unter-den-armen-rasur

lkm hat mich ja folgendes gefragt:

nachdem sie nun solche magazine lesen sind sie sicherlich ein experte in soziogesellschaftlichen zwischenmenschenbeziehungsfragen geworden. daher habe ich eine dringende frage an sie: rasiert sich mann unter den armen? oder gar nicht? oder nur ein bisschen? was ist die gesellschaftlich akzeptierte unter-den-armen-rasier-norm für männer?

da dies so überhaupt nicht zum beitrag zu simone meiers si-style-kritik passt und weil’s wohl viele (?) meinungen dazu geben wird, mache ich daraus gleich wieder einen neuen beitrag.

aber ehrlich gesagt, lkm, was gesellschaftlich akzeptiert ist weiss ich nicht. aber ich finde schon, dass ein gewaltiger busch unter den armen nicht gerade sexy ist. auch bei männern nicht. nicht nur aus optischen, sondern auch aus olfaktorischen gründen. ganz kahl rasiert ist dann wieder irgendwie schwul. insofern trifft’snureinbisschen gar nicht so schlecht.

hm, ich kann noch gar nicht fassen, dass ich Dir jetzt wirklich eine ehrliche antwort gegeben habe. immerhin:stef wird bei seiner zweitletzten nacht in nottwil etwas zu kommentieren haben.

elefantenpisse

wenn ich’s mir genau überlege, wollte ich schon immer einen eintrag mit dem namen /elefantenpisse./ hat irgendwie etwas sehr stilvolles. zumal es ja auch schlechten stil gibt.

eigentlich geht es um den drink, den michi g. und ich in den händen halten. er hat nämlich die fotos vom letzen vättereobe raufgeladen. der drink, den uns servierdüse susi verabreichte, war gar nicht schlecht und ich wollte eigentlich die zusammensetzung rausfinden. nur, wenn man bei google elefantenpisse eingibt… kommt nur mist.

simone meier über si style

Rosa Hemden und Hering sind nicht schwul

Das neue Ringier- Baby ist geboren, und man darf staunen: Auch die Frauenzeitschrift « SI Style » findet Angelina Jolie toll. Was für eine Neuigkeit!

Von Simone Meier

« Depressiv und müde » kommentiert ein Kollege Angelina Jolie auf dem Cover der brandneuen Schweizer Lifestyle- Bibel « SI Style » . Die erste Nummer liegt noch gratis der guten alten SI, der « Schweizer Illustrierten » , bei, später wird das Style- Teil 3.90 Fr. am Kiosk kosten und will « youngminded, urban, weiblich, trendig, stylish, aktiv, kultiviert, elegant, progressiv, offen, fröhlich, lächelnd » sein. Nun, wahrscheinlich hat der Kollege einfach etwas falsch verstanden, aber die « SI Style » ist ja auch nicht für Männer – abgesehen von der Seite 46, wo endlich einmal die Frage « Sind rosa Hemden schwul? » ausführlich mit Nein beantwortet wird.

Als Frau denkt man sich: « Boah, hat die Angelina schöne Füsse, obwohl sie doch immer so hohe Highheels trägt! » Sonst kommt man aber zu keiner neuen Erkenntnis, denn alles Wissenswerte über die Jolie, ihren Brad, ihre Adoptivkinder, ihre Skandale und Tattoos ist ja inzwischen so platt gewalzt wie die komischen Desinfektionsteppiche in Deutschland, über die alle Autos drüberfahren müssen, die die Insel Rügen verlassen.

Das youngminded neue Magazin zeigt des Weiteren die « zierliche Rock- Röhre » Avril Lavigne beim Shoppen von Chanel- Kleidern und ist damit tatsächlich ebenso blutjung wie erschlagend aktuell: Die tupfgenaugleiche Fotostrecke gibt es nämlich auch in der neuen « Bravo » . Und da wären wir auch schon mitten im Kern der Sache: Frauenmagazine leben nämlich unerklärlicherweise und sehr gut von der ewigen Wiederkehr des Gleichen. Von New York bis Moskau die gleichen Anzeigen, unterbrochen von den gleichen Bildern mit den gleichen Leuten, und darunter stehen Texte, die ausser der Erwähnung von Markennamen und wichtigen Adressen keine Aussage machen müssen. Es ist ein bisschen, als würden Frauen von den Heftchenmachern als eine Art Kinder betrachtet, denen man immer und immer wieder die Geschichte von den Prinzessinnen, die es geschafft haben, vorkauen muss.

Zebra auf Bluse
Die Wochenmagazine « Bunte » , « Gala » und auf ihre volkstümliche Art sogar die SI machen einen ja wirklich schon fit genug für das bisschen Klatsch, das es zum süssen Leben braucht. Monatsmagazine dagegen dienen allein der ästhetischen Inszenierung von Objekten der Begierde, auch Produkteinfo genannt. « SI Style » zeigt deshalb in genreklassischem Gehorsam, wo es die Kleider von Schauspielerin Chloë Sevigny, Werberin Danielle Lanz und Unternehmerin Carolina Müller- Möhl zu kaufen gibt ( dass Chloë in New York ein ganzes Appartement nur für ihre Kleider gemietet hat, steht allerdings wieder nicht drin).

Mit weitem Abstand das Beste im Heft ist der Titel « Kahl am Genital » . Was für eine hochsuggestive Wortweltenschöpfung! Die dazugehörige Kolumne der neuen Sex- Kolumnistin Dr. Phil. Marysia Morkowska über Genitalbereichs- Enthaarung ist auch noch ganz proper, ehrlich – auch wenn die Dame eine total entgleiste Bluse im Zebra- Look trägt. Aber der ist wahrscheinlich voll urban und fröhlich.

Ach ja, die einzig wirklich neue Star- Info ist übrigens die: Björn Hering, falls Sie wissen, wer das ist, ist – wie die rosa Hemden – nicht schwul! Einfach nicht!

prof. jürgen hubbert

40 jahre hat er insgesamt für mercedes gearbeitet, in den letzten 10 jahre war er für die führung von mercedes-benz zuständig. ich habe mir einen vortrag von ihm angesehen.

kurze zusammenfassung:
der automarkt wird sich weiter auf zwei kernbereiche reduzieren: premium- und billigmarken. die markentreue nimmt ab, was die hersteller zu häufigeren modellwechseln zwingt. grundsätzlich müssen aus kostengründen immer mehr modellvarianten auf der gleichen plattform verwirklicht werden. weiter ist die klare positionierung der marke entscheidend.

die schweizer können stolz sein auf ihre volksdemokratie, aber der weg der isolation ist der falsche.

momentan gibt es 12 relevante hersteller. allerdings gibt es noch den 13., den «david», nämlich wiedekings porsche. bald werden noch eine oder zwei chinesische marken auf den markt drängen. toyota wird bald die nummer 1 im automobilmarkt sein.

am ende seines kurzen vortrags setzte sich hubbert klar für eine esp-obligatorium und ein winterreifengesetz ein.

casanova

weil’s inmemoirsofageisha nur noch plätze ganz vorne gab, haben wir uns haltcasanova angesehen. zugegeben etwas wider willen.

doch der film vermochte positiv zu überraschen. die vermeintlich antiquierte liebesschnulze wurde zu einer meist recht flotten komödie aufgemotzt. elegant weicht der regisseur eventuellen schlüpfrigkeiten aus und macht den film schon fastzu jugendfrei. in der tat bleibt der sex weitgehend aussen vor. denn casanova (heath ledger) verliebt sich «überraschend» und versucht die gunst seiner angebeteten (sienna miller) zu erarbeiten. da es sich bei dieser um eine ausnahmsweise emanzipierte dame handelt, ergeben sich einige komplikationen. ausserdem ist die frau, die casanova begehrt bereits zur heirat versprochen. kurzerhand schlüpft casanova in die rolle des zukünftigen ehemanns und die grosse verwechslungsgeschichte kann beginnen.

das klingt jetzt zwar alles ein bisschen altbacken und fast dorftheäterlimässig. aber das schauspielerensemble schafft es irgendwie das ganze nicht peinlich, sondern wirklich amüsant zu spielen. die mit wortwitz gespickten dialoge verlieren viel in ihrer deutschen übersetzung. leider fällt mir gerade kein treffliches beispiel ein.

anyway. kann man sich ansehen. muss man aber nicht. wenn, dann unbedingt auf englisch.

fcwinterthur – fcluzern 0:1

trotz sehr mässigem spielniveau bot die partie zwischen dem fcwinterthur und dem fcluzern ein grosses mass an spannung. denn irgendwie hatte man das gefühl, dass der fcluzern die früh (20. minute) erlangte führung noch verlieren wollte.

wie ist es sonst zu erklären, dass auf die auswechslung des erneut schwachen edmond n’tiamoah verzichtet wurde, dass der sonst solid spielende nordine sam erst spät eingewechselt wurde und dass der einzige stürmer patrick de napoli in der 72. durch raffaele izzo ersetzt wurde? und warum wurde der spieler (nehme an, es war lustenberger?), der sich über 25 minuten an der seitenlinie einwärmte nie eingewechselt? die strategie, trotz schwacher verteidigung nur mit geringstem offensivaufwand zu spielen hat gerade so für ein 1:0 gereicht. allerdings war das nur deshalb möglich, weil david zibung im tor eine perfekte leistung ablieferte und die winterthurer im sturm sehr schwach agierten.

für die heimpremiere am nächsten samstag wünsche ich mir eine andere aufstellung und generelle eine offensivere ausrichtung. denn so wie der fcluzern heute gespielt hat, liegt der aufstieg in weiter ferne.

grösster wintersportler aller zeiten: kjetil andré aamodt

nach 1992 in albertville und 2002 in salt lake city gewinnt kjetil andré aamodt auch in turin gold in der alpindisziplin super g.

der sympatische norweger hat im alter von 35 jahren sein erkärtes ziel erreicht und noch ein letztes mal olympisches gold geholt. seit über 15 jahren fährt er in allen disziplinen auf höchstem niveau und ist dabei stets ein fairer und unkomplizierter sportsmann geblieben.

thank you, kjetil!

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für mich als stöcklifahrer ist natürlich auch der dritte platz von ambrosi hoffmann ein grund zur freude. immer wieder wird gesagt, die schweizer skis seien zu wenig schnell, um ganz nach vorne zu fahren. heute hat amba allen das gegenteil bewiesen. gratulation!

fly baboo

habt ihr diese fluggesellschaft gekannt? baboo? ganz keck find› ich ja den werbeslogan: a breath of swiss air. ein atemzug schweizer luft. oder: ein hauch swissair.

hm, mit baboo an den genfer salon fliegen? herrlich dekadent.

«…» – sagen punkte mehr als worte?

was will uns bmw damit sagen? marcs vorschlag:freudeam /fahren./ der bmw-spruch sei so bekannt, dass eben die drei punkte ausreichen würden. aber wenn die leute den namen bmw so direkt mit dem slogan verbinden, hätte man die drei punkte dann nicht gleich weglassen können?

und wenn man sich das bild noch etwas genauer ansieht, so erblickt man den slogan klein unter dem bmw-logo. was sollen also die drei punkte in anführungszeichen?

so oder so: der z4m sorgt dafür, dass jedem autofan das wasser im mund zusammenläuft. i wanna drive it!

männermagazine im test – matador

ich habe mir mal wieder etwas vorgenommen. und zwar möchte ich die verschiedenen männermagazine mal unter die lupe nehmen. jeden monat eines. im februar schaue ich mir denmatador etwas genauer an. mal sehen, ob es überhaupt für jeden monat ein magazin gibt…. 🙂

*matador*

– subtitle: männer wollen’s wissen
– preis: 4.60 euro – 9.- chf, finde ich an der oberen grenze, vor allem auch, weil der europreis einfach verdoppelt wird.
– titelthema: fremdgehen
– aufbau: nach ein paar standards (vorwort, inhalt, aktuelle kinoinfos, witze, geldtipps) folgen die eigentlichen inhalte. zuerst das motor magazin, dann das erotik magazin, das technik magazin, das sport magazin, das style magazin, das wissen magazin,
– qualität der artikel: wirkliche artikel findet man inmatador wenig. der text beschränkt sich meist auf kleine kästchen, wo irgendwelche sachen kurz erklärt werden. das titelthemafremdgehen wird z.b. vor allem anhand einer art anleitung angegangen. naja. immerhin sorgt das interview mit einem psychologen für etwas auflockerung. im autobereich kommen sattelfeste autoren zum einsatz, die eine gute mischung aus fachwissen und emotion finden. über das ganze heft gesehen ist mir die journalistische qualität aber zu dürftig.
– qualität der bilder: bei den vier über das heft verteilten erotikbilderstrecken handelt es sich um schön gemachte bilder. auf billige pornopics wird glücklicherweise verzichtet. im autobereich vertraut man neben eigens geschossenen bilder auf jene vom englischen topgear magazine – eine gute wahl.
– layout: das peppige titelbild täuscht. matador ist ein eher konventionell ja fast schon spiessig designtes magazin. die vielen kästchen und striche zur abtrennung erinnern an die schweizer illustrierte. wahrlich kein kompliment.
– werbung: natürlich finden sich mehrere autowerbeseiten im /matador./ die ganz luxuriösen bleiben zwar aus, immerhin wirbt alfa für den 159. neben ein paar parfumwerbungen findet man erstaunlicherweise vor allem fernsehwerbung (pro7, sat1, kabel1). die von anderen magazinen bekannten luxusuhren oder ähnliche männerträume werden hier nicht beworben.
– spezielles: bei den erotikbildern verwendet matador zur auflockerung kurze infosätze zu den models. manchmal witzig, manchmal etwas kindisch, generell aber eine gute idee. die auteilung in verschiedene «untermagazine» finde ich gelungen.
– wiederkauf: eher nicht. die themenwahl desmatador hat mich nicht überzeugt, weil sie nichts besonderes bot. ausserdem ist mir die qualität der texte eher zu tief, sind die texte generell zu kurz. der autoteil kann zwar überzeugen, aber automässig bin ich schon mehr als eingedeckt, was magazine und zeitungen angeht.

still to come: fhm, gq, men’s health, maxim und andere