament das politisch motivierte Urteil darlegte, schürte Christoph Blocher Anfang März an einer Medienkonferenz neue Zweifel: « Wir wissen immer noch nicht genau, warum er verurteilt worden ist. » Den Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens, der die verheerende Ausschaffung rekonstruierte, tat der Justizminister kurzerhand als « Propagandaaktion für die Asylabstimmung » ab.

Keine Korrektur und schon gar keine Entschuldigung gab es auch zu einer Falschaussage, die Blocher zum Nationalfonds- Forschungsprogramm zu den Apartheid- Beziehungen gemacht hatte. Er hatte in den 80er- Jahren die Arbeitsgruppe südliches Afrika präsidiert, die Prominentenbesuche im international geächteten Südafrika organisierte. Dass diese Kontakte dort als wichtig eingestuft wurden, geht aus südafrikanischen Geheimdienstakten hervor, die der Historiker Peter Hug fand.

Südafrika- Forscher diskreditiert
Blocher unterstellte der Studie im letzten Dezember in einem Zeitungsinterview, sie habe ihm Gespräche mit dem Apartheid- Geheimdienst vorgeworfen, die gar nie stattgefunden hätten. Er kenne « jene Person nicht, mit welcher ich gemäss diesem Bericht hätte gesprochen haben sollen » , sagte Blocher und zog die Seriosität von Hugs Studie pauschal in Zweifel: Die einzige Passage zu seiner Person sei « so mangelhaft, dass ich annehmen muss, dass andere Passagen in der Studie auch falsch sind » .

In der Zeitung « Südostschweiz » konnte der angegriffene Historiker nach Erscheinen des Interviews klarstellen, er habe nie behauptet, Blocher habe solche Gespräche selber geführt. Doch auf der Homepage von Blochers Departement, auf der das Interview mit Blochers Falschaussage nach wie vor zu lesen ist, blieb ihm die angestrebte Klarstellung verwehrt. Blochers Informationschef Livio Zanolari fand es nicht nötig, die EJPD- Homepage mit Hugs Widerspruch zu ergänzen. Der Historiker ist nicht der Einzige, der eine ehrenrührige Falschaussage Blochers hinnehmen muss.

FDP- Politiker des Filzes bezichtigt
Vor zwei Jahren hatte es der Gesamtbundesrat abgelehnt, eine Ehrverletzungsklage des Zürcher FDP- Politikers Jean- Jacques Bertschi zuzulassen. Gegen diesen hatte Blocher noch als Nationalrat einen Filz- Vorwurf erhoben, der von den Zürcher Behörden widerlegt wurde. Die Landesregierung befand damals, die « ungestörte Ausübung » des Bundesratsmandats müsse Vorrang vor dem öffentlichen Interesse an einer Strafverfolgung haben. Die Falschaussagen, die Blocher als Justizminister seither machte, wurden von der Kollegialregierung nie gerügt.

quelle: «Tages-Anzeiger» vom 29.3.2006, Seite 2

Zur Aufregung um die Albisgüetlirede 2006

Medienmitteilungen, EJPD, 29.03.2006
Bern, 29.03.06. Statement von Bundesrat Christoph Blocher: «Es geht um eine kurze Passage in meiner Albisgüetlirede 2006. In der schriftlichen Fassung wurden zwei Albaner korrekterweise als schwerer Verbrechen Angeklagte bezeichnet. In der mündlichen Fassung habe ich an einer einzigen Stelle statt von mutmasslichen Kriminellen, von Kriminellen gesprochen. Das war ein Fehler, der mir leid tut. Es war ein sprachliches Versehen. Nie war es meine Absicht, die Albaner als verurteilte Kriminelle hinzustellen.»

quelle: ejpd

kulinarische speisen


das restaurant gio in luzern wirbt wie viele mit einer tafel vor dem haus für die leckeren mahlzeiten. doch werbung kann, obwohl gut gemeint, auch ungewollte reaktionen hervorrufen. in diesem fall wird es keine schlimmen reaktionen geben, höchstens ein lächeln, ein schmunzeln und ein kopfschütteln…

kulinarische speisen? hm, die werden wir wohl mal ausprobieren müssen. ich stelle schon mal ein menu zusammen:
erster gang – vegetarische, flüssige gemüsesuppe
zweiter gang – lachstartar, aus dem wasser gefischt
dritter gang – kaltes zitronensorbet mit alkoholhaltigem vodka
hauptgang – rindsfilet von der männlichen kuh mit kartoffel-pommes frites
dessert – kakao schoggimousse mit cremigem rahm.
lecker!

inside man

ein bankräuberfilm. gähn. die haben wir doch alle gesehen. die mit dem tunnel, die mit dem computer, die mit der geiselnahme des bankverwalters, die mit dem unehrlichen angestellten. aber dalton russel (clive owen) meint gleich zu beginn des filmes, dass er eben denperfekten bankraub geplant habe. warum? weil er es kann.

verkleidet gehen die räuber ‹rein, nehmen mehrere geiseln und verschanzen sich im gebäude. schon offenbart sich der erste trick: sie ziehen die geiseln genau gleich an, wie sich selbst. auf der strasse kommt inzwischen der untersuchungsleiter an: keith frazier (denzel washington). in der zentrale der bank heuert der oberste boss eine zwielichtige troubleshooterin an. madeleine white (jodie foster) soll für ihn etwas wichtiges aus einem schliessfach holen. die ermittlungen gehen langsam voran, keiner weiss etwas genaues. und als die polizei verwanzte pizza-schachteln in die bank bringen, hören sie gespräche in albanischer sprache…

keine frage, hier ist regisseuer spike lee ein grosser wurf gelungen. die dialoge sind erster güte und nicht frei von humorösen einlagen. die geschichte ist spannend und gut erzählt. vor allem aber überzeugt der coole gangster (clive owen), der lässige bulle (denzel washington) und die arrogante schlampe von troubleshooterin (jodie foster). bestes popcornkino mit bissigen sprüchen.

ist bin laden tot?

oder warum sonst ist dieser parkplatz frei?

präzisierung: es handelt sich um einen parkplatz vor dem amerikanischen konsulat. seit ich hier wohne, also schon ein paar jahre, war dieser parkplatz immer mit gittern abgesperrt. scheinbar hatte man angst vor attentaten. jetzt kann man dort wieder ganz legal parken. schöne, friedliche welt.


nicht immer wird dem neuen parkplatz auch der nötige respekt und die angebrachte präzision entegegengebracht…

carnews: aus für den smart forfour

in diesen tagen gibt es zahlreiche brisante nachrichten aus den sphären der automobilbranche. das pikanteste gleich voraus:

– der smart forfour wird wegen mangelnden erfolg nicht mehr gebaut. ausserdem wird der fortwo (also dernormale smart) vollständig in die mercedesstrukturen eingebaut. das finde ich echt scheisse. das beste am smart war doch, dass er eben gerade kein mercedes war. seine eigenständigkeit und sein einzigartiges konzept machten ihn zum klassenlosen fahrzeug. durchaus smart. damit ist es bald vorbei. automotorundsport.de

auch eine andere daimlerchryslermarke ist zum sparen verdammt: dodge.

– die fast fertige dodge-launch-kampagne wird gestoppt. in deutschland sollte der wiedereintritt in den markt auffällig und werbewirksam gestaltet werden. nun wird eine blosse übersetzung der amerikanischen werbung die geplante kampagne ersetzen. auch die website grab-life-by-the-horns soll bald offline gehen und einem sehr konventionellen auftritt weichen. automotorundsport.de

kurz nachdem die fia die möglichkeit zur anmeldung für übernächstes jahr ermöglicht hat, haben sich schon zahlreiche teams eingeschrieben:

– es gilt als gesichert, das sämtliche aktuellen teams auch übernächstes jahr dabei sein werden. neu eingeschrieben soll auch ein b-team von mclaren sein, wo jean alesi als teamchef eingesetzt werden soll. weiter gibt es auch eine anmeldung vom spanischen gp2-rennstall racing engineering. automotorundsport.de

– kommt minardi zurück? toro rosso hat ja eigentlich sämtliches material der italiener übernommen. nur ist der rennstall nicht mehr so cool, weil jetzt auch bei diesem team mit der ganz grossen kelle angerührt wird. paul stoddart (ehemaliger minardi teamchef) hat für übernächstes jahr ein team mit dem namen european minardi angemeldet. automotorundsport.de

momentan gibt es in der formel 1 noch eine regel, die besagt, dass nicht mehr als 24 autos (also 12 teams mit je 2 autos) an einer wm teilnehmen dürfen. aber mehr teams und mehr autos wären doch durchaus interessant, oder?

danke, sbb

gestern morgenfrüh stieg in zürich aus dem zug von luzern. als ich schon auf halbem weg zur tramstation war, erwachte ich aus meiner geistigen umnachtung und merkte, dass ich mein halbtax liegen gelassen hatte. also eilte ich zurück zum zug, doch die lautsprecherdurchsage mahnte gerade zum einsteigen. ich traute mich nicht, da mein halbtax im oberen stock des zuges liegen musste.

heute, nur ein tag nach meinem verlust, kriege ich einen brief. das halbtax mit einer büroklammer dran festgemacht.

danke, sbb. das war ein toller service.