wieder einmal gibt es ein snapshotsupdate mit ein paar neuen bildern. unter anderem kann man sehen, wie flavio und ich im petanque-cup sursee untergegangen sind… 🙁
viva liebt mich! juanes wettbewerb gewonnen
ha! ich dachte ja immer, bei diesen wettbewerben gewinnt gar niemand. die machen nur ein gigantisches geld mit den sms und behalten die gewinne für sich. aber weit gefehlt!

bei so einem vivasmswettbewerb hab› ich diese signierte cd von juanes gewonnen. mann, jetzt werd› ich bestimmt steinreich und berühmt sowieso.
transamerica
kurz bevor stanley operativ endgültig zur frau werden soll, taucht die botschaft von einem unbekannten sohn auf. da ihm psychiaterin margaret unter diesen umständen die operation verweigert, fliegt er kurzerhand nach nyc und holt seinen sohn. allerdings sagt sie (und hier wechseln wir das geschlecht) ihm nicht, dass sie sein vater ist. bree stellt sich als frau vor und toby scheint nichts zu ahnen. sie soll ihn quer durch amerika nach l.a. chauffieren, wo er bei seinem vater leben und pornostar werden möchte.
so krass und wirr das alles klingt, so ruhig wird die geschichte erzählt. es sind nicht die peinlichkeiten, die in anderen filmen zu häufigen lacher animiern sollen, die hier im zentrum stehen. vielmehr steht die beziehung brees zu ihrem sohn im fokus. die transsexualität wird von der gesellschaft noch immer geächtet, wie dieser film eindrücklich zeigt. allerdings schafft es regisseur und drehbuchschreiber duncan tucker auch, ein nicht allzu desillusionierendes bild zu zeichnen. die hoffnung, dass bald alles besser wird ist omnipräsent und das hat nicht alleine mit der bevorstehenden operation zu tun. denn während diese physischer natur ist, stellt die akzeptanz seiner eltern die weit grössere hürde dar und rückt so das psychische element in den mittelpunkt.
daneben hat der film natürlich auch seine lustigen momente. allerdings würde ich ihn deswegen nicht in die schublade der amerikanischen komödien degradieren. denn die komischen szenen dienen meist nur zur temporären abschwächung der emotionalen spannung zwischen bree und toby. über die dauer des films kommen sie sich immer näher, obwohl bree ihm sein vatersein weiter verheimlicht. erst als sie bei brees eltern eintreffen, wird einiges klar…
felicity huffman gelingt als frau im mann eine perfekte darbietung. sie hätte den oscar (für welchen sie nominiert war) wohl doch eher verdient, als reese witherspoon. allerdings kann man das ja bei jeder oscarverleihung sagen. jedenfalls sieht sie in gewissen szenen so unweiblich aus, dass man ihr den «stanley» in ihr hundertprozentig abnimmt.
cupfinal bsc young boys – fc sion
damit unsere wm-mannen fit in die vorrunde starten können, müssen sie ausgeruht sein. also wurde der cupfinal kurzerhand auf den oster- statt den pfingstmontag vorverlegt. als luzerner habe ich zunächst einmal mühe, meinen favoriten zu küren. sion ist ein harter konkurrent im aufstiegskampf, yb ist oberklassig und ich stehe normalerweise lieber auf der seite des underdogs. und sowieso wollte uns bidu zaugg damals andré muff «klauen». anderseits: bei den bernern spielen mit christian und pirmin schwegler sowie ronny hodel drei echte luzerner. auch gügi sermeter kickte mal in der innerschweiz. bei den wallisern hämmert dafür der beliebte ex-luzerner stürmer paulo vogt tor um tor in die challengeleaguemaschen. daneben spielen auch noch weitere tolle fussballer für den fcsion: gaspoz, obradovic, thurre, joao pinto. vom aufgebot her spielte hier also ein superleague-mannschaft gegen eine fast-superleague-mannschaft. luzern war letztes jahr krasser aussenseiter und verlor erwartungsgemäss gegen den fc zürich.
sion hat 9 von 9 cupfinalpartien für sich entschieden, ist also eine echte cupmannschaft, wie der fcl. also entschied ich mich im laufe des spiels für die weissweinwalliser. das ist nicht böse gemeint, schliesslicht ziert das giroudvinslogo die brust eines jeden sittener spielers. dass sich der eine oder andere etwas zuviel des traubensaftes gönnte, zeigte sich erst am ende der verlängerung: joao pinto riss hakan yakin an seiner mähne und musste den platz verfrüht verlassen.
hakan yakin bedankte sich auf seine weise bei joao pinto und den 15’000 mitgereisten walliser fans: nach versenktem penalty im elfmeterschiessen gestikulierte er primitiv in richtung rot-weissem anhang.
am schluss waren es aber doch die sittener, die lachen durften. joao paulo setzte seinen elfer an die latte, alle sion-schützen trafen: der zehnte cupsieg in zehn finalteilnahmen wurde realität! zum ersten mal hat eine nati-b (bzw. challengeleague-) mannschaft den schweizer cup gewonnen. herzliche gratulation, fcsion!
es war ein cupfinal, wie er im buche steht: kampf, krampf, ein paar schöne spielszenen, tore, penalties, rote karten, jubelnde fans, weinende fans und ein marathonläufer. marathonläufer? christian constantin rannte in allen relevanten sitationen von seinem hauptribüneplatz über die wankdorfstufen runter an die trainerbank (wo er anweisungen gab) und wieder zurück. schön, wenn der präsi sich immer so sportlich verhalten würde…
osterautoumfrage
wie ein kuckuck (oder war’s die elster?) klaue ich zu ostern ein ei. beziehungsweise eine umfrage: es gilt, das beste fahrzeug für den osterhasen zu küren. 😉
frohe ostern!
viele meter in alle richtungen
für gerade mal einen tag waren wir im engadin. da haben wir mirkos leistung mindestens egalisiert, oder? büron, silvaplana, lagalb, diavolezza, morteratsch, corvatsch, silvaplana, büron.

immer wieder überwältigend: von der diavolezza über den morteratschgletscher.
und jetzt sind wir etwas müde. 🙂
basic instinct 2
tja, der spyker c8 laviolette ist nach etwa zwei minuten film bereits geschichte. in diesen zwei minuten verstehen es die macher allerdings perfekt, das auto von seiner besten seite zu zeigen und den sound in die gehörgänge aller anwesenden zu hämmern. herrlich.
ansonsten spielen autos natürlich keine hauptrollen mehr. das tut sharon stone. und nur sharon stone. als männerfressendes biest catherine tramell schlägt zu. im oben erwähnten spyker schiesst sie zum zeitpunkt ihres sexuellen höhepunktes in die themse. der junge mann, der ihr das vergnügen verschafft hat, kann leider nicht mehr aussteigen und so kommt es zur mordanklage.
michael glass (david morissey) ist psychiater und soll tramells zustand beurteilen. natürlich wird er vom ersten treffen an permanent mit bissigen bemerkungen und lüsternen blicken beschossen. das ganze vollzieht sich im headquarter der swiss re, also in der legendären gherkin of london. ein perfekter schauplatz für einen hochglanz erotiktrhiller dieser art.
was nun passiert, ist zu grossen teilen voraussehbar. und trotzdem macht es spass, den akteuren zuzuschauen. tramells manipulationskünste spielen dabei eine wichtigere rolle, als der pure sex, wobei auch dieser nicht zu kurz kommt. genial aber, wie eigentlich jeder meint, der andere wolle ihn verarschen. so hetzt tramell ihren seelenklempner gegen den polizisten washburn auf. die beste kollegin von glass ist plötzlich auf tramells seite und selbst seine ex-frau scheint in die fänge der schriftstellerin geraten zu sein.
die schauplätze sind allesamt gut gewählt. so findet man sich auch einmal in einem dreckigen sexclub im londoner rotlichtmilieu zur orgie wieder. alles in allem zelebriert sich sharon stone sehr gut selber. es bleibt aber auch ein bisschen der eindruck, als ginge es nur um die steigerung des selbstbewusstsein der hauptdarstellerin. dass der genau hinschauende kinobesucher trotzdem die kissen in ihren brüsten entdeckt dürfte da allerdings nicht sonderlich gut ankommen. 😉 trotzdem ist stone nach wie vor eine hochattraktive frau, die perfekt für die rolle der catherine tramell geschaffen ist.
ich finde, der film wird zu unrecht in zu hohem masse schlecht gemacht. er erzeugt eine nicht wegzudiskutierende spannung und kann durchaus als erotisch betrachtet werden. die darsteller sehen, vielleicht mit ausnahme des polizisten washburn, zum anbeissen aus und passen vorzüglich in die stylishe umgebung.
erstaunlich: im kinosaal fanden sich etwa genau so viele frauen wie männer. ob es an der bisexuellen ausrichtung tramells liegt?
endlich wieder gefahrlos im wald kiffen
wir erinnern uns: im januar 2004 wurden im kanton luzern zwei kiffende männer von der armee an die polizei verpfiffen. dabei hatten sie sich so schön im wald versteckt. aber eben: die drohnen sehen scheinbar alles. (verwandter artikel auf swissinfo) walter knutti, neuer luftwaffenkommandant, gibt entwarnung für waldkiffer. in einem nzz-interview vom dienstag sagt er, «das tun wir nie mehr». gut so, soweit ich weiss gehört das auch nicht zu den aufgaben einer armee.
der eigentliche aufreger in diesem interview war für mich aber was ganz anderes. und zwar will die armee allen ernstes neue flugzeuge kaufen. ein «realersatz für den tiger» soll es sein. momentan stehen folgende flieger zur debatte: rafale (dassault), eurofighter, jas39 grippen, f/a-18 e/f. mirko kann uns sicher nähere über die flügerli erzählen, oder? der tiger kann nur bei tag fliegen und natürlich ist er inzwischen alt geworden. nur verstehe ich ja schon grundsätzlich nicht, weshalb wir eine luftwaffe brauchen. primär wohl, um arbeitsplätze in der schweiz zu sichern. zuerst werden sie in der schweiz zusammengebastelt und schliesslich auch gewartet.
die einzigen flugzeuge, die ich befürworten könnte, wären transportflugzeuge. aber die wurden ja bekanntlich nicht bewilligt. knutti weist in seinem interview darauf hin, dass wir im «bedarfsfall» kaum auf die hilfe von nato oder eu zählen könnten. ganz so drastisch würde ich die situation nicht sehen, aber der nutzen eines transportflugzeuges ist offensichtlich sowieso viel höher, als der eines reinen kampfflugzeuges.
naja, ich bin bestimmt nicht der kompetenteste mann, um unsere armee zu kritisieren. von mir aus könnte man sie morgen schon abschaffen. interessanterweise werden neue modelle schon in der praxis geprüft: in solothurn soll die armee bald die etwas teuer gewordene polizei ersetzen. 😀 es steht glaub ich auch so in der verfassung: «die armee soll das land schützen und wenn das zuwenig arbeit gibt den verkehr kontrollieren.»
you’ll never walk alone: fc st.pauli superstar!
you’ll never walk alone – diesen song gibt es nur an der anfield road. und am millerntor! was der fc st.pauli im pokalhalbfinale gegen bundesligaleader bayern münchen zeigte war schlicht weltklasse. st.pauli spielt in der regionalliga, also der dritten liga deutschlands. doch ein klassenunterschied war über weite strecken nicht festzustellen. im gegenteil: st.pauli machte das spiel, bayern spielte auf konter.
obwohl man am schluss 0:3 verlor, der fc st.pauli hat allen gezeigt, dass er noch fussball spielen kann. unter standing ovations und dem oben erwähnten song ging das spiel zuende. so richtig verloren hat st.pauli nicht. ich wünsche mir den hamburger club möglichst schnell zurück in der bundesliga. und ein spiel möchte ich mir auch unbedingt einmal live ansehen – den schal hab› ich ja schon lange…
you’ll never walk alone!
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When you walk through a storm
hold your head up high
And don’t be afraid of the dark.
At the end of a storm is a golden sky
And the sweet silver song of a lark.
Walk on through the wind,
Walk on through the rain,
Tho› your dreams be tossed and blown.
Walk on, walk on with hope in your heart
And you’ll never walk alone,
You’ll never, ever walk alone.
Walk on, walk on with hope in your heart
And you’ll never walk alone,
You’ll never, ever walk alone.
ac bellinzona – fcluzern 0:2
leider konnte ich mir das spiel nicht live ansehen. 2:0 im tessin, das ist nun wirklich stark. 25 spiele hintereinander ungeschlagen. wow. ich habe keine lust, jetzt schon mit der rechnerei anzufangen. aber eines ist klar: solange der fcl jedes spiel gelingt, kommt er dem aufstieg immer näher.
hopp lozärn!
