5 Tage, 5 Autos – #5 Alfa Romeo 4C

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Yep, mit diesem wunderschönen Ding war ich auch unterwegs. Danke an Christian von der Schlossgarage Winterthur.

In den letzten Jahren hat mir kaum ein modernes Auto derart Spass gemacht. Er ist eng, er ist laut, er ist unübersichtlich. Aber das ist alles egal. Alleine schon die hypergenaue Lenkung wäre ein Grund, den Carbonrenner mit dem unspektakulären Namen zu kaufen. Mit dem lärmenden Vierzylinder hinter den Sitzen geht der knapp eine Tonne schwere Sportler teuflisch gut. Erstaunlich komfortabel wechselt das Doppelkupplungsgetriebe die Gänge. Ausser natürlich, man fordert den 4C so richtig. Dann werden die Gänge reingeknallt, dass man bei Lamborghini eifersüchtig wird. Für einen Sportwagen ausgesprochen komfortabel fällt die Fahrwerksauslegung aus. Die Zeit im 4C vergeht wie im Fluge. Und es bleibt nur ein mögliches Fazit: Wer kann, sollte sich so ein Auto sichern.

Der Sturm und die Schweiz

An wie viele Namen von Stürmen könnt ihr euch erinnern? Ja, klar Sandy und Katrina und so, aber ich meine hiesige. Mir persönlich fällt nur der legendäre Lothar ein. Schon mal überlegt weshalb das so sein könnte?

Ausnahmsweise gibt’s hier mal wieder was Persönliches zu lesen. Die Geschichte beginnt in der Nacht auf gestern. Homeland-guckend erschrecke ich ob dem plötzlich gegen die Fensterscheiben prasselnden Regen. So viel Wasser um diese Jahreszeit ist dann doch eher ungewöhnlich. Aber was soll’s.

Früh morgens stellt sich heraus: Der Regen war so heftig, dass es nun von der Decke tropft. In einem 400-jährigen Haus kann das schon mal passieren, würde man denken. Nein, kann es nicht. Jedenfalls nicht hier. Nur weil der Dachstock gerade ausgebaut wird, konnte sich das Wasser überhaupt einen Weg in die Wohnung bahnen. Für den Vermieter ist es selbtsverständlich, dass er dies reparieren lässt. Noch am Vormittag ruft mich der Architekt entschuldigenderweise an.

Dann gestern Abend. Nach dem Essen in einem Zürcher In-Lokal kommt der Sturm mit dem klingenden Namen Gonzalo richtig in Fahrt. Unter der Hardbrücke geniessen wir für einen Monent die schiere Naturkraft. Dann wird es selbst uns zu nass. Wir verziehen uns in die Bar am Fusse des Prime Tower. Als wir von drinnen beobachten, wie Stühle der Gartenbeiz weggewindet werden, staunen wir nicht schlecht. Es sind keine billigen, leichten Plastikstühle, sondern solche mit Metalluntergestell. Zwei Jungs vom Land nehmen ihr Herz in die Hand und sammeln im Getöse die Richtung befahrener Strasse treibenden Sitzgelegenheiten ein. Das Barpersonal ist erleichtert, dass jemand hilft. Auch die Kreis5-Züzis, Schwaben und Agglo-Möchtegerns bewegen sich schnell – um cüplisaufend von innen zu beobachten, wie draussen Tische auf den Kopf gestellt werden, damit diese nicht davon fliegen. Einer fliegt zum Schrecken der Bar-Insassen mit grosser Wucht und ebensolchem Knall gegen die raumhohe Fensterscheibe der Bar. Drinnen erspähe ich einen Schirm von Louis Vuitton.

Etwas später, der Sturm hat sich beruhigt, fahre ich auf der Autobahn nachhause. Das Wasser steht teilweise so hoch, dass ich aufgrund der an meinem Auto montierten Bereifung keine 120 fahren kann. Aquaplanning droht. Mit gut 100 komme ich aber angenehm flott voran.

In anderen Ländern wäre nach so einem Sturm gar nicht erst an Autofahren zu denken, weil die Strasse mancherorts einfach weg wäre. In anderen Ländern würde es auch in neueren Häusern tropfen. Ohne Umbau, ohne Sturm, einfach, weil die Bausubstanz miserabel ist. In anderen Ländern könnte man wohl gleich mehrere Stürme mit Namen aufzählen, weil man sich genau erinnern könnte, was sie einem geraubt haben.

Wir müssen uns nicht auf die Schultern klopfen und stolz zu sein brauchen wir auch nicht. Denn für Vieles können wir gar nichts. Es ist einfach Glück, dass wir ausgerechnet hier leben dürfen, wo auch ein solcher Sturm verhältnismässig wenig Zerstörung anrichtet.

Ach ja: In anderen Ländern würde man sich vielleich noch etwas mehr helfen beim Stühle-einsammeln. Und ja, die zwei Jungs vom Land waren wir.

5 Tage, 5 Autos – #4 Tesla Model S

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Dank der freundlichen Hilfe von Stefan von Tesla Bern, kam ich zu einer kurzen Probefahrt mit dem Tesla Model S. An das Logo mit dem T werden wir uns definitiv gewöhnen müssen. Ähnlich wie Apple beim Einstieg in den Markt der Telefone macht auch Tesla unglaublich viel richtig beim allerersten eigenen Auto. Da gibt es Platz en masse, einen makellosen Antrieb und ein durchaus gefälliges Design. Weniger gefallen hat mir der Langsamfahrkomfort mit einigem Poltern, der vom Fahren ablenkende Touchscreen und die schiere Grösse des Model S. Allerdings wird bald ein kleineres Modell folgen, das sich hier sicher noch wohler fühlen dürfte. Das so ein E-Mobil tierisch abgeht, brauche ich ja nicht zu schreiben. Oh, jetzt hab› ich’s doch getan. 😉

Für künftige Modelle wünsche ich mir zudem Assistenzsysteme. Die gibt es bei Tesla momentan noch gar nicht. Ausserdem dürften die Sitze etwas bequemer und grösser sein. Ein Blick zu Opel würde da sicher helfen. Beim Design darf man ruhig noch etwas mutiger werden. Noch was: Die ausfahrbaren Türgriffe sind reine Show. Die kann man sich gerne sparen.

Apple gut, Apple böse

In der Medienlandschaft gibt es häufig nur Schwarz und Weiss, Gut oder Böse. Im Fall von Apple ist man nach dem #Bendgate und mangelhaften Updates von iOS 8 in der öffentlichen Wahrnehmung wohl eher auf der «bösen» Seite. Trotzdem verkauft sich das iPhone 6 anscheinend wie geschnitten Brot.

Eigentlich ist es ja logisch, Apple ist weder nur schlecht, noch nur gut. Ich habe zwei Nachrichten dazu, die das wunderbar untermauern:

Schlecht: Schnüffel-Spotlight ist automatisch eingeschaltet

Spotlight ist die grossartige Suche in Mac OS X und iOS, die ich in der Qualität noch immer auf jedem Windowsrechner vermisse. Superschnell finde ich nach der Eingabe weniger Buchstaben genau das Dokument, das ich suche. Doch mit dem Update auf Mac OS X 10.10 Yosemite wurde nicht nur die Suche an sich weiter verbessert. Zusätzlich teilt man nämlich beim Suchen die Suchbegriffe den Freunden bei Apple (und auch Microsoft) gleich mal standardmässig mit. Wer das, aus verständlichen Gründen, nicht möchte, kann sicher einmal folgende Boxen unchecken:

xspotlightGut: Apple-SIM ermöglicht den schnellen Wechsel des Providers

In der Keynote kam dieses Feature gar nicht erst vor. Wahrscheinlich darum, weil die Provider nicht gerade die grössten Fans davon sind. Eine neue SIM-Karte soll den Wechsel von Provider zu Provider stark vereinfachen. Zunächst machen grosse Anbieter in den USA und in Grossbritannien mit: Sprint, AT&T, EE und T-Mobile. Fraglich ist, ob man die Apple-SIM überhaupt in Telefonen oder aber nur in den iPads finden wird. Die hiesigen Oligopolisten freuen sich natürlich nicht über eine solche Neuheit. Dem Endkunden würde sie aber sicher günstigere Kommunikationskosten bringen.

Quellen:
PC Tipp (der Apple-Feind vom Dienst)
LKM

5 Tage, 5 Autos – #3 Bentley Continental GT V8 S

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Was haben wir über den ersten Bentley Continental GT gespottet. «Hyundai Coupé» nannten wir ihn wegen seiner etwas unbeholfen plumpen Form. Doch er hat sich etabliert. Und mit dem Wechsel auf die zweite Generation wurde auch die Karosserie des meistgebauten Bentley aller Zeiten viel hübscher und eleganter. Ich hatte die Gelegenheit, den V8 S zu bewegen. Und ich muss sagen, das Auto ist der Hammer. Angefangen von einem piekfeinen Interieur mit traumhaftem, perfekte verarbeitetem Leder bis zum bissigen V8 unter der Haube. Bei Bedarf kann der Achtender auch ordentlich lärmen. Doch viel besser liegt ihm trotz S für «Sport» das Gleiten. Auf die Autobahn aufgefahren kriege ich das Gefühl, mit diesem Auto ohne Pause bis ans Meer fahren zu wollen. In Genua würde ich dann völlig entspannt aussteigen und mir einen Apéro gönnen. Doch die Fahrt führt leider nicht mal annähernd nach Italien. Wer einen echten GT sucht, ist beim Continental gut aufgehoben.

5 Tage, 5 Autos – #2 Citroën C4 Cactus

Der Citroën C4 Cactus ist eine wohltuende Abwechslung im Auto-Einerlei auf unseren Strassen. Die Airbumps in den Türen und an beiden Enden sind auffällig aber auch praktisch. Die luftgefüllten «Pickel» sollen die Karosserie bei Aufprallgeschwindigkeiten von bis zu 5 km/h schadlos halten. Auch sonst hat der kleine Franzose einige schlaue Ideen an Bord. So ermöglicht ein Airbag im Dach ein grosses Handschuhfach vor dem Beifahrer. Ansonsten wurde stark auf Gewichtsreduktion hingearbeitet, was sich an nur ausstell- und nicht versenkbaren hinteren Seitenfenstern äussert. Das Tolle am Cactus: Er macht auch wegen seines relativ tiefen Gewichts Spass beim Fahren. Selbst mit nur 90 PS kommt man gut voran und hat dank sehr hübsch gemachtem Interieur immer ein Grinsen im Gesicht. Bleibt zu hoffen, dass der schräge Newcomer bei den Schweizern ankommt. Er hätte es verdient.

SVP-Denk

Hier ein Logik-Beispiel aus den Reihen der SVP. Ein kleines Twittergespräch begann mit dem Retweet, bei dem Balsiger einen Tweet des neuen Maskotchens veröffentlichte.

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Immer wieder erstaunlich, wie man sich da die Realität so zurechtdenkt, dass die Vorurteile am Schluss dann doch noch knapp irgendwie passend scheinen.

5 Tage, 5 Autos – #1 Skoda Octavia RS

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Obwohl tschechisch ist er sowas wie der Auto gewordene Schweizer: Der Skoda Octavia. Praktisch, zuverlässig, preiswert und selbst in der Top-Version RS: ein klein bisschen langweilig. Er ist der Didier Cuche der Autos.

Das Design tut niemandem weh, kann aber auch kaum jemanden wirklich begeistern. Oder? Selbst in Knallgelb fällt man mit dem RS kaum auf. Der Benziner hat 220 PS, die er superangenehm über ein DSG an die Vorderräder leitet. Auf Sportknopf-Druck wird das Ganze etwas giftiger und lauter. Mangels Einstellfahrwerk wird er aber auch dadurch nicht zum Sportwagen. Als flotter Autobahnkilometerfresser taugt er aber locker, auch auf der Überholspur. Die Leistung reicht also jederzeit aus, der Platz sowieso. Was kann man also gegen den Octavia sagen? Eigentlich nichts.

5 Tage, 5 Autos

Es ist eine Weile her, da hatte ich innert kürzester Zeit das Vergnügen, gleich 5 verschiedene Autos zu testen. Allerdings war der Testzeitraum jeweils sehr kurz. Eine Stunde oder so langt halt nicht, um danach einen kompletten Fahrbericht zu schreiben, wie wir sie jeweils auf zündung.ch präsentieren. Darum gibt’s diese 5 Autos und ein paar Worte dazu nur hier zu sehen. Morgen geht’s los.

Tag 1: Skoda Octavia RS
Tag 2: Citroën C4 Cactus
Tag 3: Bentley Continental GT V8 S
Tag 4: Tesla Model S
Tag 5:

Alle Porsche 911 werden Turbos

Die Tage der Saugmotoren sind gezählt. Auch bei Porsche. Wie das Car Magazine zu wissen scheint, wird der 991 beim Facelift 2015 auf Laderaggregate umgestellt.

Keen to reduce CO2 and increase mpg, Porsche is downsizing the Carrera’s flat six by half a litre – from 3.4 to 2.9 in capacity. Our information suggests it’ll develop around 400bhp and 400lb ft, a significant increase on today’s boggo 911.