wohnungssuche leicht(er) gemacht

[Trigami-Review]

wer wie ich schon in zürich oder luzern eine mietwohung suchen musste, der weiss, das solch ein unterfangen einiges an zeit und nerven brauchen kann. am anfang ist es ja noch ganz spassig: mit kleidern und altpapier übersähte wg-gänge, alte überteuerte wohnungen und gesprächige vermieter. das ganze wird aber mehr und mehr zur geduldsprobe, vor allem auch weil man die inserate z.b. an uni und eth und anderen orten zusammensuchen muss. nun steht die welt glücklicherweise nicht still, denn gerade im bereich der wohnungssuche gibt es mittlerweile nicht nur praktische internetseiten, sondern auch extra passende apps. eine solche

ich habe die app mal getestet. dafür habe ich mal so getan, als würde ich in der neustadt von luzern eine wohnung suchen. also starte ich die app mit einem fingertipp und wähle schliesslich «suchen». ein witziges feature ist die möglichkeit, mit hilfe des im iphone verbauten gps gleich in der nähe zu suchen. da ich mich aber in zürich befinde, gebe ich im konventionellen suchformular mal 6003 als postleitzahl ein und erweitere den umkreis um einen kilometer. ausserdem stelle ich die verfügbarkeit auf juni 2011 ein.

und zack, einen weiteren fingertipp später zeigt es mir 30 objekte an. von etwas gar spartanischen 1-zimmer-wohnungen bis zu relativ hochpreisigen 4,5-zimmer-wohnungen ist alles dabei. bei allen gibt es mindestens ein bild, damit man auch optisch einen kleinen eindruck von der potentiell zukünftigen bleibe erhält. ist man ernsthaft interessiert, kann man direkt aus der app heraus einen anruf an den anbieter auslösen. alternativ ist auch die kontaktaufnahme via mail möglich. ausserdem kann man die anzeigen auch an wohnungssuchende kollegen schicken.

screenshot: sieht so die neue traumwohnung aus?

auch wenn man sich ein haus kaufen möchte, ist die immoscout24 app das richtige tool. die suche funktioniert genau gleich gut. neben orts- und grössangaben, kann auch der preis für die gesuchte immobilie eingegrenzt werden.

eine spezialität der app ist, dass jede suche gleich so gespeichert werden kann, dass man sie einfach vom homescreen aus wieder aufrufen kann. und falls man doch einmal etwas vergessen hat zu speichern, ist jede getätigte suche über den suchverlauf wieder auffindbar. ausserdem ist ein kleiner routenplaner an bord, der den weg vom aktuellen ort zum wohnobjekt per gps berechnet. die app von immoscout24 erleichtert die manchmal doch recht mühsame wohnungssuche um einiges.

populistische akw-gegner

nur stunden nach der sich anbahnenden katastrophe im japanischen fukushima meint man in der schweiz schon, man müsse aus dem fatalen unfall profit schlagen. für einmal sind es nicht die populisten von ganz rechts, sondern jene in der reihen der sp, die eine geradezu absurde forderung stellen.

das akw mühleberg müsse abgeschaltet werden meint die sp bern. ganz abgesehen davon, dass in der schweiz ein tsunami unmöglich und ein solch starkes erdbeben höchst unwahrscheinlich ist, erachte ich diese forderung zu dieser zeit vor allem als stil- und pietätlos. gerade im linken lager, wo man sich in der vergangenheit oft (zurecht) über stillose und teils undemokratische kampagnen von rechts beklagt, sollte man von solchem opportunistischem populismus nun wirklich absehen.

ich bin ganz bestimmt kein glühender verfechter der atomenergie. vor allem das abfallproblem ist noch immer höchst unbefriedigend bis gar nicht gelöst. und ich bin überzeugt, dass im bereich der alternativen energien dringend mehr investiert werden sollte. dennoch bin ich sicher, dass jetzt nicht die zeit für einen schnellschuss ist. und ganz sicher ist es falsch, auch bei baugleichen anlagen direkte schlüsse von japan auf die schweiz ziehen zu wollen. ich hoffe, auch die sp bern kommt wieder zur vernunft und legt bald einen machbaren plan für den atom-ausstieg vor, hinter dem man auch als denkender mensch stehen kann.

fc luzern – grasshoppers club zürich 1:0

die erste hälfte war nun wirklich keine werbung für die höchste schweizer fussballliga. da reihte sich auf beiden seiten zu oft fehlpass an fehlpass. und dies obwohl sich der gersagrasen wieder mehr zu einem echten spielfeld entwickelt. der fcl hatte mit gygax und ferreira jeweils bei sogenannten abstauber-situationen zwar die besseren chancen, hätte sich aber auch über einen rückstand nicht beklagen können. alles in allem war der fcl zu passiv, um das spieldiktat an sich zu reissen.


spielte den riesen-pass auf hakan yakin: burim kukeli

das sollte sich in der zweiten halbzeit ändern. die fringer-truppe kam viel entschlossener aus der kabine und suchte fortan das heil in der offensive. als in der 68. minute auch noch ianu für siegrist ins spiel kam, ging ein weiterer ruck durch das team. wie ein gummibällchen spickte der rumäne durch die zürcher abwehrreihen. ein torerfolg blieb ihm zwar verwehrt, doch sein einfluss aufs spiel war deutlich spürbar. dank einem genialen pass von burim kukeli fand sich hakan yakin plötlich alleine vor swen könig. so eine chance lässt sich luzerns nummer 10 natürlich nicht entgehen. das sehenswerte tor reiche nur deshalb für den sieg, weil sich zibung in der folge von seiner besten seite zeigte.

sicher ein verdienter sieg, wenn auch der gegner sein potential nicht zu zeigen vermochte. jetzt gilt es, auswärts gegen yb punkte zu holen.

daten

Luzern – Grasshoppers 1:0 (0:0)

Gersag, Emmenbrücke. – 7852 Zuschauer. – SR Gremaud. – Tor: 76. Yakin 1:0.

Luzern: Zibung; Zverotic, Wiss, Puljic, Fanger; Renggli, Kukeli; Gygax (92. Pacar), Yakin (94. Lambert), Ferreira; Siegrist (68. Ianu).

Grasshoppers: König; Menezes, Vallori, Colina, Ruiz; Gajic (84. Calla), Abrashi (65. Basha), Toko, Zuber (58. Lang); Emeghara, Frick.

Bemerkungen: Luzern ohne Veskovac (krank), Sava Bento (gesperrt), Lustenberger, Paiva, Prager und Sorgic (alle verletzt). Grasshoppers ohne Rennella (krank), Cabanas, Pavlovic, Salatic, Smiljanic und Voser (alle verletzt). 26. König lenkt Kopfball von Siegrist an den einen Pfosten.

Verwarnungen: 27. Colina (Foul). 55. Wiss (Foul). 60. Fanger (Foul). 71. Basha (Foul). 83. Puljic (Foul).

die sicherheitspartei

aktuell herrscht in der schweiz nur eine einzelne partei. die dominanz lässt sich an den aushängen erkennen. zumindest der kanton luzern scheint regelrecht zugepflastert mit den werbetafeln der svp. der aktuelle wahlspruch der rechtsaussen-partei: svp wählen heisst: sicherheit. und ich glaube damit liegen die superreichen lenker des apparates für einmal gar nicht so falsch. dank dieser partei gibt es in der schweiz mit sicherheit:
– mehr geld in der taschen der reichen
– weniger geld in der taschen der armen
– mehr hass auf alles fremde
– mehr angst vor der zukunft
– mehr imageschäden für das land
– weniger sachliche politische diskussionen
– weniger zeit der politik für die echten probleme des volkes
– weniger gute bildung aufgrund von sparmassnahmen
– weniger gut funktionierende justiz aufgrund von sparmassnahmen

und das sind erst die punkte, die mir jetzt so spontan einfallen. 😉 eines ist also klar, wer diese partei wählt, sorgt für sicherheit.

büne hubers meccano destructif commando – live im kammgarn schaffhausen

gestern spielte büne hubers meccano destructif commando im kammgarn in schaffhausen. eine nette location mit gestern etwas zu spärlichem publikum. dafür war büne bester laune, was möglicherweise auch an der songauswahl gelegen hat. auf der kleinen tour mit disu gmünder, ändu hug und wolfgang zwiauer kommen nämlich ausschliesslich lieder zum einsatz, die man sonst eher nicht live oder noch gar nie öffentlich gehört hat. so war «eberhard» endlich mal wieder mit von der partie und auch der element of crime song «weisses papier» wurde zum besten gegeben. noch rarer dürfte das nits-cover «home before dark» sein.

zu den spannenden songs gesellten sich die ausufernden geschichten bünes. nur als er sich dann doch noch in politische gefilde wagte und die wahl von ädu «alpen-richard-gere» amstutz bedauerte, fand man das im konservativen schaffhausen nicht sooo lustig. der «sicherheitspartei» und namentlich dem erwähnten berner exponenten widmete er übrigens den song «schlaflied». sehr schön. wie das ganze konzert.

singer 911

ich bin nun wirkich kein grosser porsche-fan. und nachbauten von klassischen autos finde ich meisten recht, naja, überlfüssig halt. aber dieser singer 911 schaut doch einfach zum anbeissen aus. klassischer look gepaart mit aktualisierter technik: im heck schlägt ein luftgekühlter 3,9-liter boxermotor. er bringt’s auf 425 ps. der motor entsteht wie das ganze auto in handarbeit. im innenraum kommen z.b. radios aus den 70er jahren zum einsatz, die aber von modernen lautsprechern unterstützt werden. dabei erstaunt der genannte preis von 200’000 usd doch positiv.



mehr bilder gibt’s bei autoblog.

die formulierung macht’s (auch)

eigentlich geht’s ja um das gleiche, und die headlines schauen auch ähnlich aus. aber halt nur ähnlich. der artikel in der neuen luzerner zeitung hat ist viel kürzer als jener in der nzz, findet aber platz auf der titelseite. dazu wird er duch einen kommentar ergänzt, der ebenfalls die front schmückt. noch auffälliger finde ich aber die bereits angesprochene titelwahl. während man mit etwas interpretation in der lz liest, dass man aktuell nicht integriert sein muss bzw. nicht ist, wird die überschrift in der nzz dem thema doch eher gerecht.

ich will damit gar nicht gross die nlz bashen. aber solche ins tendenziöse gebiet driftende überschriften bergen durchaus die gefahr missverstanden oder eben überinterpretiert zu werden. genau deshalb hat die nzz wohl den status inne, den sie auch mit schwindendem budget weiterhin locker zu verteidigen wissen wird.

fc luzern – fc basel 0:1

kurz vor dem spiel in thun doch noch ein paar gedanken zur niederlage gegen den tabellenführer. die basler gerieten nur zu beginn in verlegenheit, denn das heimteam legte einen tollen start hin. da kamen zuspiele an, wurden zweikämpfe gewonnen und ganze spielzüge funktionierten. leider dauerte das glück nur fünf mintuen lang; so lange halt, bis sich der fcb auf die angriffsbemühungen der luzerner eingestellt hatte.

nun kontrollierten die basler das geschehen, was in der 13. minute im siegestor durch alex frei gipfelte. die truppe von fink ging in der folge keine risiken ein und begnügte sich mit der verwaltung der führung.

in der zweiten hälfte blieb der klassenunterschied weiter spürbar. erst mit den einwechslungen von pacar und bento, kam noch einmal etwas schwung in deas spiel der blauweissen. sava bento nahm sekunden nach seiner einwechslung den ball per brust an, wie man das im ganzen spiel von keinem luzerner gesehen hätte. janko pacar fasste sich ein herz und prüfte als einziger überhaupt den basel-schlussmann costanzo. doch obwohl dieser den ball abtropfen liess, konnte der fcl nicht profitieren. über die gesamten 90 minuten gesehen stellte man sich äusserst ungeschickt an. wer 13 mal ins abseits läuft, kann nicht nur dem linienrichter die schuld geben. so wird es schwer, den dritten platz zu behaupten. vor allem das angriffsspiel muss viel variabler werden.