fc aarau – fc luzern 2:1

das ist inzwischen schon ein weilchen her, aber ein paar worte zu diesem match muss ich trotzdem noch loswerden. zentral war wohl, dass beim fc luzern supertechniker davide chiumiento wegen einer sperre nicht mittun konnte. das kreativspiel litt sichtlich unter seiner abwesehenheit. der ball konnte ohne ihn praktisch nie in der gegnerischen hälfte gehalten werden, was immer wieder zu sehenswerten angriffen aaraus führte. ein solcher angriff zog auch sermeters freistoss nach sich, der von rappisarda verlängert wurde un zum 1:0 führte. nicht vergessen sollte man aber, dass zuvor mauro lustrinelli ganz klar im strafraum von einem aarauer verteidiger gestossen wurde. ein sonnenklarer penalty, den schiri zimmermann leider nicht gab. kurz vor der pause konnte der fcl dann doch noch ausgleichen. lustrinelli berührte den von burim kukeli getretenen freistoss ganz leicht, was aarau-hüter benito irritierte und zum 1:1 führte.

auch das dritte tor folgte auf einen freistoss. die luzerner konnten nicht genügend klären, was tarone zu einem direktschuss nutzte. sven könig, der anstelle von david zibung das tor hütete, war machtlos. die von sforza getätigten wechsel brachten nichts mehr, es waren weiterhin die aarauer, die die partie dominierten. auch wenn die luzerner am spielende verzweifelt nach vorne liefen, konnten sie sich keine klaren chancen mehr erarbeiten.

nun wird es sehr schwer, den erhofften ui-cup-platz noch zu erreichen: aarau müsste gegen st.gallen verlieren und yb müsste basel im meisterschaftsfinale schlagen. und natürlich muss der fc luzern heute xamax neuchâtel besiegen…

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FC Aarau – FC Luzern 2:1

Brügglifeld / 4`950 Zuschauer / SR Zimmermann (Zurbrügg/Bühlmann)

Aarau: Benito, Burki, Menezes, Luiz da Silva (86. de Almeida), Nushi, Tarone, Elmer, Ianu (77. Bouchhioua), Sermeter (87. Mesbah), Rapisarda, Page (C)

Luzern: König, Bader (55. Diethelm), Schwegler, Seoane, Lustenberger, El Idrissi, Bättig (82. Pacar), Lambert, Lustrinelli (C), Kukeli (60. Jun), Wiss

Tore: 22. 1:0 Rapisarda (Sermeter), 42. 1:1 Lustrinelli (Kukeli), 54. 2:1 Tarone,

Verwarnungen: 49. Wiss (Foul), 52. Lustenberger (Foul), 91. Schwegler (Foul / gesperrt im nächsten Spiel)

Bemerkungen: Luzern ohne Tchouga (rekonvaleszent), Diarra, Veskovac, Makuka (alle verletzt) und Chiumiento (gesperrt), 27. Pfostenschuss Lustrinelli

[quelle: fcl.ch]

fc luzern – fc thun 4:0

der fc thun musste alles versuchen, um mindestens einen punkt auf der luzerner allmend abzuholen. doch schon nach wenigen momenten zeigte sich, dass diese mannschaft einfach nicht mehr das nötige niveau für die höchste schweizer liga hat. zumindest nicht, wenn es noch lange bei diesem mühsamen zehnermodus mit direktem abstieg bleibt. für den fc luzern standen die vorzeichen ungleich günstiger. mit einem sieg würde er sich auch rechnerisch definitiv vom barrageplatz fernhalten können. das team von ciriaco sforza konnte erstmals seit langem im offensiven bereich akzente setzen. gleichzeitig zeigte man sich hinten erstaunlich schwach, was den berner oberländern immer wieder chancen aus dem nichts ermöglichte. david zibung hielt den kasten rein und so fiel das erste tor der partie doch auf thuner seite. goalie stulz hatte zuvor mehrmals gezeigt, dass er nati-a-würdig ist. gegen faycal el idrissis listigen schuss aus spitzestem winkel war aber auch er machtlos. so stand es zur pause 1:0 für die gastgeber, die sich aber speziell in der defensive nicht wirklich mit ruhm bekleckerten.

rené van eck war gefordert, musste er doch auf jeden fall punkten, um zumindest theoretisch noch chancen auf den ligaerhalt zu haben. so brachte er nach zaki (ersetzte schon in der 35. minute rama) auch noch lüthi und iaschwili gleich nach der pause. alles oder nichts. als roli schwegler von einem aussetzer des thun-hüters stulz profitierte und zum 2:0 einschob, war klar: es sollte nichts werden. dass gerade dem verteidiger sein erstes tor für den fc luzern gelang, zeigte deutlich in welch desolatem zustand sich thuns mannschaft befindet. es war mauro lustrinelli, der davide chiumiento zu dessen dritten saisontor verhelfen wollte. doch der technisch beschlagene spieler mit der nummer 8, setzte seinen fallrückzieher neben das tor. auch christoph lambert hatte eine gute torchance. schliesslich war es lustrinelli, der einmal mehr einen ball für die blauweissen in den maschen versenken konnte. danach wurde er ausgewechselt und durch shi jun ersetzt. sollte am ende dem chinesen, der in luzern wenig freunde hat, auch noch ein erfolg vergönnt sein? tatsächlich: überaus souverän versenkte er den ball via latte zum 4:0 endresultat.

somit war alles klar: thun steigt ab, luzern bleibt auf jeden fall oben. über den sieg mochten sich die luzerner erst gar nicht recht freuen. sie gingen zu den geshlagenen thunern und spendeten trost. hoffentlich startet bald eine 12er liga, in der es dann bestimmt wieder platz für den fc thun hat.

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Luzern – Thun 4:0 (1:0)

Allmend. – 7117 Zuschauer. – SR Wildhaber. – Tore: 39. El Idrissi 1:0. 55. Roland Schwegler 2:0. 78. Lustrinelli 3:0. 85. Shi Jun 4:0.

Luzern: Zibung; Roland Schwegler, Bader, Diarra (73. Diethelm), Claudio Lustenberger; El Idrissi, Seoane, Bättig, Kukeli (60. Lambert); Chiumiento; Lustrinelli (82. Shi Jun).

Thun: Stulz; Gerber, Nyman, Calapes, Andrist (46. Lüthi); Gavatorta (46. Iaschwili); Dosek, Scarione, Ferreira, Burgmeier; Rama (35. Zaki).

Bemerkungen: Luzern ohne Wiss (gesperrt) sowie Tchouga und Veskovac (beide verletzt), Thun ohne Bettoni (gesperrt) sowie Guldan, Di Fabio, Zahnd (alle verletzt). Verwarnung: 27. Chiumiento (Foul).

[quelle: tagesanzeiger.ch]

fc zürich – fc luzern 1:0

tja, nach über 90 minuten war das glück dann endgültig aufgebracht. silvan aegerter bezwang den luzerner goalie zibung in der nachspielzeit zum 1:0 endresultat zugunsten des fc zürich. das ganze spiel war eine ziemlich einseitige angelegenheit, wenn auch der fc luzern in der ersten hälfte relativ mutig begann. tatsächlich konnte sforza nur noch auf 4 ersatzspieler zurückgreifen – eine folge der sperren und verletztungen beim fc luzern. vorne tat lustrinelli wieder mit, blieb aber blass und ohne echte torchance. das müsste man eigentlich für die gesamte luzerner offensive sagen, wenn nicht chiumiento und el idrissi in der ersten hälfte je eine gute torchance für sich hätten verbuchen können.

der fcz ging auch in der zweiten hälfte fahrlässig mit seinen chancen um. und wenn man doch einmal ins tor traf, war es eben abseits. mehr und mehr wurden die gäste aus derinnerschweiz zentralschweiz in die eigene platzhälfte zurückgedrängt. el idrissi rettete auf der linie per kopf, wenig später stand das waagrechte aluminium einer zürcher führung im wege. alle drei ersatzfeldspieler kamen in der zweiten hälfte zum einsatz. für roberto souto ar es das super league debut. somit kam auch der seltsamste fcl-transfer dieser saison kurz zum einsatz: ahmad sharbini.

am ende tat die niederlage zwar kurz weh, war aber doch die logische und verdiente folge der in der zweiten halbzeit forcierten zürcher angriffsbemühungen. da der abstand auf den barrage-platz aktuell mit 8 punkten beziffert werden kann, sollte man relativ ruhig in die verbleibenden drei partien gehen könne. und das dürfte wiederum die voraussetzung dafür ein, dass man ab und zu punktet.

tele cool (?) interview: kurz vor dem ende des videos kommt roli schwegler zu wort… unbedingt anschauen. 🙂

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Zürich – Luzern 1:0 (0:0)

Letzigrund. – 8600 Zuschauer. – SR Busacca. – Tor: 91. Aegerter 1:0.

Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler, Tihinen, Lampi (69. Rochat); Aegerter, Abdi, Tico, Schönbächler; Silvio (88. Kondé), Alphonse.

Luzern: Zibung; Lambert, Bader, Schwegler, Diethelm; Makuka (55. Shi Jun), Seoane, Wiss, El Idrissi (82. Sharbini); Chiumiento; Lustrinelli (76. Souto).

Bemerkungen: Zürich ohne Chikhaoui, Djuric, Eudis, Guatelli, Hassli, Stanic, Staubli, Stucki (alle verletzt) und Tahirovic (diszipliniarisch). Luzern ohne Diarra, Lustenberger (beide gesperrt), Bättig, Kukeli, Tchouga und Veskovac (alle verletzt). 51. Tihinen-Kopftor wegen Abseits nicht anerkannt. 67. El Idrissi klärt nach Tihinen-Kopfball auf der Linie. 70. Abdi-Freistoss an Lattenunterkante. Verwarnungen: 55. Tihinen (Foul), 68. Wiss (Foul).

[quelle: tagesanzeiger.ch]

bsc young boys – fc luzern 0:1

es gibt gute spiele und es gibt schlechte spiele. aber dann gibt es auch diese spiele, die nicht in ein normales raster passen, an die man sich noch lange erinnern wird. gestern fand im stade de suisse ein solches statt. der fc luzern bezwang den zuhause ungeschlagenen meisteraspiranten auf dem frisch verlegten naturrasen. während die erste halbe stunde relativ arm an chancen war, stürmte yb den rest des matches auf das luzerner tor. dort stand mit zibung – ich sage das einmal mehr – der beste torhüter der schweiz, der nicht gewillt war einen ball auch nur in die nähe des tornetzes zu lassen. ganz ohne nominellen stürmer angetreten, kam das luzerner offensivspiel etwas seltsam daher. vorne spielten davide chiumiento und faycal el idrissi. nach dem platzverweis für diarra agierte der wirblige chiumiento als ballhalter ganz alleine im offensiven bereich. unmittelbar vor der zweiten gelben karte von boubacar diarra überraschte faycal el idrissi yb-hüter wölfli in der 49. minute mit einem distanzschuss. zu diesem zeitpunkt glaubten wohl selbst die 11 luzerner noch nicht recht an die sensation.

im endeffekt war es der unbeugsame kampfgeist der innerschweizer, der zusammen mit einem eisernen willen zum erfolg führte. da macht es nicht viel aus, veskovac nach nur 30 minuten verletzt vom feld musste und mit bader durch einen sicher nicht gleichwertigen spieler ersetzt wurde. auch die gelbrote karte für diarra nach gerade einmal 51. minuten wirkte sich nicht aus. selbst als schwegler mit voller absicht und absolut rot-würdig burim kukeli von den beinen holte, konnte das die sforza-elf nicht beirren. nein, auch die unglaublichen 7 minuten und 45 sekunden an nachspielzeit führten nicht zur aufgabe der hoffnung. und dass nach 97 minuten auch noch claudio lustenberger mit gelbrot vom feld musste, konnte die blauweissen erst recht nicht bremsen. immer wieder trieb neben zibung auch der starke gerardo seoane seine mannen an. natürlich brauchte es bei all den yb-chancen auch eine gehörige portion glück. ich würde sogar sagen: das glück darf der fcl die restliche saison wohl kaum noch beanspruchen. trotzdem: die yb-viertelstunde muss umbenannte werden, neu sind es die 22 fcl-minuten.

ein paar worte zu yb. wer wirklich meister werden will, muss die stadt euphorisieren. gestern hätte yb mit einem sieg gegen das vermeintlich unterlegene luzern an die spitze der tabelle gelangen können und wäre der meisterschaft ein grosses stück näher gekommen. trotzdem fanden nur 18’000 zuschauer den weg ins stade de suisse. ausserdem galt einmal mehr die alte weisheit «wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein».

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Young Boys – Luzern 0:1 (0:0)

Stade de Suisse. – 18 000 Zuschauer. – SR Petignat. – Tor: 49. El Idrissi 0:1.

Young Boys: Wölfli; Christian Schwegler (90. Tiago), Portillo, Ghezal, Zayatte (65. Schneuwly); Hochstrasser (72. Frimpong), Doubai; Varela, Yakin, Raimondi; Häberli.

Luzern: Zibung; Roland Schwegler, Veskovac (30. Bader), Diarra, Lustenberger; Lambert (66. Makuka), Seoane, Wiss, Kukeli; El Idrissi (54. Diethelm), Chiumiento.

Bemerkungen: YB ohne Yapi (verletzt), Luzern ohne Tchouga, Lustrinelli, Bättig (alle verletzt). 36. Offside-Tor von Yakin annulliert. 51. Gelb-Rot gegen Diarra (Foul). 98. Gelb-Rot gegen Lustenberger. Verwarnungen: 13. Zayatte (im nächsten Spiel gesperrt), 36. Lustenberger, 39. Diarra, 45. Roland Schwegler (alle Foul), 48. Seoane (Unsportlichkeit), 79. Christian Schwegler (Foul, im nächsten Spiel gesperrt).

kein kontakt zwischen david zibung und borussia dortmund

Ich habe weder mit Borussia Dortmund noch mit einem anderen Verein gesprochen. Mich hat bis heute auch niemand kontaktiert. Das einzige was momentan für mich zählt ist der FC Luzern. Basta! Ich konzentriere mich voll auf den Ligaerhalt und will mich nicht mit Spekulationen auseinandersetzen.
david zibung im interview mit stefan bucher link

david zibung zu borussia dortmund?

der beste torhüter der schweiz – david zibung vom fc luzern – soll vor einem wechsel zur borussia dortmund stehen. laut der zuverlässigen quelle (oder auch nicht: link) soll der vertraglich bis 2010 an luzern gebundene goalie für unter einer million euro zu den borussen wechseln.

wenn sich das gerücht bewahrheiten sollte: alles gute dave! vielleicht sähen so die herren vom sfv auch endlich ein, wer zwischen die pfosten in der nati gehört…

die fcl fans werden ihn zwar vermissen, aber mit sven könig steht ein ebenbürtiger ersatz bereit.

zibung, zibung, davide zibung,

Du bisch so gross, Du bisch so stark,

hau sie alle um!

🙂
merci für alles, dave!

fc luzern – fc st.gallen 1:0

nur knapp 9000 zuschauer fanden den weg auf die luzerner allmend. die quittung für die zuletzt sehr enttäuschende leistung im wallis, die dann aber doch zu einem punktgewinn führte? die heimmanschaft war offensichtlich gewillt, die jüngere vergangenheit mit offensivspiel aus den köpfen zu verbannen. tatsächlich stürmte der fcl endlich mal so los, wie man es von einer richtigen allmendmacht erwarten könnte. einen ersten eckball trat el idrissi. der geriet grundsätzlich zu tief und zu kurz, landete aber direkt wieder beim franko-marokkaner. dieser spielte den in den rücken der abwehr geschlichenen bader an, der einfach mal drauf hielt. voilà: 1:0. pascal bader hatte seinen torriecher wieder einmal bewiesen. andere (chiumiento, lustrinelli, el idrissi) legen sich den ball lange zurecht, er schiesst einfach mal. der fcl blieb auch nach dem frühen tor gefährlich, lustrinelli kam beinahe zu einer hervorragenden chance, verstolperte aber den ball unglücklich. wenig später musste mauro lustrinelli vom platz, weil er sich eine knieprellung zugezogen hatte. der für ihn gekommene shi jun vermochte abermals nicht mit gefährlichen schüssen zu überzeugen, hielt aber den ball im angriffsbereich. doch nun tauten die st.galler so langsam auf, ohne jedoch zu ernsthaft gefährlichen chancen zu kommen.

in der zweiten hälfte konzentrierte sich der fc luzern vermehrt auf abwehraufgaben. die st.galler rannten an. weiterhin blieben chancen absolute mangelware. so verstrich minute um minute und der barrage-gefährdete fc st.gallen wurde immmer verzweifelter. für die letzten 10 minuten ersetzte sforza sogar chiumiento durch bättig, was die mauertaktik auch personell unterstrich. am ende ging es für den fc luzern gut aber auch sehr unattraktiv aus. nur weil st.gallen offensiv so schwach auftrat, musste man nie wirklich angst um die blauweissen haben. durch den gewinn dieses sehr wichtigen spiels kann man sich nun etwas vom barrageplatz absetzen.

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Luzern – St. Gallen 1:0 (1:0)

Allmend. – 8921 Zuschauer. – SR Hänni. – Tor: 5. Bader 1:0.

Luzern: Zibung; Schwegler, Veskovac, Bader, Lustenberger; Seoane; El Idrissi, Wiss, Chiumiento (81. Bättig), Kukeli (60. Lambert); Lustrinelli (28. Shi Jun).

St. Gallen: Lopar; Zellweger, Koubsky, Schneider, Weller; Muntwiler (82. Ciccone), Gelabert; Callà, Aguirre (46. Ural); Fernandez (68. Marazzi), Zé Vitor.

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra (gesperrt), Pacar, Sharbini und Tchouga (alle verletzt). St. Gallen ohne Alex, Longo und Haas (alle verletzt) sowie Di Jorio und Gjasula (beide freigestellt). 28. Lustrinelli mit leichter Knieverletzung ausgeschieden. Verwarnung: 78. Muntwiler (Foul).

fc sion – fc luzern 0:0

unentschieden im tourbillon ist ein gutes resultat. hatte man sich gegen gc noch über zwei verlorene punkte ärgern können, so war der heutige punkt praktisch gestohlen. der fc luzern hatte eine einzige echte torchance, nämlich jene von kukeli nach nur einer spielminute. der vailati-ersatz gonzalez liess einen ball nach vorne abprallen, der junge kukeli schoss statt eines gefühlvollen lob mit vollem risiko und verfehlte das ziel um einige meter. danach gibt es aus luzerner sicht nichts mehr zur ersten halbzeit zu sagen. die walliser dagegen wussten zur pause nicht, warum es immer noch 0:0 stand.

damit der ball länger in der offensiven zone gehalten werden konnte, brachte sforza gleich nach der pause shi jun für roland bättig. der grossgewachsene chinese erfüllte diese aufgabe tatsächlich besser als es lustrinelli normalerweise tut. nur konnte auch er nicht für torgefahr sorgen. im gegenteil: offensivaktionen konnten weiter nur die weissroten für sich verbuchen. bei luzern zeigte einzig alain wiss eine ansprechende partie. alle anderen müsste man mit ungenügenden noten zum lauftraining schicken. dass sion trotzdem kein tor schiessen konnte lag nicht am stabilen abwehrriegel, an einem sensationellen zibung oder am offensivspiel der luzerner. nein, die sittener brachten den ball einfach nicht ins tor. klar, zibung kratzte einen ball raus, der an die latte ging, öfters hielt mal ein verteidiger einen fuss hin, aber unter dem strich hatte sion am ende des spiels 14 mal in richtung tor geschossen. ausserdem hatten die waliser eine wahnsinnige fehlpassquote zu beklagen.

die innenverteidigung bei luzern war so instabil wie noch nie in er rückrunde. das lag daran, dass beide stammspieler (veskovac und diarra) mit gelben karten vorbelastet waren. also schonte man den einen und prompt fing sich der andere die zur sperre führende karte ein. also wird auch gegen st.gallen eine alles andere denn sattelfeste abwehr auflaufen. ciriaco sforza ist gut beraten, gegen die grünweissen vermehrt die offensive zu suchen. sonst könnten die espen eventuell einen punkt von der allmend klauen…

übrigens: der stürmer ahmad sharbini gilt aktuell als verletzt und stand deshalb nicht einmal im aufgebot…

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Sion – Luzern 0:0

Tourbillon. – 9000 Zuschauer. – SR Zimmermann.

Sion: Gonzalez; Vanczak, Alioui, Kali, Paito; Nwaneri; Beto, M’Futi (70. Grosicki); Reset (68. Adeshina), Dominguez; Saborio.

Luzern: Zibung; Schwegler, Bader, Diarra, Lustenberger; Bättig (46. Shi Jun); Wiss, Kukeli; El Idrissi (59. Lambert), Chiumiento; Lustrinelli.

Bemerkungen: Sion ohne Vailati, Bühler und Brellier (alle verletzt). Luzern ohne Seoane (gesperrt) und Tchouga (verletzt). 59. Lattenschuss von Dominguez. 79. Lattenschuss von Dominguez, Tor von Saborio im Nachschuss wegen Abseits aberkannt. Verwarnungen: 43. Chiumiento (Unsportlichkeit). 50. Diarra (Foul). 64. Kukeli (Foul). 79. Bader (Foul).

fc luzern – gerüchte

wie immer um diese jahreszeit gibt es diverse gerüchte, wer denn für die neue saison zu einem anderen club wechseln könnte. für den fc luzern gibt es momentan gleich zwei solche gerüchte, die jeweils das mittelfeld betreffen. dies, obwohl dort mit nelson ferreira und michel renggli bereits zwei transfers unter dach und fach sind.

*jürgen*gjasula ist beim fc st.gallen durch sein divenhaftes verhalten in ungnaden gefallen. fussballerisch ist er für mich einer der besten in den reihen der grünweissen.

*ivan*ergic hat offenbar kleinere streitigkeiten mit christian gross, was einen wechsel wahrscheinlich macht. bei ihm frage ich mich vor allem, wie der fc luzern sein gehalt berappen könnte.

beide spieler sind zwar attraktiv, aber von den positionen her nicht unbedingt das, was dem fc luzern fehlt. eher nötig wäre ein stürmer, damit man neben tchouga und lustrinelli noch eine dritte option hat. ich gehe davon aus, dass der blitz- und floptransfer ahmad sharbini ende saison wieder abgeschoben wird – dies ohne eine echte chance gekriegt zu haben. daneben gäbe es aber im eigenen u21-team noch sulejmani, der sich derzeit mit toren für die erste mannschaft empfiehlt.

handlungsbedarf sähe ich auch noch im mittelfeld, aber auf der aussenposition. jemand, der bis zur grundlinie rennen kann – wie yassin mikari – fehlt dem fcl aktuell gänzlich.

fc luzern – grasshoppers club zürich 0:0

gegen die grasshoppers sehen die luzerner meist nicht allzu schlecht aus, verlieren aber in der regel. damit dies heute nicht erneut passieren sollte, begann der heimclub bestimmt während die zürcher abwarteten. lustrinelli hatte bereits in der vierten minute eince grosschance, die er aber nicht zu nutzen wusste. danach waren die blauweissen zwar bemüht, konnten aber keine echten chancen mehr kreiren. die einzige sturmspitze bei luzern wurde oft hoch angespielt, was gegen einen hühnen wie smiljanic nicht wirklich die gescheiteste variante ist. hinter lustrinelli durfe sich erneut chiumiento versuchen. dieser zeigte seine hervorragende technik mehrmals, zeigte sich aber bezüglich torgefährlichkeit nicht von seiner besten seite.

in der zweiten hälfte zog sich der grasshoppers club noch mehr zurück, was den einheimischen eigentlich auftrieb hätte geben sollen. doch chancen blieben weiterhin mangelware. immer wieder verlor lustrinelli bälle, die zuvor mühsam durch die ganze hintermannschaft luzerns nach vorne getragen wurden. schliesslich war es faycal el idrissi, der den fcl in führung hätte schiessen müssen. der franko-marokkaner scheiterte von der seite kommend am gc goalie jakupovic. chancen wie diese lässt ein topclub wie gc nicht in rauhen mengen zu. im gegenteil, el idrissis vergebener gelegenheit musste man auch nach 90 minuten noch nachtrauern. chiumiento hatte zwar nach einem sehenswerten solo noch eine möglichkeit, ihm fehlte im abschluss nach einer erneut sehr guten leistung aber die kraft.

unverständlich blieb, weshalb sforza nicht früher die offensive weiter stärkte. ersatzstürmer sharbini verbrachte wie meistens das ganze spiel auf der bank. shi jun kam in der 93. minute (bei drei nachspielminuten) und wiss ersetzte wie immer bättig, dieses mal aber erst in der 85. minute. die dritte wechseloption wurde gar nicht wahrgenommen, obwohl beispielsweise kukeli ende der zweiten halbzeit die kraft fehlte. so konnte es heute gegen ein zu packendes gc nicht zum sieg reichen.

daten

Luzern – Grasshoppers 0:0

Allmend. – 10 767 Zuschauer. – SR Wildhaber.

Luzern: Zibung; Schwegler, Veskovac, Diarra, Lustenberger; El Idrissi, Seoane; Bättig (85. Wiss), Kukeli; Chiumiento (93. Shi Jun); Lustrinelli.

Grasshoppers: Jakupovic; Voser, Vallori, Smiljanic, Daprela; Salatic, Colina; Gabriel (88. Mikari), Cabanas, Zarate; Bobadilla.

Bemerkungen: Luzern ohne Tchouga (verletzt). GC ohne Dos Santos, Touré, Rinaldo (alle verletzt) und Sutter (rekonvaleszent). Verwarnungen: 25. Colina (Foul), 45. Gabriel (Foul), 54. Daprela (Foul), 54. Cabanas (Reklamieren), 67. Seoane (Foul), 83. Diarra (Foul), 89. Salatic (Foul).

[quelle: tagesanzeiger.ch]