raphaël wicky zum fc luzern?

schon ende mai mutmasste der blick, raphaël wicky und luzern würden in verhandlungen stehen. langsam konkretisiert sich das jedoch. da es momentan so ausschaut, als würde lucien mettomo den fcl verlassen, soll angemessener ersatz gefunden werden. die chancen stehen gut, dass mario cantaluppi in die innenverteidigung rückt, so dass wohl für das defensiv mittelfeld ein neuer spielen gesucht wird.

wicky ist seitdem trainerwechsel (thomas doll ging, huub stevens kam) nicht mehr erste wahl. um für die nati weiter ein thema zu bleiben, müsste wicky aber über einen stammplatz verfügen. seine fähigkeiten würden exakt denjenigen entsprechen, die der fcl nach einem abgang von mettomo wohl suchen würde. in der heutigen nlz kann man lesen, dass sich luzerns präsident, walter stierli, durchaus für eine verpflichtung von raphäel wicky stark macht. allerdings seien die finanziellen mittel natürlich beschränkt und man könne nicht mit den reicheren clubs der schweiz mithalten.

in einem interview, das am 12. juni im hamburger abendblatt veröffentlicht wurde, gab er sich locker:

ABENDBLATT: Wie weit sind Sie in Ihren Planungen gekommen? Einige Schweizer Vereine haben sich schon nach Ihnen erkundigt.

WICKY: Es wurde auch geschrieben, ich hätte Anfragen aus Rostock, Spanien und Frankreich. Und da ist absolut nichts dran. Ich bin weiter ganz entspannt, habe aber noch nichts gefunden, womit ich mich hundertprozentig identifizieren kann.

nun, ein echter walliser wird sich wohl nie mit einem anderen nati-a-club als dem fc sion identifizieren können. hm? von daher sinken die chancen für den fc luzern bestimmt. dagegen stimmt die antwort wickys auf folgende frage wieder etwas versöhnlicher:

ABENDBLATT: Inwieweit beeinflusst Ihre Situation Ihre Ansprüche an den neuen Arbeitgeber?

WICKY: Mein Anspruch ist zu spielen. Daher suche ich auch keinen Verein, der 25 Spieler auf Top-Niveau im Kader hat, sondern einen, dem ich helfen kann. Ich glaube, nach 14 Jahren Profigeschäft muss ich mir gegenüber so ehrlich sein. Und finanziell bin ich nicht mehr auf andere angewiesen. Daran scheitert es ganz sicher nicht. Leider denken einige Klubs, ich sei zu teuer, und fragen gar nicht erst nach. Aber wie schon gesagt, zum Ende der Transferperiode ist noch viel Zeit, und es wird noch viel passieren. Ein Spieler wie ich muss halt etwas Geduld haben. Aber ich bin sicher, dass ich in der kommenden Saison bei einem guten Verein spiele.

aber trotz allem denke ich, dass wicky wohl eher nicht zum fc luzern wechseln wird.

traurig aber wahr: der pranger funktioniert

legitimiert der zweck die mittel? diese frage musste man sich anhand der nlz vom letzten samstag ernsthaft fragen. auf vier doch sehr verschwommenen bildern wurden die gesichter von hooligans oder nennen wir sie unruhestifter (sonst kommt sicher jemand mit einer besseren hooligen-definition…) abgebildet. der primäre zweck der veröffentlichung sollte wohl das finden der bis dahin unbekannten personen sein. gleichzeitig wirkte das zeigen der bilder in einer grossen tageszeitung natürlich wie der historische pranger. jeder konnte sich die jungen männer anschauen und sich seine sache denken. mütter und grossmütter, sicher auch freunde und bekannte dürften die gesichter sofort erkannt haben. diese gesichter gehören zu leuten, die mutmasslich an den randalen nach dem spiel gegen des fc luzern gegen den fc basel dabei gewesen sein sollen. konkret sollen sie randaliert und polizisten mit gefährlichen gegenständen beworfen haben. die bilder stammen aus videoaufnahmen von eben diesen randalen. dieselben bilder fand man ab freitag auf der hompage der luzerner kantonspolizei.

herkömmliche methoden führten bisher offensichtlich nicht zum ziel. ein hauptgrund für das versagen dürfte die verschwiegenheit aller beteiligten sein. keiner will seine kollegen oder freunde verpetzen. was ehrenvoll klingt ist für den fussball fatal. statt der wenigen chaoten, die es offensichtlich gibt, wird die ganze fankurve kriminalisiert. dass diese kriminialisierung dem ganzen professionellen fussball in der schweiz schadet, ist die logische folge. es soll wirklich leute geben, die sich nicht mehr an die spiele trauen. natürlich kann man sich in luzern problemlos und gefahrlos in den nicht-fansektoren aufhalten. das ist mir aus eigener erfahrung bekannt. nur reicht das eltern mit ihren kindern möglicherweise nicht aus. wer das gigantische polizeiaufgebot, das sich bei sogenannten hoch-risiko-spielen vor der allmend formiert, sieht, fühlt sich nicht unbedingt wohler. die berichterstattung der medien, die natürlich nur dann berichten, wenn blut fliesst, tut ihr übriges zum momentan ziemlich miesen image der fussballfans.

zurück zum eigentlichen thema dieses beitrages: der pranger funktioniert offenbar. von fünf unbekannten personen konnten bereits am samstag vier identifiziert werden. zwei hätten sich selbst gestellt. zwei andere seien aufgrund von hinweisen der bevölkerung gefasst worden. datenschutzmässig und vor allem ehtisch halte ich das vorgehen für sehr fragwürdig. zu ersterem könnte sicher unsere juristin noch ein paar worte sagen. nicht wegzudiskutieren ist allerdings der erfolg der massnahme. angesichts der sonst doch recht aussichtslosen lage der polizei und weil ich glaube, dass es dem fussball wirklich helfen könnte, ist die methode hier wohl angebracht. der zweck heiligt hier also tatsächlich die mittel.

übrigens schaut man wieder mal eifersüchtig von zürich nach luzern (vom kkl her sind wir uns das ja gewohnt 😉 ): im tagi erschien am montag ein artikel über den erfolg der luzerner kapo.

allerdings gibt die zürcher kapo auch handfeste gründe an, weshalb bisher auf die internet hooligan-suche verzichtet wurde: Die Delikte wiegen meist doch zu wenig schwer, und der Persönlichekeitsschutz muss gewahrt sein meint karl steiner von der informationszentrale der kantonspolizei zürich. nach dem luzerner erfolg wird aber eine künftige praxisänderung nicht ausgeschlossen.

yes! davide chiumiento zum fc luzern

auf internetforen hielten sich die gerüchte ja schon längere zeit. nun ist es scheinbar unter dach und fach: davide chiumiento wechselt von den young boys zum fc luzern! er wird den 8. der abgelaufenen super league saison im offensiven mittelfeld verstärken. der 22-jährige gilt als grosses talent mit ausgezeichneten technischen fähigkeiten. zusammen mit mario cantaluppi dürfte er wohl im zentralen mittelfeld zum einsatz kommen. schön wäre es natürlich zusätzlich, wenn es mit ihm endlich wieder ein fcl-spieler in die nationalmannschaft schaffen würde.

offizielle meldung von fcl.ch:

Der FC Luzern hat Davide Chiumiento mit einem Dreijahresvertrag bis 30.6.2010 verpflichtet. Der 22 jährige offensive Mittelfeldspieler hat heute morgen das Training beim FC Luzern aufgenommen.

Davide Chiumiento wechselte als Junior zu Juventus Turin und gehörte beim italienischen Rekordmeister in der Saison 03/04 zum Kader der 1. Mannschaft. 2004 wurde er für 1 Jahr an Serie-A-Konkurrent Siena ausgeliehen, danach für eine Saison nach Le Mans. In Italien absolvierte Davide Chiumiento 15 Spiele in der Serie A, in Frankreich 17 in der Ligue 1. Letzte Saison spielte der mehrfache Schweizer U-21 Internationale für die Berner Young Boys.

fc basel vs. fc luzern – cupfinal 2007: die bilder

nun sind auch die bilder online, die erst am pfingstmontagabend im schweizerhof entstanden. das video von der choreo wurde innerhalb eines einzigen tages schon 450 mal angesehen. hier noch einmal alle links:

[bilder vom cupfinal 2007 (part one)|http://amade.watashi.ch/gallery/?gallery_id=501]
[bilder vom cupfinal 2007 (part two)|http://amade.watashi.ch/gallery/?gallery_id=500]
bilder vom abend nach dem cupfinal 2007
video von der choreo

fc basel vs. fc luzern – cupfinal 2007: die fans

immer wieder hört und liest man, wie toll doch die basler fans seien. klar, als basel jeweils meister wurde hatten sie ihren st.jakobspark gut gefüllt. inzwischen ist längst ernüchterung eingekehrt. spielt man in basel nicht zuvorderst mit, herrscht im stadion zwar nicht gähnende leere, doch von ausverkauftem haus ist man weit entfernt. die basler scheinen ein sehr kritisches und erfolgsverwöhntes publikum zu sein. das hat man auch in diesem cupfinal gemerkt.

es fing bereits bei der anfangschoreo an: während man sich in luzern grosse mühe gab, ein fantastisches auftreten der fans zu zelebrieren, zündeten die basler ein paar rote petarden und warfen farbige bändel. nicht gerade finalwürdig. doch zunächst noch ein paar worte zur fcl-choreo. die macher von den usl scheinen eine ganze weile daran gearbeitet zu haben. auf der unteren fahne, die den ganzen fansektor auf dem parkett abdeckte konnte man die luzerner museggmauer sehen. darunter war zu lesen
die mauer steht zum kampf bereit – holt den sieg für die ewigkeit!
über allem strahlte eine stilisierte sonne, umgeben von blauen und weissen streifen, was man mit einzelnen a2-papierstücken darstellte. wie das ganze aussah, kann man auf diesem kleinen youtube-video, welches von corinne aufgenommen wurde, recht gut sehen.

doch nicht nur optisch, auch akustisch waren die luzerner stärker. da ich mich je eine halbzeit vor dem basler sektor und eine vor dem luzerner aufhielt, kann ich das recht gut beurteilen. während die rotblauen sich immer wieder längere pausen gönnten, schaffte man bei den blauweissen fans fast 90 minuten dauersupport. dazu kam, dass die fcb-anhänger vor allem eine message bis zum umfallen von sich gaben: fussballmafia – sfv schrien sie, weil sie sich noch immer nicht mit dem 2. platz in der meisterschaft abgefunden haben am lautesten. auf luzerner seite war viel mehr varianz hörbar, vom althergebrachten ho-ho-hopp lozärn bis zu den neuesten gesängen wurde alles geboten. und zwar lautstark.

kurz vor schluss, als der luzerner siegestreffer irgendwie in der luft lag, standen alle luzerner supporter auf. auch jene, die 100 und mehr franken für ihr ticket hingeblättert hatten. sehr imposant. naja, geholfen hat’s natürlich nichts. aber eines ist nach diesem cupfinal klar: die fans des fc luzern sind fantastisch, jene des fc basel überbewertet. ersteres erwähnte übrigens auch walter stierli in seiner ansprache im luzerner hotel schweizerhof.

ach ja: während der schweizer hymne sangen die basler irgend ein dämliches lied. sind wahrscheinlich dieselben leute, die sich über ausländische fans ärgern, die bei der schweizer hymne pfeifen….

fc basel vs. fc luzern – cupfinal 2007: das spiel

eins vorneweg: gratulation an den cupsieger 2007, den fc basel.

nachdem der fc luzern beide zürcher clubs aus dem cup geworfen hatte, stand ihm nun die finale prüfung bevor. dervize meister stand im berner stade de suisse bereit, um doch noch einen titel zu holen. von beginn weg merkte man, wie sehr sich die basler diesen cupsieg herbeisehnten. doch die luzerner hintermannschaft erwies sich als überraschend hartnäckig. und falls doch ein schuss auf das tor der blauweissen kam, stand dort der beste hüter der liga bereit. david zibung fischte alles, was irgendwie haltbar war aus der luft. während die basler offensiv powerten, war der luzerner sturm kaum mehr als ein laues lüftchen. jean-michel tchouga rackerte wie immer, doch das änderte nichts daran, dass franco costanzo einen geruhsamen nachmittag verbrachte. gegen ende der ersten häfte schienen die basler doch noch irgendwie den pausenschock für die luzerner herbeiführen zu wollen. abermals erhöhten sie den druck. erfolglos. das pausenresultat lautete trotz drückender überlegenheit für die basler 0:0.

dann kamen endlich die luzerner. wie verwandelt entstiegen sie den katakomben des stade de suisse. auch die luzerner zuschauer merkten, in hälfte nummer zwei wird der cupsieg doch noch möglich. die basler hätten beinahe für einen grossen teil der zweiten halbzeit auf einen ihrer spieler verzichten müssen. als tchouga nämlich auf den strafraum zu lief, rammte ihm smiljanic mit voller absicht (ich hatte freie sicht auf diese aktion) den ellbogen ins gesicht. eine klare tätlichkeit, die nur eine strafe kennt: die rote karte. stattdessen gab’s freistoss für basel. warum auch immer. in der folge wollte sich jean-michel tchouga revanchieren. allerdings nicht mit gewalt, nein, der kameruner zeigte ein tolles solo und spielte etwa 5 baslern knoten in die beine. auf beiden seiten agierte man nun aggressiver. bei basel entluden sich besonders viele aggressionen in form von reto zannis beschimpfungen. das alles änderte allerdings nichts daran, dass der fcl keinen zählbaren schuss auf das gegnerische tor abgeben konnte. der angeschlagene mauro lustrinelli sollte das ändern, weshalb er paquito ersetzte, der ein anständiges spiel gezeigt hatte. michael diethelm wurde wegen gelb-rot gefahr ebenfalls vom platz genommen und durch christophe lambert ersetzt.

tatsächlich hätte lustrinelli zum cupfinal-matchwinner für die blauweissen werden können. reto zanni spielte ihn mit einem unmotivierten rückpass wunderbar an, doch der tessiner scheiterte am reaktionsschnellen basler hüter. gegen ende der partie verstummten die basler anhänger zunehmends, während es bei den aufsteigerjungs von 2006 immer lauter wurde. man spürte, dass man goliath ein bein stellen konnte. doch als alle bereits an eine verlängerung glaubten, spielte lustrinelli einen rückpass, der im endeffekt bei chipperfield landete. dieser versuchte an goalie zibung vorbeizugehen, legte sich den ball aber zu weit vor und stürzte sehenswert. selbst bei beim schweizer fernsehen benötigte man drei verschiedene wiederholungen, um zu sehen, dass zibung den australier tatsächlich berührt hat. die strafe war hart: rot für zibung, penalty für basel. zukaj, der ersatztorhüter wurde für fabian lustenberger eingewechselt, um vielleicht doch noch ein wunder von bern zu schaffen. es blieb bei der hoffnung, zukaj ahnte die ecke, doch majstorovics schuss war zu scharf und zu präzise. der fc basel wurde cupsieger 2007.

nach der grossen enttäuschung folgte die langsame ernüchterung. das team um ciriaco sforza hat grosses geleistet. der ligaerhalt wurde geschafft und im cup hat man nicht nur die beiden zürcher clubs, den fastaufsteiger kriens und schaffhausen eliminiert. nein, man war auch über 90 minuten lang ein ebenbürtiger gegner für ein team, das über ein vier mal so hohes budget verfügt.

zusammenfassung sf

daten

Basel – Luzern 1:0 (0:0)

Stade de Suisse, Bern. – 30 000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Petignat. – Tor: 93. Majstorovic (Foulpenalty) 1:0.

Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Smiljanic, Nakata; Ba; Rakitic (75. Sterjovski), Ergic, Chipperfield, Caicedo; Derdiyok (58. Petric).

Luzern: Zibung (91. Zukaj); Diethelm (72. Lambert), Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Cantaluppi; Paquito (72. Lustrinelli), Bader, Fabian Lustenberger (91. Zukaj), Makanaki; Tchouga.

Bemerkungen: Basel komplett. Luzern ohne Seoane (verletzt). Platzverweis: 91. Zibung (Notbremse). Verwarnungen: 34. Diethelm (Foul), 74. Majstorovic (Foul).

[quelle: tagesanzeiger]

noch 6 stunden bis zum cupfinal – gits hüt läckerli?

auch wenn ich noch immer nicht wirklich an einen cupsieg des fc luzern glaube… der grossmaulige schal musste schon sein. hüt gits läckerli steht da in stadt-luzerner-deutsch drauf. ausserdem sieht man in der mitte einen (luzerner) löwen, der genüsslich das fcb-logo verspeist.

mal sehen, ob aus unseren aufsteigerjungs von vor einem jahr heute auch die cupsiegerjungs 2007 werden.

in diesem sinne hopp lozärn!!!

noch 1 tag bis zum cupfinal – budgetvergleich

ja, es ist ganz sonnenklar, der fc basel hat die favoritenrolle inne. mit mehreren nati-spielern antretend verfügt man auch finanziell über deutliche vorteile. laut schätzungen der sonntagszeitung, hat der fc luzern ein budget von 7,8 millionen franken. bei basel wird das buget auf mehr als das vierfache geschätzt: 32’000’000 chf.

noch 2 tage bis zum cupfinal – roli schwegler verpflichtet

leider kann der natürlich noch nicht eingesetzt werden. also müssen wir weiterhin darauf hoffen, dass die bisher angeschlagenen spieler bis übermorgen wieder richtig fit werden. an motivation dürfte es ihnen ja kaum fehlen.

geht es nach mario cantaluppi, dann hat der fc luzern durchaus eine chance die übermächtigen aus basel zu schlagen…

noch 3 tage bis zum cupfinal – die hoffnung schwindet

nachdem gestern der fcz und eben nicht der fcb meister wurde, wird die aufgabe für den fc luzern am pfingstmontag auch nicht leichter. basel wird um jeden preis versuchen, doch noch einen titel ans rheinknie zu holen. in luzern dagegen wird es in der offensive so einige probleme geben: makanaki verletzte sich gestern in sion, lustrinelli ist möglicherweise wieder knapp fit bis zum cupfinal. nicht gerade rosige aussichten…

p.s. gratulation an den fc züri, ihr habt den titel verdient!