edmond n’tiamoah verlässt den fc luzern

oft habe ich mich ob seiner ungelenken bewegungen aufgeregt. und jetzt? jetzt tut es mir doch ein bisschen leid, dass er gehen muss. er hat in der letztjährigen aufstiegssaison grosses geleistet und war sicher massgeblich am erfolg beteiligt; sage und schreibe 18 tore schoss der franzose für den fcl. doch immer wieder vergab er hochklassige chancen, liess den absoluten torriecher vermissen. ich hätte mir öfters eine zurückversetzung ins mittelfeld gewünscht, da er relativ gut mit dem ball umgehen und in halten konnte, sofern im die annahme gelang. im sturm hatte er gegen die superleague-verteidigungen schlicht keine chance.


edmond n’tiamoah

von fcl.ch

Edy N’Tiamoah (26) verlässt den FC Luzern definitiv. Der französische Stürmer wechselt per sofort zu Khazar Lankaran, dem Leader der höchsten Liga in Asarbaidschan. N’Tiamoah hat bei Khazar Lankaran einen 1 Jahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben.

N’Tiamoah war in der Saison 2005/2006 mit 18 Saisontoren viertbeste Torschütze der Challenge League und war massgeblich am Aufstieg des FC Luzern in die Super League beteiligt. In seiner Karriere spielte der Franzose bereits für Basel, Delémont, Diyarbakirspor (Türkei) und Concordia Basel.

fc luzern – fc sion 2:0

wow, das war der wahnsinn! die erste hälfte war schlicht perfekt. angefangen bei der schönsten choreo, die wir in luzern je bewundern durften, über die aufstellung zu den toren und somit zum resultat. von a – z perfekt. die einstellung stimmte, es wurde gekämpft bis zum umfallen und dabei auch die kreativität nicht vergessen. es gab seitenwechsel, lange bälle, kurzpassspiel, torschüsse, solide defensivarbeit, gefährliche standardsituationen. es fällt schwer, das alles in gescheite worte zu fassen. nur soviel: wenn gerardo seoane in den nächsten spielen nur annähernd so gut spielt, wie gestern gegen sion… dann hat der fc luzern die besten chancen, sich aus eigener kraft vom abstiegskampf fernzuhalten. er war gestern überall und immer gut. zunächst stand aber ein anderer neuzuzug im mittelpunkt: makanaki (brasilianer) schoss nach vorarbeit von claudio lustenberger und vor allem jean-michel tchouga das erste luzerner tor der rückrunde. die blauweissen nutzten den schwung und vermochten den walliser gegner richtig an die wand zu drücken. dieser sah sich gezwungen, den sturmlauf der zentralschweizer mit fouls zu bremsen. ein daraus folgender freistoss wurde von cantaluppi perfekt nach innen geschlagen, wo gerardo seoane am höchsten stieg und per kopf zum 2:0 traf. auch der neue mauro lustrinelli erarbeitete sich chancen, harmonierte mit seinem sturmpartner tchouga schon recht gut, allerdings sollte ihm der torerfolg fürs erste verwehrt bleiben.

die zweite hälfte konnte gar nicht gleich gut sein, wie die erste. das wussten auch die luzerner . anstelle des offensivfeuerwerks der ersten 45 minuten traf ein geordnetes spiel, das vor allem defensiv ausgerichtet war. trotzdem kam der fc sion gleich nach wiederanpfiff zu seinen besten möglichkeiten, als man mehrmals am starken zibung scheiterte. luzern hätte vor allem bei den hohen bällen gewisse chancen gehabt, da vailati einen miserablen tag erwischte. doch es blieb vorerst beim verdienten 2:0. dann die grösste chance für sion: ein handspenalty durch den in luzern nicht sonderlich geliebten kulijc. doch der flache ball in die rechte ecke erreichte sein ziel nicht, david zibung fischte ihn heraus und sicherte seiner mannschaft so den ersten sieg in der rückrunde.

doch noch ein paar worte zu der aufstellung. endlich ist die zeit der rhomben und dreiecke und auch aller anderen geometrischen formen vorbei. keine 3 stürmer, die spielen wie zwei mittelfeldspieler. mit lustrinelli und tchouga kann sforza endlich ein einfaches aber effektives system spielen lassen. 4-4-2. klar, mauro lustrinelli tastet sich näher an die offsidefalle heran, während tchouga eher etwas hängend spielt, trotzdem sind zwei echte stürmer auf dem platz. auch im mittelfeld klappt es bereits recht gut, obwohl man sich noch immer etwas mehr power über die seiten wünschen würde. hier könnte dereinst caryl righetti abhilfe schaffen.

daten

Luzern – Sion 2:0 (2:0)

Allmend. – 7489 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 16. Makanaki 1:0. 20. Seoane 2:0.

Luzern: Zibung; Lambert, Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Fabian Lustenberger (73. Paquito), Seoane, Cantaluppi; Makanaki (79. Sam), Tchouga, Lustrinelli (84. Munsy).

Sion: Vailati; Sarni, Nwaneri, Kali, Mijadinoski; Alioui (43. Chihab), Obradovic (65. Gaspoz), Gelson, Carlitos; Kuljic, Saborio (46. Regazzoni).

Bemerkungen: Luzern ohne Righetti und Andreoli (beide verletzt), Sion ohne Chedli, Reset und Ahoueya (alle gesperrt) sowie Di Zenzo (verletzt). 82. Zibung wehrt Handspenalty von Kuljic ab. Verwarnung: 63. Regazzoni (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

fc zürich – fc wohlen 3:2 (zweite halbzeit)

strikt der beschreibung von roger folgend, kam ich leider erst zur zweiten halbzeit auf dem nebenplatz des hardturm an. die kommunikation via internetseite des fcz habe nicht wirklich geklappt, sagte mir jemand beim spiel.


schaut schon lustig aus, wenn profikicker auf so einem platz vor so wenig zuschauern (der fcz spricht von 300… ich würde sagen..hm 150-200) spielen.

nun gut, ich kann nur darüber schreiben, was ich gesehen habe, also die zweite halbzeit. und da war wohlen – entgegen der fcz-homepage – fast das bessere team. fast? ja, weil wohlen mit der in der zweiten hälfte gefassten leaderrolle nicht umzugehen wusste. rene van ecks mannschaft startete klar aggressiver und konnte sich chancen erarbeiten, während zürichs raffael ziemlich alleine auf weiter flur auf bälle wartete. so kam es, dass wohlen nach einem sehenswerten angriff über die rechte seite durch dugic zum anschlusstreffer kam. nur zwei minuten später profitierten die aargauer von einem durcheinander im zürcher strafraum und irgendwie konnte digenti das 2:2 realisieren. nur so als erinnerung: der fc wohlen beendete im vergangenen sommer die saison zwar auf dem rekordverdächtigen 6. platz, stürzte anfangs dieser saison ans tabllenende ab und liegt nach dem trainerwechsel momentan auf dem 14. platz (von 18) in der challenge league.

wohlen gab das spieldiktat mehr und mehr aus der hand und liess auch chancen des fcz zu. gelegenheiten, sogar noch in führung zu gehen wurden ausgelassen. und so kam es, wie es in solchen spielen eigentlich immer kommt: der höherklassige setzt sich dank kaltschnäuzigkeit durch. raffael überlupfte den wohlener torhüter und sorgte für einen doch noch versöhnlichen schluss einer partie, die auch unter dem tiefen boden litt.

noch was: wenn irgend ein fcz-fan das liest… wer war der spieler, der in der zweiten hälfte das trikot von lampi trug? nr. 2? auf der fcz-page steht, lampi habe gefehlt. der betreffende spieler war nämlich die ganz grosse schwäche auf der linken zürcher abwehrseite…

kurzes video um die schwächen des fcz ein bisschen aufzuzeigen…

*daten*

FC Zürich – FC Wohlen 3:2 (2:0) Sportplatz Förrlibuck: 300 Zuschauer, Schiedsrichter: Martin Schneider

Tore: 32. Schönbächler 1:0. 35. Schneider 2:0. 61. Dugic 2:1. 63. Digenti 2:2. 88. Raffael 3:2.

FC Zürich: Leoni (46. Guatelli); Stahel (46. Castillo), Tihinen (46. Schneitter), Thiesson, Stucki (46. Caroli); Raffael, Büchel (67. Hauser), Sheholli, Schneider; Santos (46. Santana), Schönbächler;

FC Wohlen: Felder; Schaub, Knezevic (46. Dusan), Iten, Passerini; Digenti, Rapisarda, Roduner (46. Dugic), Schultz, Schrinzi; Grüter.

Bemerkungen: Zürich ohne Inler, Dzemaili, Margairaz, Staubli, Lampi, Abdi, Barmettler, Kollar (alle Einsätze mit div. Nati-Teams), Alphonse, von Bergen, Stanic, Rochat und Cesar (alle verletzt oder angeschlagen). Wohlen ohne Gil, Hunziker und Aiello (alle verletzt) sowie Dussin (abwesend).

[quelle: fcz-homepage]

deutschland vs. schweiz 3:1

tja, es war wirklich ein recht langweiliges spiel. deutschland dominierte von a – z und die schweizer nati musste einsehen, dass es bis zum europameistertitel noch ein weiter weg ist. es ist mir nun echt zu mühsam, das spiel der schweizer auseinander zu nehmen. wirklich überzeugt haben mich nur die degen-zwillinge, die ich ansonsten aufgrund ihres überschäumenden und kartenintensiven temperaments nicht sonderlich mag. kreativ war an diesem tag nicht einmal barnetta. und auch yakin liess spritzigkeit vermissen. in der verteidigung standen alle viel zu weit vom gegner weg und das zweikampfverhalten war zum heulen.

ich hoffe und glaube, dass die nati das viel besser kann. spätestens an der euro 2008.

und wieder im 20min

nur drei tage nach meinem ersten «auftritt» in der grössten gratistageszeitung der schweiz bin ich schon wieder drin. dieses mal spotte ich über sf. lustig.

doch noch etwas zum thema selbst. mir ist klar, dass sf viel für die exlusivrechte für die live-übertragungen und vor allem für die zusammenfassungen bezahlt. doch die clips auf youtube sind offensichtlich ein bedürfnis der fans. man will sich auch noch monate oder jahre später ein tor und den nachfolgenden jubel der fans ansehen und -hören können. irgendwie verständlich.

der ball läge eigentlich bei sf. würde anstatt des (sehr lahmen und mühsamen) videoplayers für vergangene sendungen ein schlaues archiv bereit stehen… die youtubeclips würden überflüssig. aber die lage ist anders und die fans nutzen die zur verfügung stehenden mittel, um miteinander zu kommunizieren und vergangene glücksmomente wiederholt anzusehen. die rechtslage dafür isch ja scheinbar klar, die fans, die aktuelles material von sf auf das netz stellen, machen sich strafbar. allerdings wird hier natürlich ein bisschen mit kanonen auf spatzen geschossen. es ist ja nicht so, dass die clips eine konkurrenz zu sf wären. im gegenteil. geld bezahlen muss man auch nicht, also hat sf auch keinen offensichtlichen finanziellen schaden. mit etwas gutem willen könnte man die clips sogar als werbung für das schweizer fernsehen betrachten.

schon etwas lächerlich ist, dass die swiss football league erst nach der veröffentlichung von 20min auf die (youtube-) fans zugeht. die videos sind schliesslich schon monate- wenn nicht jahrelang online. ein beweis dafür, wie weit der verband und auch sf vom fan entfernt sind.

der fc luzern gewinnt doch noch ein testspiel

nach mehreren niederlagen gegen verschiedene gegner hat sich der fc luzern doch noch eine motivationsspritze in form eines gewonnenen testspiels gegen die ac lugano abholen können. ok, testspiele sagen in der regel wenig bis gar nichts über den formstand einer equipe aus, trotzdem ist es manchmal erstaunlich, wie schlecht gestandene profifussballer gegen «feierabendkicker» aus unteren ligen aussehen. ich war beim spiel nicht dabei, vielleicht werde ich mir aber nächste woche mal den fcz genauer anschauen, wenn’s schon gratis ist… 😉

von der fcl.ch homepage:

Der FC Luzern gewinnt das Testspiel gegen die AC Lugano mit 3:0. Torschützen in der 1. Halbzeit waren Tchouga, Makanaki und Lustrinelli. Der FC Luzern war in den ersten 45 Minuten den Tessinern überlegen und machte Druck. In der 2. Halbzeit passte sich der FC Luzern – bedingt durch die vielen Spielerwechsel – dem Tempo der Tessiner an. Der Ehrentreffer erziehlte Lugano in der 50. Minute mittels Penalty

AC Lugano – FC Luzern 0:3 (0:3)

Stadio di Cornaredo Lugano Tore: 7. Tchouga 0:1, 14. Makanaki 0:2, 35. Lustrinelli 0:3, 50. (Penalty) 1:3

1. Halbzeit: Zibung;Mettomo, Dal Santo, C. Lustenberger,Ch. Lambert, Seoane, Cantaluppi, Fabian Lustenberger, Makanaki, Lustrinelli, Tchouga.

2. Halbzeit: Zibung, C. Lustenberger, Paquito, Rigetti,Bader, Maliqi, Mehmeti, Mamone, Diethelm, Sam, Munsy.

«amadé fries aus luzern» in 20min

gestern wurde ich von 20min luzern kontaktiert. sie möchten einen beitrag über fcl-videos auf youtube.com bringen. klar, dass ich da ja sagte. denn fussball hat positive publicity momentan sehr nötig. also beantwortete ich ein paar salopp gestellte fragen zu youtube und meinen matchbesuchen. das resultat ist in einem [kleinen artikel des heutigen 20min (luzern)|http://www.20min.ch/news/luzern/story/16712171] zu lesen, was ganz eilige bereits bemerkt haben.

ok, es ist vielleicht kein beitrag bei 10 vor 10, aber immerhin. schliesslich ist 20min meine absolute lieblingsquelle! 😛

nun, das ist nicht ganz genau das, was ich gesagt habe. aber das habe ich auch nicht erwartet. an die print-version sollte ich auch noch irgendwie gelangen…

hier noch ein foto von der printversion (2-2-2007)

laut gedacht: andré muff und badile lubamba zurück zum fc luzern?

ich wollte schon lange etwas zu einem artikel von silvan lerch im tagi vom 23-1-2007 schreiben. darin geht es um profifussballer, die vom nati-a-stammplatz aufs abstellgleis gerutscht sind. und dies obwohl sie noch nicht aus dem «fussballalter» sind. interessanterweise sind im betreffenden artikel gleich drei spieler erwähnt, die einmal beim fc luzern gespielt haben: nenad savic, badile lubamba und andré muff.

von nenad savic war ich nie wirklich überzeugt. er galt immer als talent, konnte das aber nie wirklich bestätigen. gut, bei luzern spielte er nur etwa 3 monate. allerdings müsste ein echtes nati-a talent in drei monaten challenge league durchaus auffallen können. das hat er nicht geschafft.

doch was ist mit den anderen beiden? badile lubamba lief damals beim fcl die linie rauf und runter wie ein wahnsinniger. etwas, was in der vergangenen vorrunde total fehlte. laut dem tagi-artikel hält sich lubamba zurzeit in kinshasa fit, wo er auch eine fussballschule betreut.über seine noch nicht beendete karriere sagt er: ich würde gerne wieder in der super league spielen. möglichst in der deutschschweiz. klingt doch schon mal gut.

andré muff spielte sich mit toren in die herzen des luzerner anhangs. er traf nicht extrem oft, gefiel mir aber als reinrassiger stürmer immer gut. zugegebenermassen litt er zeitweise an fallsucht, was aber sicher zu korrigieren wäre. leider war er später in seiner karriere sehr oft verletzt und wechselte nun zu concordia basel in die challenge league. seine karriere soll neu lanciert werden.

beide spieler wären attraktiv für den fc luzern, lubamba sogar ablösefrei zu haben… 🙂 ich weiss, gerade hat luzern 4 neue fussballer unter vertrag genommen (oder doch nur drei?). aber diese beiden haben schon für luzern gespielt und würden sicher alles geben, noch einmal in die stammaufstellung einer super league mannschaft zu spielen. zudem wäre es sowohl auf der aussenbahn, als auch im sturm gut, man hätte noch gewisse optionen. falls jemand ausfällt oder auch um während spielen taktische änderungen (sprich auswechslungen) vorzunehmen.

tagi-artikel:

Zwischen Fussballplatz und Arbeitsamt

Seit Monaten suchen mehrere erprobte Schweizer Fussball­spieler einen neuen Verein. Im Gegensatz zu André Muff tun sie das bis anhin ohne Erfolg.

Der Transfer zu Concordia Basel am ver­gangenen Samstag: eine Erlösung für An­dré Muff. Ein Neuanfang. Es ist der x-te zwar in seiner Karriere, aber ein notwen­diger. Vor gut einem halben Jahr hatten die Verantwortlichen von GC endgültig die Geduld mit dem Stürmer verloren. Zu oft war er verletzt ausgefallen. Allein seit 2003 musste sich Muff drei Leistenopera­tionen unterziehen. Dann, im vergangenen Frühling, traten plötzlich Schmerzen im Fuss auf. Muff litt, Trainer Krassimir Bala­kov hingegen vermisste bei ihm den nöti­gen Biss. Erst nach Wochen stellte sich die Blessur als Zehenbruch heraus. Nur eines von mehreren Missverständnissen zwi­schen Verein und Spieler.

In der Challenge League will Muff nun beweisen, kein ewiges Talent zu sein. Da­für nimmt der 26-Jährige Lohneinbussen in Kauf: «Als Fussballer bleiben mir viel­leicht 15 Jahre, um etwas auf die Seite zu le­gen. Jetzt ist aber der Moment gekommen, nicht aufs Geld zu schauen.»

Zurück nach vorne

In einer ähnlichen Lage befindet sich Nenad Savic. Einst war er hoch gehandelt worden, Verletzungen warfen ihn jedoch immer wieder zurück. Dazu gilt er man­cherorts als Problemspieler. Beim FC Wil, wo er 2004 unter Vertrag stand, wurde ihm mangelnde Integrationsfähigkeit vor­geworfen. Er neige zur Selbstüberschät­zung, hiess es auch schon. 2005 landete der offensive Mittelfeldspieler in Thun: die sechste Station in acht Jahren. «Es ist seine letzte Chance», liess sich der damalige Trainer, Urs Schönenberger, zitieren.

Nun wartet Savic auf die nächste – oder die allerletzte, je nach Perspektive. Ob­wohl der 26-Jährige auf regelmässige Ein­sätze und einen weiterlaufenden Vertrag verweisen konnte, sortierte ihn Schönen­bergers Nachfolger Heinz Peischl im Som­mer aus. Seither trainiert Savic für sich al­lein. Schönenberger, der ihn als «einwand­freien Menschen» kennen gelernt hat und seinen starken linken Fuss hervorhebt, rät Savic notfalls zu einem Anlauf in der Chal­lenge League. Savic, mit Basel und Thun in der Champions League, scheint mittler­weile ähnlich zu denken. Er zweifelt zwar nicht an sich. Trotzdem will er einfach nur wieder eines: spielen. «Egal, wo».

Unzählige Probetrainings

Ohne Spielpraxis verliert man den An­schluss. Deshalb organisiert die Gewerk­schaft der Schweizer Profifussballer (SAFP) jährlich ein mehrwöchiges Camp für ihre vereinslosen Mitglieder. Ins Leben gerufen hat es Franco Di Jorio im Sommer 2002. Zusammen mit Michail Kawela­schwili und einem Leichtathletiktrainer half der heutige St. Galler mit, dass 13 von 15 Teilnehmer einen neuen Klub fanden. Gleichzeitig versuchen Agenten, Probe­trainings für ihre Klienten zu organisieren wie zum Beispiel für Sehar Fejzulahi. Der 21-Jährige gehört dem FC Basel, wurde ver­gangene Saison jedoch an den FC Aarau ausgeliehen. Der FCB wollte ihn nicht zu­rück, Fejzulahi jedoch weg vom Brüggli­feld. Unterdessen hat der Stürmer beim FCZ aufgespielt und stand mit YB, Schaff­hausen sowie Concordia in Kontakt. Dazu soll er gemäss seinem Berater Angebote von Lausanne und dem italienischen Serie­ C-Ligisten Lucchese erhalten haben. Ein Vertragsabschluss blieb aus – entweder wegen der Vereine oder weil der Spieler nicht in eine tiefere Liga wechseln mochte.

Die Odyssee geht weiter

Davor blieb der schweizerisch-albani­sche Doppelbürger aber nicht verschont. Zurzeit gehört er dem U-21-Team Basels an – in der 1. Liga. «Er ist in seiner Entwick­lung etwas stehen geblieben», stellt Ruedi Zbinden fest, der Chefscout des FCB. Die Odyssee Fejzulahis geht weiter: Am Wo­chenende ist er von einem Probetraining in Italien zurückgekehrt. Zukunft offen.

Ständig auf die Probe gestellt zu wer­den, kann zermürben. Noch schwieriger zu ertragen ist indes wohl die Situation, erst gar nicht als Trainingsgast in Frage zu kommen. Diese durchlebt Dorjee Tsawa. Seine körperliche Verfassung verunmög­licht bis auf weiteres ein Vorspielen. Am Tag, nachdem der FC Schaffhausen den Vertrag hatte auslaufen lassen, verletzte sich Tsawa am Meniskus. Im Spital be­merkten die Ärzte zudem eine Fehlbelas­tung der Füsse. Tsawa entschied sich für eine Korrektur der Beinachse. Und konnte erst im Dezember wieder mit Joggen beginnen.

«Ich bin kein heiss begehrter Spieler»

Der 30-Jährige nutzte die Monate, um sich zum Fitnessinstruktor auszubilden. Zuvor hatte er schon ein Fernstudium in Sportmanagement absolviert. Tsawa plant die Zeit nach der Fussballkarriere, weil ihm bewusst ist: «Ich bin kein heiss be­gehrter Spieler.» Nun, da er Vater ist, muss er erst recht auf ein geregeltes Ein­kommen achten. Der Gang zum Arbeits­amt fiel ihm daher nicht schwer. Bereits nach seinem Engagement bei Xamax 2003 hatte er ihn antreten müssen.

Der defensive Mittelfeldspieler weiss: Je länger er arbeitslos bleibt, desto mehr gerät er in Vergessenheit. Wie Badile Lu­bamba. Der dreifache Schweizer National­spieler trug nach zahlreichen Wechseln zuletzt das Trikot von Xamax. Bis zum Ab­stieg der Neuenburger 2006. Weder der Verein noch der Verteidiger verspürten Lust auf eine Verlängerung des Kontrakts. Angebote sind seither jedoch ausgeblie­ben. Was nicht erstaunt. Der 30-jährige Lubamba ist im Sommer in seine Heimat zurückgekehrt: die Demokratische Repu­blik Kongo. Bei Vital Club Kinshasa hält er sich fit. Vor allem aber kümmert er sich in der Landeshauptstadt um Kinder in Ar­mut: mit eigener Stiftung und Fussball­schule, die Jugendliche von der Strasse wegholen will. Auch Lubamba ist daran, sich ein Standbein neben dem Fussball aufzubauen.

Die Hoffnung auf eine Fortsetzung sei­ner Profilaufbahn hat er aber noch nicht aufgegeben. «Ich würde gerne wieder in der Super League spielen. Möglichst in der Deutschschweiz. Da sind die Klubs profes­sioneller.»

Tägliche Hoffnung

Der Vorteil von Tsawa und Lubamba ist, als Fussballer ohne Anstellung jeder­zeit bei einem Verein anheuern zu dürfen. Sie müssen die obligatorischen Übertritts­fristen für vertraglich gebundene Spieler wie Savic oder Fejzulahi nicht beachten. Zwei Perioden schreibt die Fifa vor; ihr Zeitpunkt bestimmt der jeweilige Ver­band. In der Schweiz dauert das aktuelle Transferfenster für internationale Wech­sel vom 15. Januar bis zum 15. Februar, für nationale bis zum 28. Februar. Das nächste öffnet erst wieder im Sommer.

Bis dann wollen alle Spieler einen neuen Klub gefunden haben. Wie Muff. Denn zum Saisonschluss wird es wieder arbeits­lose Fussballer geben. Und damit eine Verschärfung des Konkurrenzkampfs um die letzten freien Plätze in den Kadern.

auch gerardo seoane zum fc luzern

nach den brasilianern makanaki und (dem bereits verletzten) thuran, sowie dem mehrfach internationalen mauro lustrinelli wurde per sofort gerardo seoane verpflichtet. im fclforum macht man nicht gerade freudensprünge. ich dagegen freue mich über den heimkehrenden luzerner.
von fcl.ch:

Ein Luzerner kehrt zurück. Gerardo Seoane wechselt per sofort von den Zürcher Grasshoppers zum FC Luzern. Der 28-jährige Mittelfeldspieler hat beim FC Luzern einen Vertrag über 2  Jahre bis Ende Juni 2009 abgeschlossen. Seoane durchlief die Juniorenabteilung beim FC Luzern und spielte von 1995 – 1997 in der 1. Mannschaft. Danach wechselte er für 1 Jahr zum FC Sion (1997 – 1998), spielte von 1998 – 2002 in Spanien bei La Coruna und kehrte 2002 in die Schweiz zum FC Aarau zurück. 2004 folgte Seoane seinem damaligen Trainer Alain Geiger zum Grasshoppers-Club.

mir hat der technisch starke spieler immer gut gefallen, als er bei luzern spielte. ich erhoffe mir im zentralen mittelfeld offensivimpulse, wie sie bis jetzt weder paquito, noch cantaluppi oder andreoli geben konnten. ein einsatz in der innenverteidigung wäre ebenfalls möglich, macht bei deren momentan gut funktionierenden zusammensetzung nicht wirklich sinn. ich hoffe, seoane wird beim fc luzern endlich assists spielen (laut statistik hat er bei gc in 14 spielen keine einzige torvorlage gespielt). mit jean-michel tchouga und mauro lustrinelli spielen im luzerner sturm nun zwei absolute topfussballer, die sicher gerne abnehmer von seoanes pässen sein möchten. ich freue mich auf die «rückrunde».