endlich: ciriaco sforza geht

heute ist ein freudentag für den fussball in luzern. so lange hat man zugeschaut. es kann nur besser werden.

grazie, ciri, aber Du warst einfach nicht der richtige.

zisch
nzz online

update: yb hat sich vladimir petkovic als neuen trainer geschnappt. schade, denn der wäre mein wunschkandidat für den fc luzern gewesen…

ac bellinzona – fc luzern 2:2

als ich mit leicht (?) hängendem kopf aus dem stadion ging, fragte ein aus dem autofenster lehnender tessiner nach dem resultat. zwei zu zwei antwortete ich in holprigem italienisch. und er hatte den lieblingswitz aller fussballhumoristen natürlich schon auf der zunge: für wen?

verglichen mit den bisherigen partien erwischte der fcl im tessin einen prachtsstart. nach nur gerade 3. minuten bekamen die gäste einen penalty zugesprochen. ohne die tv-bilder gesehen zu haben würde ich sagen: völlig zurecht. der gefoulte davide chiumiento trat gleich selbst zum elfer an und versenkte diesen souverän. bei deutlich über 30° c entwickelte sich kein richtiger spielfluss. im gegensatz zu den blauweissen kamen die einheimischen aber zu torchancen. doch zibung hielt alles. und als er einmal doch nicht hielt, reckte der linienrichter seine fahne in die höhe und das tessiner tor wurde wegen einer abseitsposition aberkannt. zuvor hatte ravasi praktisch aus dem nichts eine flanke von chiumiento zur zweitoreführung genutzt.


kam bei der ac bellinzona leider nicht zum einsatz: aufsteigerjunge genc mehmeti

nach der pause war klar, dass es dem fc luzern nicht zu einem sieg langen würde, sollte er sich zu defensiv präsentieren. trainer sforza war somit gut beraten den nicht in der anfangsformation stehenden djamel mesbah für milan gaic einzuwechseln, was er in der 57. minute auch tat. mesbah fügte sich gut ein und kam sogar zu torchancen. doch die luzerner gegenwehr liess trotzdem nach. dieses phänomen trug einen namen: dusan veskovac. der wie immer sehr sichere innenverteidiger musste seinen platz wegen einer verletzung für roland schwegler räumen. und so gelang conti in der 75. minute der anschlusstreffer, obwohl schwegler bei dessen freistoss auf der linie gestanden hatte. in der folge kamen die tssiner zu weiteren gelegenheiten, doch erst in der nachspielzeit gelang ihnen der ausgleich. sermeter trat einen freistoss, der irgendwie via lustrinelli den weg ins tor fand.

und am ende weiss man nicht, ob es für den fc luzern nun ein gewonnener oder zwei verlorene punkte sind. doch eines scheint sich abzuzeichnen: ändert sich nicht schleunigst etwas bei den leuchten, spielen sie nicht um uefa-cup oder meisterschaft, sondern einmal mehr gegen den abstieg.

daten

Bellinzona – Luzern 2:2 (0:2).

Comunale. – 4287 Zuschauer. – Schiedsrichter: Zimmermann. – Tore: 4. Chiumiento (Foulpenalty) 0:1. 29. Ravasi 0:2. 75. Conti 1:2. 93. Lustrinelli 2:2. –

Bellinzona: Gritti; Belotti (63. Siqueira-Barras), Mangiarratti, La Rocca, Bernardet; Sermeter, Wahab, Rivera (46. Roux), Gashi; Lustrinelli, Neri (63. Conti). –

Luzern: Zibung; Lambert, Veskovac (55. Schwegler), Seoane, Lustenberger; Wiss, Renggli; Ferreira, Gajic (57. Mesbah), Chiumiento; Ravasi (87. Schirinzi). –

Bemerkungen: Bellinzona ohne Miccolis, Di Zenzo (beide verletzt), Kalu (nicht spielberechtigt) und Ferrazza (nicht im Aufgebot). Luzern ohne Diarra, Kukeli, Pacar, Tchouga und Zverotic (alle verletzt). Verwarnungen: 80. Wahab (Reklamieren). 91. Roux. 91. Seoane (beide Unsportlichkeit).

[quelle: nzz online]

carlos varela leihweise zum fc luzern?

unlängst viel der spanische offensivkünstler carlos varela durch ein impulsives interview auf, jetzt will er seinen verein am liebsten sofort verlassen. wie die dünnste zeitung der schweiz berichtet, fühlt er sich von yb und der liga ungerecht behandelt. während im artikel vor allem ausländische vereine (ajacio – zweite französische liga, le havre – ligue 1) als mögliche zukünftige arbeitgeber genannt werden, gibt es in luzern auch andereslautende gerüchte.


carlos varela im zweikampf mit fcl-star davide chiumiento

da varela aufgrund einer möglicherweise zu unrecht kassierten roten karte momentan extrem genervt ist, könnte es sich bei dem ganzen wechseldrama am ende auch nur um einen etwas intensiveren gefühlsausbruch seinerseits handeln. trotzdem muss ich sagen, dass ich ihn gerne in luzern sähe, da er auch als stürmer spielen kann und technisch mit den besten mithält. dazu kommt der varela-typische einsatzwillen, der immer wieder zu balleroberungen in der offensivzone führt. allerdings rechne ich nicht wirklich mit einer verpflichtung, weil der fc luzern wohl eher einen «reinrassigen» stürmer brauchen würde und sich der gute carlos ja auch von der liga verarscht fühlt. da wird er einen wechsel innerhalb derselben wohl kaum in betracht ziehen.

christian constantin der autoexperte

woz: Sie fahren einen Fer­rari?

constantin: Ja, ja, einen Ferrari, keine Ahnung, wie der heisst. Einfach den neusten, den es gibt. Ich habe immer den neusten. Irgendwie gehöre ich zu den drei oder vier ers­ten in der Schweiz, die einen erhalten.

[quelle: woz 24-7-2008]

fc luzern – xamax neuchâtel 0:1

der start zum spiel war wirklich schön, clown speedi vom zirkus knie machte das anspiel, die luzerner fans hatten eine wunderbare choreo vorbereitet und das spiel auf dem platz passte auf einmal auch. hinten machte veskovac nach verletzungspause wieder dicht und vorne trumpfte das mittelfeld mit sehenswerten ballstafetten auf. nur stoppten diese meist so auf höhe des gegnerischen strafraumes. ganz ähnlich also, wie schon gegen zürich vor drei tagen. die gäste aus neuenburg wirkten etwas lethargisch, zeigten aber schnell, dass sie bei bedarf rassige konter vortragen könnten. tatsächlich hatten die rotschwarzen die erste torchance, die von seoane abgewehrt werden konnte. beim heimteam waren chancen mangelware. die beste verpassten nacheinander chiumiento und ravasi. da sich die luzerner engagiert zeigten, dürften die meisten besucher zur pause mit der leistung doch einigermassen zufrieden gewesen sein.


nestor clausen zeigte sich gegenüber dem jungen sforza als taktikfuchs

das änderte sich nach dem tee schlagartig. clausens mannschaft kam voller offensivkraft aus der kabine. zibung hatte nun richtig arbeit, allerdings wäre er beim lattenknaller von brown in der 50. minute geschlagen gewesen. bei luzern lief nun überhaupt nichts mehr nach vorne. chiumiento verhedderte sich immer wieder, währenddem die beiden neuzuzüge auf den seiten (mesbah und ferreira) vor allem mit fehlpässen auffielen. neben wiss und veskovac war wieder keiner auf der höhe seines könnens, doch zverotic fiel wirklich ab, weshalb er durch lambert ersetzt wurde. doch es kam, wie es kommen musste, rossi stand am richtigen ort und er knallt den ball in der 84. minute an zibung vorbei ins tor. immerhin ging nun doch noch einmal ein ruck durch das viel zu passiv gewordene team des fc luzern. in den fünf minuten der nachspielzeit wagte sich sogar goalie zibung in den xamax-strafraum vor, doch es half nichts mehr. die dritte niederlage in folge war tatsache. pfiffe und die ersten «sforza-raus»-rufe liessen nicht lange auf sich warten.

daten

Luzern – Xamax 0:1 (0:0)

Allmend. – 5’874 Zuschauer. – Schiedsrichter: Busacca. – Tor: 84. Rossi 0:1.

Luzern: Zibung; Zverotic (54. Lambert), Veskovac, Seoane, Lustenberger; Renggli, Wiss; Ferreira, Chiumiento (86. Paquito), Mesbah (82. Schirinzi); Ravasi.

Xamax: Faivre; Nuzzolo, Furios, Besle, Edjenguele; Rossi (90. Rak), Bah, Chihab, Szlykowicz; Brown (64. João Paulo), Taljevic (64. Niçoise).

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra, Tchouga, Kukeli, Pacar (alle verletzt), Xamax ohne Coly, Quennoz und Wüthrich (alle verletzt) sowie Souleymani (nicht spielberechtigt). 48. Lattenschuss von Bah. Verwarnungen: 35. Bah, 39. Rossi, 67. Lambert (alle Foul).

pro geisterspiele in zürich

seien wir einmal ehrlich: der fcz füllt das weite rund des letzigrund stadion eh nie, von gc wollen wir mal gar nicht sprechen. dafür sind die zürcher im allgemeinen zu modefanig. man kommt nur, wenn der fcz gut spielt, in der tabelle gut dasteht und auch der gegner von grossem kaliber ist. davon ausgenommen ist natürlich die südkurve, mit den wahren fans des fcz. doch genau die, oder zumindest einzelne von ihnen, sind letztendlich für das geisterspiel überhaupt verantwortlich. gestern waren viele südkurvenstammbesucher draussen vor dem stadion, um zum einen ihre mannschaft zu unterstützen. und zum anderen? zum anderen brannten sie ein mittelgrosses 1.-august-feuerwerk ab, wogegen niemand etwas unternehmen konnte, da sich die meute ja ausserhalb des stadions befand. mit tv-geräten ausgerüstet, bekamen die fans auch etwas vom spiel mit. nicht wenige von ihnen ergatterten sich einen platz am zaun, von wo aus man das spiel ebenso sehen konnte. ganz so unzufrieden waren die fans also bestimmt nicht. drinnen konzentrierte man sich weitestgehend auf fussball und die schöne architektur des stadions. nach dem spiel konnten sich die gewaltbereiten fans auch nicht mit den gegnerischen fans prügeln, diese waren nämlich gleich in luzern geblieben. die offizielle zuschauerzahl lautete übrigens 300, wobei ich das gefühl hatte, dass es weit weniger sein mussten. draussen vor dem stadion dagegen sollen sich nach schätzungen fast 1000 fans aufgehalten haben.

folgendes video, das ich in sehr wackliger manier vom spielfeldrand aus aufgenommen habe, soll ein wenig die atmosphäre dieses geisterspiels vermitteln. irgendwie war das schon eine ziemlich eindrückliche sache. man hört die fans nämlich ziemlich gut, das feuerwerk sowieso, aber sehen tut man sie praktisch gar nicht.

fc zürich – fc luzern 1:0

als anhänger des fussballclub luzern ist man sich ja einiges gewohnt. da kann einen auch eine startniederlage gegen die vermeintlich schwachen ländlekicker des fc vaduz nicht abschrecken, schliesslich haben die luzerner die letzten saisonstarts meistens versiebt. trotzdem wollte man in zürich anders auftreten, zumal der gegner nicht auf die unterstützung der laustarken südkurve zählen konnte. nur waren wollen und können an diesem abend meilen- ja wenn nicht lichtjahre voneinander entfernt. die luzerner begannen schlecht, das muss man so sagen. nur: die zürcher waren nicht viel besser. mühsam trugen sie ihre angriffe vor, und meist scheiterten sie im abschluss kläglich. rochat nutzte abstaubermässig seine erste echte chance. der fcl hatte der zürcher führung rein gar nichts entgegenzusetzen. wie schon gegen vaduz blieb man in der offensive mehr als nur stumpf. lediglich die letzten minuten vor der pause könnte man mit viel optimismus als knapp genügend bezeichnen.


trotz grossem einsatz ohne chance: jacopo ravasi

nach der pause – das meinte auch david zibung im interview – wollte man anders antreten. und wieder das problem mit wollen und können? nein, denn die zürcher liessen massiv nach. abgeklärt gewährten sie den gästen freies spiel bis an den sechzehner, dann schlug die abwehr gnadenlos zu. und tatsächlich: diese variante funktionierte für die geisterspieler aus dem letzi. vereinzelt kamen die zentralschweizer doch noch zu ihren möglichkeiten, welche aber allesamt vom gut aufgelegten fcz-goalie leoni abgewehrt wurden.

tragisch an der sache ist vor allem, dass dem fcz in der zweiten hälfte eine leistung auf sparflamme reichte, um den vorsprung über die runden zu bringen. so muss sich der fcl vor jeder mannschaft auf jedem platz fürchten. seltsam: diarra, der schon gegen vaduz wegen einer verletzung aus dem spiel ging, stand wieder in der anfangsformation um früh durch wiss ersetzt zu werden. seltsam zum zeiten: renggli wurde nach erneut schwacher leistung nicht ausgewechselt.

daten

Zürich – Luzern 1:0 (1:0)

Letzigrund. — keine Zuschauer. — SR Studer. — Tor: 18. Rochat 1:0.

Zürich: Leoni; Lampi, Stahel, Barmettler, Rochat; Tico (65. Büchel), Aegerter; Nikci (73. Ladner), Abdi, Djuric (91. Stucki); Hassli.

Luzern: Zibung; Zverotic (89. Karanovic), Roland Schwegler, Diarra (20. Wiss), Claudio Lustenberger; Renggli, Seoane; Ferreira (86. Schirinzi), Chiumiento, Mesbah; Ravasi.

Bemerkungen: Zürich ohne Tihinen, Chikhaoui, Schönbächler, Vasquez und Staubli (alle verletzt) sowie Alphonse (rekonvaleszent), Luzern ohne Kukeli, Pacar, Tchouga und Veskovac (alle verletzt) sowie Gajic (nicht spielberechtigt). Erstes von zwei FCZ-Geisterspielen nach den Ausschreitungen vom 2. Mai anlässlich der Partie Basel – Zürich im St.-Jakob-Park. Verwarnungen: 28. Hassli (Foul). 29. Ravasi (Unsportlichkeit). 58. Abdi (Unsportlichkeit). 64. Claudio Lustenberger (Foul). 85. Ferreira (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]