Internet Explorer und die Kinder der 90er Jahre

Ein hübsches Video hat Microsoft da gemacht. Man trifft so einiges wieder, dass man vergessen (oder verdrängt?) hatte. Nur meine ich mich zu erinnern, dass wir in den 1990er-Jahren alle mit dem Netscape Navigator im Netz unterwegs waren.

Das Rautewort

Jedem, der sich einmal mit der französischen Sprache beschäftig hat, dürfte klar sein, dass sie auf ihre ganz eigene Art wunderbar ist. Nur schon der Klang. Davon sind unsere Nachbarn im Westen auch selbst ziemlich überzeugt, weshalb sie vor fast 400 Jahren die Académie Française ins Leben gerufen haben. Noch heute legt sie fest, was «man sagt» und was man eben nicht sagen soll. Im Zeitalter des Internets hat sich Englisch bekanntlich durchgesetzt, vor allem eben, was die Sprache im Netz selbst angeht. Das Wort «Hashtag» ist jedem Twitternutzer ein Begriff, weshalb es meines Wissens keine deutsche Übersetzung des selbigen gibt. Die Franzosen haben sich nun für «mot-dièse» entschieden. Da frage ich mich natürlich schon, ob wir irgendwann auch das «Rautewort» einführen werden…

Internettrolls

Ehrlich gesagt: nein. Ich bin allgemein sehr skeptisch gegenüber allen Phänomenen, die «Internet» in ihrem Namen führen – auch hier. Ich bin mir nicht sicher, dass vor dreissig Jahren die Welt tatsächlich frei war von mürrischen beschäftigungslosen Individuen. Ich vermute, diese haben heute einfach eine andere Möglichkeit entdeckt, Zeit totzuschlagen. Nun texten sie hässliche Kommentare und belästigen Mitmenschen. Klar, wenn sie das Gesetz brechen, muss man sie zur Rechenschaft ziehen. Aber ich zweifle daran, ob die moralische Panik vieler heutiger Medien berechtigt ist.

Evgeni Morozov in einem Interview des Tagesanzeiger.

Der #Aufschrei hallt durch Twitter

Twitter ist eine tolle Sache. Soviel kann ich nach über 3000 verfassten Tweets mittlerweile mit Sicherheit sagen. Natürlich kommt es drauf an, wem man folgt und was man selbst so twittert. In meiner Timeline stelle ich fest, dass man sich im deutschsprachigen Raum meist mit «Online-Dingen» befasst, die Aussenstehende nur wenig interessieren dürften. Im Moment läuft aber eine wahre Twitter-Welle, die mit dem Hashtag #Aufschrei versehen ist. Gemäss der Website der Süddeutschen Zeitung ist gestern Abend ein Aufruf gegen Sexismus durch Twitter gehalt, der unter anderem als Antwort auf sexistische Aussagen von Mitgliedern der deutschen FDP und der deutschen Piratenpartei zu sehen ist.

Inzwischen wurden Hunderte von Tweets mit dem #Aufschrei-Hashtag zum Thema Sexismus veröffentlicht. Viele Frauen erzählen in 140 Zeichen, was sie schon haben erleben müssen. Auf meedia.de wird der Ursprung der noch sehr jungen Bewegung aufgezeigt.

Natürlich wird das Twittern über das Problem nicht zur direkten Lösung führen. Nur schon der Diskurs darüber kann aber aufzeigen, wie ernst und verbreitet sexistische Übergriffe noch immer sind. Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, die durchaus ihren Platz haben. Ich werde in den kommenden Tagen ein Auge auf die Debatte haben. Sie zeigt aber ganz sicher schon jetzt, welch grosses Potential in dieser Social-Media-Plattform steckt.

Piano Man

Habe bemerkt, dass ich Piano Man von Billy Joel noch nie als Song of the Moment hatte. Dabei ist er doch einer meiner «All Time Favorites». Vielleicht sollte ich mal eine Liste machen… Ausserdem ist Joel einer der ganz wenigen Künstler, die ich extrem gerne mal live sehen würde, es aber noch nie geschafft habe. Ein grossartiger Song, wie ich finde.

 

Mac OS im Stile von 1984

Also nicht im Stile des Filmes 1984, sondern in jenem der Apple-Rechner aus dieser Zeit. Das Set mit den Icons kann man bei Ben Vessey downloaden. Sieht doch supercool aus. Ich hätte einfach das Problem, dass ich ständig irgendwelches Zeug auf den Desktop speichere, das dann wohl mit einem hässlichen modernen Icon richtig rausstechen würde.

Eden Hazard und der Balljunge

Dass ein Spieler einen Balljungen unter keinen Umständen schlagen darf, ist wohl klar. Ich habe aber selbst schon erlebt, wie sich die Balljungen in das Spiel einmischen. In der Schlussphase des Europa-League-Spiels zwischen dem FC Utrecht und dem FC Luzern in Utrecht, gaben die belgischen Ballbuben die Kugel nicht mehr her. Als dem FCL ein Eckball zustand, weigerten sie sich ihrer Funktion nachzukommen. Wenn ich mich recht erinnere, war es damals Michel Renggli, der sich den Ball selbst zurückholte. Es war ganz sicher nicht ihre Idee, den Ball zu blockieren. Manch einer würde solche Gepflogenheiten vielleicht als «internationale Cleverness» bezeichnen. Für mich ist das einfach nur unfair und unsportlich. Dass sich ein Spieler in der Hitze des Gefechts dann zu so einer Dummheit hinreissen lässt, ist aus meiner Sicht zwar nachvollziehbar aber nicht entschuldbar.