Der verbotene SodaStream Spot

Wie LKM mir in einem Kommentar mitgeteilt hat, durfte SodaStream den Superbowlspot nicht auf CBS ausstrahlen. Hier gleich mal der Clip:

Weil Pepsi und Coca Cola zwei der grössten Sponsoren sind, wollte CBS den Spot von SodaStream laut Forbes nicht ausstrahlen. Das geht in den wirtschaftsliberalen USA natürlich gar nicht. Diese Art von Protektionismus wird nicht goutiert. Wo käme man denn hin, wenn es der «David» gar nicht erst mit dem «Goliath» aufnehmen dürfte? Doch die Empörung könnte sich für SodaStream positiv auswirken. Und überhaupt hat das Verbotene ja so seinen Reiz. Gut möglich, dass CBS und mit dem Sender auch Coca Cola und Pepsi die volle virale Keule abkriegen.  Schon jetzt wurde der Kurzfilm auf Youtube 2’5 Millionen Mal angeklickt.

Superbowl 2013 – Die Spots

Wie ich auf Twitter schon gesagt habe:

https://twitter.com/amadedotch/status/294712021050617856

Darum gibt es hier die besten Werbespots, die extra für den Sportevent gedreht wurden. Beginnen wir gleich mal mit VW, ya Man!

Und für alle Big-Bang-Theory-Fans haben wir nun Toyota:

Hyundai erklärt uns, weshalb es besser ist, vor dem restlichen Verkehr zu sein…

Dann scheint jemand sehr «excited» über den Hyundai Genesis zu sein:

Die Hundespots von Subaru fand ich jetzt eher nicht so toll, weshalb sie hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt seien. Dafür ist einer von Mercedes ziemlich cool. Die Jungs aus Stuttgart introducen uns nicht nur den bildhübschen CLA, sondern auch einen ziemlich düsteren Gesellen:

Audi macht einen auf Teeny. Zur Promnight kriegt der schüchterne Sohnemann die Schlüssel zum Audi S6 in die Hand gedrückt.

Und dann haben wir nochmals Hyundai. Die Südkoreaner zeigen einmal mehr viel Humor: Im Spot wird die Siebensitzigkeit des Hyundai Santa Fe mit einer «süssen» Footballmannschaft beworben.

Und gleich noch ein Spot für den Hyundai Santa Fe. Der verbreitet gute Stimmung, die von The Flaming Lips und deren Gassenhauer Sun blows up today noch verstärkt wird. Nice.

Im Kia Sorento wird fast erklärt, wie Babies entstehen. Aber eben nur fast.

Update 3. Februar 2013

Auch Lincoln spielt im Konzert der Superbowl-Spots mit. Der MKZ wird als Phoenix beworben, was jetzt nicht sonderlich spektakulär ist. Aber: Der MKZ ist eine richtig hübsche Limousine geworden, weshalb er hier mit seinem Spot einen Platz erhält.

Und gleich nochmals Lincoln, gleich nochmals mit dem MKZ. Mit «Steer the Script» hat man Twitterer eine Story für einen Werbeclip schreiben lassen, die dann in aufwändiger Weise umgesetzt wurde:

Bei Kia wird der Forte (der bei uns nicht angeboten wird) von Hotbots genannten Roboterinnen beschützt. Naja.

 

In no other Nation on Earth

https://twitter.com/BarackObama/status/297049776808140801

Es klingt, wie das meiste was Barack Obama sagt, schlicht grossartig. Man kann förmlich die vor Pathos schwelenden Brustkörbe US-amerikanischer Patrioten sehen. Doch ich frage mich schon, ob die Aussage nicht total falsch ist. Gibt es nicht zig andere Staaten, wo eine ähnliche Geschichte denkbar ist? Ist es nicht genau anders herum? Ist es nicht speziell, dass gerade in den USA «sowas» nun endlich möglich wurde?

Shetland Ponies werben für Schottland

Ok, ich weiss nicht, ob man die beiden haarigen Vierbeiner nach ihrem Kleidergeschmack gefragt hat. Sie tragen zum offensichtlich nicht ausreichenden Kälteschutz ihres eigenen Fells noch hübsche Pullover. Auf der Seite von Visit Scotland heisst es dazu:

We’ve got our very own Shetland pony ambassadors who are helping promote the Year of Natural Scotland with beautifully created cardigans, made just for them. Ponies Fivla and Vitamin from the Thorndale Shetland Driving Centre, strike a pose with their new winter woolies.

via MyModernMet.

Gangster Squad

Der Polizeichef (Nick Nolte) von Los Angeles hat genug, Mafiaboss Mickey Cohen (Sean Penn) soll die Stadt nicht länger nach Belieben dominieren können. Weil die offizielle Seite von der Korruption bereits zu zerfressen ist, lässt er den Polizisten O’Mara (Josh Brolin) ein inoffizelles Selbstjustizkommando zusammenstellen, das den Gangster mit dessen eigenen Waffen schlagen soll.

Es schaut so aus, als werden 2013 ein richtig gutes Kinojahr. Nach Django Unchained schon wieder ein Film, den man gerne empfehlen kann. Allerdings lebt dieser hier vor allem von der wunderbaren 40s-Optik und von seinem Staraufgebot. Die Geschichte ist vielleicht etwas zu linear, wobei trotzdem nie Langeweile aufkommt. Einzig Ryan Gosling ist viel zu glatt für die Rolle des wagemutigen Playboys. Dafür sind Josh Brolin, Sean Penn und Giovanni Ribisi umso besser.

Das transparente Smartphone

So sieht er also aus, der Prototyp eines transparenten Smartphones des taiwanesischen Glas-Spezialisten Polytron. In der Mitte des Gerätes sieht man einen kleinen Touchscreen, drum herum Powerglass, das die Energie für den Betrieb liefert. Weil es sie noch nicht in transparenten Varianten gibt, sind einige Komponenten am Rand des Gerätes sichtbar. Es stellt sich mir aber generell die Frage, welchen Vorteil ein transparentes Smartphone gegenüber einem opaken hat.

via designtaxi.

Wenn Opa für Teeny-Kleidung wirbt

Mit 72 Jahren für Teeny-Kleidung werben? Warum nicht? In China hat ein Herr namens Liu Xianping für sein Grosskind posiert. Sie hat einen Shop bei Tmall, das eines der grössten Online-Fashionhäuser Chinas ist. Weil seine Figur anscheindend besonders gut geeignet ist, um Kleidung für junge Damen zu präsentieren, posierte er in den verschiedensten Outfits. Einige davon soll er auch selbst zusammengestellt haben. Schaut irgendwie ein bisschen nach einer chinesischen Version Lagerfelds aus.

gesehen auf OffbeatChina.com.

Zum Dschungelcamp und anderen TV-Blödheiten

Der Beitrag entstand als Kommentar zu einem Blog-Eintrag von Monsieur Fischer, der sich für seine Kolumne in den Aarauer Nachrichten mit dem Thema auseinandersetzte.

Mich stört eigentlich nicht, dass solcher Schrott gesendet und geschaut wird. Jeder soll schauen, was ihm gefällt. Was mich eher stört, ist der Effekt, dass durch die grosse Masse die dem Zeugs zugetan ist, der Anreiz für die TV-Stationen sinkt, etwas «schlaueres» zu senden.

Ich für meinen Teil halte es so, dass ich die neuen Formate (hat wohl damals mit Big Brother angefangen) jeweils einmal schaue, um zu sehen wie sie funktionieren. Das finde ich aus medienwisschenschaftlicher Sicht sehr spannend. Natürlich kann es aber auch mir passieren, dass es einen reinzieht. Ist mir damals mit Big Brother auch passiert. Und Musicstar war allsonntägliche Partystimmung bei Freunden zuhause. Aber in aller Regel habe ich schnell genug von diesem Stumpfsinn. Ich wünsche mir auf diesen prominenten Sendeplätzen (genaugenommen sind die Sendeplätze das einzige, was die Bezeichunung «prominent» verdient hat) gute Serien oder Spielfilme. Von mir aus auch ein richtig gutes Quiz, das vielleicht nicht die x-te von Endemol vorgefertigte Variante ist.

Noch schlimmer als am Abend zur sogenannten Primetime ist es natürlich nachmittags und am Vorabend. Da werden tonnenweise Pseudo-Dokus über Leute gesendet, die sich das Prädikat «grenzdebil» fast ausnahmslos redlich verdienen. Wer’s schaut, taumelt wohl meist zwischen Fremdscham und amüsiertem Voyeurismus. Nicht ganz verstehen kann ich jene Zuschauer, die sich das Ganze regelmässig antun und sich dann darüber aufregen, dass es ausgestrahlt wird. Wären die Quoten für solche Sendungen nicht so gut, würden sie bestimmt nicht in dieser Menge ausgestrahlt.

Momentan finde ich mich jedenfalls immer häufiger auf Arte oder BBC wieder. Alternativ gibt es natürlich tonnenweise Live-Sport oder aufgenommene Serien, damit man die lästigen Werbepausen überspulen kann. Ein erstaunlicher Lichtblick im TV-Dickicht ist «Der Bestatter» auf SRF, der mir bis jetzt wirklich gut gefällt – vielleicht auch nur deshalb, weil der schweizer Krimi etwas «selbstgemachtes» ist.