swissfilms mit guerilla-werbung?

schon seit wochen hängt sie da. rot und scheinbar leer, hoch über der dufourstrasse. klein und gelb steht www.swissfilms.ch drauf. immerhin habe ich es dieser roten tasche zu verdanken, dass ich jetzt weiss, wann in luzern die kurzfilmnacht stattfindet. 11-5-2007)

aber die frage ist noch nicht geklärt: ist das wirklich die guerilla-werbungstaktik von swissfilms oder ist die tasche sonst dort rauf gekommen? gut 5 meter über dem boden dürfte sie schon hängen. hm.

perfect stranger

/perfect/stranger möchte so etwas wie ein thriller sein, taugt aber bestens, um ein schlafmanko zur kurieren. sozusagen als undercoverjournalistin versucht rowena (halle berry) an eine heisse story zu kommen. harrison hill (bruce willis), soll ein dreckiges geheimnis haben. trotz superattraktiver ehefrau ist hill den weiblichen reizen seiner mitarbeiterinnen gleich mehrfach erlegen. eine seiner geliebten wird ermordet aufgefunden, was rowena die ganz grosse story wittern lässt.


bruce willis, halle berry

die story erscheint so zwar spannend, im film ist davon aber nichts zu spüren. das hat wahrscheinlich einiges damit zu tun, dass halle berry eine grottenschlechte vorstellung liefert. klar, sie sieht auch mit 40 noch zum anbeissen aus, aber ein bisschen schauspielerisches können würde ihr schon gut tun. neben bruce willis geht die schönheit regelrecht ein. auch giovanni ribisi als ihr freund und heimlicher verehrer macht sich da wesentlich besser. als freak kennen wir ihn bereits aus /friends,/ wo er phoebes bruder mimt. neben der schwachen performance der hauptdarstellerin, stört die langatmige erzählart die entwicklung eines spannungsbogens. am schluss ist dann zwar alles anders als vermutet, aber auch diese wendung kann den film leider nicht retten, macht ihn im gegenteil noch ein stück lächerlicher.

burger king made in austria?

ich geb’s zu, zuerst hatten wir uns über dieses schild kaputtgelacht. inzwischen weiss ich, dass die panier in österreich tatsächlich im sprachgebrauch ist. nur muss ich mich nun fragen, ob burger king irgendwie mit österreich was am hut hat. steckt da etwa auch noch der diddi mateschitz dahinter?

fc luzern – fc thun 1:2 – cantaluppi muss weg!

erst mal was zum titel: ich gebe jedem neuen spieler eine chance. als christian brand vor einigen jahren zum ersten mal spielte, fand ich ihn dermassen schlecht, dass ich an einen klassischen fehlkauf glaubte. brand belehrte mich bald eines besseren. auch bei cantaluppi drängte sich mir dieser verdacht früh auf. im zusammenspiel mit seoane schien er aber auf einmal seine berechtigung und auch seine freude am spiel gefunden zu haben. inzwischen ist längst wieder ernüchterung eingekehrt. seoane fällt lange aus, lupo spielt katastrophal. wenn er nicht gerade steht, joggt er allerhöchstens, sprinten sieht man ihn vielleicht zwei mal pro spiel. sein aktionsradius beschränkt sich auf den mittelkreis und seine lieblingsanspielpartner finden sich in der verteidigung. statt den klugen pass in die tiefe zu wagen, wird lieber auf einen aussenverteidiger abgelegt. das spiel schläft ein, überraschungsangriffe gehen nie von cantaluppi aus. dass dabei noch äusserst arrogant auftritt und nach den spielen lieber mit fotografen oder journalisten spricht, als dass er sich bei den fans bedankt, trägt sein übriges bei. nach dem spiel gegen thun ist für mich klar: mario cantaluppi muss den fc luzern verlassen. lieber heute als morgen. statt den jungen moral beizubringen lebt er eine miese motivation vor und gibt meistens nach 70 minuten schon auf. genc mehmeti hat bestimmt nicht die gleichen fähigkeiten, würde sich aberimmer 100% für den club einsetzen. deswegen hoffe ich, dass er bald in die erste mannschaft zurückkehrt.

zum spiel: die erste hälfte war eine einzelne frechheit. sie begann mit sams aussetzer, der einen penalty verursachte. wer nach 4 minuten zuhause zurückliegt, hat das spiel noch nicht verloren. doch der fcl zeigte in hälfte eins keinen willen, das resultat zu korrigieren. im gegenteil: nur dank zibungs grosstaten konnte man mit nur einem tor in die pause gehen. über ein 3:0 hätte man sich nicht beklagen dürfen.

der einmal mehr schwache lustrinelli verletzte sich, was ridge munsy die möglichkeit gab, sich zu präsentieren. ausserdem wurde bader durch mehidic ersetzt. der u18-spieler zeigte viel einsatz, leider blieb er glücklos und hatte vielleicht etwas zu viel respekt vor den thunern. immerhin traf tchouga schon 4 minuten nach der pause zum ausgleich, was die blauweissen wieder hoffnung schöpfen liess. und tatsächlich: es gab tatsächlich einige spielzüge, die nun diese bezeichnung auch verdienten. leider hatte lambert in der 73. minute einen aussetzer, was die thuner eiskalt zur erneuten führung zu nutzen wussten. in der endphase kam noch sorgic (ebenfalls u18) für makanaki. auch er setzte sich gut ein und dürfte uns in zukunft noch viel freude bereiten. schon am mittwoch steht wieder ein spiel gegen thun an. dann muss endlich ein ruck durch die mannschaft gehen. denn ausser den beiden lustenberger, tchouga und zibung konnte man keinem eine genügende leistung attestieren.

sing: einer von uns, einer von uns, genc mehmeti ist einer von uns!
oder: genc, genc, hooligenc!
come on, herr sforza, es ist zeit, den beisser wieder in der ersten mannschaft einzusetzen.

daten

Luzern – Thun 1:2 (0:1)

Allmend. – 5977 Zuschauer. – SR Kever. – Tore: 4. Zahnd (Foulpenalty) 0:1. 49. Tchouga 1:1. 73. Bühler 1:2.

Luzern: Zibung; Lambert, Mettomo, Sam, Claudio Lustenberger; Cantaluppi, Bader (46. Mehidic); Makanaki (79. Sorgic), Fabian Lustenberger, Tchouga; Lustrinelli (42. Munsy).

Thun: Bettoni; Gerber, Zahnd, Deumi, Glarner; Nyman, Friedli; Schönenberger (67. Ferreira), Gavatorta, Scarione (93. Di Fabio); Rama (64. Bühler).

Bemerkungen: Luzern ohne Seoane und Righetti (verletzt), Büchli (gesperrt) und Dal Santo, Andreoli und Paquito (nicht im Aufgebot). Thun ohne Hämmerli (gesperrt) und Dosek (verletzt). Pfostenschuss von Bühler. Verwarnungen: 8. Deumi (Handspiel), 69. Gavatorta (Foul), 78. Friedli (Unsportlichkeit, Ballwegschlagen), 83. Tchouga (Foul). 94. Claudio Lustenberger und Ferreira).

svp rocks!

wer sagt da immer, die svp sei eine uncoole partei, habe keinen geschmack? hier sehen wir doch den fahrenden beweis dafür, dass diese vorurteile völlig falsch sind. ein knackiger bmw 650i dient als fortbewegung eines unbekannten mitglieds. bei genauerem hinsehen entdeckte der fotograf sogar zwei äusserst charmante damen im innenraum.

😉

warum fliegen tornados durch die schweiz?

bin ich eigentlich der einzige, der sich das fragt? ok, ich habe sowieso eine aversion gegen kampfflugzeuge, bin also in dieser sache nicht neutral. die schweiz aber wohl auch nicht. fliegen alle nachbarstaaten manöver in unseren alpen? was wäre, wenn so etwas wie damals in italien in der schweiz passieren würde? us-kampfjets rissen im tiefflug eine ganze gondelbahn ins verderben… dieses mal ist der pilot des deutschen tornados ums leben gekommen.

auch die schweizer luftwaffe gibt sich skeptisch:
[von nzz-online]

«Wir wären so nicht geflogen»

Der Absturz des Kampfjets der deutschen Bundeswehr an einer Felswand im Berner Oberland wirft nach wie vor viele Fragen auf. So scheint etwa ein Übungsflug in einem von vielen Gleitschirmfliegern frequentierten Gebiet als riskant. Der Sprecher der Schweizer Luftwaffe bestätigte, dass hiesige Piloten eine solche Route nicht gewählt hätten.

Die Schweizer Luftwaffe beurteilt den Unglücksflug des deutschen Bundeswehr-Kampfjets vom Donnerstag als heikel. «Wir wären so nicht geflogen», sagte der Luftwaffen-Sprecher Jürg Nussbaum am Freitag auf die Frage der Nachrichtenagentur AP, ob im betreffenden Gebiet nicht wegen Gleitschirmfliegern grössere Vorsicht am Platz gewesen wäre.

Er wolle damit keinerlei Schuldzuweisungen machen und nicht der Untersuchung vorgreifen, schränkte Nussbaum seine Aussage ein. Zudem stütze er sich bei seiner Einschätzung auf die bisher bekannten Schilderungen des Tornado-Flugs durch das Lauterbrunnental.

Nussbaum bestätigte weiter, dass der Flugplan des deutschen Jets vorgesehen hatte, von Emmen aus in den Raum Sitten zu fliegen und anschliessend via Lodrino, Samedan und Altenrhein nach Deutschland zurückzukehren. Die Tornado-Besatzung sei im Sichtflug unterwegs gewesen.

verrückte zürcher auto-normalität

die folgenden zwei bilder sind während der fahrt entstanden, was die nicht gerade tolle qualität erklärt. zuerst fuhren mir die beiden v10-limousinen aus deutschland vor bzw. hinter die linse: bmw m5 und audi s6. aus dem lamborghini-aggregat holt der audi 435 ps, bmw bringt es gar auf magische 507 ps. beide sind im segment von weit über 100’000 chf angesiedelt.

nur etwa 3 minuten später erblicke ich im rückspiegel die cabrioversion des aston martin db9 und die schnellste corvette, die z06. der aston-v12 bringt es auf 450 ps, der riesige 7-liter-v8 der corvette hat sage und schreibe 512 ps. ein db9 volante kostet um die 250’000 chf, während die corvette z06 mit gerade einmal etwa 120’000 franken ein sonderangebot im sportwagenregal darstellt.

sobald das wetter über längere zeit schön bleibt, gehören diese autos in zürich ins alltägliche strassenbild. den autofan freut das natürlich, die unwissende masse registriert die boliden nicht einmal mehr.

in aarau war man schlecht vorbereitet

bevor der grosse aufschrei kommt: ich verurteile jegliche gewalttaten, die von sogenannten fussballfans verübt werden. was einige fcl-anhänger in aarau angestellt haben, ist nicht zu entschuldigen.

was ich in der heutigen ausgabe der nlz las, machte mich doch etwas stutzig: «die veranstalter rechneten mit 600 bis 700 fans, gekommen sind rund 1500», wird rudolf woodtli von der kapo aargau zitiert. ok, ich bin nun wirklich kein experte für zuschaueraufmärsche, aber lassen wir uns das szenario kurz durch den kopf gehen:
– von aarau bis zur luzerner kantonsgrenze sind’s gerade mal 20 km.
– der fc luzern hat einen zuschauerdurchschnitt von über 8000.
– das spiel findet an einem ostermontag statt, jene die nicht osterferien haben, müssen also auch nicht arbeiten.
– das spiel wird um 16:00 angepfiffen, was zusätzlich noch mehr familien anlockt.
– in der rückrunde kommen aus «spannungsgründen» meist mehr zuschauer als in der vorrunde.
– beim cuphalbfinal vor zwei jahren waren wohl um die 3000 luzerner nach aarau gekommen.

all diese faktoren müssen doch bei so einer vorhersage in betracht gezogen werden. ich frage mich schon, wie man da auf 600 leute kommen kann. unglücklicherweise steht das brügglifeld «stadion» auch noch äusserst ungünstig inmitten eines wohngebietes. das dürfte die polizeiarbeit zusätzlich erschwert haben.

ausserdem finde ich, dass dieses pseudostadion sicherheitsmässig längst nicht mehr nati-a tauglich ist. warum man in luzern jedes jahr schwierigkeiten hat, die lizenz zu bekommen und weshalb das stadion ein grund dafür sein kann ist in diesem zusammenhang umso schleierhafter.

aarau sollte also nicht nur aus sportlichen gründen dem sckriens oder neuchâtel xamax platz machen.

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ich selbst machte übrigens auch so meine erfahrungen mit der aarauer organisation: ich war wie immer seit einigen spielen für den fc luzern als matchzytigs-fotograf akkreditiert. bereits in der vorrunde war ich in aarau am spielfeldrand. doch dieses mal wollte man mich mangels presseausweis nicht auf das feld lassen. erst nach einigen telefonaten, diversen gesprächen mit dem aarauer sicherheitspersonal und langem warten konnte ich doch noch rein….

ahmadinedschad vs. xerxes

um der diskussion um die hautfarbe von xerxes im film300 ein ende zu machen (oder sie noch auszuweiten?), hier zwei bilder.


xerxes ist der auf dem zweiten bild. 😉
ich finde schon, dass xerxes ein bisschen dunkler ist. also kann der vorwurf, dass in300 die bösen perser schwarz, die guten spartaner aber weiss sind, vorerst nicht fallen gelassen werden.

interessant ist auch, wie xerxes im bürgerlichen leben ausschaut: rodrigo santoro heisst der schauspieler. er ist zwar in brasilien geboren, aber doch ziemlich weiss. also musste man xerxes ordentlich schminken, bis er wirklich so dunkel daher kam.

300

auf diesen film habe ich gewartet, seit ich das erste mal diese bombastische vorschau gesehen habe. ich erwartete fantastische farben, brutale kämpfe und antikes heldentum. das alles bekam ich auch, dazu aber noch eine anhäufung seltsamer vorurteile, die sich durchaus interpretieren liessen.

die geschichte basiert auf der schlacht der 300 spartaner, die mit der hilfe von 700 freiwilligen griechen gegen eine halbe million perser kämpften. und gewannen.

als könig leonidas mitbekommt, dass die perser in solchen massen antreten würden, fragt er bei einem degenerierten ältestenrat um erlaubnis krieg zu führen. da zu der vorraussichtlichen schlachtzeit ein heiliges fest stattfindet, bekommt leonidas eine absage. deshalb zieht er mit nur 300 mann zu einem engpass, wo er die perser empfangen will. die spartaner sind ausgebildete kämpfer und können sonst gar nichts. am anfang des films wird die äusserst harte erziehung der kinder gezeigt, um zu demonstrieren, dass nur die härtesten überhaupt zu spartanern werden können. tatsächlich schlagen sich die 300 beachtlich gegen die heere des perserkönig xerxes. immer neue angriffswellen rollen auf die wenigen einheimschen zu. bis irgendwann…. aber ich will ja nicht alles verraten.


wie man auf den beiden bildern nicht schlecht sieht, ist 300 tatsächlich zum optischen genuss geraten. wenn auch nicht ganz alle einstellungen höchsten erwartungen genügen können. doch dann sind da die vielen kleinen fragen, woran man sich stossen kann: warum sind die perser schwarz, die spartaner weiss? warum die rassistischen sprüche (nur spartas frauen können echte männer gebären)? ja, es braucht nicht viel, um 300 einen faschistoiden touch zu unterstellen. die reinen herrenmenschen kämpfen gegen die gemischtrassigen dunkelhäutigen aus der ferne. und als ein verkrüpelter grieche sich den spartanern anschliessen will, wird dieser verstossen, genau so wie man es im dritten reich wohl auch getan hätte. all diese unterstellungen kann man machen, muss man aber nicht.

dann gibt es natürlich die möglichkeit, den film als in die antike versetzte aktuelle geschichte zu lesen. die perser repräsentieren den iranischen staat, während sparta die usa darstellt. bezieht man die machtverhältnisse mit ein, würde eine umgekehrte rollenverteilung wesentlich mehr sinn machen. wenn man sich dann noch die beiden anführer anschaut, währe bush wohl eher der selbstherrliche, vermeintliche gottkönig xerxes und ahmadinedschad der cleverve spartanerkönig leonidas.

interpretationen hin oder her, 300 ist von der story her ein lahmer film. die geschehnisse sind viel zu vorhersehbar, als dass sich hier echte spannung aufbauen liesse. die sehenswerte auseinandersetzung der beiden parteien ist irgendwann erschöpft, auch wenn sie noch so bombastisch dargestellt wird. die markigen sprüche, die zur oben erwähnten interpretation führen können, wirken wie hilflose versuche, dem gemetzel so etwas wie einen sinn zu geben. deswegen glaube ich auch nicht, dass hier implizit irgendeine message transportiert werden sollte. der regisseur war wohl einfach ein bisschen zu dämlich, um zu merken, dass gewisse aussagen ein bisschen gewagt sein könnten. wer 300 wegen der actionszenen schauen geht, dürfte nicht enttäuscht werden. alle anderen schon.