Zürich vs. Luzern

Wir sind vielleicht bünzlig, dafür aber ungemein sympathisch. 🙂 In der Studie wurden 7000 Schweizerinnen und Schweizer befragt. Mehr Vergleiche gibt’s auf der Seite Kantonsimage.ch. Grosse Überraschungen gibt es natürlich nicht, es werden eher bestehende Vorurteile zementiert. Die NZZ widmet den Auswertungen einen eigenen Beitrag.

Hosenscheisserradio

Heutzutage gibt es nur noch formatiertes Hosenscheißerradio.

Elmar Hörig, der legendäre Moderator von SWF3. Zitat aus einem Bericht der Stuttgarter Zeitung.

Und ja: Wo er recht hat, hat er eben recht. Manch einer erinnert sich mit Wehmut zurück an Elmis Radioshow, bei der er sich die Political Correctness nicht gerade auf die Fahne geschrieben hatte und genau darum grossen Anklang fand. Auch die unsäglichen «meisten Hits» von den «70er Jahren bis heute» musste man damals noch nicht über sich ergehen lassen, «JRZ» sowieso nicht. Inzwischen macht Hörig selbst aber leider nur noch mit drögen, taktlosen und meist unlustigen Sprüchen auf seiner Facebookpage auf sich aufmerksam. Provokation der Provokation willen. Schade.

Via Tweet von Mark Balsiger.

De Antonio Yachts D23

Wenn’s nicht zur Power Wally langt, ist dieses Boot von De Antonio Yachts doch eine hübsche Alternative. Mir gefällt das reduzierte Design, das gar nicht erst versucht, supersportlich zu wirken. Der Aussenbordmotor ist für eine ungestörte Linie versteckt angebracht. Geht ja nur noch 11,5 Monate bis Weihnachten…

Werden die USA metrisch?

Wohl eher nicht. Aber es gibt aktuell eine Petition, die genau das fordert. Die notwendigen 25’000 Unterschriften sind bereits erreicht. Wer schon einmal in den USA war und sich mit den merkwürdigen und unlogischen Angaben auf den Verpackungen hat rumschlagen müssen, wird das sicher nachvollziehen können. Gizmodo würdigte dem Thema vor kurzem einen Beitrag:

The US is one of the few countries left in the world which is yet to convert to metric, and this petition is lobbying the nation’s lawmakers to change that. It was created on December 31st and is yet to gain much traction—so it needs your help to give it a push. Why make the move? A (metric) ton of reasons.

Tatsächlich gibt es eigentlich keinen Grund – abgesehen von der Gewöhnung natürlich – nicht auf das metrische System zu wechseln. Trotzdem ist natürlich nicht mit einer baldigen Abkehr von Fluid Ounces, Cubic Fathom oder Peck zu rechnen.

via LKM.

Der langsame Markus Alder

Vielleicht erinnert sich jemand, 2007 flatterte im März ein wunderbarer Flyer der SD in meinen Briefkasten. Darin fand sich unter anderem folgender Satz:

Zürich verliert seinen Charakter als schweizerisch geprägte, weisse Stadt.

Weil mir das damals schon recht komisch reinkam, widmete ich dem dämlichen Papier einen Post in meinem Blog. Nur einen Tag danach erblickte ich dann einen Exponenten der Partei, Markus Alder nämlich, im Strassenverkehr in dessen Fahrschulauto. Auch dazu gabs einen Blogpost. Und weil eben jener Markus Alder vielleicht einen Computer zu Weihnachten und einen Google-Kurs zu Silvester geschenkt bekommen hat, hat er nun diesen Post gefunden. Das Resultat? Ein Kommentar, sage und schreibe dreieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung des Beitrags.

Weil ich ja nun eben ein Gutmensch bin und die SD nicht eben mit zahlreichen Wählerstimmen gesegnet ist, widme ich nun auch diesem Kommentar einen Beitrag. Und zum Kommentar: Über die drei Eidgenossen würde ich mich doch nie ärgern. Über die Vorteile unseres Landes freue ich mich täglich. Ich lebe sehr gerne hier und kann mir keine bessere Heimat vorstellen. Und auf der Strasse bremse ich sogar für SD-Politiker, die haben es bestimmt sonst schon schwer genug. 😉

2012 – My Best of

Und wieder ist ein Jahr um. All die wirren Jahresrückblicksshows sind mittlerweile vorbei. Schaut das überhaupt jemand? Anyway: Von mir gibt’s wie inzwischen gewohnt die Topthrees des vergangenen Jahres. Abgesehen davon war sicher die Wiederwahl Obamas ein Highlight und der allmählich explodierene Konflikt zwischen Israel und Palästina ein Tiefpunkt. Wer etwas in der Vergangenheit stöbern möchte, findet sie hier auch für die Jahre 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006 und 2005. Anzufügen gibt es noch, dass ich nur dank einer zum Glück defekten Boeing 767 nicht in New York war, als Sandy etwas gar stürmisch vorbeischaute. Ein Trip nach NYC steht demzufolge dieses Jahr noch bevor. Mal sehen was 2013 sonst noch so bringt.

Filme

  1. Skyfall – Actiongeladen, aber auch humorvoll und mit spannender Story schafft’s der Bond auf Platz 1
  2. The Dictator – Brilliant, wie Sacha Baron Cohen uns den Spiegel vorhält
  3. The Dark Knight Rises – Ein weiterer sehr gelungener Batmanfilm

Auch gut: Arbitrage, The Avengers, The Ides of March.

Lieder

  1. Somebody that I used to know von Gotye
  2. She’s so mean von Matchbox 20
  3. We are young von Fun.

Auch gut: Gagnam Style von Psy Little Talks von Of Men and Monsters, , I Follow Rivers von Lykke Li, Madness von Muse, Her Song von Stephen Ridley, Somebodies auch von Gotye, Heroin von The Indelicates,
Bester Sommerhit: Ai se eu te pego

Alben

  1. Babel von Mumford and Sons
  2. The 2nd Law von Muse
  3. Battle Born von The Killers

Auch gut: Mirage Rock von Band of Horses,
Bestes Konzert: Bruce Springsteen im Letzigrund

Sportveranstaltungen

  1. FC Luzern – KRC Genk 2:1 – Endlich richtige Allmendstimmung im neuen Stadion
  2. Euro 2012 Halbfinale – Deutschland – Italien 1:2 – in einem Pub in Portsmouth geschaut
  3. Formula Drift in Long Beach – Unglaublich, wie schnell die Jungs quer zwischen den Betonabschrankungen quer fahren…

Auch gut: Kamui Kobayashi wird Dritter in Japan (leider nur am TV gesehen),

Autos

  1. Toyota GT86
  2. Fiat Panda 1.3
  3. Lexus LFA

Auch gut: BMW Zagato Coupé, Renault Alpine A110-50, Kofferraum des Mercedes CLS Shooting BrakeOpel Ampera, BMW i3 Coupé Concept Car

Newcomer

  1. amade.ch Version 7.0
  2. GoPro Hero2 als Hintertorkamera
  3. Biene Fenster auf Facebook

Auch neu: Blog-Serien Schlaue Kommentare und Autokunde mit Blick, Mercedes mit Renault-Technik, Dachs Content, Erika and the Bitterlins.

Enttäuschungen

  1. Das Verhalten der Neuen Luzerner Zeitung gegenüber dem FC Luzern und seinen Fans
  2. Otto Ineichen stirbt
  3. Morganellas Idiotentweet

Auch schlecht: Ich als Puchfahrer, WWF – Um jeden Preis gegen Schweizer Autofahrer, Amnesty im SVP-Stil, Fehlersammlung in der Mondiale-Berichterstattung der NZZ,

Blog-Beiträge

  1. Das normale Israel
  2. Volkswahl des Bundesrates
  3. Blue Balls Festival 2012

Auch interessant: Demokratie, wie sie nicht sein sollte, Autosalon 2012 – meine Favoriten, Meine Güte, Christian Bertschi!, Cupfinal 2012, Mehr Transparenz, nein danke, Medienvielfalt in der Schweiz, Social Media Buttons, Mein erstes Nokia, Madona im Letzigrund, Apple iPhone 5 – Gähn, Bikinis für Babies, Positives von Fussballfans, Wenn der Blick die Wortwahl kritisiert, Allgemeine Dienstpflicht statt Wehrpflicht,

Blog Recycling: Spenden

Für einmal bringe ich ausnahmsweise einen Artikel aus früheren Jahren nochmals. Dies natürlich aus aktuellem Anlass. Und auch weil der Blick der Sache einen Onlineartikel gewidmet hat.

Spenden ist eine tolle Sache. Wir, die wir hier in der superzivilisierten Welt leben, opfern ein bisschen was für die ärmeren Menschen auf dieser Erde. Gesten dieser Art sind es wohl mitunter, die uns hoffentlich von anderen Spezien unterscheiden. Und doch habe ich mit gewissen Spendenaktionen so meine liebe Mühe. Das holländische Konzept namens jeder Rappen zählt, das im Dezember 2010 zum zweiten Mal von der SRG durchgeführt wurde hat mich irgendwie befremdet. Man brauchte den Moderatoren nicht lange zuzuschauen, um zu begreifen, dass die Hilfe für die Menschen nicht wirklich oberstes Motiv war. Selbstverständlich kann so eine Aktion auch mal witzig sein. Aber muss sie derart dominant in der Schweizer Medienlandschaft dastehen? Warum der Termin ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit? Hätte man es nicht bei der einen Austragung von 2009 belassen und im Folgejahr das Feld zumindest in dieser Jahreszeit wieder den anderen Organisationen überlassen können?

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, kam etwas weniger Geld als im Jahr davor zusammen. Und das obwohl es ja wirtschaftlich wieder so sehr nach oben gegangen ist. Vielleicht bin ich nicht der einzige, der sich über JRZ mehr genervt denn gefreut hat. Möglich.

Spricht man mit Leuten von anderen Hilfsorganisationen, so haben die auch nur sehr beschränkt Freude an der Monopolisierung der SRG. Natürlich könnte jeder auch irgendwo sonst spenden, doch konnte man dem Ruf des Medienkonglomerats nun wirklich kaum entgehen. Die meisten kleineren Organisationen haben es dagegen sehr schwer, überhaupt je wahrgenommen zu werden.

Im übrigen ist JRZ und eigentlich die gesamte Entwicklungshilfe nur ein winziges Tröpfchen auf den brennend heissen Stein. Denn all unsere Spenden- und Entwicklungshilfegelder werden momentan (noch?) von den Remittances überstiegen. Das allermeiste Hilfsgeld stammt also nicht von grosszügigen “westlichen” Spendern, sondern von ausgewanderten und Flüchtlingen. Diese Tatsache ändert nichts daran, dass jede Spende irgendwem weiterhilft. Hoffentlich auch demjenigen, dem man zu helfen gedachte. Wer also immer gedacht hat, wir würden zu viel Geld für Entwicklungshilfe ausgeben, irrt sich nicht nur deshalb, weil wir unser selbst vorgegebenes Ziel Jahr für Jahr verfehlen.

Ich gehe davon aus, dass das Verhältnis zwischen Remittances und Entwicklungshilfe auch 2012 nicht anders ausschaut. Sicher dagegen bin ich mir, wenn ich sage, dass die Spendenaktion der SRG Jahr für Jahr mehr Gegner hat. Bleibt zu hoffen, dass man für künftige Ausgaben (die wohl nicht zu verhindern sein dürften) wenigstens einen anderen Zeitpunkt wählt. Das Argument, man mache es zur Weihnachtszeit, weil dann auch die anderen gleich funktionierenden Aktionen in anderen Ländern stattfinden, ist ziemlich dämlich, weil JRZ eine stark regional beschränkte Plattform ist. Weiter kann man sich auch fragen, ob es der richtige Rahmen ist, gewissen Persönlichkeiten von zweifelhaftem Ruhm (im aktuellen Beispiel wäre das Brabeck) derart viel Präsenz einzuräumen.

Jahresrückblicke 2012

Jaja, es ist wieder mal Jahresrückblickzeit. Hier mal zwei aus dem allmächtigen Google-Imperium.

Dazu gibt es hier die populärsten Videos aus dem Netz. Auch Google selbst hat natürlich so einen Clip parat. Der Sprung «aus dem All» scheint dabei irgendwie das wichtigste Ereignis des Jahres gewesen zu sein. Naja. Wer sich noch mehr für die getätigten Suchanfragen bei Google in diesem Jahr interessiert, wird auf der Zeitgeist-Website fündig. Wenn ich das recht interpretiere, haben wir tatsächlich am häufigsten den Begriff Zalando gegoogelt.

Das Crowdfunding-Kinderbuch

Crowdfunding ist in aller Munde. Richtig bekannt geworden ist das System nicht zuletzt dank der Website Kickstarter.com, die primär eine technikaffine «Kundschaft» anspricht. Die Idee dahinter: Die Kunden bezahlen für die Entwicklung und Produktion der Start-Ups mit, was der ganzen Sache den nötigen (finanziellen) Schwung verleiht.

Aber auch hierzulande gibt es unterstützenswerde Crowdfunding-Projekte. So zum Beispiel das Kinderbuch Hornochs & Frechdachs, das mit Hilfe der im Netz generierten Spenden realisiert werden soll. Wer sich mit mindestens 50.- CHF beteiligt, erhält neben einem guten Gefühl auch gleich eine Ausgabe des Kinderbuchs. Dann kann man gleich selbst rausfinden, was aus dem bemitleidenswerten Hornochs wird, der sich durch ein Missgeschick in einem von Wassermangel geplagten Dorf unbeliebt macht.

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