luzern: 2 points

heute schliesst der fc luzern das erste viertel der super league saison ab. nach 8 von 36 spielen hat der fc luzern 2 punkte von 24 möglichen. der heutige gegner hat 21 punkte. damit ist der fc basel tabellenführer. er hat 19 tore geschossen, luzern gerade einmal 6. dafür hat die blauweisse defensive 15 stück kassiert. es spricht nicht viel dafür, dass sich die bilanz heute bessert.

aber die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. und bei fcl-fans wohl noch etwas später…

bye bye wm2010

autsch, das war hart. von a bis z einfach schlecht. gratulation nach luxemburg für eine taktisch brilliante leistung dank topdisziplin bis zuletzt. die freistossvariante war genial.

gleich drei neue spieler für den fc luzern

da ist man mal eine woche weg und zack… gibt es drei neue spieler. und das mitten in der saison. ein blick auf die tabelle zeigt aber schnell, das tatsächlich handlungsbedarf bestehen könnte.

joão paiva, frantz bertin und joetex asamoa frimpong heissen die drei neuen. letzterer ist super league zuschauern ein begriff: der 26-jährige ghanaer kickt für den bsc young boys, wird nun aber bis ende dieser saison an den fc luzern ausgeliehen. der grossgewachsene spieler ist ebenso ein stürmer wie der portugiese joão paiva. er spielte zuvor auf zypern für alki larnaca. der haitianer frantz bertin kommt aus der spanischen secunda division. die beiden 25-jährigen spieler wurden bis ende diesen jahres verpflichtet, wobei zusätzlich eine option vereinbart ist.

roberto morinini wird also am 13. september in basel voraussichtlich über einige neue optionen verfügen. noch habe ich die hoffnung nicht verloren, dass wir dem tabellenende bald entkommen sein könnten. nur ist es halt so, dass punkte nun in jedem spiel pflicht sind, da man selbst gegen die aufsteiger und die vermeintlichen abstiegskandidaten schlecht ausgesehen hat.

training von roberto morinini

ich habe mir heute nachmittag kurz das training von roberto morinini angeschaut. der frischgebackene fcl-trainer scheint mit leib und seele bei der sache zu sein. immer wieder schreitet er gestenreich ein und zeigt, wie spieler laufen oder passen sollen. mein eindruck war, dass er sehr viel mit dem ball machen lässt. auch die beiden goalies kamen ganz schön ins schwitzen, weil viel auf das tor geschossen wurde.

allgemein erhielt ich das gefühl, dass die spieler grossen respekt vor ihrem neuen chef haben. andererseits gibt sich dieser unzimperlich, zieht schon mal einen falsch stehenden verteidiger am shirt an den rechten platz. die verständigung scheint trotz aktuell noch recht unterdurchschnittlichem deutsch morininis kein problem zu sein. übrigens trainierten veskovac und diarra normal mit, während wiss mit er nati unterwegs ist. nicht gesehen habe ich schwegler und lustenberger. natürlich habe ich ein paar bilder geschossen, die man nun hier bewundern kann.

schade, dass ich die beiden ersten spiele des fc luzern unter der führung von roberto morinini verpassen werde.

choreo bei fc luzern – bsc young boys

einmal mehr eine tolle choreo der luzerner fans. es gibt wohl kaum einen club in der schweiz, der (auf dem letzten tabellenplatz liegend) bis zur letzten minute mit fangesängen nach vorne getrieben wird…

fc luzern – bsc young boys 0:3

jean-daniel gross machte es den fans einfach, ihn als zwischenzeitlichen trainer zu mögen. denn als augenscheinliche massnahme beorderte er mit paquito und ravasi zwei spieler in den sturm. doch die ersten offensivaktionen konnten die gäste aus bern für sich verbuchen. nach unglaublichen 3 minuten lagen sie schon mit 1:0 in führung, weil der super league debütant samuel imbach zu spät bei schneuwly war. zuvor hatte lustenberger wegen eines übermotivierten fouls die gelbe karte gesehen. dann hatte paquito bei seinem ersten ballkontakt gleich die chance, für den ausgleich zu sorgen. wölfli verhinderte aber das tor des brasilianers. immerhin schienen die blauweissen ihre köpfe nicht hängen zu lassen. später fiel claudio lustenberger nach sehenswertem dribbling im berner strafraum zu boden. portillo hatte ihm das bein in den weg gestellt. doch schiedsrichter laperrière dachte nicht daran auf den punkt zu zeigen. dafür zeigte er lustenberger in der 28. minute das zweite mal die gelbe karte, welche einen platzverweis nach sich zog. der luzerner aussenverteidiger hatte den ball auf den boden geknallt, was von laperrière überkorrekt als gelbwürdige unsportlichkeit gewertet wurde. die luzerner hatten nun also mehr als eine stunde in unterzahl zu bewältigen. paquito wurde aus taktischen gründen durch schirinzi ersetzt, der lustenbergers part in der verteidigung übernahm.

bis zur pause hatten die berner keine nennenswerten chancen mehr. doch die luzerner stellten sich in der offensive reichlich ungeschickt an. besonders schwegler hätte einen abpraller ins tor würgen müssen, stattdessen ging der ball an den pfosten. unmittelbar nach dem wiederanpfiff schlug es hinter zibung wieder ein. varela hatte den fcl überrascht und erhöhte auf 2:0. so sehr sich die luzerner nun auch bemühten, es wollte kein tor fallen. yb dagegen haute den ball bei jeder gelegenheit in die maschen. so auch zayate, der in der 63. minute am höchsten stieg und goalie zibung keine chance liess.

eine minute später kam jean-michel tchouga endlich wieder zu einem einsatz. mit frenetischem beifall wurde er gefeiert, bevor er überhaupt auf dem platz war. der kameruner zeigte sofort, weshalb wir ihn so schmerzlich vermissten. fallrückzieher, kopfball und schüsse zeigte er bei jeder sich bietenden gelegenheit. doch auch sein optimistisch stimmender einsatz änderte nichts an einer weiteren niederlage der luzerner. es schaut so aus, als hätte roberto morinini ganz schön viel arbeit vor sich.

ich werde die nächsten zwei spiele aufgrund einer kleinen reise verpassen, hoffe aber sehr, dass das punktekonto bei meiner rückkehr auf 7 zählern steht…

daten

Luzern – Young Boys 0:3 (0:1).

Allmend. – 7593 Zuschauer. – SR Laperrière. – Tore: 4. Raimondi 0:1. 46. Varela 0:2. 63. Zayatte 0:3.

Luzern: Zibung; Zverotic, Roland Schwegler, Imbach, Lustenberger; Ferreira (83. Mesbah), Gajic, Wiss, Chiumiento; Paquito (33. Schirinzi), Ravasi (64. Tchouga).

Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal (46. Zayatte), Schneider; Bastians, Hochstrasser, Yapi, Raimondi (71. Lüscher); Schneuwly, Eudis (46. Regazzoni), Varela.

Bemerkungen: Luzern ohne Seoane (gesperrt), Diarra, Kukeli, Pacar, Renggli und Veskovac (alle verletzt), Young Boys ohne Doubai, Häberli, Christian Schwegler (alle verletzt) und Liechti (rekonvaleszent). 38. Pfostenschuss Roland Schwegler. 29. Gelb-Rot gegen Lustenberger (Reklamieren). Verwarnungen: 3. Lustenberger (Foul), 26. Roland Schwegler (Foul), 35. Bastians (Foul), 38. Schneuwly (Foul), 42. Yapi (Foul), 55. Chiumiento (Schwalbe).

[quelle: tagesanzeiger.ch]

roberto morinini ist neuer fcl trainer

Roberto Morinini heisst der neue Cheftrainer beim FC Luzern. Der 57-jährige Tessiner hat heute Morgen beim FC Luzern einen Vertrag bis Ende Saison 2008/09 unterschrieben.
von [http://www.fcl.ch]

sind undisziplinierte spieler schuld an der krise des fc luzern?

der blick schiesst heute gleich mit zwei «artikeln» gegen den fc luzern. der eine zitiert sforza, der die spieler beschuldigt, sich mehr für handys als für professionellen fussball zu interessieren. prompt kassieren die blauweissen vom blick den übernamen /handy-kicker./


bouba diarra und sein apple iphone 3g

doch besteht der fc luzern tatsächlich aus lauter unprofessionellen, disziplinlosen, handyfanatischen spielern? ich wage das zu bezweifeln. für mich klingt das nachträgliche rumgemotze von sforza doch sehr nach einer ausrede für das eigene versagen. denn: wer hat einen grossteil der heute im kader stehenden spieler nach luzern geholt? und selbst wenn es da schwierige oder gar labile persönlichkeiten dabei haben sollte: wer soll diese mannschaft führen? richtig, das ist aufgabe des trainers.

doch habe ich mehr und mehr das gefühl, dass ciriaco sforza die kommunikation mit seinen spielern nicht beherrschte. ich kann mir sogar gut vorstellen, dass er sich über gewisse dinge genervt hat, dies aber erst jetzt gegenüber gewissen medien äussert. beispielsweise sagt er sinngemäss auch, dass seine spieler abgesehen von etwa drei ausnahmen die mannschaften der gegner kaum kannten. wenn er schon bemerkt, dass in diesem bereich ein mangel besteht, warum ändert er dann die situation nicht?

ganz so brutal wie kubyilay türkilmaz im blick mit sforza abrechnet, würde ich das nicht tun. denn ich bin überzeugt, dass er stets das beste für den fcl wollte. schliesslich strebt er auch als trainer eine grosse karriere an. dass er die konsequenzen seines scheitern trägt, zeugt von charakter. doch im kern hat kubi in einigen dingen recht:

Wenn einer gehen muss, soll er dies still und leise tun.

Ciri hat die Schuld überall gesucht. Nur nicht bei sich.

Auch sportlich hat Sforza versagt. 77 Spiele, bloss 18 Siege.

wer wird trainer in luzern? die kandidaten

ab heute übernimmt jean-daniel gross das traineramt interimistisch. da er die entsprechenden diplome noch nicht hat, wird gross ganz bestimmt nicht für lange zeit an der linie stehen (können). bis anhin trainierte er luzerns u21-mannschaft. weil man ende der letzten saison so sehr an sforza hing, verpasste man in der führung des fcl die besten potentiellen nachfolger: vladimir petkovic (ex ac bellinzona, jetzt bsc young boys) und uli forte (ex fc wil, jetzt fc st.gallen). doch wer sind die verbleibenden kandidaten für die dauerhafte nachfolge ciriaco sforzas? ich liste mal einige möglichkeiten, wobei ich mit der unliebsten beginne.

– andy egli – kennen wir, hat nicht funktioniert. schönredner.
– rolf fringer – meistertrainer mit aarau, danach wenig glanzvolles. kennt aber präsi stierli.
– rené van eck – aufstiegstrainer. ein blauweisser. aber: hat die allmend im unfrieden verlassen.
– martin andermatt – bei yb trotz letztjähriger supersaison nach drei spielen entlassen. zuger. zu wenig power für meinen geschmack.
– gilbert gress – vulkan an der linie. taktikfuchs und immer für einen guten spruch zu haben. aber hätte er den respekt der mannschaft?
– stefan marini – als ex-fcl-spieler und langjähriger kriens-trainer kennt er das umfeld bestens. sympathisch. am boden geblieben.
– volker finke – dass er der fähigste all dieser kandidaten ist, wird wohl niemand bezweifeln. die frage ist nur: kann der fc luzern ihn auch entsprechend bezahlen?

ich habe das gefühl, dass es martin andermatt wird. eine kleine hoffnung bleibt für stefan marini. und wenn ich ein wenig träumen darf, gibt es momentan nur eine antwort: volker finke.

fc aarau – fc luzern 1:0

die einen kleben mit 4 spielen ohne sieg am tabellenende, die anderen sind in der form ihrer clubgeschichte und grüssen vom ersten platz. zwei mannschaften, die normalerweise im hinteren mittelfeld zu finden sind, haben auf ihre weise einen bemerkenswerten saisonstart hingelegt. für den fc luzern gab es in aarau schon gar nichts mehr zu verlieren. drei punkte mussten her, alleine schon deshalb, damit die parallelen zum start st.gallens vor einem jahr nicht noch grösser werden.


ciriaco sforza bei seinem letzten spiel als trainer des fc luzern

man merkte zu beginn, dass die situation den spielern klar geworden war. sie kämpften um jeden ball, oft auch übermotiviert. dass elmer schon nach 8. minuten mit einem doppelten schienbeinbruch vom platz musste, war die folge davon. gute besserung nach aarau. doch auch in sachen ergebnis hätte sich die aggressivität beinahe ausgewirkt. beinahe? milan gajic zireklte einen corner wunderbar richtung tor, doch aarau-keeper benito rettete indem er den ball an die latte lenkte. weiter spielte nur luzern. bis, ja bis christian ianu einmal mehr zuschlug. in der 29. minute zerstörte der rumäne die siegesträume der blauweissen. das spiel der luzerner fiel komplett auseinander. über ein 2:0 hätte man sich wirklich nicht beklagen können.

auch nach der pause kein zeichen der besserung. im gegenteil. doch nun machten auch die aarauer keine bewegung mehr, die nicht nötig gewesen wäre. selbst diese schläfrige spielweise des leaders konnte von den blauweissen nicht genutzt werden. obwohl sowohl chiumiento als auch ravasi mehrmals zeigten, dass die gäste durchaus über technisch starke spieler verfügten, waren es die aarauer, denen man eher noch ein zweites tor zugetraut hätte. ianu hätte möglichweise in der 74. minute eine chance dazu gehabt, wäre er nicht von seoane ganz klar rot-würdig umgemäht worden. obwohl an der linie schwegler und schirinzi zu diesem zeitpunkt schon bereit zur einwechslung waren, wartete sforza unverständlicherweise weitere zehn minuten, bis er die beiden brachte. warum nicht paquito nicht noch ein offensiver mann anstelle von schwegler reinkam, weiss wohl auch nur sforza. auf jeden fall reichte es nicht mehr für den ausgleich.


traurig aber wahr: der fcl ist am boden

immerhin hat ciriaco sforza nach dem spiel die konsequenzen aus diesem katastrophalen saisonstart gezogen. dabei muss stets betont werden, dass man nie mit pech verlor, sondern immer die klar schlechtere mannschaft war und nie eine gelegenheit hatte, eines der 4 spiele zu gewinnen. nur in bellinzona hätte man mit viel glück gewinnen können.

daten

Aarau – Luzern 1:0 (1:0).

Brügglifeld. – 8900 Zuschauer. – Schiedsrichter: Circhetta. – Tor: 29. Ianu 1:0.

Aarau: Benito; Menezes, Rapisarda, Page, Elmer (8. Tarone); Mutsch, Burki, Bastida, Nushi; Guerrero (62. Antic); Ianu (81. Bengondo).

Luzern: Zibung; Lambert (84. Schwegler), Veskovac, Seoane, Lustenberger (84. Schirinzi); Renggli, Wiss; Gajic (56. Karanovic), Chiumiento, Ferreira; Ravasi.

Bemerkungen: Aarau ohne Rogerio, Schaub (beide verletzt) und Pejcic (noch nicht spielberechtigt). Luzern ohne Diarra, Kukeli, Mesbah, Pacar, Tchouga und Zverotic (alle verletzt). 13. Benito lenkt Corner von Gajic an die eigene Latte. 74. Platzverweis Seoane (Notbremse). Verwarnungen: 26. Ravasi, 30. Veskovac, 35. Ferreira, 68. Rapisarda (alle Foul), 92. Chiumiento (Reklamieren).

[quelle: nzz online]