frost / nixon

nur weil ihn sein nachfolger gerald ford vollständig rehabilitiert, kann richard nixon (frank langella) für die watergate-affäre juristisch nicht verantwortlich gemacht werden. doch als im talkshow-moderator david frost (martin sheen) das angebot macht, sich bei einem interview zu allen heiklen fragen zu äussern, wittert nixon die chance seinen ruf in der öffentlich wiederherzustellen. tatsächlich wird frost bei den nach langem tauziehen stattfindenden ersten interviewsessions von nixon an die wand geplappert. doch das prominenteste thema, der vieldiskutierte watergate-skandal steht erst in der letzten von vier sitzungen an…


frank langella gibt einen unglaublichen richard nixon. vergleicht man mimik und gestik mit alten fotos, realisiert man erst, wie nahe am original die darstellung im film wohl ist. der film, der eigentlich auf das duell der beiden hauptpersonen hinausläuft, fasziniert nicht nur mit seiner überzeugenden fast-dokumentarischen art. er schafft es immer wieder, gefühlszustände der akteure ohne worte und ohne over-acting perfekt zum zuseher zu transportieren. dass man ausserdem die watergate-affäre präsentiert bekommt, frischt das geschichtswissen etwas auf. weiter ist erstaunlich viel humor mit drin, vor allem im ersten teil wartet nixon immer wieder mit trockenen sprüchen auf.

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doubt

hat er, oder hat er nicht? der fortschrittliche pater flynn (philip seymour hofman) wir des sexuellenn missbrauchs eines seiner ministranten verdächtigt. als schwester james (amy adams) einen ersten verdacht schöpft, ist die direktorin schwester aloysius (meryl streep) sofort mit an bord. ihr sind die die modernen methoden und predigten über themen wie zweifel sowieso zuwider. da kommt es ihr fast schon gelegen, dass sich der pater am ersten dunkelhäutigen schüler an der schule vergangen haben soll.

einmal mehr sind philip seymour hofman und meryl streep schon fast unglaublich gut. interessant ist aber auch, wie mit dem zweifel des zuschauers gespielt wird. schliesslich kennt jeder mensch zweifel. zweifel am eigenen glauben, zweifel an botschaften anderer und nicht zuletzt zweifel an sich selbst. deshalb könnte der titel gar nicht passender gewählt sein. schliesslich bleibt man hin- und hergerissen zwischen pater flynns und schwester aloysius› version der geschichte. wem soll man glauben, weshalb?

dass der regisseur gleichzeitig der autor des stücks (eigentlich ist doubt ein theaterstück) ist, erklärt die intensive stimmung, die man erlebt. john stanley ist da auf jeden fall ein sehenswerter film geglückt.

jööö ist der süss: fiat 500c



da ist ein fehler im titel. es fehlen ein paar ü. richtig muss es natürlich heissen: jööö ist der süüüüüüüüüss. 🙂 der fiat 500c wird am genfer auto salon als weltpremiere gezeigt. das cabrio ist im prinzip nur ein normales auto mit riesigem rolldach. damit ist einerseits zwar die sicht nach hinten bei geöffnetem dach nahezu inexistent, dafür ist man andererseits sehr nahe am original.

fc luzern – bsc young boys 2:3

schön frisiert, wie wir das von ihm kennen, kam er gestern in luzern an: schirichef urs meier. er sollte einiges geboten kriegen.

zu beginn musste er sich wohl die augen reiben: der fc luzern spielte die biene mayas aus bern an die wand. schon nach drei minuten hatte roland schwegler eine grosschance, die er per kopf an die aussenkante des pfostens setzte. in der abwehr spielte zum ersten mal adan vergara als innenverteidiger. doch weil luzern so druckvoll spielte, konnten die berner die uneingespielte luzerner hintermannschaft (noch) nicht zu ihren gunsten nutzen. schliesslich war es der 19-jährige lior etter (eigener luzerner u21-nachwuchs), der gilles yapi den ball wegschnappte, einen berner austanzte und zwischen zwei gelbschwarzen hindurch joetex frimpong fand. dieser vollstreckte eiskalt zum hochverdienten 1:0 nach zehn spielminuten. doch die luzerner offensivmaschinerie um den überragenden oscar scarione hatte noch nicht genug und lief weiter auf hochtouren. selbiger scarione holte sich den ball an der behind-linie um dem frei stehenden paiva aufzulegen. auch dieser zögerte keinen moment und erhöhte auf 2:0. yb will meister werden? mit dieser verteidigung? sicher? doch, wir wissen es, hochmut kommt vor dem fall. luzern, allen voran nelson ferreira, vergab in der folge mehrere gute chancen um mit 3:0 davonzuziehen. doch als christian schwegler stark abseitsverdächtig angespielt wurde, führten die luzerner noch immer mit nur zwei toren. schwegler legte auf hochstrasser zurück und leitete so den anschlusstreffer ein.

in der zweiten hälfte schienen die blauweissen das spiel im griff zu haben. sie liessen sich nicht zu sehr nach hinten drängen, suchten weiter das dritte tor. freistösse von scarione verfehlten das ziel nur knapp. doch es sollte nun die kreative phase des bis dahin schon nicht überragenden schiri studer kommen. obwohl der ball vielleicht 15 meter von den beiden entfernt war, pfiff er eine berührung schweglers an hochstrasser als penalty. ein absolutes geschenk. der neue innenverteidiger vergara nahm sich für das spiel gegen sion am mittwoch gleich selber aus der aufstellung: sein idiotischer kopfstoss wurde völlig zurecht mit der roten karte bestraft. dass er darauf noch auf andere yb-spieler und kurz sogar auf seine mitspieler losging, stempelt ihn schon nach den ersten match zum charakterlosen notnagel.

so war fringer gezwungen, paiva auszuwechseln und mit lukmon die dezimierte verteidigung wieder aufzustocken. wenn man am tabellenende liegt, klebt einem das pech an den füssen. so war es nur logisch, dass dem fcl auch noch der verbleibende punkt entrann. doumbia nutzte die verwirrung in der verteidigung für das dritte berner tor. trotz fünf nachspielminuten konnte der in der schlussminute der regulären spielzeit erzielte treffer nicht mehr ausgeglichen werden. der frust bei den luzernern war riesig.

ich sag’s nicht gerne, aber genau wenn man solche spiele verliert, steigt man ab.

daten

Luzern – Young Boys 2:3 (2:1). Allmend. – 6719 Zuschauer. – Schiedsrichter: Studer. – Tore: 11. Frimpong 1:0. 18. Paiva 2:0. 28. Hochstrasser 2:1. 79. Raimondi (Foulpenalty) 2:2. 90. Doumbia 2:3. –

Luzern: Zibung; Lambert, Roland Schwegler, Vergara, Lustenberger; Scarione, Etter, Chiumiento (85. Kukeli); Frimpong (61. Tchouga), Paiva (80. Lukmon), Ferreira. –

YB: Wölfli; Portillo, Ghezal, Affolter; Christian Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi; Varela (88. Degen), Schneuwly (77. Schneuwly), Regazzoni (62. Häberli). –

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra, Seoane, Veskovac, Wiss (alle verletzt) und Renggli (krank). YB ohne Schneider, Doubai (beide verletzt), Pereyra und Fassina (noch nicht spielberechtigt). 77. Rote Karte gegen Vergara (Tätlichkeit an Hochstrasser). – Verwarnungen: 40. Lustenberger (Foul). 48. Ghezal (Hands). 67. Vergara (Foul). 72. Scarione (Foul). 77. Hochstrasser (Unsportlichkeit). 84. Varela (Foul).

[quelle: nzz online]

fast wie zu pirmins zeiten…

schön, dass nach all diesen jahren wieder mal ein solcher medaillenspiegel die schweizer skifans erfreut. es war eine wirklich tolle wm mit spannenden rennen und supersportlichen fahrern. mir hat vor allem julien lizeroux gefallen, wie er manfred pranger zu dessen goldmedaille gratuliert hat. da könnten sich andere sportler eine scheibe abschneiden.


[grafik: tagesanzeiger]

bmw 5er gt conept

jahrelang gab es in insiderkreisen gerüchte zum bmw pas. pas steht für progressiv active sedan. nun wird in genf diese studie stehen, die sehr nahe am schlussendlichen serienprodukt sein wird. ihr name: bmw 5 series gran turismo concept. die idee dahinter erklärt bmw mit einem video, das ich im vorherigen beitrag eingefügt habe. er ist also weder limousine, noch suv, noch kombi. sondern von allem etwas. die form, die bei so einem spagat herauskommt, ist in meinen augen äussert gewöhnungsbedürftig. ausserdem ist das ding mit 4,98m auch sehr gross geraten.


ich zweifle stark daran, dass bmw mit dem 5er gt (so dürfte das serienmodell heissen) grosser erfolg beschert sein wird. das raumkonzept kann vielleicht noch überzeugen, aber die form ist einfach zuunästhetisch.

wie krank kann man sein?

die mutmasslich von «neonazis» angegriffene brasilianerin, hat sich die verletzungen mit grosser wahrscheinlichkeit selbst zugefügt. schwanger war sie zum zeitpunkt des mutmasslichen angriffs ebenfalls nicht, was ihren angaben widerspricht.

nzz onlin

unglaublich.