fc luzern – grasshoppers club zürich (cup-viertelfinal) 3:1

ich weiss, mein bericht kommt etwas spät. trotzdem, zu einem solchen spiel muss ich schon meinen senf geben.

ich hatte zu beginn ein ziemlich mieses gefühl. nicht weil luzern schlecht spielte, nein, weil der fcl schon in der 5. minute durch tchouga in führung ging. in den vergangenen jahren hatte der fc luzern eigentlich immer mühe, wenn er früh in führung ging, diese auch über die ganze spielzeit zu verteidigen. doch dieses mal machte der zürcher rekordmeister dem aufsteiger aus der innerschweiz besonders leicht. als die gc-fans in der 28. minute coltorti, also den namen ihres goalies, skandierten, hatte das einen fast schon ironischen unterton. es war nämlich der erste ball, den er hielt. zuvor hatte er sich in der 22. minute von lustrinelli das zweite mal bezwingen lassen müssen. immerhin schoss verteidiger weligton nur eine minute nach dem zweiten luzerner tor den anschlusstreffer. doch obwohl dann der psychologische vorteil eigentlich wieder bei den grasshoppers lag, musste man keine angst um den heimclub haben. im angriff waren die zürcher extrem stumpf. ich merkte erst nach dem spiel, dass der stürmer ristic überhaupt spielte.

schon in der mitte der ersten hälfte lief sich der brasilianische kugelblitz ailton an der seitenlinie warm. erst in der 52. minute wurde er dann auch wirklich ins spiel gebracht. doch es half sehr wenig. wieder vergingen nur 5 minuten: in der 50. war schon wieder lustrinelli gestartet und wieder traf er. gc stand total neben den schuhen und luzern steckte die verletzungen von seoane (ersetzt durch diethelm) und makanaki (ersetzt durch paquito) erstaunlich gut weg. zur offensiven misere bei den grasshoppers gesellte sich eine nicht funktionierende offsidefalle, die vor allem lustrinelli immer wieder chancen offenbarte. und wenn mauro lustrinelli etwas liebt, dann wenn er flach angespielt wird und den verteidigern davonrennen kann.

der sieg war verdient, doch so richtig freuen mochten sich die luzerner nicht. schien- und wadenbeinbruch beim mittelfeldstar seoane. als die mannschaft die köpfe zusammensteckte, wies lustrinelli darauf hin, dass dieser sieg für gerry sei. das trikot von seoane wurde zumuffta mit den fans mitgenommen.

daten

Luzern – Grasshoppers 3:1 (2:1)

Allmend. – 9422 Zuschauer. – SR Bertolini. – Tore: 5. Tchouga 1:0. 22. Lustrinelli 2:0. 23. Weligton 2:1. 50. Lustrinelli 3:1.

Luzern: Zibung; Lambert, Mettomo, Bader, Claudio Lustenberger; Seoane (26. Diethelm), Cantaluppi; Makanaki (69. Paquito), Fabian Lustenberger, Lustrinelli (91. Sam); Tchouga.

Grasshoppers: Coltorti; Sutter (82. Renggli), Schwegler, Weligton, Mikari; Rinaldo (52. Ailton); Pinto, Salatic (52. Wesley), Voser, Dos Santos; Ristic.

Bemerkungen: Luzern ohne Dal Santo (gesperrt) und Righetti (verletzt). 26. Seoane verletzt ausgeschieden. 68. Makanaki verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 42. Diethelm (Foul), 71. Ristic (Foul), 83. Paquito (Foul), 88. Pinto (Unsportlichkeit), 91. Ailton (Reklamieren).

[quelle: tagesanzeiger]

gerardo seoane verletzt

der tolle 3:1 sieg gegen die grasshoppers trägt einen extrem faden beigeschmack: der für mich wichtigste fcl-spieler gerardo seoane hat sich bei einem zusammenprall schien- und wadenbein gebrochen.

gute besserung, gerardo!

fc luzern – bsc young boys 1:1

der fc luzern führt in der tabelle die kleinen an, spielt aber seit beginn der rückrunde nur gegen die grossen. nach sion, basel, zürich und st.gallen kam der gegner heute aus der hauptstadt. bis anhin hatte man in noch kein einziges tor kassiert, einmal abgesehen von petrics penalty in basel. die sforza-truppe wurde über den winter so verstärkt, dass sie jedem gegner der super league paroli bieten kann. auch den young boys? auch den young boys! in den ersten zehn spielminuten kickte nur der fcl. schon früh wurde fabian lustenberger von cantaluppi genial freigespielt, versagte aber vor dem herannahenden wölfli. luzern wäre wohl die spielbestimmende mannschaft geblieben, wenn, ja wenn nicht ivan dal santo für ein notbremsefoul bereits in der 18. minute die rote karte gesehen hätte. mehr als zwei drittel eines spiels mit einem mann weniger, das konnte ja gar nicht gut gehen. und tatsächlich: yb riss das spiel an sich und kam zu grossen chancen. die gelbschwarzen angriffsreihen erwiesen sich aber als fast schon erschreckend harmlos. teilweise aus nächster nähe ballerten häberli und co die bälle an zibung und dessen tor vorbei.

der fc luzern konnte sich zunächst in die pause retten. nachdem als erster schritt bereits diethelm für den offensiven paquito gekommen war, konnte sforza nun seinen spielern auch noch einzeln erklären, wie er mit der unterzahl umzugehen gedachte. in hälfte zwei änderte sich das bild ein wenig. vor allem deshalb, weil die berner kaum mehr gefährlich vor das luzerner tor kamen. 15 zu 3 eckbälle sagt die statistik, stumpfer angriff, sagt der zuschauer. nur einer war bei yb nun auffällig, carlos varela und seine unkontrollierten temperamentsausbrüche. doch wie aus dem nichts kreirte gerardo seoane in der 60. minute eine fcl-chance. mit dem aussenrist spielte er den gestarteten tchouga los, der mit leichtigkeit am yb-goalie vorbei zum 1:0 einschoss. nun wechselte sforza den rackerer lustrinelli aus und brachte den jungen fanger für die offensive. wahrlich mirakulös hielt zibung einen yb-kopfball und bewahrte den luzernern vorerst die führung. als jean-michel tchouga in der 88. minute angeschlagen liegen blieb, wechselte sforza für ihn den jungen mittelfeldspieler imholz ein. der grossteil der 10’617 glaubte den sieg bereits sicher und stimmte zum kollektiven freudentaumel an, als ybs chinajoker shi jun (genannt schischueh) den ausgleich erzielte.

doch das luzerner publikum wusste schon, wie es mit der scheinbaren niederlage umzugehen hatte. es war ein gewonnener und nicht zwei verlorene punkte. klar, christophe lambert hatte den matchball auf dem fuss, als er wenig vor dem berner ausgleich in der eigenen hälfte startete, drei yb-spieler wie anfänger aussehen liess und dann knapp an torhüter wölfli scheiterte. doch der fcl hatte gekämpft, wie löwen, wie seoane im interview zu protokoll gab. tatsächlich, wer 79 minuten (nachspielzeiten eingerechnet) mit einem mann weniger gegen eine deutlich stärker einzuschätzende mannschaft so gut mitspielt, der hat nicht nur einen punkt sondern auch sehr viel respekt verdient. der aktuelle fc luzern kann jede mannschaft der super league schlagen und hat sehr gute chancen, nicht in den abstiegsstrudel zu gelangen.

daten

Luzern – Young Boys 1:1 (0:0)

Allmend. – 10 617 Zuschauer. – SR Circhetta. – Tor: 60. Tchouga 1:0. 89. Shi Jun 1:1.

Luzern: Zibung; Lambert, Bader, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Seoane, Fabian Lustenberger, Cantaluppi; Paquito (29. Diethelm), Tchouga (88. Imholz), Lustrinelli (63. Fanger).

Young Boys: Wölfli; Zayatte, Tiago, Kallio, Hodel; Yapi; Schwegler, Chiumiento (57. Shi Jun), Yakin, Raimondi (46. Varela); Häberli (72. Marcos).

Bemerkungen: Luzern ohne Makanaki, Righetti (verletzt) und Mettomo (gesperrt), Young Boys ohne Frimpong (verletzt). 18. Rote Karte gegen Dal Santo (Notbremse-Foul). Verwarnungen: 30. Yapi, 36. Cantaluppi, 84. Seoane (alle wegen Fouls), 89. Varela (Unsportlichkeit).

was war das denn, barça?

das hinspiel habe ich (zum glück??) nicht im tv gesehen. doch von diesem spiel gegen den fc liverpool versprach ich mir schon ganz grosses kino. und dann das: der fc barcelona spielt einen an arroganz kaum zu überbietenden möchtegernoffensivfussball, der sich zumeist in der eigenen platzhälfte abspielt. peinlich: in der ersten hälfte schoss liverpool 10 mal aufs tor, barça nur ein einziges mal. in der zweiten hälfte keimte erst ganz spät ein spürchen hoffnung auf, als der eingewechselte gudjohnsen zum 1:0 traf. doch die katalanen hätten ja zwei tore benötigt. das gelang in der heute äusserst steifen spielweise natürlich nicht. immerhin gelang es in der zweiten spielhälfte, ein wenig druck aufzubauen. dennoch verliefen die meisten angriffe im sand, weil die herren ronaldinho, eto’o und auch deco nicht besonders arbeitswillig waren. lieber auf den ball warten und dann ein lustiges kunststückchen zeigen.

wenn das in der meisterschaft auch so ausschaut (sehe ja jeweils nur die zusammenfassungen…), dann sehe ich auch dort schwarz für die titelverteidigung. schade, denn von den spielern her ist meine lieblingsmannschaft immer noch die beste mannschaft der welt. aber ohne motivation, ohne kampfgeist, ohne willen besiegt man keinen fc liverpool.

herzlichen glückwunsch nach liverpool und viel glück auf dem weg zu ersehenten trophäe. you’ll never walk alone!

daten

Liverpool – Barcelona 0:1 (0:0)

Anfield Road. – 42 000 Zuschauer. – SR Fandel (De). – Tor: 75. Gudjohnsen 0:1.

Liverpool: Reina; Finnan, Carragher, Agger, Arbeloa; Gerrard, Sissoko, Xabi Alonso, Riise (77. Fabio Aurelio); Bellamy (68. Pennant), Kuyt 89. (Crouch)

Barcelona: Valdes; Oleguer, Thuram (71. Gudjohnsen), Puyol; Xavi, Marquez, Iniesta, Deco; Messi, Eto’o (61. Giuly), Ronaldinho.

Bemerkungen: Liverpool ohne Luis Garcia und Kewell, Barcelona ohne Belletti (alle verletzt). 11. Lattenschuss von Riise. 32. Lattenschuss von Sissoko. 53. Pfostenschuss von Ronaldinho. Verwarnungen: 17. Arbeloa, 20. Sissoko (im nächsten Spiel gesperrt), 29. Thuram, 80. Pennant (alle wegen Fouls), 81. Reina (Unsportlichkeit).

gemeinsamer fan-marsch vor dem spiel fc luzern – bsc young boys

ja liebe medienschaffenden, es gibt noch positive meldungen aus dem land der fans. wie im yb-forum und im fcl-forum angekündigt, findet am sonntag vor dem spiel fc luzern vs. bsc young boys ein gemeinsamer fan-marsch vom bahnhof bis auf die allmend statt. eine gute idee, wie ich finde. wäre schön, wenn der fan-marsch zwar sehr lautstark aber friedlich vonstatten ginge. es muss ja möglich sein, dass sich fussball-fans wie normale menschen benehmen. und wenn das ganze gut funktioniert, nimmt es der dämlichen stadtluzerner svp jede grundlage für ihr gemotze.

der komplette beitrag von yb-forum dazu:

Gemeinsamer Marsch durch Luzern

Aufgrund der momentanen Stimmungsmache gegen Fussballfans in den lokalen und nationalen Medien, wollen wir bei unserem nächsten Auswärtsspiel in Luzern gemeinsam mit den Fussballfans des FC Luzerns ein Zeichen setzen.

Die Schlagzeilen in den letzten Wochen sind sicher bei jedem noch im Hinterkopf welche nach dem Heimspiel gegen den FCB und nach dem Auswärtsspiel in Zürich über uns YB Fans geschrieben wurden, wegen dem Fehlverhalten von Einzelpersonen. In Luzern ist die Situation nicht besser, dort gehen Politiker sogar soweit das sie den geplanten Stadionbau bekämpfen und man sogar darüber debattiert den Fussballfans keine Busse mehr zur Verfügung zu stellen.

Um der breiten Öffentlichkeit sowie den Medien zu zeigen das es auch anders geht und Fussballfans keine randalierenden, hirnlose Leute sind. Haben sich die Dachorganisationen Ostkurve Bern, Gäubschwarzsüchtig und United Supporters Luzern entschlossen vor dem Meisterschaftsspiel FC Luzern – YB (Sonntag 11. März 2007) einen Marsch durchzuführen um der Bevölkerung und den Medien zu zeigen das es auch anders geht und Fussballfans auch friedlich miteinander umgehen können.

Wann: Sonntag 11. März 2007

Wo: 15:00 ab Roadhouse Luzern

Wer: Alle Fans des BSC YB und des FCL

Wir bitten euch den Anweisungen der Megafonleute folge zu leisten damit der öffentliche Verkehr nicht behindert wird ebenso ist dies kein Saubannerzug und es werden keine Sachbeschädigungen toleriert.

Gegen Medienhetze

Gegen Pauschal Verurteilungen

Gegen Repression

fc st.gallen – fc luzern 0:0

zuhause den meister und führenden der liga schlagen, das war ja schon eine ziemliche leistung. trotzdem brach in luzern keine euphorie aus. schliesslich geht es gleich schwierig weiter und zwar auswärts gegen den zweitplatzierten. der fc st.gallen kann im espenmoos auf einen sensationellen 12 mann zählen, das espen-publikum ist für mich das beste der liga. doch auch die aufsteiger aus der innerschweiz verfügen über tolle fans. das resultat: 11’300 zuschauer, ausverkauftes haus in st.gallen.

gegenüber dem fcz-spiel konnte der fcl spielerisch aus dem vollen schöpfen. im mittelfeld konnten seoane und cantaluppi nach abgesessener sperre wieder mittun und auch lucien mettomo hatte seine verletzung auskuriert. und tatsächlich: es war die vermeintlich schwächere mannschaft, die das spieldiktat an sich riss. druckvoll spielten sie einmal mehr über den quirligen makanaki. auch mauro lustrinelli rackerte einmal mehr was das zeug hielt. der fcsg operierte mit kontern und weiten pässen, was aber meist in einer offsideposition resultierte. doch tchouga, makanaki und auch lustrinelli konnten ihr chancenplus nicht nutzen, das pausenresultat lautete 0:0.

es schien klar, dass die luzerner in der zweiten hälfte nicht weiter so powern würden. tatsächlich war es nun der fc st.gallen der den ton angab. doch auch die grünweissen erwiesen sich als ziemlich abschlussschwach. trotz allem schienen die espen weiter an den sieg zu glauben. kein wunder, häufig konnten sie in den letzten spielen in der schlussphase den luckypunch landen. dieses mal verliessen sie sich aber zu sehr auf ihr glück. nicht einmal als die luzerner wegen einer dummheit mettomos (gelb-rot) für die letzten zwanzig minuten zu zehnt spielen mussten, konnte der heimclub profit schlagen. der fc luzern hätte aufgrund der ersten hälfte den sieg sogar eher verdient, musste sich am ende aber mit dem einen punkt begnügen. keine frage, dieser punkt kann im kampf gegen den abstieg noch gold wert sein.

daten

St. Gallen – Luzern 0:0

Espenmoos. – 11 300 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kever.

St. Gallen: Razzetti; Zellweger, Koubsky, Garat, Cerrone; Di Jorio, Gjasula (87. Ciccone), Gelabert, Marazzi (46. Feutchine); Alex (46. Mendez), Aguirre.

Luzern: Zibung; Lambert, Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Seoane; Tchouga, Fabian Lustenberger (65. Bader), Cantaluppi, Makanaki (94. Sam); Lustrinelli (72. Diethelm).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Callà und Malenovic (beide verletzt). Luzern komplett. 45. Pfostenschuss von Tchouga. 70. gelb- rote Karte gegen Mettomo (Foul). Verwarnungen: 45. Gelabert (Foul). 46. Tchouga (Handspiel). 51. Fabian Lustenberger (Foul). 59. Koubsky (Foul). 64. Mettomo (Foul). 75. Garat (Foul). 85. Makanaki (Unsportlichkeit/»Schwalbe»).

makanakis vertrag wird vorzeitig verlängert

ich nehme an, weil er in den ersten spielen sehr zu überzeugen wusste, wurde der vertrag mit makanaki bereits verlängert. mal sehen, wie er sich heute gegen den fc st. gallen schlägt. hopp lozärn!


makanaki nach dem sieg gegen den fc sion

von der fcl.ch-homepage:

Der FC Luzern hat den Vertrag mit dem Brasilianer Rafael Alexandrino Dos Santos – genannt Makanaki› – vorzeitig um zwei Jahre bis Ende Saison 08/09 (30. Juni 09) verlängert.

fc luzern – fc zürich 2:0 – meisterbesiegerjungs

cantaluppi gesperrt. seoane gesperrt. mettomo nach 15 minuten verletzt vom spielfeld. die routiniers fehlten dem fc luzern im spiel gegen die am stärksten einzuschätzende mannschaft. doch der meister wusste dies überhaupt nicht auszunutzen. im gegenteil. nach einer ganz kurzen druckphase am anfang des matchs musste der fcz ein wahres offensivfeuerwerk über sich ergehen lassen. vor allem makanaki war es, der die fcz-abwehr regelmässig das fürchten lernte. der brasilianer tanzte förmlich um die gelbenblauen mannen herum. und doch wurde man den eindruck nicht los, als ob die zürcher sich des sieges von anfang an sicher waren. doch heute sollte es anders kommen. kurze rückblende: in der vorrunde war der fc zürich der einzige club, der den fc luzern zweimal richtig gehend abfertigte und in jeweils klar und deutlich besiegte. zurück zum spiel: mauro lustrinelli bewegte sich wie immer hart an der offsidegrenze und wurde mehrmals vom schiripfiff zurückgebunden. deshalb war es dann tchouga, der die erste richtig fette chance hatte, als er einen ball volley nahm und leoni vor eine grössere probe stellte. doch dieser parierte den steinharten schuss gekonnt. wenig später stand lustrinelli endlich mal nicht im abseits und scorte sein erstes lustrigoal! auch nach dem 1:0 powerte luzern weiter und lief nie gefahr, den ausgleich zu kassieren. doch es blieb die frage, ob der heimclub auch nach der pause so weiterspielen können würde.

erstaunlicherweise wirkte der tee im bauch wie zaubertrank: der fcz, der bis dahin kein einziges mal auf das tor geschossen hatte, wurde auch in der zweiten hälfte an die wand gespielt. im defensiven mittelfeld ergänzte diethelm den jungen fabian lustenberger perfekt. das erstaunte umso mehr, als dass wir ihn als einigermassen ungelenken aussenverteidiger kennen, in der mitte blühte er richtig auf. bitte mehr davon! als dem brasilianer paquito die puste ausging, wurde er vom neuling sascha imholz ersetzt. genau dieser imholz war es dann, der in der 82. minute den ball durch gekonntes forechecking im mittelfeld zurückeroberte und tchouga mit viel übersicht anspielte. dieser tanzte den bemitleidenswerten zürcher verteidiger heinz barmettler so aus, dass der wohl noch einige nächte ganz schlecht schlafen dürfte. er lupfte sich den ball auf den fuss, jonglierte ihn am erwähnten zürcher vorbei und schoss flach in die nahe ecke. 2:0! gegen den meister aus zürich! nun waren die bis anhin verhältnismässig leisen fans kaum mehr zu halten «meischter, schwiizer meischter» sangen sie und schienen die blauweissen zu meinen. nun, um den meistertitel dürfen die aufsteiger wohl kaum mitspielen, doch spätestens nach diesem spiel ist klar, dass man sich defintiv vor keiner mannschaft der super league zu verstecken braucht. dieses grossartige spiel wird jedem fcl-fan noch lange in erinnerung bleiben. aus den aufstegerjungs von 2006 sind die meisterbesiegerjungs von 2007 geworden. sensationell!

und zum schluss noch was für meinen blog-freund roger rabbit… sing: ihr seid unser punktelieferant, punktelieferant, punktelieferant 😉

daten

Luzern – Zürich 2:0 (1:0)

Allmend. – 8723 Zuschauer. – SR Petignat. – Tore: 19. Lustrinelli 1:0. 82. Tchouga 2:0.

Luzern: Zibung; Lambert, Mettomo (15. Diethelm), Dal Santo, Claudio Lustenberger; Bader, Paquito (79. Imholz), Fabian Lustenberger; Makanaki, Tchouga, Lustrinelli (88. Munsy).

Zürich: Leoni; Stahel, Tihinen, Barmettler, Stucki (61. Schneider); Abdi, Dzemaili, Inler, Margairaz (61. Eudis); Santos (76. Schönbächler), Raffael.

Bemerkungen: Luzern ohne Seoane und Cantaluppi (beide gesperrt), Zürich ohne Von Bergen (krank) sowie Rochat, Alphonse, Cesar und Stanic (alle verletzt). Verwarnungen: 29. Inler (Foul). 67. Paquito (Foul). 84. Dzemaili (Foul).

[quelle: tagesanzeiger online]

fc basel – fc luzern 1:0

ich muss vorausschicken, dass ich dieses spiel aus einer relativ unguten perspektive betrachten musste (hinter dem tor, nahe dem gästesektor), was eine wirkliche analyse verunmöglicht.

allerdings sah man auch von meinem sitzplatz aus recht gut, dass der fcl sich sichtlich mühe gab. anders als beim letzten aufeinandertreffen im joggeli, wollte man sich nicht gleich von anfang an mit der opferrolle zufrieden geben. das musste man auch nicht. vor allem mauro lustrinelli war es, der sich in der ersten häfte einige gute abschlussmöglichkeiten erarbeitete. basel griff trotz topstürmer petric vergebens an. der torerfolg wollte sich einfach nicht einstellen. bis, ja bis in der 40. minute ein pfiff einem fall majstorovics folgte. penalty. petric lief an, zibung ahnte die ecke, kam aber zu spät. 1:0 für basel. wenig später hätte es wieder penalty für basel geben müssen. doch weil der erste (ohne die tv-wiederholungen zu sehen) kein glasklarer war, beliess es schiri zimmermann bei dem einen.

auch in der zweiten hälfte hielt sich der fc luzern wacker und stiess ab und zu in den gegnerischen strafraum vor. dort wurde man zwar ebenfalls unsanft gestoppt (vor allem fabian lustenberger), ein elfmeter blieb den gästen aber verwehrt. gegen ende der partie litten die nerven einiger spieler übermässig. allen voran verlor der älteste luzerner spieler seine beherrschung. mario cantluppi stocherte zunächst brutal zwischen rakitic und dem ball. das brachte ihm die gelbe karte ein, womit er noch gut bedient war. wenig später versuchte im vollen lauf den ihn attackierenden rakitic mit einem fusstritt zu boden zu strecken. eine eindeutige tätlichkeit, wenn auch cantaluppis aktion ihr ziel verfehlte. und eine sonnenklare gelbrote karte. peinlich, dass sowas dem erfahrensten spieler passiert.

ebenfalls peinlich müsste es dem fcb sein, dass er gegen aufsteiger luzern kein tor aus dem spiel heraus erzielen konnte. klar, zibung hielt glänzend, doch ein meisterschaftsanwärter müsste einen aufsteiger anders an die wand spielen. in der schlussphase war der fc luzern dem ausgleich zwar näher als die basler dem ausbau ihrer führung, trotzdem blieb es beim 1:0 für den heimclub. den luzernern bleibt die gewissheit, auch den grössten der liga paroli bieten zu können. das wird bereits am kommenden samstag zuhause gegen meister zürich erneut nötig sein.

daten

Basel – Luzern 1:0 (1:0)

St.-Jakob-Park. – 19 851 Zuschauer. – SR Zimmermann. – Tor: 40. Petric (Foulpenalty) 1:0.

Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Smiljanic, Nakata; Rakitic, Ba, Ergic, Chipperfield (66. Caicedo); Petric, Sterjovski.

Luzern: Zibung; Lambert (87. Diethelm), Mettomo, Dal Santo (87. Bader), Claudio Lustenberger; Cantaluppi, Seoane; Makanaki, Fabian Lustenberger (87. Munsy), Tchouga; Lustrinelli.

Bemerkungen: Basel ohne Burgmeier und Eduardo, Luzern ohne Andreoli (alle verletzt) und Mamone (abwesend). 78. Gelb-rote Karte gegen Cantaluppi (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 31. Seoane, 57. Claudio Lustenberger, 71. Mettomo (Foul), 76. Cantaluppi (Unsportlichkeit), 78. Dal Santo (Foul), 84. Makanaki (Foul), 93. Smiljanic (Unsportlichkeit).