verstecktes rwd-feature im porsche carrera 4 pdk

die jungs von garage 419 haben ein video ins netz gestellt, in dem man ein verstecktes feature im porsche 911 carrera 4 pdk in aktion sehen kann. dazu muss der komplexe name kurz erklärt werden: es geht um einen vierradgetriebenen porsche (4) mit einem neuen doppelkupplungsgetriebe (pdk), der normalerweise immer über alle vier räder angetrieben wird. zieht man nun aber die handbremse nur um einen einzigen zacken an, wird die vorderachse entkoppelt und das auto wird zum hecktriebler.

dieser kleine trick ist natürlich vor allem deshalb cool, weil es keinen schalter dafür gibt. ausserdem lässt sich dann auch mit einem carrera 4 einfacher driften. 😉

quantum of solace

*vorsicht*spoiler

james bond (daniel craig) trauert immer noch um vesper, die in casino royale starb. als er herausfindet, dass dominic greene (mathieu amalric) von der verbrecherorganisation quantum hinter dem mord steht, beginnt ein einsamer kampf. denn weil die organisation überall ihre leute eingeschleust wird, traut selbst m (judy dench) ihrem topagenten nicht immer. dass er dabei herausfindet, wie greene bolivien von seinem wasserreservoir mitten in der wüste abhängig machen will, wird fast zur nebensache.

liebend gerne würde ich hier hinschreiben, marc forster habe die bond-filmreihe famos fortgesetzt. hat er aber nicht. ok, die sequenz mit dem aston martin dbs am anfang ist göttlich, soll aber nicht aus der feder von foster stammen. der rest besteht aus sehenswerten actionsequenzen. ein bond-film hat aber mehr zu sein als blosse action-unterhaltung. doch weil dialoge fast ganz durch abwesenheit glänzen, kommt weder der typische humor zum vorschein, noch gelingt es die bösen als wirklich böse darzustellen. mir persönlich hat es auch nicht geholfen, dass matthieu amalric irgendwie aussieht wie florian ast. die rolle von anatole taubmann wurde in der hiesigen presse hochgespielt. tatsächlich sagt er nur einmal «jo, isch scho chli heiss da», und das ist es dann schon. wenn man vonquantumofsolace mehr erwartet als einen simplen actionfilm, wird man sicher enttäuscht. falls man trotzdem nicht auf das erlebnis verzichen möchte, empfehle ich das ansehen von casino royale, weil der foster-bond einige male darauf bezug nimmt und auch weil es einfach ein toller film ist.

forster hat einmal mehr wunderbare bilder arrangiert, aber die lizenz zum bond-drehen muss ihm nach diesem film defintiv entzogen werden. das hat er einfach nicht drauf. ich freue mich schon auf 2010, wenn der nächste bond mit daniel craig in der hauptrolle erscheinen wird.

das handy, das alles kann

ja, das pomegranate ns08 kann tatsächlich so ziemlich alles. internet, gps, mp3-player, email und cam sind inzwischen für viele handys standard. das granatapfelrote gerät geht etwas weiter. wie wäre es z.b. mit einem übersetzer, der 50 sprachen spricht? einfach ins gerät sprechen und sekunden danach ertönt durch den lautsprecher das gesagte in farsi. oder warum nicht auf der ins gerät eingebauten mundharmonika ein liedchen anstimmen? ein hd-projektor lässt das pomegranate zur präsentationsgranate werden. sehr praktisch für unterwegs: der elektrische rasierer.

und jetzt? lust auf eine tasse kaffee aus dem handy?

via lkm

p.s. natürlich ist das alles ein bisschen zu fantastisch um wahr zu sein… in tat und wahrheit handelt es sich um eine grossangelegte image-kampagne für… ach schaut’s euch an. 🙂

katzen würden… toyota fahren

ja, schon wieder ein katzenvideo. allerdings ein etwas anderes. toyota australien liess sich diesen etwas seltsamen werbespot einfallen. mir ist dabei noch aufgefallen, dass der corolla in australien nichts anderes als «unser» toyota auris ist.

diätkatze

eigentlich finde ich es ja doof, die ganze zeit nur youtube-videos zu posten. aber da lkm momentan so produktiv ist, haben wahrscheinlich einige von euch diese schräge katze verpasst. also ich find’s zum schreiben komisch. viel spass,

klimaerwärmung? was soll das theater?

die werbung für das mtv programm zur klimaerwärmung trifft den punkt. in den kanälen von amsterdam tauchte plötzlich ein mensch auf, der ein transparent aus dem wasser streckt. natürlich gehören die hände nicht zu einem echten menschen, sondern sind an einem ferngesteuerten mini-uboot festgemacht. auf diese art wird der ansteigende meeresspiegel demonstriert. eine einfache umsetzung einer witzigen idee. well done, mtv!

via ibelievinadv.com

gomorra

scampia wird von der camorra regiert. von a – z. die menschen erhalten ihr geld von einem mitglied ihres clans. bereits im kindesalter wird man mit dem umgang von waffen vertraut gemacht. die mafia kontrolliert nicht nur die strassen, sondern auch die textilindustrie und die abfallentsorgung. die in plattensiedlungen hausende bevölkerung ist total verarmt und ebenso auf die machenschaften der mafia angewiesen, wie sie diese fürchtet.

der film zeigt in erdrückender, fast dokumentarischer art, welche zustände im süden italiens zu herrschen scheinen. matteo garrone hat teile von roberto savianos filmisch umgesetzt. das ganze bleibt stückwerk. für den betrachter überaus mühsam und erklärungsbedürftig. die schwer verständliche sprache trägt zusätzlich zum anstrengenden kinoerlebnis bei. die verfeindeten clans werden im film nicht mit namen genannt, was eine zuordnung der akteure erschwert. etwas weniger authentizität wäre hier wohl besser gewesen. so bleibtgomorra ein absoluter nischenfilm, der zwar ein wichtiges thema anspricht, dabei aber ein breites publikum verfehlt.

nordwand

toni kurz (benno fürmann) und andreas hinterstoisser (florian lukas) haben einen grossen traum: die erstbesteigung der eigernordwand. da das dritte reich nur so nach helden schreit, wird die besteigung sozusagen subventioniert. doch die beiden österreicher sagen vorerst ab, um sich schliesslich mit der arischen konkurrenz konfrontiert zu sehen. die bergsteiger liefern sich einen wettkampf, der nicht gut ausgehen kann. das schlagartig wechselnde wetter am eiger trägt weiter zum drama bei…

mein problem ist, dass ich vor ein paar jahrentouchingthevoid *(must* *see!)* im kino gesehen habe. das absolute nonplusultra was bergsteigerfilme anbelangt. von daher konntenordwand nur verlieren. kommt dazu, dass die ganze sache teilweise etwas gar schmalzig aufbereitet wurde. auch ist eine art medienkritik eingeflochten, die auf mich ziemlich holprig wirkt. im endeffekt ist der film eben ein bergsteigerfilm wie jeder andere mit der typischen liebesgeschichte und dem typischen starrsinn einzelner akteure. das hat man alles in ähnlicherform schon gesehen. ein grosses plus verdient aber die realistische darstellung der szenen am berg.

mazda design

[Trigami-Review]

mittlerweile sind schon 4 monate vergangen, seitdem ich überlegt habe, reviews für trigami zu schreiben. ich habe damals entschieden, dass ich nur dann etwas schreiben würde, wenn der auftrag auch sonst gut in meinen blog passt. nun ist ein angebot eingetroffen, dass ich einfach annehmen musste.

konkret geht es um die concept cars des autoherstellers mazda. in den letzten jahren ist aus der einst recht grauen maus mazda ein hersteller geworden, der sich über modernes design und sportlichkeit geschickt positioniert hat. die concept cars haben den prozess dieser positionierung nicht nur unterstützt, sondern designmässig auch gelenkt. mich hat diese neue designsprache von anfang an fasziniert. ein concept car hat mir sogar so sehr gefallen, dass ich ein bild davon auf meinem desktop habe. die desingsprache trägt bei mazda den namen nagare. auf der mazda design homepage wird von einer design-dna gesprochen, die alle identitätsbildenden elemente eines fahrzeuges umfasst. man soll also im prinzip schon an der form des aussenspiegels erkennen, dass es sich um ein auto einer bestimmten marke handelt.

beim betrachten aller concept cars die mit rücksicht auf «nagare» entstanden sind, fallen sofort die fliessenden linien auf. kein zufall, denn die übersetzung des japanischen wortes nagare ist fliessend. neben einer extremen keilform zeichnen sich die meisten studien durch wellenähnliche strukturen in ihren seitenpartien aus. am besten lässt sich das an einem bild zeigen:

mazda taiki

das bild vom mazda taiki habe ich auf dem genfer autosalon geschossen. in der nach oben geklappten flügeltüren sind die erwähnten wellenstrukturen bestens zu erkennen. das ganze auto ist für geringsten ressourcenverbrauch aerodynamisch optimiert, was auch die seltsam wirkenden freistehenden hinterräder erklärt. mich hat damals speziell die front fasziniert, weil ich vorher noch nie etwas derartiges gesehen hatte.

mazda taiki

spontan fühlte ich mich an einen bartenwal erinnert. dann fielen mir die geschwungen lichtbänder auf. trotz weit aufgerissenem schlund und messerscharfen kanten wirkt das design auf mich nicht sonderlich aggressiv. eher trägt es organische züge, fast als wäre das auto gewachsen. damit ist der taiki ganz klar mein lieblings-concept-car des aktuellen mazda designs. dieses fast natürliche aussehen – nicht zu verwechseln mit bio-design – zieht sich durch die ganze nagare-reihe von concept cars. atsuhiko yamade, seines zeichens mazda-designer in yokohama, erklärt, dass in japan historisch kultur und design sehr stark durch die natur beeinflusst worden seien.

mazda kabura

weit weniger extrem als der taiki, dafür näher an einem serienmodell war der kabura. er hat mir damals in genf auch wegen seiner intensiven dunkelroten farbe sehr gut gefallen. lustig ist, dass ich den kabura vor zweieinhalb jahren ebenfalls als desktopbild gewählt hatte. seine gestalt findet sich übrigens in sehr ähnlicher form beim wankelmotorrenner mazda rx-8.

am beispiel des mazda nagare designs lässt sich sehr gut zeigen, wie wichtig das aussehen bei einem auto ist. sehr oft wird nämlich vom äusseren auf die inneren werte geschlossen. spannt ein fahrzeug seine muskeln wie der kabura, geht man von einem potenten aggregat unter der haube aus. kommt es eher leicht wie der taiki daher, schliesst man auf einen sportwagen mit «grünem» anstrich. ausserdem ordnet man als betrachter gefälligerem design automatisch eine höhere wertigkeit zu. doch der wichtigste aspekt ist zweifellos die identitätsbildung. durch die verschiedenen concept cars hat mazda eine designmässige kontinuität geschaffen, die schlussendlich den wiedererkennungswert der serienmodelle erhöht. gerade im umfeld von aufstrebenden südkoreanischen und bald auch chinesischen marken ist es für die japaner wichtig, ihr profil auch optisch zu schärfen. die zeit, in der japanische marken nur europäisches oder us-amerikanisches design imitierten ist zum glück längst vorbei. eine weitere präzisierung wichtiger gestaltungselemente wie kühlergrill, leuchten und räder würde aber sicherlich nicht schaden.

deshalb hoffe ich, dass wir die wellen in den türen ebenso bald in serie erleben dürfen, wie die hypermodernen lichterketten an der front des mazda taiki. auch die bei sämtlichen concept cars herrlich herausgearbeiteten vorderen kotflügel möchte ich eines tages auf der strasse sehen. und natürlich bin ich jetzt schon gespannt, mit welcher design-kreation mazda beim genfer salon im märz 2009 aufwartet.