roger de weck

in seinem gestrigen vortrag «das diktat der kurzen frist» wählte der ehemalige chefredaktor der wochenzeitung die zeit erstaunlich klare worte.

er sprach sich überdeutlich für einen beitritt zu eu aus und kritisierte gleichzeitig, dass die europafrage in der schweiz nur dann aktuell sei, wenn man gerade verkehrstechnische probleme (ferienstau, flugregime) habe. ausserdem wolle mankurzfristig profitieren und vergesse dabei, dass es je länger man warte immer schwieriger werde, bei der eu mitzureden.

ausserdem zog er gegen den grassierenden populismus in ganz europa an, in der schweiz war logischerweise blocher sein opfer.

man könnte roger de weck in seiner überklugen art für ein wenig arrogant halten, hätte er nicht diese alles erfassende eloquenz, mit welcher er die hartesten worte sanft erklingen lässt. seinen vortrag, der sich primär mit der immer knapper werdenden zeit befasste, schloss er mit den worten: «und entschuldigen Sie bitte, wenn ich mir für mein referat etwas viel zeit genommen habe». so einfach wie genial.

phantom meets zurich

in london wirkte der rolls royce phantom ja irgendwie noch passend. er fiel inmitten all der jaguars und mercedes gar nicht so auf.

aber ein phantom in zürich ist schon fast ein ereignis.

ich weiss, den meisten ist er zu protzig. aber ich finde das design höchst elegant und extravagant. und irgendwie ist das ding so herrlich dekadent.

national treasure

wer könnte eine mischung aus james bond und indiana jones am besten verköpern? der gute alte nicolas cage natürlich!

die geschichte beginnt im eis, wo ein schiff liegt, welches einen schatz geladen haben soll. doch das ist erst der anfang und bald muss die unabhängigkeitserklärung gestohlen werden, damit sie niemand stiehlt.

was kompliziert klingt, wird dem zuschauer step-by-step vorgesetzt und bleibt stets überschaubar. es gilt für benjamin franklin gates (n. cage) die rätsel, welche von freimaurern vor über 200 jahren gestellt wurden zu lösen, um dem schatz auf die spur zu kommen. dabei wird er von riley (justin bartha – witzig!), einem freakigen und lustigen computer-typen unterstützt. ausserdem braucht man ja noch eine frau, für die anschliessende romanze. dazu wurde die schöne helena (aus troy), also diane kruger, in eine historikerin umgebaut.

klar, dass in einem solchen film ein happy end gesetzt ist und man sich eine option auf allfällige sequels offen hält. aber der weg dorthin wird dem zuschauer doch erträglich gestaltet. ein unterhaltsamer adventure-action-streifen mit historischem anstrich ist jon turteltaub und jerry bruckheimer da gelungen. ausserdem spielen harvey keitel (fast ein bisschen wolf-mässig…) und jon voight mit.

girls

während lkm ganz inoffiziell das most beautiful girl in the world kürt, gibt’s im web nun die virtuelle alternative.

endlich ein beauty contest ohne magersucht, ohne silikon, ohne pseudointelligenztests und ohne schwiizerdüütsch-probleme. die miss digital world ist eine animierte dame, also nur eiskalte berechnung.

endlich wieder im angebot!

die rassentrennung ist zurück, wie haben wir sie doch vermisst!

die liebe mobiliar schliesst mit bestimmten staatsangehörigen («aus dem balkan», was ja eine sehr genaue beschreibung ist…) keine autoversicherungen ab. sympatisch!

das prinzip der rassentrennung ist in zentraleuropa seit dem zweiten weltkrieg ja etwas in verruf geraten. aber der mobiliar sind solche machenschaften gerade recht, um sich vor den «statistisch eindeutig risikobehafteteren» menschen zu schützen.

falls man das aus meinen formulierungen nicht sehen sollte: ich finde das verhalten der mobiliar ganz klar diskrimnierend, rassistisch und schon fast kkk würdig.

links:
nzz-online
swiss info
aargauer zeitung
blick-leserbriefe
magazin gegen ignoranz im alltag
kosovarisches forum

danke, fcb

zum ersten mal gibt’s auf meiner seite einen link zum fcbasel. man könnte sogar sagen, es ist der link des tages. eine solche freude, wie in den letzten tagen haben mir die rot-blauen geldsäcke noch nie gemacht.

gegen die hearts of midlothian sah man erneut nicht gut aus und verlor zu hause mit 1:2 gegen eine mannschaft, die kein mensch kennt.


so mögen wir dich, zubi!

nach diesem spiel kann man sich (wie schon gegen thun) fragen, ob die basler zuwenig motiviert seien. und wer trägt schuld an den motivationsproblem einer fussballmannschaft? richtig! der trainer. mal schauen, wie lange es geht, bis christian gross auf einem angesägten trainerstuhl sitzt.

pro F/A-18

vor bald 11 jahren haben 57% der anschaffung der f/a-18 zugestimmt. heute habe ich das erste echte pro-argument gesehen, gehört, gefühlt.

als ich von eschenbach in richtung emmen fuhr und mich genau in der flucht der emmener piste befand, da geschah es. ein solcher wahnsinnsvogel hob über mir ab und dies nicht gerade leise.

wow.

eliica – the new de lorean?

lkm schrieb, dass er sich für das verrückte auto begeistern könne. geht mir genauso!

die technischen daten: so lang und breit wie eine mercedes s-klasse (5,1m bzw. 1,9m), das gewicht eines vw phaeton (2,4t), 800bhp (ungefähr 800PS…ferrari enzo oder so), das ganze mittels elektroantrieb. das wird vom hersteller witzigerweise als zero-emission-vehicle ausgewiesen. dabei wissen wir alle ja, wie viel strom wirklich «sauber» erzeugt wird. vielmehr ist über die technik nicht rauszukriegen. die lithiumionen batterien sitzen tief, damit auch der schwerpunkt. es wird eine spitzengeschwindigkeit von 400km/h angegeben.

was mir auf den ersten blick auffiel, war die ähnlichkeit des eliica…

mit dem citroën DS («göttin»)

und das ganze noch von hinten:

erstaunlich, wo die japaner heutzutage abkupfern, oder?? 😀

fast hätt› ich’s vergessen: der eliica gefällt mir trotz offensichtlichsten designanleihen bei der französischen designikone sehr gut. warum das ding acht räder haben soll, ist mir nicht ganz klar, aber es sieht auf jeden fall geil aus!

snapshotsupdate

wie fast jede woche gibt es neue snapshots zu sehen. dieses mal vomfaithlessconcert, das gar nicht sooo gut war. also schon gut. ihr wisst, was ich meine.

im gegensatz zum letzen mal, als die engländer mich komplett begeisterten, war dieses mal einfach zu vieles nicht so toll. zum einen war’s verdammt laut. zum anderen kam einiges aus der konserve. und zu allem übel waren die love, peace and happiness-aufrufe etwas zu viel des gut gemeinten. generell war’s einfach zu /»housig»/, zu technoid, zu streetparadig. dass sie es besser können, weiss ich genau.

das wochenende des sports

welch ein wochenende! fussballmässig lief alles «für mich». der fcbasel hat schon wieder eins auf die kappe gekriegt, aber darüber will ich mich gar nicht allzu fest freuen. die schadenfreude heb› ich mir für ein anderes mal auf. 😉

der fcluzern hat mit einer sehenswerten leistung (4:1) im cup achtelfinal concordia basel regelrecht weggeputzt, auch wenn es zu beginn nicht so gut aussah. die basler gingen sogar einmal in führung. anyway. nur schade, dass im viertelfinal der gegner chiasso heisst.

dann natürlich roger federers triumph. es ist ja schon fast langweilig. aber nur fast. ich will hier gar nicht die statistik rausholen. jedenfalls ist roger bestimmt einer der besten spieler aller zeiten, was er mit diesem souveränen masters-sieg in houston einmal mehr bewiesen hat.

und schliesslich das spiel der spiele fcbarcelona vs. real madrid. die katalanen gegen die galaktischen, die königlichen, die teuersten spieler der welt. zidane, beckham, figo, ronaldo, roberto carlos, guti, casillas.


«gio» van bronckhorst beim 2:0, daneben xavi und eto’o

doch ihr ruf nutzte den haupstädtern wenig. 3:0 wurden sie im camp nou abgefertigt. und glaubt man den zeitungen, so hatten die weissen nicht den hauch einer chance. so kann man in der online ausgabe der stuttgarter zeitung lesen: «Real wurde von Barça verschlungen», titelte die Zeitung «El País» am Sonntag. Das Konkurrenzblatt «ABC» meinte: «Barcelona begräbt Madrid.»

weiter ist von «wachablösung» ist zu lesen. nun, auf jeden fall sind 7 punkte vorsprung auf den zweiten eine gute basis, um endlich wieder mal die spanische meisterschaft zu gewinnen.