Schneller lesen mit Spritz

Lesen wir auf mobilen Geräten bald alle so? Es funktioniert zwar überraschend gut, zwingt aber zu ständigem Hinschauen. Möchte man kurz aufschauen, müsste Spritz dann den Wörterfluss unterbrechen. Das wäre vielleicht mit dieser tollen Augensteuerungssache zu realisieren, die es auf Samsung-Handys gibt. Vielleicht wird es auch als unangenehm empfunden, dass man den Text als Ganzes nicht überblicken kann.

Warum Spritz funktioniert, kann man auf der Homepage lesen. In ganz klassischem Text. 😉

Gesehen auf watson.ch.

The Monuments Men

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs sammeln die Deutschen alle möglichen Kunstschätze quer durch Europa ein. Ein Team um den US-Amerikaner Stokes (George Clooney) soll die wertvollen Gemälde und Skulpturen vor der Zerstörung retten.

Monuments MenWenn man keinen actiongeladenen Blockbuster erwartet, ist Clooneys neuester Wurft total ok. Die «wahre» Geschichte an sich ist eigentlich spannend genug. Ob es dafür allerdings ein solches Staraufgebot (John Goodman, Bill Murray, Matt Damon und Clooney himself natürlich) gebraucht hätte darf bezweifelt werden. Genau das, was man normalerweise Hollywood vorwirft (total unrealistisch, zu viele Explosionen, zu weit vom realen Vorbild entfernt) mögen einige Kinobesucher vermissen.

Ich habe den Film in einer deutschsprachigen Synchronfassung gesehen. (Clooneys Synchrostimme ist ja übel) Bitte sämtliche Filme zur Primetime in Originalsprache mit Untertiteln.

Ich bin ein 49,7%-Gutmensch

Es muss irgendwann am Ende der 1990er-Jahre gewesen sein, als die politische Rechte der Schweiz mit dem Begriff aufkam: «Linke und Nette» hiess es damals. Später wurde darauf der auch in Deutschland bekannte «Gutmensch». Tatsächlich hat man es irgendwie geschafft, diese positiven Begriffe irgendwie negativ zu konnotieren. Und auch nach der Abstimmung vor zwei Wochen kriegte die Gutmenschen-Gruppe wieder ihr Fett weg. Man habe jetzt mal ein Zeichen gesetzt und man könne schliesslich nicht die ganze Welt aufnehmen. Das übliche Blabbla halt.

Gestern hatte ich für einen ganz kurzen Moment, mich zwischen den Alternativen Gut- oder Schlechtmensch zu entscheiden.

Ich war unterwegs von der Zentralschweiz in Richtung Winterthur. Der Verkehr floss erstaunlich gut für einen Freitagabend. Erst nach dem Gubristtunnel kam der Verkehr plötzlich ins Stocken. Da sich die Kolonnen kaum bewegten, war mir schnell klar, dass es wohl weiter vorne geknallt hatte. Schon als ich das realisierte, hätte ich die Wahl gehabt: Rege ich mich über diese Vollidioten auf, die verhindern, dass ich pünktlich ankomme? Oder aber frage ich mich, ob es den Beteiligten gut geht, weil es für mich auf die paar Minuten ja eigentlich nicht ankommt? Wahrscheinlich auch, weil ich bequem sass und guten Sound hören konnte, entschied ich mich für die zweite Variante.

Wie aus dem Nichts tauchte dann vor mir ein dunkel gekleideter Mann auf. Er stand nahe der Mittelleitplanke auf der Fahrbahn. Wieder hatte ich zwei Möglichkeiten: Ich kann mich über das fahrlässige Verhalten aufregen, nicht einmal ein Pannendreieck hat dieser dumme Mensch aufgestellt. Oder ich denke mir, dass ich so kurz nach einem Unfall wohl auch etwas verwirrt wäre und wohl nicht top-rational funktionieren würde. Der Fahrer vor mir entschied sich für die erste Variante, brüllte etwas aus dem Fenster und beschleunigte ziemlich dynamisch davon.

Ich hatte mir in der Zwischenzeit eine Warnweste aus der Sitztasche gekrallt, die ich dem Mann zum Fenster hinaus überreichen konnte. Er war etwas perplex, bedankte sich aber und zog sie dann auch gleich über.

Als ich ein paar Dutzend Meter weiter vorne die Unfallfahrzeuge sah, erblickte ich den mächtigen Range Rover mit deutschen Kennzeichen, der einen Kleinwagen im Heck stecken hatte. Auch jetzt hätte ich mich wieder zwischen zwei Varianten entscheiden können: Was macht dieser Idiot mit seinem riesigen Geländewagen überhaupt in der Schweiz? Bestimmt kam er seine zu Dumpinglöhnen arbeitenden Osteuropäer kontrollieren. Irgendwoher muss ja das Geld für diese Luxuskarosse ja herkommen. Oder aber ich frage mich, wie der Mann mit seinem am Heck massiv beschädigten Range nun von hier weg kommt.

Natürlich ist dieser Beitrag reichlich naiv und idealistisch. Und doch: Egal welchem Menschen man begegnet, man hat immer die Optionen, ihm Gutes oder Schlechts zu unterstellen. Schon bevor man ihn überhaupt erst kennenlernt. Wahrscheinlich bin ich zu einem Stück zu ersterem erzogen worden. Bis jetzt bin ich mit meinem Gutmenschentum eigentlich sehr gut gefahren. Abgesehen davon, dass man ab und zu dafür ausgelacht wird. Aber damit kann ich leben. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, welchen Sinn unser Dasein hätte, würden wir uns gar nicht bemühen, gute Menschen zu sein. Aber vielleicht erklärt mir das einer der Schlechtmenschen ja mal plausibel? 😉

Irgendwie habe ich das Gefühl, eine Zeile aus Marius Müller-Westernhagens Song Freiheit würde hier noch reinpassen:

Der Mensch ist leider nicht naiv.
Der Mensch ist leider primitiv.

Wenn Lotus Motorräder bauen würde

Lotus C-01 Lotus C-01

Sähen sie dann so aus? Wohl eher nicht. Tun sie auch nicht. Aber weil jemand von Lotus die Namensrechte für ein solches Zweirat «ausgeliehen» hat, gibt es nun die Lotus C-01. Sie schaut ein wenig aus wie eine Mischung aus irgendeinem Dragster und der Ducati Diavel. Schön ist bestimmt anders. Immerhin vergisst man das Design nicht so schnell wieder. Aus einem KTM V2 holt die Maschine um die 200 PS, dürfte also ordentlich vorwärts gehen.

Blech

Nein, für einmal geht es nicht um das Blech, das man nach kurzer Unaufmerksamkeit für teures Geld wieder flicken lassen muss. Es geht um Blechschilder, diese coolen alten Dinger, die für den richtigen Touch bei jeder Einrichtung sorgen können. Das kann dann beispielsweise so ausschauen:

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Und hey, für einmal haben sogar meine Leser/innen was von dem Blech, das ich hier verzapfe. Der Blechschildershop gibt nämlich allen, die als Gutscheincode amadeleser eingeben satte 20% auf den Preis. Zudem entfallen die Versandkosten komplett. Das ist doch mal was, oder?

Merci an Sam Steiner für das coole Angebot!

Luftwaffe ist überflüssig

Seien wir mal ehrlich, die Luftwaffe der Schweiz ist komplett überflüssig. Das hat die Entführung des Jets der Ethiopian Airlines eindrücklich gezeigt. Als die Boeing 767 von ihrem Co-Piloten entführt wurde, landete sie schlussendlich auf dem Flughafen Genf Cointrin. Sie tat dies aber nicht alleine, sondern in Begleitung von zwei französischen Kampfjets. Französischen? Yep. Denn die Schweizer Luftwaffe ist ausserhalb der Bürozeiten nicht im Dienst.

Es eine pure Illusion, den Luftraum über dem Schweizer Boden mit eigenen Kampfflugzeugen zu sichern. Schon heute fehlt dazu nicht nur das Geld, sondern auch der politische Willen. Die Armee ist zu etwas zusammengeschrumpft, das zwar noch milliardenweise Schweizer Franken verbrät, in der Praxis aber nichts mehr bringt. Was nichts bringt und nur kostet ist falsch organisiert. Nun kommt natürlich die Frage der Optionen. Eine wäre es, den Apparat wieder mit mehr Ressourcen zu versorgen, um so eine handlungsfähige Armee zu schaffen. Realistische Zahlen dazu dürfte man kaum finden, weil niemand wirklich zugeben wird, dass das heutige Schweizer Militär eine reine Lachnummer ist. Schwer zu beurteilen also, wie viel eine Armee kosten würde, die zumindest theoretisch ihren Auftrag erfüllen könnte. Eine andere Option wäre es, die Luftwaffe in Form der Kampfjets komplett zu streichen, weil sie abgesehen von ein paar hübschen Air-Displays schlicht gar nichts bringt. Ein gangbarer Weg, da eine Luftwaffe in Friedenszeiten nur kostet und rostet. Ein weitere Option könnte die komplette Abschaffung der Armee sein. Dies hat allerdings beim Stimmvolk keine Chance, was verschiedene Abstimmungen gezeigt haben. Die Schweizer hängen an ihrer Ist-so-weil-ist-so-Armee.

Eines ist aber klar: Für eine Nine-to-Five-Luftwaffe brauchen wir keine neuen Flugzeuge. Denn egal wie toll die Flugzeuge sind, wenn unsere Piloten noch im Bett sind, wenn die bösen Buben anfliegen, bringt alles nichts. Wenn die Armee-Fundis ehrlich sind, müssen sie zugeben, dass die Luftwaffe weder den Luftraum sicher kann, noch für den Ernstfall gerüstet ist. Da würden auch ein paar gut beworbene schwedische Flugis nichts ändern.

Wird der Evoque so schnell wie er aussieht?

Evoque Autobiography Dynamic

Der riesige Erfolg des Evoque kann nicht verheimlichen, dass er nicht wirklich schnell ist. Nun reagiert Land Rover und bringt den Range Rover Evqoue Dynamic Autobiography. Ja, der heisst wirklich so. Er hat 285 PS, also 45 mehr als die bisherige Topmotorisierung. Ausserdem wurde (unnötigerweise) das Fahrwerk «versportlicht». Ebenfalls neu ist eine bessere Anbindung der mobilen Geräte, in Gestalt des inForm genannten Systems, das Apps vom Telefon direkt auf den Touchscreen bringt.

Wetten, dass…

…Jimmy Fallon nie die Tonight Show moderieren wird? Und nun tut er es doch. Ein paar Leute hatten 100 Dollar dagegen gewettet…