der tagi macht sich lächerlich

nein, nicht mit dem neuen auftritt. der ist nahe an dem der nzz und somit kühl aber sehr brauchbar. nur die bilder sind viel grösser. viel lustiger sind da die anwendugsbestimmungen und rechtlichen informationen. demnach ist nämlich das linken auf die tagi-seite ohne schriftliche bewilligung verboten. jawohl, verboten!

Zudem ist für Links, die von einer fremden Website auf die TA-Website führen, stets vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia einzuholen.

aha, dann wäre ja dieser link verboten und dieser hier auch. schade eigentlich.

gesehen im journalistenschredder

mamma mia

yep, ich hab› mir den tatsächlich angetan. 103 minuten abba-horror. 🙂 meryl streep ist aber trotzdem einmal mehr ziemlich cool und ex-james-bond pierce brosnan fällt durch seine etwas seltsame stimme auf. ansonsten wird vor allem eines deutlich: die songs von abba sind gleichermassen blöd wie genial.

feeldgood-movie der schlechteren sorte.

sind undisziplinierte spieler schuld an der krise des fc luzern?

der blick schiesst heute gleich mit zwei «artikeln» gegen den fc luzern. der eine zitiert sforza, der die spieler beschuldigt, sich mehr für handys als für professionellen fussball zu interessieren. prompt kassieren die blauweissen vom blick den übernamen /handy-kicker./


bouba diarra und sein apple iphone 3g

doch besteht der fc luzern tatsächlich aus lauter unprofessionellen, disziplinlosen, handyfanatischen spielern? ich wage das zu bezweifeln. für mich klingt das nachträgliche rumgemotze von sforza doch sehr nach einer ausrede für das eigene versagen. denn: wer hat einen grossteil der heute im kader stehenden spieler nach luzern geholt? und selbst wenn es da schwierige oder gar labile persönlichkeiten dabei haben sollte: wer soll diese mannschaft führen? richtig, das ist aufgabe des trainers.

doch habe ich mehr und mehr das gefühl, dass ciriaco sforza die kommunikation mit seinen spielern nicht beherrschte. ich kann mir sogar gut vorstellen, dass er sich über gewisse dinge genervt hat, dies aber erst jetzt gegenüber gewissen medien äussert. beispielsweise sagt er sinngemäss auch, dass seine spieler abgesehen von etwa drei ausnahmen die mannschaften der gegner kaum kannten. wenn er schon bemerkt, dass in diesem bereich ein mangel besteht, warum ändert er dann die situation nicht?

ganz so brutal wie kubyilay türkilmaz im blick mit sforza abrechnet, würde ich das nicht tun. denn ich bin überzeugt, dass er stets das beste für den fcl wollte. schliesslich strebt er auch als trainer eine grosse karriere an. dass er die konsequenzen seines scheitern trägt, zeugt von charakter. doch im kern hat kubi in einigen dingen recht:

Wenn einer gehen muss, soll er dies still und leise tun.

Ciri hat die Schuld überall gesucht. Nur nicht bei sich.

Auch sportlich hat Sforza versagt. 77 Spiele, bloss 18 Siege.

before the devil knows you’re dead

andy (philip seymour hofmann) und hank (ethan hawke) sind ungleiche brüder, die eines gemeinsam haben. sie brauchen schnell viel geld. was liegt da näher, als einen kleinen unauffälligen juwelierladen auszurauben? noch besser: beide kennen den schuppen persönlich, denn er gehört ihren eltern. andy hat einen simplen plan ausgeheckt und hank soll das ganze nun umsetzen. doch alleine traut er sich nicht, weshalb er einen kleinkriminellen in die sache reinzieht. dieser erschiesst beim überfall versehentlich die mutter der beiden brüder.

die idee hinter der story hat ja irgendwie was. aber 117 minuten schleppende handlung sind eindeutig zuviel. ethan hawke, philip seymour hofmann und albert finney (vater) mögen begnadete schauspieler sein, doch diesen film können selbst sie nicht aus der langeweile rausreissen. dass viele szenen in ihrer langsamkeit mehrmals aus verschiedenen perspektiven erzählt werden, macht die sache auch nicht besser.

vw setzte beim golf vi völlig falsche prioriäten

der golf ist noch immer das wichtigste modell im grossen weiten vw-programm. somit ist jeder neue golf ein enorm wichtiger schritt für das unternehmen. als deutschlands meistverkauftes auto hat der vw golf aber auch eine art vorbildfunktion für die gesamte autoindustrie. in welchen bereichen wurde der neue golf verbessert, wo lagen die prioritäten? in einem wort: beim komfort. beim komfort? ja, selbst in zeiten, in denen menschen wegen scheinbar zu hohen spritpreisen auf die strasse gehen, wird beim golf der komfort verbessert.

Ein umfanreiches Dämmpaket mit neuen Schottwand-, und Kotflügelabdichtungen sowie eine schallschluckende Bruchfolie in der Frontscheibe soll die Fahrgeräusche minimieren.

[auto bild, heft 32/08]
sorry, aber was soll der quatsch? toyota hat mittlerweile seit 11 jahren den prius auf dem markt und vw macht seinen topseller um jeden preis komfortabler? besser wäre es doch, das auto ohne komforteinbusse leichter zu machen. doch die bad news für die denkenden menschen nehmen noch kein ende: selbst die auf sparsamkeit ausgelegten bluemotion modelle kommen erst nächstes jahr. hybrid? ich glaube in wolfsburg hat man vergessen, wie sich das wort schreibt. von einer elektroversion des golf darf man nicht einmal träumen.

vw verschläft hier nicht irgendeinen trend, sondern auch einen nachhaltigen gesellschaftlichen wandel.

wer wird trainer in luzern? die kandidaten

ab heute übernimmt jean-daniel gross das traineramt interimistisch. da er die entsprechenden diplome noch nicht hat, wird gross ganz bestimmt nicht für lange zeit an der linie stehen (können). bis anhin trainierte er luzerns u21-mannschaft. weil man ende der letzten saison so sehr an sforza hing, verpasste man in der führung des fcl die besten potentiellen nachfolger: vladimir petkovic (ex ac bellinzona, jetzt bsc young boys) und uli forte (ex fc wil, jetzt fc st.gallen). doch wer sind die verbleibenden kandidaten für die dauerhafte nachfolge ciriaco sforzas? ich liste mal einige möglichkeiten, wobei ich mit der unliebsten beginne.

– andy egli – kennen wir, hat nicht funktioniert. schönredner.
– rolf fringer – meistertrainer mit aarau, danach wenig glanzvolles. kennt aber präsi stierli.
– rené van eck – aufstiegstrainer. ein blauweisser. aber: hat die allmend im unfrieden verlassen.
– martin andermatt – bei yb trotz letztjähriger supersaison nach drei spielen entlassen. zuger. zu wenig power für meinen geschmack.
– gilbert gress – vulkan an der linie. taktikfuchs und immer für einen guten spruch zu haben. aber hätte er den respekt der mannschaft?
– stefan marini – als ex-fcl-spieler und langjähriger kriens-trainer kennt er das umfeld bestens. sympathisch. am boden geblieben.
– volker finke – dass er der fähigste all dieser kandidaten ist, wird wohl niemand bezweifeln. die frage ist nur: kann der fc luzern ihn auch entsprechend bezahlen?

ich habe das gefühl, dass es martin andermatt wird. eine kleine hoffnung bleibt für stefan marini. und wenn ich ein wenig träumen darf, gibt es momentan nur eine antwort: volker finke.

fc aarau – fc luzern 1:0

die einen kleben mit 4 spielen ohne sieg am tabellenende, die anderen sind in der form ihrer clubgeschichte und grüssen vom ersten platz. zwei mannschaften, die normalerweise im hinteren mittelfeld zu finden sind, haben auf ihre weise einen bemerkenswerten saisonstart hingelegt. für den fc luzern gab es in aarau schon gar nichts mehr zu verlieren. drei punkte mussten her, alleine schon deshalb, damit die parallelen zum start st.gallens vor einem jahr nicht noch grösser werden.


ciriaco sforza bei seinem letzten spiel als trainer des fc luzern

man merkte zu beginn, dass die situation den spielern klar geworden war. sie kämpften um jeden ball, oft auch übermotiviert. dass elmer schon nach 8. minuten mit einem doppelten schienbeinbruch vom platz musste, war die folge davon. gute besserung nach aarau. doch auch in sachen ergebnis hätte sich die aggressivität beinahe ausgewirkt. beinahe? milan gajic zireklte einen corner wunderbar richtung tor, doch aarau-keeper benito rettete indem er den ball an die latte lenkte. weiter spielte nur luzern. bis, ja bis christian ianu einmal mehr zuschlug. in der 29. minute zerstörte der rumäne die siegesträume der blauweissen. das spiel der luzerner fiel komplett auseinander. über ein 2:0 hätte man sich wirklich nicht beklagen können.

auch nach der pause kein zeichen der besserung. im gegenteil. doch nun machten auch die aarauer keine bewegung mehr, die nicht nötig gewesen wäre. selbst diese schläfrige spielweise des leaders konnte von den blauweissen nicht genutzt werden. obwohl sowohl chiumiento als auch ravasi mehrmals zeigten, dass die gäste durchaus über technisch starke spieler verfügten, waren es die aarauer, denen man eher noch ein zweites tor zugetraut hätte. ianu hätte möglichweise in der 74. minute eine chance dazu gehabt, wäre er nicht von seoane ganz klar rot-würdig umgemäht worden. obwohl an der linie schwegler und schirinzi zu diesem zeitpunkt schon bereit zur einwechslung waren, wartete sforza unverständlicherweise weitere zehn minuten, bis er die beiden brachte. warum nicht paquito nicht noch ein offensiver mann anstelle von schwegler reinkam, weiss wohl auch nur sforza. auf jeden fall reichte es nicht mehr für den ausgleich.


traurig aber wahr: der fcl ist am boden

immerhin hat ciriaco sforza nach dem spiel die konsequenzen aus diesem katastrophalen saisonstart gezogen. dabei muss stets betont werden, dass man nie mit pech verlor, sondern immer die klar schlechtere mannschaft war und nie eine gelegenheit hatte, eines der 4 spiele zu gewinnen. nur in bellinzona hätte man mit viel glück gewinnen können.

daten

Aarau – Luzern 1:0 (1:0).

Brügglifeld. – 8900 Zuschauer. – Schiedsrichter: Circhetta. – Tor: 29. Ianu 1:0.

Aarau: Benito; Menezes, Rapisarda, Page, Elmer (8. Tarone); Mutsch, Burki, Bastida, Nushi; Guerrero (62. Antic); Ianu (81. Bengondo).

Luzern: Zibung; Lambert (84. Schwegler), Veskovac, Seoane, Lustenberger (84. Schirinzi); Renggli, Wiss; Gajic (56. Karanovic), Chiumiento, Ferreira; Ravasi.

Bemerkungen: Aarau ohne Rogerio, Schaub (beide verletzt) und Pejcic (noch nicht spielberechtigt). Luzern ohne Diarra, Kukeli, Mesbah, Pacar, Tchouga und Zverotic (alle verletzt). 13. Benito lenkt Corner von Gajic an die eigene Latte. 74. Platzverweis Seoane (Notbremse). Verwarnungen: 26. Ravasi, 30. Veskovac, 35. Ferreira, 68. Rapisarda (alle Foul), 92. Chiumiento (Reklamieren).

[quelle: nzz online]

endlich: ciriaco sforza geht

heute ist ein freudentag für den fussball in luzern. so lange hat man zugeschaut. es kann nur besser werden.

grazie, ciri, aber Du warst einfach nicht der richtige.

zisch
nzz online

update: yb hat sich vladimir petkovic als neuen trainer geschnappt. schade, denn der wäre mein wunschkandidat für den fc luzern gewesen…