Optimistische Leute

Optimistic People All Have One Thing In Common: They’re Always Late

Klingt irgendwie doch logisch, oder? Was da aus wissenschaftlicher Sicht dahinter ist, kann ich schlecht beurteilen. Weiss auch nicht, wie gut die Quelle (Elite Daily..?) für sowas ist. 😉 Trotzdem habe ich jetzt für künftige Verspätungen eine gute Ausrede parat.

Manche Bilder

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Manche Bilder landen irgendwo auf einer Speicherkarte, um dann irgendwann wieder entdeckt zu werden. Sie passen nirgends wirklich rein, sind aber doch zu hübsch, dass man sie einfach wieder löschen würde. Ich denke, ich werde in Zukunft vielleicht ab und zu so ein Ding hier reinstellen. Hoffentlich sind nicht alle solche Tourikitschbilder. 😉

Tierfotografie, wie sie nicht sein sollte

Ein Löwe, der fast aus dem Bildschirm rausspringt. Ein Elefant, der einen im nächsten Augenblick erdrücken wird. Wir kennen diese tollen Bilder aus Büchern und dem Fernsehen. Habt Ihr Euch auch schon gefragt, wie diese unglaublich spektakulären Tieraufnahmen gemacht werden?

Wer sich auch nur ein bisschen mit Fotografie auseinandersetzt wird schnell gecheckt haben, dass solche Fotos nicht durch Zufall entstehen können. Es braucht Planung, gutes Equipment und vor allem auch örtliche Experten, die genau wissen, wo und wann man welche Tiere aufspüren kann.

Tatsächlich hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, aus einer nicht zu grossen Distanz zu erleben, wie das mit der Tierfotografie eben auch gehen kann. Ein Team um Wim van den Heever hielt sich im gleichen Camp in Botswana auf. Er bietet Fotosafaris an, auf denen interessierte Amateurfotografen ihre Fähigkeiten hinsichtlich Tierfotografie schärfen können. Ich kannte ihn auch nicht, aber der Südafrikaner ist definitiv eine grosse Nummer, wenn es um «Wildlife Photography» also um Tierfotografie geht.

 Zwei mal «durften» wir erleben, was das in der Praxis dann bedeuten kann.

Am ersten Tag hörten wir von unserem Guide, die Fotogruppe sei unterwegs, um Bilder von jagenden Wildhunden zu machen. Die seien praktisch nur für die Wildhunde hier. Tatsächlich fanden sie an jenem Tag eine grosse Gruppe Wildhunde. Dank Funkverkehr trafen auch wir wenig später dort ein, wo sich die 16 Tiere etwas unschlüssig hin und her bewegten. Das Ziel, die Gruppe beim Erlegen der Beute zu fotografieren, rückte in für die Wildlife-Photographers in weite Ferne, als ihr Fahrzeug einen Plattfuss erlitt. Ein wenig Schadenfreude empfanden wir schon, da die Leute mit den grossen Objektiven sehr offensiv an das Rudel heranfuhren und sich ihm immer wieder in den Weg stellten, um die Tiere von vorne zu sehen.

Am zweiten Tag trafen wir kurz nach dem Losfahren auf einen Löwen. Das schöne Tier hatte sich trotz Regens neben einem Busch niedergelassen. Wenig später traf auch wieder die Fotografengruppe beim «König der Tiere» ein. Der erhob sich bald. Sofort schnitten im die Knipser den Weg ab. Der Löwe trottete in eine andere Richtung, die Fotografen (ver-)folgten. Wir forderten unseren Guide schon nach ein paar Minuten auf, die Grosskatze zu verlassen, da wir nicht weiter stören wollten. Schliesslich hatten wir ihn in voller Pracht sehen dürfen, und ein paar «Zähne-zeig-Bilder» waren auch schon im Kasten. Die Fotografen blieben da. Es war etwa 16:15. Später, Stunden nicht Minuten, hörten wir über Funk, dass ein Fahrer das Tier als «nervös» bezeichnete. Kein Wunder, denn die Fotogruppe hatte es weiter verfolgt. Wir hörten weiter am Funk mit. «Let me try a wide-angle lens» tönte es da heraus. Als wir um etwa 19:30 ins Camp zurückkehrten, melden wir den fortdauernden Vorfall der Leitung. Ihr Kommentar: Da Tier sei nicht aufgrund der Fotografen nervös. Ja klar.

Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass die Fotojäger noch bis um nach 22:00 dem Löwen nachstellten. Dies, obwohl es klare Regeln gibt, wie lange man sich draussen überhaupt aufhalten darf. Es kann nicht überraschen, dass bei einer sechs Stunden langen Verfolgungsjagd mit grossen Objektiven dann irgendwann mal ein Bild rauskommt, dass mehr als OK ist. Wenn dafür aber ein Tier so belästigt werden muss, ist das bestimmt nicht im Sinne derer, die sich zuhause die grossformatigen Fotobücher anschauen. Diese Fotografen, die wir erlebt haben, sind nichts anderes als Wilderer ohne Waffen. Für sie steht nicht das Tier im Mittelpunkt, sondern der Drang, mit möglichst unmöglichen Perspektiven Ruhm und Ehre einzufahren. Ich werde jedenfalls künftig daran denken, wenn ich wieder einmal ein besonders spektakuläres Tierbild sehe.

Knackeboul zur Tragödie auf dem Mittelmeer

der krieg trieb die menschen in booten aufs meer
verzweiflung und hunger auf offener see
am horizont ist europa zu sehen
die festung, die rettung den opfern verwehrt

der tropfen ist stet, verdichtet zur flut
die missgunst verzerrt die gesichter mit wut
der dichter muss nun das dilemma beschreiben
zuhaus in der stube nicht permanent leidend

ertrunkene schreien nicht – sind sie nicht weiss
schweigen titelblätter zum sinkenden preis
es bleibt nur noch eins – die stimme des volkes
die mitfühlend ruft, dass das nicht gewollt ist

wir können das ändern – mare nostrum zurück
botschaftsasyl – beihifle zum glück
für alle, die sich ob der leichen entzetzen
es ist an der zeit ein zeichen zu setzen

Gesehen auf seiner Facebookpage.

Schawinski, Billag und überhaupt

Momentan ist jede noch so kleine Geschichte eine Diskussion um die Billag wert. Die Gegner der Billag wittern Morgenluft, wollen die Gebühr auf jeden Fall loswerden. Das Wort Abzocke gehört mit den bekannten Abwandlungen immer mit dazu. Dieses Mal hat es Schawinski getroffen, der vom einst halbwegs lustigen Thiel «beschuldigt» wurde, er würde 300’000 CHF vom SRF bekommen, was offenbar nicht stimmt.

Man kann von Schawinski halten was man will, er hat ganz bestimmt seine Fähigkeiten. Bei den meisten Onlinekommentarschreibern habe ich dahingehend so meine Zweifel. Stellvertretend für diese Sicht kann der hier reinkopierte Kommentar gelten.

topkommentar ;)Tatsächlich sind aber ein paar Dinge drin, die wahrscheinlich so mancher Billag-Gegner in seiner Argumentation verwendet. «Zu teuer», «kopierte Sendekonzepte» und etwas, was man vielleicht mit «falsche Personen» übersetzen könnte.

Über den Preis kann man natürlich immer streiten. Und es ist ähnlich wie bei den Steuern… am liebsten würden wir nichts bezahlen und dafür trotzdem sämtliche Leistungen der Institutionen in Anspruch nehmen. Bezogen auf das SRF finde ich, dass das Angebot breit ausfällt. Ich finde es super, dass ich gerade im Sportbereich die Möglichkeite habe, WM und EM, Formel 1 und sämtliche Skirennen zu sehen. In anderen Ländern, die ebenfalls öffentliche TV-Stationen haben, muss man für die meisten der erwähnten Sportsendungen dann schon ein paar Münzen in den PayTV-Schlund werfen. Ich stelle ausserdem auch anhand der vielen Kritik an diversen Sendungen (insbesondere eben Schawinski, aber auch Giacobbo/Müller) fest, dass viele Leute SRF schauen. Im internationalen Vergleich sind die Gebühren in der Schweiz am höchsten.

screen-capture-1851Wenn ich das richtig einschätze, sind wir aber auch das einzige Land in diesem Vergleich, das Inhalte in vier (in grosser Menge sicher in drei) Sprachen zur Verfügung stellt. Dazu kommt, dass der Vergleich die Kaufkraft bzw. das Lohnniveau nicht berücksichtigt, sondern nur die Kostenseite anschaut.

Bei den Sendungen habe ich den Eindruck, dass tatsächlich viele Konzepte übernommen oder zumindest in ähnlicher Form adaptiert werden. Schliesslich betrifft das vor allem die Samstagabendkisten, die primär darauf ausgerichtet sind, ein möglichst grosses Publikum vor den Schirm zu locken. Die aus meiner Sicht wirklich guten (und auch eigenständigen) Sendungen sprechen kaum ein grosses Publikum an. Ich denke da an Kulturplatz, Literaturclub oder auch DOK. Würde man sich aber auf diese Formate und vielleicht noch Nachrichtensendungen, Arena, Club, Meteo und den Kassensturz beschränken, folgte der Aufschrei doch sofort. «SRF macht TV für die Elite», «Wo bleibt die Unterhaltung?» würde man titeln. Der Trade-off wird also offensichtlich. Konzentriert man sich auf Kultur und Information, ist man elitär, geht man auf die Masse, kommt der Vorwurf der Kopiererei. Denn meist wäre hier halt genau das erfolgreich, was auch anderswo funktioniert. Aber nur mal so als Tipp: «Wer wird Millionär» wurde auch nicht von RTL erfunden…

Natürlich ist der Pool der Moderatoren und Moderatorinnen nicht so gross wie in anderen Ländern. Auch hat man keinen Clarkson, wobei man bei den jüngsten (und eigentlich nicht erst seit diesen) Ereignissen vielleicht gar nicht so unglücklich sein sollte, dass man keinen hat. Wenn ich aber Leute wie Andi Rohrer, Guelsha Adilji oder auch Knackeboul sehe, gehe ich stark davon aus, dass da fähige Medienmenschen nachkommen. Und auch wenn die aktuellste Staffel das Niveau nicht mehr halten konnte, so hat der Erfolg von «Der Bestatter» doch gezeigt, dass man sehr wohl fähig ist, mit dem hier verfügbaren Personal hervorragendes Material zu produzieren.

Yep, ich sehe also nicht, was die ganze Panik um die Billag soll. Die Inhalte und die Auswahl an sich entsprechen dem, was ich erwarten kann. Ich schätze es, neben den deutschen Privatsendern, die teilweise wirklich auf tiefstem Niveau arbeiten (müssen?) und deshalb meine Aufmerksamkeit nicht kriegen, den BBC-Sendern, sowie arte und 3Sat noch die SRF-Palette zur Verfügung zu haben. Und grundsätzlich schrecken mich mal wieder vor allem die Argumente und auch die Argumentationsweise der Billag-Gegner ab, selbst auch einer zu werden. Der oben eingefügte Kommentar ist da wirklich nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Es wird gemutmasst, geflucht und gejammert, nur konstruktive Kritik findet sich äussert selten.

2014 – My best of

So, die ersten 10 Jahre Blog wären geschafft. Seit dem Jubliäum habe ich die Frequenz etwas gesenkt, doch keine Angst, amade.ch lebt weiter. So gibt es auch für 2014 meine ganz persönlichen Topthrees des abgelaufenen Jahres. Wer sehen möchte, was ich «früher» gut fand, voilà hier sind die Jahre 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006 und 2005. Dieses Jahr soll es wieder mehr Kinobesuche (und dazu auch wieder vermehrt Blogposts) sowie mehr Konzertbesuche geben. Mal schauen, ob es klappt.

Filme

  1. Dallas Buyers Club –  Atemberaubend gut
  2. Grand Budapest Hotel – Wunderbar erzählt und schön gemacht
  3. Gone Girl – Superspannend

Auch gut: Interstellar, Guardians of the Galaxy, A most wanted Man, Her, American Hustle, Mindscape, The Giver.

Lieder

  1. Cool Kids von Echosmith
  2. Take me to Church von Hozier
  3. Spark von Amber Run

Auch gut: I see Fire von Ed Sheeran, Welcome Home von Radical Face, Buried von Family of the Year, Seven Nights seven Days von The Fratellis, Wasteland von The Gardener & the Tree, Wide awake von Josh Record, Sweet wet Dreams von Mando Diao, Au revoir von Mark Forster, The Dreamer von The tallest Man on Earth, Cecilia and the Satellite von Andrew McMahon in the Wilderness, Stand by me von Ki:Theory.

Alben

  1. Talking Dreams von Echosmith
  2. Unplugged 1991 & 2001 von R.E.M.
  3. Aelita von Mando Diao

Sportveranstaltungen

  1. St. Johnstone vs. FC Luzern – Wieder ausgeschieden,… aber was für eine Stimmung
  2. Frankreich vs. Deutschland – Auf dem Platz vor dem Hôtel de Ville in Paris
  3. FC Luzern – FC St.Gallen – Die Europa-League-Quali winkt

Auch gut: Wenn sich der Trainer bei den Fans entschuldigt.

Autos

  1. Alfa Romeo 4C
  2. Tesla Model S
  3. Citroën C4 Cactus

Auch gut: Toyota FT-01 Concept Car, Volvo Concept Estate, Ducati Monster 1200S, Mini Superleggerea Vision, Dodge Challenger SRT Hellcat, Jaguar MkII by Ian Callum, Renault Eolab Concept, Aston Martin Lagonda Taraf, Bentley Continental GT V8 S, VW XL Sport Concept, Mini Cooper S.
Auto-Event: Le Mans Classic

Newcomer

  1. watson
  2. Googles selbstfahrendes Auto
  3. Video Opel Adam im Test (zündung.ch)

Auch neu: Getty Images macht Bilder einbettbar, Konzerte zum Download, schneller lesen mit Spritz, Jimmy Fallon bei der Tonight Show, Hannibal, Blogkategorie 5 Tage, 5 Autos (hoffentlich bald wieder), Alterserscheinungen #1, Erster Saisonsieg des FCL (im November!).
Nicht mehr neu: James Blunt ist ein Superstar

Enttäuschungen

  1. E.W. stirbt
  2. Dichtestress? Fremdenhass! – Nach dem 9.2.2014
  3. Philip Seymour Hofman ist tot

Auch schlecht: Tito Vilanova ist totDer jüdische Humor ist immer auf Zinsen aus, Das Handy ist schuld, Nachlese zum 9.2., Die Harald Schmidt Show geht zu Ende, Michel Renggli tritt ab, Massimo Tamburini ist gestorben, Hitlergruss reloaded, Dimitar Rangelov muss den FC Luzern verlassen, Robin Williams stirbt, Politik und Fussball, Swisscom TV 2.0 – Nicht besser, nur anders, «Wir werden Verteidigungsminister Maurer an die Wand fahren», Jules Bianchi verletzt sich schwer, Israel den Juden?, Joe Cocker stirbt, Udo Jürgens stirbt, Es sieht nicht gut aus für die NZZ.

Blog-Beiträge

  1. Steuern, wie sie sein sollten
  2. Ich bin ein 49,7%-Gutmensch
  3. Der Sturm und die Schweiz

Auch interessant: ,Luftwaffe ist überflüssig, Ein Leben ohne Steuern, Burger in Zürich, Tempo 140, ja gerne!, Europa 31.12.2013 23:59, Was wird uns Apple CarPlay bringen?, Die Formel 1 ist leiser geworden – und das ist gut so, Touchscreens in Autos, General Mineral, Wählen Junge progressiver?, Die Pointenvermieser, Tempo-140-Deppen machen ernst, Abstimmungstipp 18. Mai 2014, Polemiker?, Warum spricht niemand über den 13. Monatslohn, Sommerlochthema Love Life, #StopPraying, Rückblick auf die WM2014, Claudio Paul Caniggia, Gottmar? Eher nicht, Patriotismus, Der, Was rassistisch ist – Folge 1, Der gute alte Oski. Nicht, Ihr armen TV-Gucker, Autohersteller und die Verbrauchsangaben, Formel E in Luzern? Why not!, Wir sind keine Einheitspatienten, Ja ist denn schon Weihnachten?, , Die Frage zum Abstimmungssonntag (Ecopop), Wer hätts erfunde, Ist Empörung das Rezept? Ein paar Gedanken, Peter M. Birrer zur NLZ, Bussenterror, Die wirklichen Liberalen, Die Tage des GfS sind gezählt.

Ja ist denn schon Weihnachten?

Es gibt ja Tage, da läuft einfach gar nichts. An denen leert man sogar Wasser über seinen Laptop. 😉 Aber dann gibt es auch Tage wie heute. Da erhält man Geschenke ohne Ende und weiss eigentlich gar nicht recht weshalb. Es begann am Morgen mit der VIP-Einladung zur Auto Zürich. Nichts Spektakuläres, aber doch schon ziemlich cool, wenn man da etwas früher rein kann und dazu noch mit Leckereien verpflegt wird.

azgratis

Dann ging es weiter mit einem etwas zweifelhaften T-Shirt aus der Arabischen Welt. Aber hey, einem geschenkten Shirt schaut man nicht in den Ausschnitt. Thanks, Bro!

dubai

Dann gab’s auch noch das coole  watson-Package. Mit vielen witzigen Plakaten, Stickern, Lollies und ein paar anderen Goodies. Danke dafür, liebes watson-Team!

watsonpackageyeah

Ist das noch zu toppen? Ja. Ist es. Ein (fast) anonymer Spender hat mir diese hypercoolen Vince- & Jules-Kissen geschenkt. Hammer, oder? Mille grazie! Die kriegen einen Ehrenplatz auf dem Sofa.

vinceandjulespillows