Nachlese

Vielleicht gibt es Leute, die noch irgendwas Schlaues zum nicht so schlauen Ergebnis dieser unsäglichen Abstimmung lesen möchte. Dann gäbe es hier gleich drei Texte, die ich empfehlen kann:

  1. Pedro Lenz in Schweiz am Sonntag – Es si nume die angere gmeint.
  2. Constantin Seibt auf Tagesanzeiger.ch – Es geht um eine grosse Frage: Bleibt die Schweiz ein liberales Land.
  3. Markus Spillmann auf NZZ.ch – Schmoren und Garen.

Insbesondere der Text des NZZ-Chefredaktors ist ziemlich grossartig. Lesen!

 

 

Autokunde mit Blick – Renault 5 mit Heckmotor?

Heckmotor? nö!So steht’s im Artikel über den neuen Renault Twingo. Nett, dass Blick selbst die falsche Passage fett hervorgehoben hat. Der Renault 5 hatte selbstverständlich nie einen Heckmotor. Der Schreiberling meint allenfalls die Sportversion Turbo mit den breiten Kotflügeln, die den Motor mittig anstelle der Rücksitze trug. Der zivile Renault 5 hatte aber ein konventionelles Layout mit Frontmotor und Frontantrieb.

Der neue Renault Twingo soll tatsächlich mit Heckmotor und Heckantrieb kommen. Da hat der Blick recht. 😉

Hier noch ein bisschen Anschauungsunterricht: Der weisse R5 ist ein ganz normaler, der rote dagegen ein Turbo eben der mit Heckantrieb und Mittelmotor.

Renault 5 Renault 5 Turbo

McLaren 650S

Eigentlich sollte in Genf ja ein Modell zwischen dem MP4-12C und dem Übersportwagen P1 präsentiert werden. Nun schaut es aber so aus, als habe man den MP4-12C optisch an den P1 angepasst und ihm zudem noch zu ein bisschen mehr Performance verholfen. Ob damit der MP4-12C und vor allem sein holpriger Name, den sich sowieso nur Autofreaks merken können Geschichte sein wird?

Es ist schade

Von Schmerz keine Spur. Aber schade ist es schon. Nicht für mich persönlich, sondern für das Land. Ich stelle immer wieder fest, wie schwer es uns fällt, in unserer Beziehung zu Europa die richtige Temperatur zwischen Defätismus und Überheblichkeit zu finden.

Jakob Kellenberger auf die Frage, ob es ihn schmerze, dass «das Volk» mit dem Ja von letztem Sonntag einen zentralen Teil der Bilateralen I infrage stellt.

Snowboarden in NYC

Bei uns schaut’s aus wie im April. Nichts mit Schlitteln in der voralpinen Hügelzone. Dafür gibt es Leute, die in New York City snowboarden. Ohne Helm, dafür mit Jeep Wrangler und Seil.

399 Euro für 30 Minuten Daft Punk

Daft Punk – Inzwischen längst ein Label für grossartige Musik, zu der man tanzen kann, aber nicht muss. Ausserdem produzieren sie noch Alben, die tasächlich als solche funktionieren. In der Zeit von iTunes zwar ein Anachronismus, aber ein immerhin ein schöner.

Nun gehen die beiden behelmten Franzosen auf Tour. Also eigentlich nicht. Denn sie sollen nur bei zwei von 26 Shows tatsächlich dabei sein. Gerüchteweise sollen Paris und Barcelona in den Genuss der Originalbesetzung kommen. Ebenso krass: Die Shows sollen nur etwa 30 Minuten dauern, ein einziges Ticket soll dafür aber 399 Euro kosten.

Wenn man dann noch liest, dass Barcelona primär deshalb in Frage komme, weil die beiden ihr Geld vor allem bei Prostituierten und Drogenhändlern loswerden würden, muss man doch fast von einem Scherz ausgehen. Oder nicht?

wundergroundmusic

Renault Twingo – Erstes Bild

Twingo 2014Ich hatte also richtig geraten. Heute tauchen die ersten Bilder des neuen Renault Twingo auf. Der Hecktriebler teilt sich die Plattform mit dem Smart. Zum ersten Mal in der Geschichte des Twingo gibt es den kleinsten Renault als Fünftürer.

R8 Gordini

Renault erinnert sich wohl nicht zuletzt wegen des bald erscheinenden neuen Twingo an seine Heckantriebsvergangenheit. Der R8 Gordini ist doch einfach toll, oder?

That black guy

Samuel L. Jackson ist nicht nur ein grossartiger Schauspieler. Er ist auch noch schwarz. Überraschenderweise gibt es aber auch noch andere dunkelhäutige Schauspieler, zum Beispiel Laurence Fishburne. Enjoy!

Natürlich ist das fremdenfeindlich

Natürlich ist das fremdenfeindlich, das muss man nicht schönreden. Die Engstirnigkeit übersetzt sich in Fremdenfeindlichkeit. Das äussert sich nicht nur gegenüber den Einwanderern, man stellt sich ja oft auch gegen das Nachbardorf, oder einen Nachbarkanton. Abschotten heisst, dass alles Fremde zu einem Problem wird. Vielleicht bringt es Geld, dann ist es halbwegs willkommen, aber man möchte sich nicht wirklich darauf einlassen.

Christian Schmid, Titularprofessor für Soziologie am Departement Architektur der ETH Zürich, in einem Interview des Tagesanzeiger.

Er sagt auch Dinge wie «Dort wo man das Fremde nicht kennt, will man sich eher abschotten.» Oder zum Thema Wachstum: «Schauen Sie sich den Kanton Schwyz an, besonders am oberen Zürichsee. Dort ist die Zersiedelung sehr stark, doch das Wachstum ist hausgemacht, man wollte Wachstum. Die Behörden haben mit tiefen Steuern Firmen und wohlhabende Personen angelockt, sie wollten, dass sie in ihren Kanton, in ihre Dörfer ziehen. Man war beinahe grenzenlos bereit, das Land dem Meistbietenden zu verkaufen. Kein Wunder sind die Bodenpreise derart explodiert, dass es heute für viele Einheimische ohne eigenen Grundbesitz schwierig geworden ist, überhaupt noch im Dorf zu wohnen.»

Schade, dass solche Erklärungen nun erst nach der Abstimmung zu lesen sind.