fc luzern – fc basel 0:3

von zürcher seite war ja befürchtet worden, der fc luzern könnte im hinblick auf die winkende uefa-cup-qualifikation absichtlich verlieren, um basel im meisterrennen zu stützen. doch das war gar nicht nötig. in nur zehn minuten hatte der fcb in luzern das spiel entschieden. ganz ohne hilfe der luzerner nutzten sie zwei standardsituationen ideal aus, nachdem sie zuvor gleich mehrmals am starken zibung gescheitert waren. dann hätte man das spiel eigentlich abpfeifen können. klar, basel liess den aufsteiger aus der innerschweiz spielen. dieser erarbeitete sich sogar zahlreiche chancen, hätte zur pause ohne probleme wieder gleichauf mit den baslern sein können. zumal tchouga einmal klar penaltyreif im strafraum aus dem gleichgewicht gebracht wurde. alle anderen luzerner angriffsversuche wehrte costanzo sehr gut ab. beim fcl spielt übrigens zum ersten mal sandro foschini, der im mittelfeld eine reife und vor allem mutige leistung darbot. als lohn dafür wurde er erst nach 54 minuten ausgewechselt.

auch nach der pause liess der fcb die blauweissen ins leere laufen. rakitic machte die sache mit seinem 3:0 endgültig klar. die zahlreichen fcb-fans feierten sich bereits als schweizermeister, da yb auf heimischem kunstrasen den noch führenden zürchern paroli bieten zu schien. das 2:2 in bern hievte die blauroten temporär an die spitze der super league tabelle. das wurde dann auch mit unzähligen petarden und einigen leuchtraketen gefeiert. auch die luzerner feierten, wenn auch weit dezenter, da der basler meistertitel dem fcl wie bereits erwähnt mindestens zwei spiele auf internationalem parkett ermöglichen würde. das ganz grosse feuerwerk mussten die basler sich aber sparen: der fcz traf in bern zum 3:2 und war auf einen schlag wieder im meisterrennen vor basel. nach dem schlusspfiff konnte sich also niemand so richtig freuen.

so fanden sich einige fcb-spieler, fcl-goalie david zibung und auch ich vor einem kleinen presse-tv, wo man die letzten minuten des yb-fcz-spiels live mitverfolgen konnte. doch der fc zürich liess sich nicht verunsichern und ist weiter klar auf meisterkurs. sollte es basel nicht schaffen, wird das eine ganz bittere saison für den grossclub. schliesslich werden die ja nicht mal cupsieger… 😉

im ernst: nach der leistung vom samstag zweifelt wohl niemand daran, dass der fcb den cup mit leichtigkeit holt. schade für den fcl.

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Luzern – Basel 0:3 (0:2)

Allmend. – 9558 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 4. Sterjovski 0:1. 10. Ergic 0:2. 66. Rakitic 0:3.

Luzern: Zibung; Sam, Bader, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Fabian Lustenberger (46. Mamone), Imholz; Paquito, Foschini (54. Andreoli); Makanaki (65. Righetti); Tchouga.

Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Smiljanic, Nakata; Ba; Rakitic (69. Buckley), Ergic, Chipperfield, Sterjovski (77. Burgmeier); Eduardo (62. Derdiyok).

Bemerkungen: Luzern ohne Cantaluppi (gesperrt), Lustrinelli, Mettomo und Seoane (alle verletzt). Basel ohne Petric (verletzt). ASL-Debüt von Sandro Foschini. 53. Eduardo-Tor wegen Hands aberkannt. Verwarnungen: 13. Bader (Foul), 39. F. Lustenberger (Foul).

fc zürich – fc luzern 2:0

eines vorweg: durch das unentschieden von schaffhausen ist der ligaerhalt definitiv geschafft. herzliche gratulation an ciriaco sforza und sein team.

nach dem spiel feierten die fcz-anhänger ihre mannen in sehr ausgedehnter weise. einerseits, weil man den meistertitel immer noch in griffweite hat. aber andererseits, weil der sieg in diesem spiel sehr hart erkämpft werden musste. die luzerner gaben trotz langer verletztenliste (tchouga, mettomo, diethelm, fabian lustenberger, righetti und seoane) ihr absolut bestes. defensiv stabil liessen sie in der ersten hälfte keine echte torchance für den fcz zu. erst in der nachspielzeit musste goalie zibung erstmals klären. dafür konnten sich die zürcher beim torpfosten bedanken, dass der vermeintlich schwache gegner nicht mit 1:0 vorne lag. makanaki hatte nämlich einen ball, der nach einem schuss lustrinellis vor seinen füssen landete, an die torumrandung gesetzt. leoni wäre chancenlos gewesen. genau dieser makanaki reizte die zürcher bis aufs blut. zwei mal innerhalb weniger sekunden wurde er gefoult, wobei zumindest das zweite foul relativ hart war. weil die zürcher aber eine schwalbe zwecks zeitschinderei vermuteten, rissen sie am liegenden luzerner spieler herum. cantaluppi, der nun endlich eine leaderrolle auf dem platz einnimmt, verteidigte makanaki vehement. deswegen kassierte er (wie auch der zürcher césar) eine gelbe karte. den kurz darauf folgenden eckball wollte cantaluppi nicht treten, weil ihm das bier gleich literweise entgegen geworfen wurde. doch anstatt per stadionspeaker die leute aufzufordern, keine gegenstände aufs feld zu werfen, ermahnte schiri kever den zürcher in luzerner diensten abermals. lustrinelli nahm sich ein herz und führte den corner schnell aus, nicht ohne auch noch eine bierdusche abgekriegt zu haben. im übrigen flog etwa zehn zentimeter neben mir eine bierflasche (aus glas!) über den zaun. schade, dass sich die tollen zürcher fans zu solchen dummheiten hinreissen lassen.

in der zweiten halbzeit verlor das spiel allmählich an brisanz, zumal der fcl mit zunehmender spieldauer immer müder wurde. offensivaktionen gab es nun kaum mehr. dazu kam, dass sowohl lustrinelli, als auch makanaki verletzt ausgewechselt werden mussten. die jungen munsy und fanger zeigten zwar viel engagement, konnten aber keine entscheidenden akzente setzen. imholz dagegen – er spielte durch – scheint im mittelfeld seine position gefunden zu haben. erst als in der 70 minute santos eingewechselt wurde, begann der niedergang der luzerner. drei minuten später bediente der den freistehenden césar – 1:0. in der 80. minute verwertete er einen abpraller zibungs zum 2:0 endresultat.

der fcl muss sich aber gar nichts vorwerfen, denn er hat bis zum umfallen gekämpft. besonders gefallen hat mir makanaki, der auch defensiv einige gute aktionen hatte. der fcz verdient in meinen augen den meistertitel, auch wenn uns jener von basel die direkte qualifikation für den uefa-cup einbringen würde. theoretisch könnte man also gegen den fcb «absichtlich verlieren», damit er im meisterrennen vorteile hat. naja, wenn der fcl den cupfinal gewinnt, dann ist das sowieso alles egal. 🙂

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Zürich – Luzern 2:0 (0:0)

Hardturm. – 11 300 Zuschauer. – SR Kever. – Tore: 73. Cesar 1:0. 80. Santos 2:0.

Zürich: Leoni; Stahel, Tihinen, von Bergen, Rochat; Staubli (70. Schönbächler), Barmettler, Inler, Cesar; Alphonse (70. Santos), Raffael (87. Lampi).

Luzern: Zibung; Sam, Bader, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Lambert, Cantaluppi, Imholz, Makanaki (71. Munsy); Paquito; Lustrinelli (53. Fanger).

Bemerkungen: Zürich ohne Abdi (gesperrt), Stucki (gesperrt/verletzt), Margairaz, Dzemaili, Stanic, Schneider, Eudis und Kollar (alle verletzt), Luzern ohne Fabian Lustenberger, Tchouga, Mettomo, Diethelm, Seoane und Righetti (alle verletzt). – 49. Lustrinelli verletzt ausgeschieden (linker Knöchel). – 31. Pfostenschuss Makanaki. – Verwarnungen: 40. Cesar, 40. Cantaluppi (beide Unsportlichkeit), 54. Inler (Foul).

fc luzern – fc st.gallen 1:1

eines vorweg: mario cantaluppi hat einen riesigen schritt voran getan. endlich zeigte er einsatz und biss. sein forechecking führte mehrmals zu guten szenen für den fc luzern. so wie er in der ersten halbzeit aufgetreten ist, könnte cantaluppi eine echte verstärkung für den fcl sein.

wie dave zibung in einem interview nach dem spiel zu protokoll gab, wollte man dieses spiel undbedingt gewinnen. und: man merkte das sogar. die erste halbzeit gehörte ganz klar dem fc luzern, der zwar nicht gerade ein offensivspektakel bot, aber ganz eindeutig die besseren chancen verbuchen konnte. eine davon verwertete mauro lustrinelli in mustergültiger manier, indem er einen schafen flachpass von paquito ins tor ablenkte. zuvor hatte maric die st.galler führung kümmerlich vergeigt. seit langem konnte man auf der allmend wieder einmal qualitativ ansprechenden fussball geniessen. weniger genussvol gestaltete sich wohl der abend nach dem spiel für schiri laperrière. er hatte einen glasklaren elfmeter (koubsky liess lustrinelli über die klinge springen) nicht gegeben, der schiedsrichterinspitient hat’s notiert.

bekannterweise ist luzern nicht sonderlich gut im verteidigen von 1:0-führungen. auch an diesem tag nicht. nach der pause spielte bei st.gallen feutchine für di jorio. er brauchte nur zehn minuten, bis ihn bader durch einen verpatzten befreiuungsschlag perfekt lancierte. feutchine nahm die einladung an und traf locker über den aus dem tor geeilten zibung. bei luzern wurde in der halbzeit der vielversprechende sascha imholz durch den wie immer topmotivierten josé luis mamone ersetzt. dieser rackerte viel, konnte aber nicht verhindern, dass die luzerner kräfte langsam schwanden. die zweite halbzeit gehörte also klar den st.gallern, die ihr chancenplus allerdings nicht zu nutzen wussten.

sf bericht

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Luzern – St. Gallen 1:1 (1:0)

Allmend. – 5751 Zuschauer. – SR Laperrière. – Tore: 14. Lustrinelli 1:0. 55. Feutchine 1:1.

Luzern: Zibung; Lambert, Pascal Bader, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Cantaluppi, Imholz (46. Mamone); Makanaki (62. Sam), Paquito, Lustrinelli; Tchouga.

St. Gallen: Razzetti; Zellweger, Koubsky, Mijat Maric, Cerrone; Di Jorio (46. Feutchine), Gelabert, Gjasula (86. Muntwiler), Marazzi (77. Ciccone); Mendez, Aguirre.

Bemerkungen: Luzern ohne Fabian Lustenberger, Mettomo, Diethelm und Seoane (alle verletzt), St. Gallen ohne Garat, Alex und Malenovic (alle gesperrt) sowie Callà (verletzt). 67. Lattenschuss von Gjasula.

bsc young boys – fc luzern 3:1

das 1:6 gegen die grasshoppers mag resultatmässig einer blamage gleichen, doch erst gegen yb kam das spiel der luzerner einer arbeitsverweigerung gleich. die berner haben eine technisch gute mannschaft, selbst wenn mit yakin und varela zwei der besten techniker fehlen. als aufsteiger mit fussballerisch bescheidenen mitteln gibt es also nur eine möglichkeit, gegen solche teams zu bestehen: kämpfen bis zum umfallen. doch wenn das herz nicht für den blauweissen club aus der zentralschweiz schlägt, dann ist man scheinbar trotz bezahlung nicht dazu bereit zu rennen. dass gerade die älteren, routinierteren spieler an einsatz und motivation vermissen lassen, stimmt nachdenklich. nach diesem spiel ist für mich klar, wer dem club momentan mehr schadet als nutzt. allen voran der hitzkopf mario cantaluppi, der sich nur im wortgefecht mit dem schiri wirklich anstrengt und dafür wohl zurecht gelb sah. aber auch makanaki, mauro lustrinelli und ivan dal santo. ciriaco sforza würde gut daran tun, diese drei für den rest der saison mit hungrigen u21- oder u18-spieler zu ersetzen. schlechter als diese fussballer würde sie ihren job nicht machen.

mit vorbildlichem einsatz gehen jeweils nur claudio lustenberger und goalie david zibung zu werke. mit abstrichen ebenfalls noch ausreichende motivation zeigen die offensivkräfte paquito und tchouga. im defensiven bereich zu kämpfen bereit sind pascal bader und josé luis mamone.

zum spiel selbst kann man als luzerner eigentlich gar nicht viel sagen, so schlecht war das. der fcl hatte die ganze erste halbzeit über keine brauchbare offensivaktion. es war aber nicht so, als wären die young boys im minutentakt vor zibung aufgetaucht. doch in der 35. minute konnten die gäste das 0:0 nicht mehr länger halten, weil sie marcos im strafraum alleine liessen und dieser eiskalt per kopf verwertete. nur 3 minuten später war es raimondi, der zibung keine chance liess. mit dem 2:0 zur pause waren die luzerner noch gut bedient.

die 11700 zuschauer sahen eine äusserst ereignisarmes spiel. erst in der 74. minute kam wieder etwas spannung auf, da die yb-verteidigung schlief und tchouga in routinierter art den anschlusstreffer erzielte. die hoffnung währte nur sehr kurz, 2 minuten später traf marcos zum 3:1 endresultat.

für das nächste spiel zuhause gegen st.gallen wünsche ich mir grössere umstellungen in der mannschaft des fcl. da cantaluppi rein gar nichts bringt, soll er endlich ersetzt werden. genc mehmeti, michael diethelm, aber auch jonas bernet (u21) könnten seine position bestimmt besser spielen. im sturm wünsche ich mir munsy, sulejmani (u21) oder auch sorgic (u18) für den glücklosen lustrinelli. die position von makanaki könnte wohl am besten der verletzte cary righetti spielen, stattdessen könnte man auch lambert dort einsetzen oder allenfalls mehidic (u18). in der verteidigung gibt es genügend spieler der ersten mannschaft (bader, sam, diethelm, lambert, mettomo, bürki), damit der lustlos agierende ivan dal santo auf der tribüne platz nehmen kann.

video sf

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Young Boys – Luzern 3:1 (2:0)

Stade de Suisse. – 11 723 Zuschauer. – SR Steiner. – Tore: 35. Marcos 1:0. 38. Raimondi 2:0. 74. Tchouga 2:1. 76. Marcos 3:1.

Young Boys: Wölfli; Zayatte, Tiago (90. Nganga), Kallio, Hodel (81. Kavak); Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi; Häberli, Marcos (86. Madou).

Luzern: Zibung; Diethelm (17. Lambert), Bader (49. Sam), Dal Santo, Claudio Lustenberger; Makanaki, Cantaluppi, Mamone, Paquito; Lustrinelli, Tchouga.

Bemerkungen: YB ohne Aziawonou, Frimpong (beide verletzt), Varela, Yakin (beide gesperrt), Luzern ohne Fabian Lustenberger, Mettomo, Seoane, Righetti (alle verletzt). Verwarnungen: 15. Cantaluppi (Reklamieren), 22. Hodel (Foul, in den nächsten beiden Spielen gesperrt).

[quelle: tagi]

fc luzern – grasshoppers club zürich 1:6

11:1. das ist die torbilanz von gc gegen den fcl in dieser rückrunde. gc hat als einziger super league club ein rezept gefunden, wie man sicher gegen luzern gewinnt: spielen lassen. die aufsteiger bemühen sich, verstricken sich in umfangreiche offensivaktionen und können bei konter nicht reagieren. denn, das hat jeder zuschauer im stadion gesehen, in der ersten hälfte spielte fast nur der heimclub. doch was bringt’s, wenn gerade mal ein abseitstor und zahlreiche fast-elfmeter dabei herausschauen? richtig: gar nichts. stattdessen kassierte man bereits in den ersten 45 minuten zwei tore. eines davon in form eines absoluten sonntagsschusses von dos santos – ein traumtor. das andere als klassisches kontertor, wozu man ailton nicht zwei mal einladen muss.

das resultat hätte vielleicht noch kippen können, wäre der fcl entschlossener aus der kabine gekommen. doch schon nach fünf minuten traf der ex-luzerner yassin mikari zum 3:0. und es war wieder ailton der nur wenig später zum 4:0 erhöhte. die luzerner fans liessen sich nicht beirren: «cupsiegerjungs» skandierten von den stehplätzen. und tatsächlich: mag gc auch noch zwei tore draufgelegt haben, so ist doch klar, dass die zürcher dieses jahr keinen titel holen werden. der fcl hat dagegen noch chancen auf den cupsieg. tchouga vermied im übrigen die totale blamage, als er den einmal mehr unsicheren coltorti bei einem corner mit einem kopfball bezwang. tchouga war tatsächlich höher gesprungen!

um in der super league wirklich mitzuspielen bleibt also noch viel zu tun. doch im endeffekt darf dieses 1:6 nicht zu sehr schmerzen, ist doch der ligaerhalt auch so praktisch schonfast geschafft. die fantastischen fans sangen volle 90 minuten, zumindest in diesem bereich hat der fcl bereits einen spitzenplatz sicher.

am rande: die wahl des «man of the match» fiel seltsamerweise auf lustrinelli. ob sich da wohl einige abstimmende einen scherz erlaubt haben?

daten

Luzern – Grasshoppers 1:6 (0:2)

Allmend. – 5482 Zuschauer. – SR Studer. – Tor: 10. Dos Santos 0:1. 39. Ailton 0:2. 50. Mikari 0:3. 58. Ailton 0:4. 79. Tchouga 1:4. 92. Blumer 1:5. 93. Ailton 1:6.

Luzern: Zibung; Sam, Mettomo, Dal Santo (46. Imholz), Claudio Lustenberger; Makanaki (46. Lambert), Cantaluppi, Bader, Paquito; Tchouga, Lustrinelli.

Grasshoppers: Coltorti; Schwegler, Galindo, Weligton, Mikari; Renggli, Voser (58. Salatic); Pinto (70. Romero), Leon (64. Blumer), Dos Santos; Ailton.

Bemerkungen: Luzern ohne Seoane, Diethelm und Fabian Lustenberger (alle verletzt) und Mamone (gesperrt), GC ohne Langkamp, Rinaldo, Ristic und Sutter (alle verletzt); Debüt von Romero bei GC. Bader nach der Pause in der Innenverteidigung. 3. Tor von Bader wegen Abseits aberkannt. 54. Zibung lenkt Schuss von Ailton an den Pfosten. Verwarnungen: 23. Voser, 45. Bader, 45. Sam, 56. Pinto (alle Foul).

medienrundschau zum cuphalbfinale fc zürich – fc luzern

im bericht des schweizer fernsehens sieht man mich sogar eine halbe sekunde oder so… 🙂
tele tell

der tagesanzeiger:

Bitteres Cup-out für den FC Zürich

In der Nachspielzeit muss der FC Zürich im Cup-Halbfinal gegen den FC Luzern das 2:3 hinnehmen.

Von Ueli Kägi, Zürich

56 Minuten waren im Hardturm gespielt, als das Spielchen um den Einzug in den Cupfinal wieder von vorne begann. Die Luzerner konnten zwar nicht wissen, wie sie sich diesen 1:1-Ausgleich verdient hatten. Aber darum brauchten sie sich nicht zu sorgen. Cantaluppi hatte einen Freistoss in den Strafraum geschlagen, der zu kurz abgewehrte Ball rollte Fabian Lustenberger vor die Füsse, und der noch nicht 19-jährige Mittelfeldspieler traf ins Netz, weil FCZ-Verteidiger Von Bergen den Ball ablenkte. Es war der erste wesentliche Torschuss der Luzerner an diesem Abend gewesen.

Das Pech des FCZ war, dass ihm unmittelbar vor dem Ausgleich ein reguläres Tor Raffaels zu Unrecht nicht anerkannt worden war (Offside). Das Pech des FCZ war auch, dass Inler zwei Minuten nach dem 1:1 mit seinem harten Linksschuss den Pfosten traf. Und das Unvermögen des FCZ war, dass Margairaz den Abpraller nach Inlers Schuss nicht ins leere Tor brachte.

Der Cupsieger von 2005 aber wusste jetzt wenigstens, wie er aufzutreten hatte. Endlich machte er Tempo und zwang Luzern in die Defensive. Verteidiger Schneider spielte den Steilpass auf Raffael, so dass sich FCL-Verteidiger Diethelm nur noch mit einem dümmlichen Foul zu helfen wusste. Cesar verwertete den Penalty zum 2:1 und der FCZ schien wieder auf dem Weg zum Sieg (72.) – fünf Minuten lang ganz genau. Er gab seinen Vorteil mit einem Fehler wieder auf. Tihinen liess Lustrinelli ziehen, und dem Luzerner Stürmer gelang in der 77. Minute und 180 Sekunden nach seiner Einwechslung mit der zweiten guten Luzerner Szene des Abends das 2:2.

Es entwickelte sich danach ein Cupfight, wie er besser nicht hätte sein können, und er entschädigte für einen Match, der lange Zeit enttäuschend verlaufen war. Mit einem lauten Zürcher und Luzerner Publikum, mit Angriffen hier und Kontern da. Doch nur der FCZ hatte Chancen – vorerst. Goalie Zibung lenkte Margairaz Versuch über die Latte, nachdem er von Eudis eigentlich schon ausgespielt worden war. Schneider würgte sich nur bis zum blockenden Diethelm durch. Abdis Schuss flog ein paar Zentimeter am Pfosten vorbei. Der FCZ war dem entscheidenden Schlag näher. Aber dann kam Paquito an den Ball und lief auf das Zürcher Tor zu. Aus rund 25 Metern wagte er den Schuss. Es war ein wunderbarer Abschluss, der genau in die linke obere Ecke passte.

Luzern im Final, und deshalb tanzten Mannschaft und Anhang wild. Der FCZ hingegen hat zum dritten Mal in vier Jahren einen Halbfinal verloren. Und er hat gestern den Einzug ins Traumfinale vom Pfingstmontag in Bern gegen den FCB Basel leichtfertig verspielt mit seinen ersten 45 Minuten vor allem, obwohl er in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit in Führung gegangen war. Aus dem Nichts heraus praktisch und nach einer Leistung, die den Ansprüchen des Meisters nicht genügen konnte. Nur das 1:0 war die Folge einer wunderbaren Kombination gewesen. Margairaz spielte Doppelpass mit Raffael und dann Doppelpass mit Eudis, bis er den Ball für Abdi abtropfen liess. Und der 20-jährige Mittelfeldspieler mit dem wuchtigen Schuss traf aus 20 Metern zum 1:0 in die hohe Torecke.

Davor hatte der FC Zürich das Spiel 45 Minuten lang verschleppt und in die Breite gezogen, den Ball quer gespielt und zurück, zurück und quer. Er hatte keine Tempowechsel und keine Einfälle, weil Margairaz und Inler im Zentrum keinen Einfluss nehmen konnten, Eudis schwach war und Raffael sein Potenzial nur andeutete. Die Luzerner, ein Sieg in den vergangenen acht Meisterschaftsspielen, waren defensiv ausgerichtet. Sie taten nichts für einen Fluss, sie warteten auf Konter und blieben bis zur Pause ohne nennenswerte Torchance. Es war ihr gutes Recht, mit einer solchen Strategie anzutreten, solange der FCZ den Ball mit einer derartigen Harmlosigkeit ausführte. Und sie korrigierten ihren Weg und wurden aktiver, nachdem sie erstmals in Rückstand geraten waren. Zusammen mit ihrem Glück genügte das für den Sieg.

die nzz:

Basel – Luzern als Final-Premiere

Der FC Zürich nach einem 2:3 im Cup-Halbfinal gegen Sforzas Team out

Am Pfingstmontag kommt es im Schweizer Cup zum Final zwischen Basel und Luzern. Während Basels Sieg in Wil (3:1) erwartet wurde, kommt das 3:2 des FCL beim Meister Zürich einer Sensation gleich. Das Siegestor schoss Paquito in der 92. Minute. Luzern ist damit die Revanche gelungen für die Final-Niederlage gegen den FCZ vor zwei Jahren.

(si) Zweimal lag das lange ultradefensive Ensemble von Trainer Sforza im Rückstand, zweimal kämpfte sich die junge FC Luzern zurück. Und als alle der knapp 10’000 Zuschauer mit einer Verlängerung des erst im zweiten Teil unterhaltsamen Duells rechneten, liess Paquito alle Supporter des Meisters verstummen: Der Brasilianer überwand Zürichs Keeper Johnny Leoni mit einem placierten Schuss aus grosser Entfernung. Zur Belohnung wartet am 28. Mai nun mit Basel das nächste Schwergewicht der Liga.

Wundersames «Comeback» des FCL

Als César mit einem unumstrittenen Foulpenalty in der 72. die zweite Führung für den FCZ erzwang, wähnte sich der Titelhalter zu früh in Sicherheit; zumal er das Geschehen bis dahin mehr oder minder klar beherrscht hatte. Der Eindruck täuschte. Fünf Minuten später nahm der eben erst eingetretene Mauro Lustrinelli Tihinens ungewollte Einladung zum Ausgleich an. Das wundersame «Comeback» des FCL hätte der FCZ zweifelsfrei vermeiden können. Einerseits fehlte ihm dazu das Glück – Inler traf nur den Pfosten (51.) und Margairaz nur die Latte (82.) – anderseits erreichten die Luzerner eine fast hundertprozentige Effizienz.

So sehr sich die Innerschweizer über den Coup und die gelungene Revanche für das 1:3 im Cup-Final 2005 freuten, so bitter enttäuscht schlichen die FCZ-Cracks vom Feld und aus dem ungeliebten Stadion. Die Luzern Cup-Helden liessen sich hingegen eine halbe Stunde nach dem 3:2 von den Fans bereits als «Cup-Sieger-Jungs» feiern.

Fehlerhafte Darbietung des Champions

Ein smarter Absatztrick und ein herrlicher Weitschuss im richtigen Moment genügte, den FCZ-Anhang für die ersten 45 Minuten ohne Überraschungen und prickelnde Szenen zu entschädigen. Xavier Margairaz, bis zu jener Szene vor der Pause nur einer von (zu) vielen ideenlosen Zürcher Mitläufern, präparierte den Ball und Almen Abdi schloss wunderbar ab. Aus rund 20 Metern düpierte er Luzerns Keeper Zibung.

Abdi wertete einen ersten Teil der Partie auf, in dem man sich eher an einem Meisterschaftsspiel als in einem Knock-out-Wettbewerb wähnte. Luzern riskierte nichts, obschon die Innerschweizer im Vorfeld den Begriff «Bonus» so sehr bemüht hatten. Und dem FCZ kam die offensichtliche Passivität der Gäste verblüffenderweise nicht zupass. Zu fehlerhaft war die Darbietung des Meisters, zu sehr glichen sich die Angriffsschemen.

Klare FCZ-Dominanz und doch gescheitert

Es bedurfte erst eines Glücksschusses und eines vor allem zufälligen Ausgleichstors des Aussenseiters bis der Champion vorübergehend (und bis zum späten Crash) in Fahrt kam. Passfehler unterliefen den Stadtzürchern zwar immer noch in einem für ihre Verhältnisse unüblich hohen Ausmass, den Gegner schnürten sie aber phasenweise regelrecht ein. Das (Penalty-)Foul Diethelms gegen Raffael war die logische Folge davon. Die Pfosten- und Lattenschüsse das wertlose Dokument dieser Dominanz.

Lustrinellis Break ohne Ankündigung war dagegen die Quittung für die Zürcher «Unforced errors» – und der kaum für möglich gehaltene erste Schritt zur grossen Cup-Überraschung, die Paquito mit einem herrlichen Schuss in der Nachspielzeit vollendete; zu einem Zeitpunkt, in dem die Innerschweizer mit dem Remis eigentlich überaus gut bedient waren. Zürichs Coach Lucien Favre, nach vier Cup-Halbfinal-Teilnahmen nicht ohne Grund ein «Mister Coupe», mochte nach dem dritten Gegentor nur noch mit dem Kopf schütteln.

der blick:

Luzern-Coup: FCZ in Nachspielzeit k.o.!

ZÜRICH – Der FC Luzern steht zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren im Swisscom-Cup-Final. Die Innerschweizer versetzten dem FCZ beim 3:2 in der 92. Minute den Knock-out.

Zweimal lag der lange ultradefensive Gast im Rückstand, zweimal kämpfte sich die junge Equipe von Ciri Sforza zurück. Und als alle der gut 10000 Zuschauer mit einer Verlängerung des erst im zweiten Teil unterhaltsamen Duells rechneten, liess Paquito alle Supporter des Meisters verstummen.

Der Brasilianer überwand Zürichs Keeper Johnny Leoni mit einem platzierten Schuss aus grosser Entfernung. Zur Belohnung wartet am 28. Mai nun im Cupfinal mit Basel das nächste Schwergewicht der Liga.

Als César mit einem Foulpenalty in der 72. Minute die zweite Führung für den FCZ erzwang, wähnte sich der Titelhalter zu früh in Sicherheit. Zumal er das Geschehen bis dahin mehr oder minder klar beherrscht hatte. Der Eindruck täuschte. Fünf Minuten später nahm der eben erst eingetretene Mauro Lustrinelli Hannu Tihinens ungewollte Einladung zum Ausgleich an.

Das wundersame «Comeback» des FCL hätte der FCZ zweifelsfrei vermeiden können. Einerseits fehlte ihm dazu das Glück – Inler traf nur den Pfosten (51.) und Margairaz nur die Latte (82.) – andererseits erreichten die Luzerner eine fast hunderprozentige Effizienz.

So sehr sich die Innerschweizer über den Coup und die gelungene Revanche für das 1:3 im Cupfinal 2005 freuten, so bitter enttäuscht schlichen die FCZler vom Feld und aus dem ungeliebten Stadion.

Die Luzerner Cup-Helden liessen sich hingegen eine halbe Stunde nach dem 3:2 von den Fans bereits als «Cupsieger-Jungs» feiern.

fc zürich – fc luzern (cuphalbfinal) 2:3

zuerst noch ein paar worte zu den zuschauern: lieber zürcher, das ist ein cuphalbfinale. da könnt ihr euch auch mal aus dem sofa schwingen und euch ein spiel live ansehen. 10’600 zuschauer sind für eine stadt von zürichs grösse einfach nur lächerlich. immerhin waren jene, die gekommen waren, schön laut. sowohl die züri- wie auch die luzern-fans (über 3000!!!) zeigten sich als äusserst stimmgewaltig. so macht es spass, ein spiel im stadion zu sehen.

nun zum spiel: klarer konnten die rollen vor dem spiel fast nicht verteilt sein: der meister spielt zuhause und abgesehen von dzemaili in absoluter topbesetzung. der aufsteiger dagegen muss noch lange auf seinen in wenigen spielen zum teamleader gereiften seoane verzichten. ausserdem konnten die letzten spiele den fc luzern im hinblick auf das spiel gegen den fcz nicht gerade zuversichtlich stimmen. die devise war klar: erst mal kein tor kriegen. also spielte der fcl mit einer 8-0-2 aufstellung. abgesehen von bader und tchouga mühten sich alle luzerner mit defensiven aufgaben ab. die zürcher rannten an, kamen aber im dickicht der luzerner beine nur zu wenigen chancen. die gesamte erste hälfte über konnte man keinen gefährlichen schuss der luzerner angreifer notieren. doch als schiri circhetta noch 2 minuten nachspielen liess, war es um die luzerner unbeflecktheit geschehen. abdi traf zum 1:0 pausenschock.

ich dachte schon, dass dies wohl der anfang einer hohen niederlage sein dürfte, doch ich sollte mich täuschen. nach der pause trauten sich auch die blauen mal in den angriff. und siehe da: in der 56. minute zögerte fabian lustenberger nicht und nutzte die gunst der stunde. aus dem nichts hatte der fc luzern ausgeglichen. dazu muss man sagen, dass kurz vor dem ausgleich ein tor für den heimclub wegen offside nicht gegeben wurde. die tv-bilder zeigen aber, dass der treffer regulär war. nun war also wieder der fcz in zugzwang. tatsächlich schaltete der meister sofort wieder auf angriff um, kam jedoch erst durch diethelms harsches einsteigen zu einer hundertprozentigen gelegenheit: penalty. césar muss man bei solchen dingen nicht zweimal bitten, eiskalt versenkte er perfekt in die linke untere ecke. luzerns trainer sforza wollte aber noch nicht aufgeben und brachte in der 74. minute für bader und lambert die beiden offensivkräfte makanaki und lustrinelli. erst drei minuten später kommt der im winter zu luzern gestossene lustrinelli zum ersten mal an den ball. aber wie! in seiner typischen art überläuft er tihinen und lässt leoni im zürigoal uralt aussehen. wieder gleicht luzern also aus.

spätestens ab diesem zeitpunkt verdiente die partie den titel /cupfight./ ein offener schlagabtausch, wie man ihn als zuschauer liebt war nun zu beobachten. ok, zuvor wurden 75 minuten magerkost serviert, doch das ist vergessen. beide mannschaften suchten nun den entscheidenden treffer. zweifellos war der fcz näher dran, traf mit margairaz sogar einmal die latte. doch als sich die zweite von 2 nachspielminuten dem ende entegen neigte, hatten sich beide teams wohl bereits mit einer verlängerung abgefunden. auch ich. doch in diesem moment fasste sich paquito ein herz, trat aus 22 meter gegen den ball und schoss den fcl ins cupfinale. sensationell!!!

daten

FC Zürich – Luzern 2:3 (1:0)

Hardturm. – 10 600 Zuschauer. – SR Circhetta. – Tore: 45. Abdi 1:0. 56. Fabian Lustenberger 1:1. 72. César (Foulpenalty) 2:1. 77. Lustrinelli 2:2. 92. Paquito 2:3.

Zürich: Leoni; Stahel, Tihinen, Von Bergen, Schneider; Abdi, Margairaz, Inler, César; Eudis, Raffael.

Luzern: Zibung; Diethelm, Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Lambert (74. Makanaki), Cantaluppi, Fabian Lustenberger, Paquito; Bader (74. Lustrinelli), Tchouga.

Bemerkungen: FCZ ohne Dzemaili (verletzt/gesperrt), Alphonse, Stanic (beide verletzt), Rochat (Trainingsrückstand), Luzern ohne Seoane, Righetti (beide verletzt). 58. Pfostenschuss von Inler. 82. Zibung lenkt Schuss von Margairaz an die Lattte. Verwarnungen: 33. Fabian Lustenberger, 40. Margairaz, 60. Mettomo (alle Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

fc luzern – fc aarau 1:0

während basel die lage an der tabellenspitze und somit das meisterrennen wieder interessant macht, spitzt sich die situation am ende der super league tabelle von spiel zu spiel zu. während der letzte am ende der saison direkt absteigen wird, hat der zweitletzte die möglichkeit, in zwei spielen gegen den zweiten der challenge league den ligaerhalt zu erringen. dass der fc luzern nicht zu diesen abstiegskandidaten gezählt wurde, ist vor allem den überraschungssiegen am anfang der rückrunde gegen sion und den fcz zu verdanken. inzwischen ist man gerade gegen die direkten konkurrenten vermehrt gestrauchelt und hat gegen die drei anderen abstiegskandidaten in 4 spielen nur gerade einen punkt geholt. die ansage war somit klar: ein seige musste her, um den abstand auf die abstiegsplätze wieder auszubauen.

anders als in vergangenen spielen merkte man den spielern die nötige bereitschaft an, das letzte aus sich herauszuholen. doch weil der fc aarau am tabellenende um den ligaerhalt bangen muss, konnte sich nie ein attraktives spiel entwickeln. nach einigem abtasten kam bader in der 16. minute zu seiner ersten gelegenheit und nutzte sie eiskalt. 1:0! oder auch nicht: der treffer wurde wegen einer abseitsstellung aberkannt. im gegensatz zum hinspiel in aarau zeigten sich die rüebliländer überraschend ungefährlich in der offensive. wer diesen match gesehen hat, muss sich schon fragen, wie der fcl in aarau vier tore hat kassieren können.

zur pause herrschten gemischte gefühle. in der ersten hälfte hatte man zwar besser gespielt, nur konnte die luzerner leistung nicht in einen torerfolg umgemünzt werden. diese unsicherheit schien der fca nutzen zu wollen und kam deutlich entschlossener aus der kabine. es brauchte eine grosstat von david zibung, damit nicht plötzlich der fc aarau vorne lag. als die aarauer offensivenergie verpufft war, ging es im abstiegsfightstil der ersten hälfte weiter. bis in die 69. minute. so lange dauerte es, bis man auf der luzerner allmend endlich einer anständigen angriff bewundern konnte: paquito dribbelte sich frei, spielte tchouga an, dieser lief auf der linken seite fast an die grundlinie und flankte perfekt zur mitte. pascal bader warf sich in den ball und erzielte ein sehenswertes flugkopfballtor. nur eine minute nach dem jubel hätte es bereits wieder unentschieden stehen können, gegen carrenos schuss wäre zibung machtlos gewesen… doch der ball flog an die latte. und so reichte im endeffekt ein einziger schöner angriff des fcl, um die drei punkte ins trockene zu fahren. 10 punkte vorsprung auf die abstiegsplätze… das sollte doch reichen.

zunächst noch ein wort zu einem ex-luzerner: gürkan sermeter spielte einen super-match. und wenn er nicht so aufbrausend wäre, ich bin mir sicher, er hätte einige nati-spiele auf dem buckel…

zurück zum fc luzern: der gelb-rot-gesperrte mario cantaluppi wurde nicht vermisst. und wenn pascal bader bei jedem auftritt ein tor schiesst, wird seine ansonsten nicht gerade glamouröse leistung nicht kritisiert werden. so könnte er es lustrinelli in zukunft schwer machen. bei paquito ist scheinbar endlich der knoten geplatzt: selten spielte er mit so viel übersicht. mamone kam für andreoli und lieferte eine sehr kampfstarke leistung ab. wer so motiviert für den fcl kämpft hat es verdient, wieder mitzutun. wie immer mit vorbildlichem einsatz: die beiden lustenberger, lambert und diethelm. allerdings muss man anmerken, dass fabian lustenbergers platz ganz sicher nicht im defensiven mittelfeld sein kann. als sinnbild für die lage des fcl konnte das gesicht des ehemaligen captains dienen: jean-michel tchouga konnte endlich wieder lachen.

daten

Luzern – Aarau 1:0 (0:0)

Allmend. – 6275 Zuschauer. – SR Bertolini. – Tor: 69. Bader 1:0.

Luzern: Zibung; Diethelm, Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Fabian Lustenberger; Lambert, Bader, Paquito (78. Sam), Andreoli (64. Mamone); Tchouga.

Aarau: Benito; Nagy, Carreño, Christ, Preisig (77. Mesbah); Hima; Sermeter, Antic (67. Burki), Achiou, Menezes; Tadevosjan (72. Pouga).

Bemerkungen: Luzern ohne Cantaluppi (gesperrt), Lustrinelli, Seoane, Makanaki und Righetti (alle verletzt). Aarau ohne Bilibani, Brabec (beide gesperrt), Greco und Colomba (beide verletzt). 16. Tor von Bader wegen Abseits nicht anerkannt. 70. Lattenschuss Carreño. Verwarnungen: 38. Nagy (Foul), 50. Sermeter (Unsportlichkeit), 63. Dal Santo (Foul), 67. Fabian Lustenberger (Foul), 81. Menezes (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

fc thun – fc luzern 2:1

tja, wie sagt man so unschön: wenn man kein glück hat, kommt noch pech dazu. doch alles der reihe nach. bereits in der 3. minute konnte thun vom zu langsamen dal santo profitieren, rama nutzte die reaktion des luzerner keepers zu seinen gunsten. zibung war nämlich herausgeilt, was der ehemalige nati-spieler schon fast zu einem heber zwang. dieses mal hatte es also nur 2 minuten und 10 sekunden gedauert, bis der gegner treffen konnte. alles beim alten beim fcl? nicht unbedingt: durch tchougas sperre und lustrinellis verletzung wurde sforza zu diversen umstellungen gezwungen. es stürmte pascal bader, im mittelfeld durfte man seit langem wieder einmal david andreoli bewundern, während mario cantaluppi trotz zuletzt miesen leistungen erneut auf dem platz stand, spielte in der innenverteidigung wieder dal santo anstatt sam. auch paquito (zuletzt auf die tribüne verbannt) durfte wieder von anfang an mittun. der fc luzern glich überraschenderweise bereits in der 8. minute aus. doch leider stand der torschütze (bader) sehr deutlich im abseits. immerhin reagierten die blauweissen dieses mal auf das gegentor. im gegensatz zum letzten spiel verlief die erste hälfte recht ausgeglichen, wenn auch auf bescheidenem niveau. während scarione in 30. minute bei einem freistoss nur die latte traf, fand sich bader 7 minuten später plötzlich alleine vor hüter bettoni. ich glaube mit dem knie hat er den ball am thuner goalie vorbeigespitzelt. egal wie, zur pause hatte der fcl zurecht ausgeglichen.

in punkt ist zwar besser als keiner, doch in der zweiten hälfte musste man doch versuchen, den auswärtssieg einzufahren. tatsächlich kamen die luzerner noch entschlossener aus der kabine, doch der ein-mann-sturm pascal bader hatte es sehr schwer. cantaluppi, der sich schon in der ersten hälfte die gelbe karte geholt hatte, liess in der 85. minute erneut ein gelbwürdiges foul folgen. schiri wermelinger zögerte keinen moment und verpasste dem umstrittenen routinier einen strafsonntag. die thuner zeigten sich in der zweiten hälfte eher stumpfer und man hätte (vor allem als nicht ganz neutraler zuschauer) dem fcl eher den siegestreffer zugetraut. doch, gerade als sich die blauweissen so langsam mit dem einen punkt abzufinden begannen, traf mäkelä für die thuner. zwei der drei nachspielminuten waren um. fabian lustenberger hatte zwar noch eine gelegenheit, setzte den verzweiflungsschuss aber weiter über das tor der thuner.

nun ist der fc luzern genau dort angekommen, wo man nach der winterpause ganz bestimmt nicht mehr hinwollte: im abstigeskampf.

am rande: nach dem spiel bedankten sich die spieler wie immer von den fans, begleitet von ciriaco sforza. dass er mit dabei war hat rein praktische gründe: die garderoben befinden sich in thun in unmittelbarer nähe zum gästesektor. er sprach den spielern lob aus, was sie aufgrund der kampfstarken leistung auch verdienten. die fans witterten ihre chance und skandierten: einer von uns, einer von uns, genc mehmeti ist einer von uns! da cantaluppi gegen aarau ausfällt wäre jetzt ja der ideale zeitpunkt, dem sempacher endlich wieder eine chance zu geben…

daten

Thun – Luzern 2:1 (1:1)

Lachen. – 5250 Zuschauer. – SR Wermelinger. – Tore: 3. Rama 1:0. 37. Bader 1:1. 92. Mäkelä 2:1.

Thun: Bettoni; Gerber, Zahnd, Di Fabio, Hämmerli; Nyman; Schönenberger (61. Ferreira), Gavatorta (88. Mäkelä), Friedli, Scarione; Rama (70. Bühler).

Luzern: Zibung; Diethelm, Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Cantaluppi; Lambert, Fabian Lustenberger, Andreoli (89. Sam); Paquito (78. Mamone); Bader.

Bemerkungen: Thun ohne Deumi (gesperrt) und Dosek (verletzt). Luzern ohne Tchouga (gesperrt), Lustrinelli, Makanaki und Seoane (alle verletzt). 9. Tor von Bader wegen Abseits nicht anerkannt. 30. Cantaluppi lenkt Scarione-Freistoss an die Latte. 85. Gelb-Rot Cantaluppi (Foul). Verwarnungen: 29. Cantaluppi (Foul), 34. Gavatorta (Foul), 54. Lambert (Foul), 63. Bader (Unsportlichkeit).